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Mein Papa ist gestorben - wie soll ich damit umgehen?!

Dieses Thema im Forum "Trauer" wurde erstellt von Fallin Angel, 3. Dezember 2005.

  1. Fallin Angel

    Fallin Angel Mitglied

    Registriert seit:
    23. November 2005
    Beiträge:
    30
    Ort:
    Wuppertal
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    Hallo!

    Ich bin 16 jahre alt und mein Papa ist am 23.03.05 gestorben...
    Es war ein Schock. Mein Vater war der tollste den man haben kann.
    Meine Mutter wohnt mit ihrem Freund in Essen und ich bin vor ca 2 Jahren zurück zu meinem Vater gezogen. Es war eher eine Freundschaft als eine Vater-Tochter Beziehung - deshalb verstanden wir uns auch super.
    Plötzlich bekam ich von meiner Mutter einen Anruf ich solle sofort zur Wohnung kommen (ich war über Nacht bei meinem Freund geblieben).

    Als ich die Tür öffnete war die Wohnung leer und nur meine Mutter die eigendlicht nichts mit der Wohnung zu tun hatte stand da und sagte das estwas ganz schlimmes passiert wäre.... ich wusste sofort was los war.
    Mein Papa ist mit 45 Jahren an einem Herzinfakt gestorben - einfach so!!
    Ich wusste nicht wie ich reagieren sollte. Ich wollte schreinen doch es kam kein Ton... erst ca. eine Stunde später als mein Freund dazu kam konnte ich erst weinen. Ich beschloss bei ihm (und seiner Familie) zu wohnen.
    Die ersten beiden Tage waren schrecklich, ich habe nur geweint und haben mich alleine gefühlt. Erst in der 3. Nacht träumte ich das erste mal von meinem Vater - er hatte mir gesagt das es ihm gut geht und hat sich von mit verabschiedet. Seit dem ist es etwas einfacher geworden, zumindest hat das weinen aufgehört. Klar, immer mal wieder habe ich noch Einbrüche aber ich habe nicht mehr den ganzen Tag geweint.

    Was ich mir nicht erklären kann: Jeden abend haben wir eine Kerze in einem schönen Perlen-Metall-Kerzenständer angezündet. An einem Abend ging es mir wieder sehr schlecht und ich habe geweint und mein Freund sagte das ich aufhören sollte und das mein Vater das auch nicht wollen würde.... Am nächsten morgen war das ganze Lichtchen abgebrannt (obwohl das unmöglich war) !!!!

    Im endeffekt habe ich mich von allem sehr schnell erholt und habe es sehr schnell verarbeitet. Ich kann auch über ihn reden ohne in tränen auszubrechen und mit einem Lächeln an ihn denken.
    Mittlerweile wohne ich mich meinem Freund seit ca 5 Mon. in unserer eigenen Wohnung, doch irgendwie kommt mir der Tod meines Papas so unwirklich und unbegreiflich vor. Oft sitze ich da, und denke :"Was ist überhaupt passiert? Wie kann das sein? Was ist jetzt mit ihm?"

    Ist das normal ? Habt ihr auch sowas durchgemacht? Und wie kommt ihr damit zurecht?

    Würde mich sehr über Beiträge freuen!!!

    Lg, Fallin Angel
     
  2. Englein

    Englein Mitglied

    Registriert seit:
    21. Juli 2004
    Beiträge:
    35
    Ort:
    Nähe Berlin
    Liebe Fallin Angel,

    erstmal möchte ich dir mein Beileid aussprechen.

    Ich weiß genau, wie du dich fühlst. Mein Papa ist am 18.08.05 verstorben. Ich kann es selbst immer noch nicht so recht glauben. Oftmals erwische ich mich bei dem Gedanken, dass das alles nur ein böser Traum ist und ich bald daraus erwachen werde.

    Ja, das ist ganz normal. Das ist die ganz normale Trauer(arbeit). Der eine Trauernde braucht nur ein paar Wochen, der andere aber Monate oder gar Jahre dafür.

    Unsere Väter sind jetzt an einem Ort, wo es ihnen besser geht, sie keine Schmerzen haben. Dennoch aber werden sie immer bei uns sein. Das mit der Kerze kann wirklich ein Zeichen von deinem Papa gewesen sein. Ich habe in den letzten Tagen auch wieder einiges erlebt, wo ich fest davon ausgehe, dass mein Vater und mein genau 14 Tage vor meinem Vater verstorbener Kater mir ein Zeichen geben wollten bzw. gegeben haben.

    Ich spreche sehr viel mit meiner Mutter über ihn. Das hilft uns beiden, die schlimmen Wochen, die wir auch vor seinem Tod durchmachen mussten, zu verarbeiten und auch seinen Tod zu begreifen.

    Fallin Angel, ich wünsche dir alles alles liebe und denke bitte daran: Nur wer vergessen wird ist wirklich tot. Dein Vater wird in deinem Herzen weiterleben und dir sicher hin und wieder irgendwelche Zeichen geben.
     
  3. east of the sun

    east of the sun Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Januar 2005
    Beiträge:
    15.867
    Ort:
    wo die Sonne aufgeht bin ich zuhause.
    Liebe Falling Angel, ich finde Du machst das schon gut. Weinen und einfach zulassen.
    Ich habe es auch schon durch. Zuerst kommt der Schock, dann die unendliche Trauer und irgendwann die Leere. Aber bei mir kam dann die Erkenntnis, dass dieser verstorbene in mir weiterlebt.Ja, er ist in mir lebendig, in den Momenten, in denen ich an ihn denke oder in denen ich mich ihn in mir wiedererkenne.
    Du bist seine Tochter, er hat Spuren in Dir hinterlassen.
     
  4. Fallin Angel

    Fallin Angel Mitglied

    Registriert seit:
    23. November 2005
    Beiträge:
    30
    Ort:
    Wuppertal
    Hallo ihr beiden!!!

    Danke erstmal für die liebe Worte und Antworten!

    Ja ich bin auch fest davon überzeugt das er in mir weiterlebt, aber es bleibt doch irgendwo unglaublich. Es lieg glaub ich daran weil wir nur mit dem richtigen Leben hier auf der Erde vertraut sind und alles andere so unvertraut ist und man letztendlich nicht genau weis was nach dem Tod passiert...
    Es ist so ein komisches gefühl...
     
  5. Ghostwhisperer-999

    Ghostwhisperer-999 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. November 2005
    Beiträge:
    2.067
    Ort:
    Saarland
    Hallo,

    es tut mir sehr leid was dir geschehen ist.

    Aber eins finde ich sehr schön, nämlich dass er dir im Traum erschienen ist und dir gesagt hat, dass es ihm gut geht. Das darfst du ruhig glauben. Ich kenne Menschen, die warten jahrelang auf einen solchen Traum.

    Dass das Lichtchen abgebrannt war, nimm als Zeichen. Dein Vater vergißt dich ja nicht, unsere Lieben sind immer um uns. Ich denke, du hast da schon ein Gefühl dafür.

    Viele wissen nicht, dass sie nur auf kleine Zeichen zu achten brauchen. Leider wird das meiste einfach übersehen, aus Unglauben oder Unwissenheit.

    Wenn du an ihn denkst, dann in Liebe und nicht in Trauer. Denn das ist es, was unsere Lieben nicht wollen - dass wir traurig sind, denn es geht ihnen ja gut.

    Ich wünsch dir alles Liebe
    :)
     
  6. sonnenblume26

    sonnenblume26 Mitglied

    Registriert seit:
    25. August 2005
    Beiträge:
    33
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    Liebe Falling Angel,

    als erstes möcht ich dir mein Beileid aussprechen. Ich versteh sehr gut wie du dich fühlst, auch mein Vater ist am 24.05.2005 im 49 Lebensjahr sehr überraschend an einen Herzinfarkt verstorben.
    Sei Dankbar für die Zeit die Ihr zusammen verbracht habt, und lass der Trauer ihren Lauf.
    In solchen fällen glaub ich trifft der Spruch " Die Zeit heil alle Wunden" zumindest lernen wir damit zu leben.
    Oft erscheint alles so unreal, so als sei nichts gewesen, wenn ich zurück denke hab ich mich an dem tag gefragt warum ich überhaupt zu ihnen fahre, und war mir sicher er würde mich wie jedes mal an der Eingangstür empfangen obwohl ich wusste das er tot ist. manchmal will das Herz nicht das akzeptieren was der Kopf sagt.
    Seit dem Tot von meinem Vater war ich gerade einmal bei meiner Mutter, sobald ich in meinem Elternhaus bin beginne ich nach Ihm zu suchen, und in mir lebt die Hoffnung das er jede Sekunde aus einem Zimmer herauskommt.

    Wünsch dir alles alles Liebe
    Sonnenblume
     
  7. lilyofthevalley

    lilyofthevalley Mitglied

    Registriert seit:
    26. Juli 2005
    Beiträge:
    215
    Ort:
    NRW
    @ Fallin Angel
    @ Sonnenblume 26
    Hallo,
    ich kann es gut nachempfinden, wie es ist, einen geliebten Menschen zu verlieren.
    Die Trauer zulassen, Deinen ganz persönlichen Weg der Trauer gehen.
    Die Beziehung und die Liebe die ihr für eure Väter empfunden habt und die auch erwiedert wurden, bleiben euch, egal was passiert.
    Die Zeit die ihr gemeinsam mit ihnen verbringen durftet ist nicht auslöschbar und wird in euren Herzen einen ganz besonderen Platz einnehmen.
    Sucht nach Ritualen, die in vielen Fällen sehr hilfreich sein können. Erinnert euch an Gemeinsamkeiten. Denkt vielleicht über eine Erinnerungsfeier nach, mit der Familie, Freunden, Verwandten etc.
    Liebe Grüße
    LilyoftheValley
     
  8. brinisan

    brinisan Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. Mai 2005
    Beiträge:
    388
    Ort:
    hamburg
    hallo fallin angel!

    und erst mal::trost: :umarmen:

    es hört sich so an, als ob du ein sehr starker mensch bist! du scheinst total auf dem richtigen weg zu sein!

    ich habe meinen vater auch anfang diesen jahres verloren, im februar. auch ganz plötzlich und habe ihn sehr geliebt. insofern kann ich mir gut vorstellen, wie es in dir ausschaut...
    es ist ganz normal, dass man sich nach solch einem schicksalsschlag sozusagen 'auf die suche begibt'. das ging mir auch so. man möchte alles fassen können inklusive, wo sein dad jetzt ist und wie es für ihn weitergehen mag.

    ich hatte auch einen irrsinnigen wissensdurst und habe nächte im internet und mit der nase in büchern verbracht. ich wollte alles irgendwie begreifen und verstehen...

    du hast großes glück, dass es dir so leicht fällt, mit deinem vater in kontakt sozusagen zu bleiben!!! ich habe bis heute keine EINZIGES mal bewusst von ihm auch nur geträumt! er scheint so weit weg zu sein...

    aber du hast etwas, was dir ein deutlicher beweis sein kann, dass es deinem vater jetzt gut geht und das er bei dir ist. und du weisst jetzt durch deine träume und erlebnisse, dass er nur woanders ist, aber das er immernoch existiert!

    tröste dich damit, wenn dich die trauer mal wieder überrennt. das wird bestimmt noch öfters passieren, auch das ist total normal und auch gut so!
    was du erlebt hast mit deinem dad nach dessen tod ist mehr, als die meisten von uns bekommen können!!!

    ich wünsche dir ganz viel kraft und alles glück der welt!!!
     
    Elfenbeinchen gefällt das.
  9. Joey

    Joey Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. Mai 2005
    Beiträge:
    18.909
    Ort:
    Hamburg
    Hallo Fallen Angel,

    mir sind letztes Jahr zwei mir liebe Menschen kurz hintereinander gestorben, und ich denke immernoch sehr viel an die beiden. In der Anfangszeit fuehlte ich mich richtig gelaehmt, ohne Emotionen; ich habe einfach nur funktioniert. Mittlerweile hat sich mein Leben wieder normalisiert. Ich denke noch oft an sie und geblieben ist die Frage, wie es den beiden jetzt geht, und ob sie noch irgendwo sind; die Frage war es, die mich letztendlich auch in dieses Forum brachte.

    Ich habe auch einige Male von ihnen getraeumt. Es waren jedes Mal sehr schoene und troestende Traeume.

    Jeder, der liebe Menschen verliert, macht die Trauer durch. Bei dem einen ist es kurz, bei dem anderen dauert es lang; bei einem ist es intensiv, der andere merkt es vielleicht nur kaum. Da gibt es kein richtig oder falsch. Und danach muss man sein Leben weiter leben. Es waere schade drum, wenn man sein Leben deswegen aufgibt. Gerne kann man sich Gedanken machen, wie schoen es waere, waeren die Lieben noch da; aber sie sind nur sehr schwer bis unmoeglich zu erreichen.

    Dir alles Gute
    Joez
     
  10. Esofrau

    Esofrau Guest

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    Hallo Fallin Angel,

    erstmal: *drückdich* - es ist schlimm, wenn ein geliebter Mensch gehen muss. Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die für uns Menschen nicht beschreibbar und nicht begreifbar sind. Aber das ist gar nicht so schlimm. Ich habe mich immer damit getröstet, dass wir uns ja alle irgendwann wiedersehen werden. Der Schmerz hört nie auf, aber er wird weniger, versprochen!

    Hör nicht auf andere - lass deinen Schmerz raus. Weine, wenn dir danach ist. Es ist ganz wichtig, dass du deinen Gefühlen folgst. Sicher würde dein Vater nicht gerne traurig sehen, dein Freund wollte dich damit nur trösten, aber es wichtig, dass du deine Gefühle nicht unterdrückst - das ist ein Teil deiner Trauerarbeit - und die ist enorm wichtig - für dich!

    *Alles wird gut*
    LG Esofrau

    Hier ein Spruch, der mir gut gefällt:

    Alles hat seine Zeit
    Es gibt eine Zeit der Freude,
    eine Zeit der Stille
    eine Zeit des Schmerzes,
    eine Zeit der Trauer
    und eine Zeit der dankbaren Erinnerung!

    oder kurz gesagt: Trauerprozess
     
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