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Mit der Trauer fertig werden - wie habt ihr das gemacht?

Dieses Thema im Forum "Trauer" wurde erstellt von chelseagirl, 1. März 2011.

  1. chelseagirl

    chelseagirl Neues Mitglied

    Registriert seit:
    12. Februar 2011
    Beiträge:
    29
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    Hallo zusammen,

    wie einige hier ja schon wissen, habe ich vor genau 7 Wochen meine Großmutter verloren. Ich dachte mir nie, dass es mich so treffen wird, aber es kam dann halt doch so…ich mache mir andauernd gedanken, mal geht es besser, mal geht es schlechter - ich zweifel an allem möglichen, fühle kaum Gefühle (liebe, freude,…) - ich bin einfach die meiste zeit nur traurig. Ich kann mich kaum konzentrieren und würde das alles am liebsten abschalten.

    Meine Hauptgedanken momentan sind die Wut auf meine Großmutter, dass sie uns verlassen hat - wenn sie noch da wäre, wäre alles in Ordnung. Dann sind da noch die Ängste, dass ich meinen Freund irgendwann nicht mehr lieben könnte - ich habe momentan ein Problem mit meinen Gefühlen, ja, aber ich liebe ihn doch über alles. Er ist das beste was mir jemals passiert ist. Und dann ist da noch die Angst, dass er mich irgendwann verlässt - die Angst, noch einen Verlust verkraften zu müssen - ich träume andauernd irgendwelche Dinge, denke dann unbewusst immer an Sachen, die mich vielleicht ein bisschen stören an ihm…es sind ja schon 7 Wochen vergangen, wann hat das ein Ende?

    Ich liebe meinen Freund wirklich sehr und wir sind sehr glücklich - seit dem Zeitpunkt des Todes meine Großmutter geht nur irgendwie alles drunter und drüber und ich frage mich wie ma sowas am besten verarbeiten kann? wie wurdet ihr mit sowas fertig?

    Danke,
    LG Babsi
     
  2. ashes

    ashes Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. August 2009
    Beiträge:
    3.272
    Ort:
    BinD
    Hallo Babsi,

    zuerst einmal: mein Mitgefühl zum Tod deiner Großmutter.

    Ich geh mal davon aus, daß Du ein recht inniges Verhältnis zu deiner Großmutter hattest..? Da find ich es verständlich, daß es dich sehr aufwühlt. So ein Ereignis hinterläßt bei uns immer Narben, unabhängig von den Umständen und dem Alter. Es bedeutet ja auch einen tiefen Einschnitt im Leben der Hinterbliebenen.

    Mein Opa starb, als ich 4 Jahre alt war. Er brachte sich um. Ich hatte ewig lange daran zu knabbern. Dies allerdings auch, weil aus heutiger Sicht mir dies nicht kindgerecht erklärt wurde.
    Meine Oma starb viele Jahre später. Bei ihr hatte ich viele Schuldgefühle, weil ich sie in ihren letzten Tagen nicht mehr besucht habe. Ich konnte es schlichtweg nicht ertragen, sie so hinfällig im Bett liegen zu sehen. Ich hab mich unendlich dafür geschämt.
    Bei meinem Onkel konnte ich dies Trauma dadurch bearbeiten, indem ich ihn in seinem Sterben begleitet habe und auch bei seinem Tod dabei war.

    Liebe Babsi, sei nicht ungeduldig, 7 Wochen sind für mich nicht lange. Und Gefühle kennen keine Zeit. Alles braucht so lange, wie es braucht. Jeder hat sein eigenes Tempo. Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, daß jedes Gefühl, daß Du dabei hast, wichtig ist, gefühlt zu werden. Das eine vielleicht ein wenig länger als das Andere.

    Vielleicht hilft dir dies ein wenig.
    Alles Liebe für dich!
    ashes
     
  3. madma

    madma Neues Mitglied

    Registriert seit:
    4. Oktober 2010
    Beiträge:
    4.495
    Du fragst,wie wurdet ihr mit sowas fertig,war es der Glaube daran,das sie
    ihr Leben gelebt hatte und irgendwie war da immer ein Funke,dass es weitergeht,nur unsere Hüllen vergehen und unsere Seelen weiterleben,so
    schaute ich früher schon immer zum Himmel hoch und es war,als bildeten
    die Wolken ihr Gesicht,ein friedliches Gefühl und eine damals noch unbekannte,aber unheimlich grosse Liebe erfüllte mich,so sprach ich immer
    mit ihr,sie war mir so nah,plötzlich hatte ich keine Angst mehr und sagte mir sie kann mich sehen,alles,was ich tue,sie sieht es,irgendwann wurde es
    Gewissheit,
    es gibt ein Leben danach,nicht genau wie,aber es gibt es,waren da viele
    Zeichen und diese Liebe,Hoffnung und Glaube,vor Allem,Oma,du hast doch
    alles gelebt,nun schmerzen deine Hüften,deine Knie nicht mehr,du kannst
    über eine blühende Wiesen laufen,so sah ich sie auch dann...irgendwann
    kam sie im Traum zu mir,der echter nicht sein konnte,sie streichelte mir
    über das Haar und sagte:"Kind,mir geht es gut,dort,wo ich bin,bitte,lächle
    immer einmal zum Himmel hoch,damit ich sehen kann,dass du glücklich bist!"
    Schicke ich dir ein Lächeln,vielleicht hilft es dir,denke einfach mehr an sie,lächle,denke nicht daran,du könntest deinen Freund verlieren,
    nehm ich dich mal in den Arm:umarmen:hoffe einfach,dass ich dir ein bischen
    helfen konnte,
    alles Liebe madma:)
     
  4. chelseagirl

    chelseagirl Neues Mitglied

    Registriert seit:
    12. Februar 2011
    Beiträge:
    29
    liebe ashes,

    danke für deine lieben worte.

    ich denke auch, dass 7 Wochen nicht lange sind, aber ich würde gerne aktiv dazu beitragen, dass die trauer besser und vielleicht ein bisschen schneller verarbeitet wird. ich will in meiner beziehung wieder genauso fühlen wie vorher, das ist das, was mir mometan am meisten zu schaffen macht. kannst du dir das vorstellen? ich will einfach, dass alles wieder so ist wie davor. Ich war schon bei meinem homöopathen und nehme seit 4 wochen verschiedene globuli. besser ist es auf jeden fall schon. aber halt immer noch nicht so wie vorher.

    vielleicht gibt's ein paar tipps wie ihr die trauer und die ganzen komischen gefühle bewältigt hab?

    Danke und LG,
    Chelsea
     
  5. Sadivila

    Sadivila Guest


    Bei mir war es die Geburt meines ersten Kindes.


    Denk mal nach, ob sich inzwischen was positives in deiner Familie eingebracht hat. Vielleicht hilft dir das.
     
  6. ashes

    ashes Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. August 2009
    Beiträge:
    3.272
    Ort:
    BinD
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    Genau das wird es leider nicht. Es wird nicht wieder so, wie es war. Und: ja, diese komischen Gefühle bringen einen wirklich ganz schön durcheinander. In deinem Leben ist ein tragisches Ereignis geschehen und jeder hat eine eigene Art, damit umzugehen. Vielleicht hilft es dir, wenn Du es als eine Art Neuausrichtung siehst, ist es ja in gewisser Weise auch. Neuausrichtung in dem Sinne, daß dein Leben ohne deine Großmutter einfach anders ist.
    Mir fiel es ziehmlich schwer, das zu akzeptieren. Da stand ich nun und hatte kein Gegenüber mehr für die Liebe, die mich mit ihnen (Oma und Onkel) verband. Und der Gedanke daran, daß ich nie wieder zum Telefon greifen kann, um meinen Onkel oder meine Oma anzurufen, war schon hart. Mit der Zeit habe ich eine andere Art gefunden, mit ihnen zu 'kommunizieren'. Das läuft im Inneren ab. Ich habe in meinem inneren einen Ort gefunden, wo beide sicher aufgehoben sind, weißt, was ich meine..? Das hat mir geholfen. Und das darüber reden. Sprecht ihr denn in der Familie (z.B. mit deinen Eltern) darüber?

    Und - auch wenn ich mich wiederhole - : gib dir selbst die Zeit, die Du brauchst. Ich meine dein Inneres, nicht deinen Kopf ;). Erkläre deinem Freund, was sich in dir tut. Das hilft auch ihm zu verstehen...

    Darf ich dich mal umärmeln :umarmen:

    lg ashes
     
  7. chelseagirl

    chelseagirl Neues Mitglied

    Registriert seit:
    12. Februar 2011
    Beiträge:
    29
    du hast natürlich recht, dass ich mir zeit geben muss- das weiß ich auch, aber es fällt mir so unheimlich schwer, diese ganzen gefühle irgendwie in meinem leben unterzubringen. ich würde sie am liebsten einfach ausschalten. ich weiß, dass das nicht geht und mir keiner sagen kann, wie lang das dauern wird, aber deine worte helfen mir zumindest ein bisschen.

    ich sah meine großmutter garnicht so oft, als dass sich in meinem leben soooviel zu vorher geändert hätte…aber ich hatte sie einfach unheimlich gern, ihr lachen, ihren humor - sie war so eine unglaublich starke frau, die soviel in ihrem leben ausgehalten hat. und ich fühle mich momentan einfach schwach, zu schwach um mit diesen komischen, mir unerklärlichen gefühlen fertig zu werden.
     
  8. Ciris

    Ciris Neues Mitglied

    Registriert seit:
    23. Januar 2011
    Beiträge:
    1.919
    Wie ich das mache - nunja, ich habe irgendwo im Hintergrund immer noch das Wissen (oder nenn es von mir aus Glauben), dass wir uns hier alle nur gegenseitig ein Stück begleiten. Sich irgendwann verabschieden zu können, und sich zu trennen, gehört zum Leben dazu, und gewaltsam festhalten kannst du nichts.
    Und eigentlich wissen wir alle doch, immer, dass nichts ewig halten wird.

    Das ändert leider überhaupt nichts daran, dass es wetut, jemanden zu verlieren. Mir zumindest hat aber dieses Bewusstsein schon einige Male geholfen, loszulassen. Auch wenn es dauert, bis man zum Abschied wirklich bereit ist, und das muss man nicht sofort und auf der Stelle sein.

    Alles Gute dir.
     
  9. Shania

    Shania Guest

    diese wut kenne ich.
    ich war damals so zornig auf meine mutter, dass sie mir das angetan hat....sie ist einfach gestorben ohne rücksicht zu nehmen, welche lücke sie hinterlässt.

    ich glaube, mit diesem zorn kompensiert man die hilflosigkeit anlässlich des todes. diese endgültige gegebenheit will man einfach nicht akzeptieren.....und trotzdem ist mit der wut der 1. schritt zur akzeptanz schon gemacht.

    ich habe damals ein paar wochen nach ihrem tod von ihr geträumt. in diesem traum war sie jung, gesund, glücklich. ich hab sie mit meinem zorn und mit meiner wut konfrontiert.... und sie hat gelacht. diese fröhliche, spezielle art zu lachen hatte sie auch zu ihren lebzeiten schon lange verloren.

    glaub mir, es wird nie mehr so sein, wie es mal war. in deinem leben haben sich mit dem tod deiner großmutter einschneidende veränderungen abgespielt, die ein chaos in deiner gefühlswelt verursachen. du hast registriert, wie schnell und unvorbereitet du abschied nehmen musst und fürchtest, dass es mit deinen gefühlen ebenso passieren könnte.

    ich denke, trauer ist eines der intensivsten gefühle überhaupt und verweist alle anderen gefühle - einschließlich liebe - auf den 2. platz.
    rede mit deinem freund, erklär ihm was in dir grad vorgeht. erzähl ihm von deiner großmutter, von euren gemeinsamen erlebnissen. weint miteinander.
    und nimm dir alle zeit der welt, die du für die bewältigung deiner trauer brauchst....dafür gibt es keine richtlinie.

    :trost:
     
  10. chelseagirl

    chelseagirl Neues Mitglied

    Registriert seit:
    12. Februar 2011
    Beiträge:
    29
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    Danke für eure lieben Antworten.
    Ich hab nur momentan das Gefühl nicht damit fertig zu werden - sicher ist es schon besser geworden, aber an manchen Tagen (momentan habe ich diese Tage wieder vermehrt - eventuell wieder eine Erstverschlimmerung!?) fühle ich mich schwach, ich kann mich nicht konzentrieren und ich komme mit den ganzen Gefühlen nicht klar - im Grund genommen habe ich immer Angst, dass ich etwas verliere: meine Gefühle, meine Liebe zu meinem Freund oder überhaupt meinen Freund, weil er mich verlässt. Wie kann ich diese Gefühle überwinden? ich weiß, dass er mich nicht verlassen wird aber ich bin einfach nur traurig und habe nur diese gedanken im Kopf :(
     
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