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Empathie in Worten - Gewaltfreie Kommunikation

Dieses Thema im Forum "Sensitivität und Empathie" wurde erstellt von pukonym, 8. März 2007.

  1. pukonym

    pukonym Guest

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    Hallo Ihr! Mir ist es ganz wichtig hier ein Topic zu erstellen, das mir sehr am Herzen liegt..
    Im Laufe meines Lebens ist mir immer wieder passiert, dass mich Menschen angeredet bzw gefragt haben, ob ich vielleicht Inzest oder eine Vergewaltigung hinter mir hätte oder ob mir im Leben irgendwann mal Gewalt zugefügt worden sei. Ich konnte darauf hin nie wirklich was sagen, weil mir dergleichen nie passiert ist. Trotz allem fühlte ich aber immer dass da was dahintersteckte, und ordnete es eher psychischer Gewalt zu.. Vor allem in Konflikten fühlte ich immer deutlicher, dass es was damit zu tun hat, wie Menschen, wenn sie mit mir reden, ihre Sprache wählen bzw ob sie mir ZUHÖREN.
    Auffallend war auch dass ich mich extrem dagegen wehrte, wenn andere Menschen wieder andere zu kritisieren bzw zu bewerten begannen, zumindest dann wenn ich keine Liebe hinter den Worten fand, sondern reines Abgeben von negativer Energie.

    Nachdem ich in den letzten Monaten soviel Gewalt in mir spürte, dass ich dachte es erdrückt mich, wurde es immer deutlicher, dass erstens ICH mal in den Apfel beissen musste, um zwischen gut und böse im moment zu unterscheiden und noch mehr lernen musste, im notwendigen Moment Kritik zu äussern, um mich zu schützen, auch wenn ich so empathisch bin, dass ich die Umstände warum das gegenüber etwas zu mir sagt verstehen konnte. Es tat zwar gut sich mal wirklich zu verteidigen, aber ich fühlte, dass das auch nicht richtig war. Wenn ich allerdings rein in Liebe etwas sagte wurde das selten gehört.

    Nun ist mir ein Buch in die Finger gekommen, das mir aus Seele spricht, und ich habe das Gefühl, wenn jeder Mensch sich ein bisschen mehr mit sich selber und seinen Gefühlen auseinandersetzen würde (wie im Buch aufgezeigt wird), dass soviel Schmerz auf der Welt verhindert werden könnte bzw die Gewalt auf der Welt deutlich abnehmen könnte..
    Das Buch heisst Gewaltfreie Kommunikation von Marshal Rosenberg (ist eh ein Renner im Psychologiebereich, und ich glaub es war hier im Forum auch schon mal eine Buchempfehlung), und es geht darum, von der DU ebene auf die reine Ich- Ebene umzupolen.
    aus einem Du bist .. (wenn auch nur in Gedanken!) wird dann zb ein Ich fühle mich traurig/frustriert etc wenn ich sehe dass du ..
    oder aus einem Ich muss etwas tun, weil.. ein Ich entscheide mich dafür weil..
    Es geht darum volle Selbstverantwortung für sich zu übernehmen und die eigenen Gefühle zu erkunden, die andere bei sich selbst auslösen.


    Es ist natürlich der leichtere Weg nicht bei sich nachzusehen, sondern auf den anderen zu projezieren bzw Charaktäre oder Dinge als `böse´darzustellen, und es mag auch authentisch sein sich zu wehren bzw zu schützen in einem Moment wo dies notwendig ist, aber es gibt immer 2 arten dies zu tun. Die eine Stimme ist die des Egos (für mich nicht authentisch bzw ehrlich, weil man sich selbst und anderen dabei was vormacht), die andere die der Seele. :)

    Ich freu mich jedenfalls so dieses Buch in die Hände bekommen zu haben, weil ich jetzt viel klarer seh was da abläuft und mich besser schützen kann! Es ist auch in allen Konfliktsituation (Beziehungen, Arbeit etc) hilfreich und sooo ehrlich !
    :D
    Ich glaube falls ein Krieger des Lichts ein Schwert benötigt dann ist dies meins..

    vielleicht hilfts ja dem einen oder anderem hier auch!


    viel licht euch allen!

    puk
     
  2. Katarina

    Katarina Guest

    Liebe Pukomyn,

    zum einen sprichst du mir mit Deinen Worten aus der Seele. Ich halte es auch für elementar wichtig, dass die Menschen endlich lernen, sich mit ihren Gefühlen - konstruktiv - auseinanderzusetzen. Zum anderen habe ich mir soeben direkt das von Dir empfohlene Buch bestellt. Es passt gut, da ich mich beruflich zur Zeit in diese Richtung verändere.

    Liebe Grüße

    Katarina :)
     
  3. pukonym

    pukonym Guest

    hehe freut mich! dieses buch is wirklich eine bereicherung, aber auch ne gewaltige herausforderung an sich selbst! auf einmal wird einem soviel bewusst und fällt einem soviel auf, weil es geht nicht nur um das projeziern auf andere, sondern auch um wertung über sich selbst, kleine verallgemeinerungen etc, die aber einem satz sofort einen gewissen duft beifügen.. hab oft anfangs nur ein klitzekleines ungutes gefühl wenn ich was sag oder schreib, und dann fühl ich genauer hin und denk mir aaarx schon wieder nicht genau hingesehn!! ;)

    ich wünsch dir viel freude damit!!

    :jump1:
     
  4. Trixi Maus

    Trixi Maus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. Oktober 2005
    Beiträge:
    26.439
    hallo pukonym, hört sich gut an, was Du schreibst. Du bist halt sehr sensibel für Worte, kann das sein? Das geht mir genauso. Sie gehen mir "durch Mark und Bein", wie man so schön sagt.

    In meiner Familie wurde sich viel gezankt, aber ich war an der Zankerei nie beteiligt. So habe ich immer gut lernen können als Kind: so, mit dieser Zankerei wie Deine Schwestern, möchtest Du nicht kommunizieren. Aber wie es nun einmal ist: was man als Kind aufnimmt, das verinnerlicht man und sich von dieser Energie, auf die man eingestellt wurde, zu befreien, ist nicht leicht.

    Für mich ist Formulierungsqualität ein ganz toller Gradmesser für meine Gutartigkeit in Umgang mit mir selber. Denn so akkurat ich mit dem göttlichen Wort in mir umgehe, so akkurat gehe ich auch mit dem Leben um. Kommunikation ist das Höchste Gut, das uns heute als Ergebnis der Naturwissenschaften geschenkt wurde und es offenbart auch dem letzten Menschen irgendwann mit etwas Glück: man kann gemeinsam denken.

    Das zu Üben ist wieder etwas, das mit dem Üben einer "sauberen" Formulierung gleichgesetzt werden könnte. Gemeinsam denken kann ich nur mit dem, dessen Gedanken ich folgen kann. Und wer hier- in der Folge-Tauglichkeit einer Formulierung- die grösste Masse bindet, der ist einer den man hört und liest. Weil er wie ein Puppenspieler seine Puppen auf der Bühne seine Buchstaben in die Lücke hinter dem letzten Wort setzt--- wie ein Schriftsetzer.

    Liebe Grüsse,
    Trixi Maus
     
  5. Gabaretha

    Gabaretha Mitglied

    Registriert seit:
    21. Januar 2007
    Beiträge:
    44
    Ort:
    München
    Hallo pukonym,
    ich kenne auch das Buch von Marshal Rosenberg und finde es super, dass Du es empfiehlst.
    Allerdings ist es nur eine Hilfe, dass Du besser kommunizieren lernst - Dein Umfeld lernt leider erstmal nichts daraus, wenn Du Dich weiter entwickelst.

    Ich wünsche Dir viel Entspannung und Gelassenheit, damit Du nicht mehr leicht durch irgendwelche, vielleicht leichtfertigen oder unbedachten, Worte verletzbar bist.

    Alles Liebe:liebe1:
    Gaba
     
  6. Mr.B.Rasta

    Mr.B.Rasta Mitglied

    Registriert seit:
    26. Februar 2004
    Beiträge:
    291
    Ort:
    München
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    Hallo Pukonym,

    das mit der GFK ist wirklich eine tolle Sache, wir sind hier in München ein kleiner aber fast jede Woche wachsender Kreis, die wir uns einmal die Woche zum GFK Training treffen.
    GFK hat auch mein Leben sehr stark zum positiven verändert und ich kanns nur jedem ans Herz legen auch damit anzufangen, eigentlich könnte so unser ganzer Sprachgebrauch therapiert werden.
    Falls du in der Nähe von München wohnst, bist du herzlich zu unseren Treffen eingeladen, oder du eröffnest deinen eigenen GFKClub und holst dir Infos bei uns wie wir das so machen,
    Alles Liebe, Philip
     
  7. Katarina

    Katarina Guest

    nochmals zum Thema GFK:

    Es handelt sich dabei ja nur um ein Modell, um eine dahinterliegende innere Haltung in eine für uns fassbare Struktur zu bringen. Und so wie man über die Worte die dahinterliegende Haltung beeinflussen kann, so geht es eben auch umgekehrt - oder eben nicht :weihna1 , bzw. mit Schwierigkeiten......

    Falls es hier noch mehrere gibt, die damit experimentieren und ihre Schwierigkeiten haben, Ihr seid in guter Gesellschaft :) . Theoretisch ist es ja ganz einfach und mit Menschen, die einem nicht so nahestehen, auch prima. Ich bin heute mit einer älteren und offenbar recht einsamen Dame ins Gespräch gekommen und mußte gar nicht mehr an dieses "GFK" denken, so sehr war ich mit ihr "empathisch verschmolzen", - dabei sprach ich eigentlich kaum ein Wort. Und als sich unsere Wege dann wieder trennten, bedankte sie sich vielmals für diesen Kontakt, "das habe ihr so viel gegeben". Und ich war so hin und weg, zu spüren, wie es einem selbst gut tut, wenn man jemandem anderes gut tut.
    Aber, und jetzt kommt das große "Aber", die große Herausforderung liegt in Kontakten, mit den Menschen, mit denen man "verstrickt" ist. Einen solchen Gesprächskontakt hatte ich gestern und mit "GFK" im Kopf konnte ich eine solche Mauer spüren. Alles in mir hat sich dagegen gewehrt, mich derart auf mein mit mir verstricktes Gegenüber einzulassen. Da kommen sofort alle möglichen Abwehrstrategien hoch: Unterbrechen, nicht mehr richtig Zuhören, das Gesagte aufgreifen, um sofort mit eigenen Worten von sich selbst weiterzusprechen, die "logischen Fehler" aufdecken usw. usw. Das ist wirklich verbale Gewalt pur. Mit wird immer mehr klar, wie sehr wir mit unseren Worten zur Gewalt in dieser Welt beitragen, - und wenn wir vordergründig noch so "friedlich" sind. Nun, das Beste, was ich dann gestern bringen konnte, war einfach gar nichts zu sagen und meinem Gegenüber zuzuhören. Es war mir unmöglich, empathisch verbal auf mein Gegenüber einzugehen, aber immerhin, ich konnte ihn sprechen lassen und ihm zuhören. Und das ging lange........
    Am Ende dieses "Gesprächs", hatte ich eine sehr interessante Beobachtung gemacht. Hinter dieser scheinbar so "unguten Verstrickung" zwischen uns beiden, stecken die absolut identischen Gefühle, identischen Bedürfnisse, Sehnsüchte, Wünsche und Ängste. Der Leidensdruck auf beiden Seiten ist sozusagen "zwillingsgleich". Das wußte ich wohl vorher schon (Spiegelphänomen und Trallala), aber gestern konnte ich das erstmalig auch so fühlen und ich merkte wie meine Barrieremauer immer weicher wurde und ich hatte wirklich so etwas wie Mitgefühl, - für uns beide. Streitlustig war ich nach diesem, - auf meiner Seie wortlosen -Streitgespräch jedenfalls nicht mehr.
    Also, lange Rede, kurzer Sinn: man kann dieses Modell sogar schweigend anwenden und es bringt einem sogar noch etwas, wenn man sich total dagegen wehrt, - weil es ungemein die Achtsamkeit schult.

    Liebe Grüße

    Katarina :)
     
  8. Trixi Maus

    Trixi Maus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. Oktober 2005
    Beiträge:
    26.439
    Hallo Katarina!

    oh da muß ich Dir jetzt aber ein Kompliment machen, wenn ich darf.


    Lg,
    Trixi Maus
     
  9. Katarina

    Katarina Guest

    Klar darfst Du! Ich bin durch und durch Mensch/Frau und mag Komplimente gerne, - es sei denn, sie tragen einen "hintergründigen" Zweck in sich.
    Überhaupt finde ich, wir sollten uns viel mehr nette Dinge sagen (also das meine ich jetzt allgemein). Z.B. war das, was ich in meinem vorherigen Beitrag geschrieben habe, ja eigentlich ein absolutes Erfolgserlebnis. Aber erst mit Deinem Kompliment habe ich mir das wieder bewußt machen können. Vorher war ich schon wieder an dem Punkt "na, iss ja nicht schlecht, aber so richtig gut iss es auch nicht". Ist nicht sehr liebevoll, wie wir uns oft selbst niedermachen.

    Katarina :)
     
  10. Trixi Maus

    Trixi Maus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. Oktober 2005
    Beiträge:
    26.439
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    ja, es gibt da die Bezeichnung der Selbstbeleidigung für, die finde ich in dem Zusammenhang für mich sehr treffend.

    Ich finde ja, Du guckst sehr aufmerksam genau an die richtige Stelle. Da ist ja eine gesammelte Portion Mut nötig, um sich so zu hinterfragen.

    :liebe1:
     
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