1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  2. Willkommen im grössten und ältesten Esoterik-Forum!
    Hier findest Du alles zu Astrologie, Lenormand und Tarot, Karten legen, Feng-Shui, Traumdeutung, Religion und Spiritualität, Engel, Familien-Aufstellung, Gesundheit, Reiki
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.

Meditation und Psychotherapie

Dieses Thema im Forum "Meditation" wurde erstellt von Energeia, 29. April 2007.

  1. Energeia

    Energeia Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    12. März 2006
    Beiträge:
    3.288
    Ort:
    Milchstraße
    Werbung:
    Hallo,

    es geht mir in diesem Thread um das Verhältnis von Meditation und Psychotherapie.
    Ich möchte zu Beginn einige Autoren zitieren, die sich zu diesem Thema geäußert haben.


    Jack Kornfield
    (geb. 1945) Dr. phil. Psychologe und Psychotherapeut, Meditationslehrer


    ein gekürzter Ausschnitt:

    Anselm Grün

    Dr. theol., katholischer Priester und Benediktinermönch, Benediktinerabteleiter, geistlicher Begleiter und Kursleiter für eine Vielzahl von spirituellen Angeboten.


    Richard Stiegler

    Meditationslehrer (vertiefte Schulung in der Vipassana-Meditation) und Psychotherapeut.


    Ken Wilber

    u.a. langjährig Schulung in Zen-Meditation


    Diese Zitate stammen aus dem Buch "Was heilt uns?" Zwischen Spiritualität und Therapie. Hrsg. von Michael Seitlinger. Darin äußeren viele Meditationslehrer und Geistliche (Grün, Drewermann, Hell, Schellenbaum, Jellouschek, Frick, Wilber, Ostertag, Stiegler, Galuska) eine ähnliche Meinung zu diesem Thema.

    Liebe Grüße,
    Energeia
     
  2. fckw

    fckw Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juni 2003
    Beiträge:
    5.803
    Interessant: Es gibt an der Naropa University in Boulder (Colorado) einen Studiengang "Kontemplative Psychotherapie", in der die Brücke zwischen Meditation und Psychotherapie Thema der Ausbildung ist.

    Kurz googeln sollte reichen, um das zu finden.

    Falls jemand sonst noch ähnliche oder vergleichbare Ausbildungsangebote kennt oder auch Insitutionen, die sich mit dem Thema beschäftigen, würde mich das interessieren.
     
  3. Lutz

    Lutz Mitglied

    Registriert seit:
    9. November 2006
    Beiträge:
    821
    Ort:
    Nähe Frankfurt am Main
    Hallo !

    Eine Frage !

    Im besten Fall läuft die Meditation, in die Gedankenleere, mit dem Ziel
    sich aus dem Verstand, dem Ego und aus dem im Unterbewußsein zu
    befreien, um so alte Programmierungen, alte Blockaden, alte Grenzen
    zu überwinden und hin zum wahren ICH, wo das universelle Wissen ist.
    Also hin zur Gesundheit, hin zum Wohlergehen, hin zur Intuition.

    Und wie soll das eine Psychotherapie schaffen, die von Verstand
    zu Verstand läuft, verknüpft mit dem Ego und verknüpft mit Honorar ?
     
  4. fhedor

    fhedor Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. März 2007
    Beiträge:
    940
    Ort:
    München >< Ingolstadt
    In den Zitaten von Energeia ging es ja nicht um Psychotherapie statt Meditation, sondern um den zusätzlichen Einsatz von Psychotherapie zur Unterstützung von Meditation zur Erlangung der SELBST-Identifikation (bzw. der Erleuchtung, bzw. ...).
    --> siehe dazu meinen Anhang "DoppelwesenMensch in 7 BewusstseinsEbenen" im Thread "Erleuchtung, was ist das?" http://www.esoterikforum.at/forum/attachment.php?attachmentid=5964&d=1174067955

    Durch Meditationtechniken kannst du zwar deinen Bewusstseinsfokus aus dem Niederen Selbst (unteres Oval) anheben ... möglicherweise in die abstrakte Denkebene hinein (oberes Oval), aber ob du es schaffst bis in die Intuitionelle Ebene hinein, hängt eben stark davon ab, ob du in deinem Niederen Selbst bzw. in deiner Persönlichkeit noch unverarbeitete Konflikte, Traumen (oder auch noch Defizite) mit dir rumträgst.
    (--> siehe mein Schaubild "Traumen bzw. Konflikte als Erlebnis-Bewertungs-Konglomerat" http://www.esoterikforum.at/forum/attachment.php?attachmentid=6184&d=1177259542)

    Solche noch bestehenden Traumen bzw. Konflikte werden eben nicht automatisch durch die Schwingungungserhöhung (bzw. Einbau von Substanzen höherer Unterebenen der Haupt-Bewusst-Seins-Ebenen) mittels Meditation aufgelöst bzw. transformiert, sondern dies muss mit besonderen Techniken extra bzw. zusätzlich geschehen!

    Schon im klassischen Raja-Yoga (Patanjalis Lehrsprüche) wird darauf hingewiesen!!!
    Im 2. Buch - Die Stufen der Vereinigung - Lehrspruch 40 geht es um "Reinheit"; es wird dort (Erläuterung von Alice A. Bailey: Der Yoga-Pfad) unterschieden zwischen:
    • äußerer Reinheit – physischer Körper
    • magnetischer Reinheit – Ätherkörper
    • emotionaler Reinheit – Astralkörper
    • mentaler Reinheit – Mentalkörper

    BAILEY, S.191 f schreibt dazu:

    „Es ist genauestens zu beachten, dass diese Reinheit die Substanz betrifft, aus der ein jeder dieser Träger besteht. Die Reinheit wird auf dreierlei Art erlangt:
    1. Durch Aussonderung der unreinen Substanz oder jener Atome und Moleküle, die den freien Ausdruck des Geistes beeinträchtigen und ihn an die Form binden, so dass er weder unbehindert einströmen noch frei sich entfalten kann.
    2. Durch Aufnahme solcher Atome und Moleküle, die auf eine Form hinarbeiten, durch die sich der Geist in angemessener Weise auswirken kann.
    3. Durch Schutz der gereinigten Form vor Verunreinigung und Verderbnis.''


    Mit dem Punkt 1 "Aussonderung der unreinen Substanz..." ist - psychotherapeutisch ausgedrückt - genau das gemeint:
    Das Erfahrungsgut unserer Traumen bzw. Konflikte (abgespalten im Erlebnis-Bewertungs-Konglomerat) in das Gesamterfahrungsgut (bzw. ins Bewusstsein) übernommen bzw. integriert... und die eingefrorene negative Gefühlssubstanz recycelt!


    fhedor
     
  5. Gawyrd

    Gawyrd Guest

    Hallo Energeia,

    Das ist eher ein historisches Problem als ein inhaltliches. Die naturwissenschaftliche Psychotherapie hat sich zu einem großen Teil aufbauend auf der bewußt atheistisch gehaltenen Psychoanalyse von Sigmund Freud und seinen SchülerInnen entwickelt.

    Gleichzeitig war Psychotherapie lange Zeit für etablierte Kirchen ein rotes Tuch.

    INHALTLICH gehören Spiritualität, Psychotherapie und somatische Medizin in einem ganzheitlichen Menschenverständnis natürlich zusammen. Solche Ansätze gibt es bereits einige : Transpersonale Psychotherapie, spirituelle Psychotherapie, schamanistisch-spirituelle Aufstellungsarbeit, Formen der Homöopathie - insbesondere die antroposophische Richtung Rudolf Steiners etc.

    Im Grunde liegt es an den Therapeuten, wie ganzheitlich sie leben und arbeiten. (DIE Psychotherapie gibt es ja nicht - sondern viele PsychotherapeutInnen, die sehr unterschiedlich arbeiten.)

    C.G. Jung (als Zeitgenosse von Freud) hatte übrigens diesen ganzheitlichen Ansatz - aber nicht die Breitenwirkung von Freud.

    LG, Reinhard
     
  6. Golfinha

    Golfinha Neues Mitglied

    Registriert seit:
    28. August 2007
    Beiträge:
    18
    Werbung:
    Hallo, hallo und wo bleibt Chögyam Trungpa in diesem Zusammenhang ? Ich habe mit Interesse diverse Posts von dir gelesen. Vielleicht schaue ich doch öfter wieder in diesem Forum vorbei ...... liebe Grüße
     
  7. Energeia

    Energeia Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    12. März 2006
    Beiträge:
    3.288
    Ort:
    Milchstraße
    Hallo Golfinha,

    nach einer Pause schreibe ich seit einigen Tagen wieder hier.

    "Chögyam Trungpa" werde ich mir einmal ansehen. Danke für den Tip.

    Herzliche Grüße,
    Energeia
     
  8. Energeia

    Energeia Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    12. März 2006
    Beiträge:
    3.288
    Ort:
    Milchstraße
    Hallo nochmal,

    inwiefern siehst du in diesem Thread einen Zusammenhang zu Chögyam Trungpa"?

    Wikipedia schreibt auch Kritisches:
    Beziehst du dich auf diese (angebliche) Schattenseite Trungpas - oder verstehe ich dich falsch?

    Herzliche Grüße,
    Energeia
     
  9. cloned

    cloned Mitglied

    Registriert seit:
    6. März 2008
    Beiträge:
    203
    Ort:
    wien
    mahlzeit!

    also meiner meinung nach gehören "psychotherapie" und meditation zusammen wie yin und yang. allein durch mediatation bewirkt man sicher nicht viel. also yoga zb. war schon immer aussen und innen.

    während man bei der psychotherapie das ganze eben von aussen betrachtet (oder eben betrachtet wird) befindet sich der betrachter bei der mediation im inneren bzw. es gibt ihn garnicht. raya yoga sagt ja auch das man nur wirklich tiefe mediatation erlebt wenn man aussen die richtigen bedinungen erschaffen hat. das bedeutet ein zufriedenes, stabiles, sicherers umfeld was auch das miteinander mit anderen menschen beinhaltet. von aussen wirst du als die person betrachtet die deiner persönlichkeit entspricht (die ja dein verhalten verursacht). diese versucht ja die psychotherapie zu "verbessern". durch karmaeinsicht wird der praktizierende yogi zu seinen eigenen therapeuten.
    beim meditieren wiederum lernt man sich ohne "aussen" kennen. jedenfalls ohne "unrealen aussen".
    stell dir mal die erleuchtung als eine mathematische formel vor. diese erscheint dir auf den ersten blick so riesig das du beim anblick dieser schon keine motivation hast zu rechnen. jedoch wenn du mal viel zeit dazu investierst sie dir mal genau anzuschauen dann siehst du zb. sich wiederholende sequenzen drinnen oder findest regeln für kurzschreibweisen.
    und in der meditation versuchst du dann immer mehr variablen wegzukürzen bis du irgendwann die formel siehs und dir denkst "na war doch klar..."
    jedoch wärst du ohne vorarbeit bei der mediation sonst immer vor einer unkompletten formel gestanden die dir nie ein ergebnis geliefert hätte.
    so denk ich ihm groben darüber

    mfg cloned
     
  10. opti

    opti Guest

    Werbung:
    Ich habe bisher nur den Text von Jack Kornfield gelesen, aber den fand ich sehr interessant. Ich möchte einmal die Aussage von JK herausgreifen, die mich am stärksten ansprach. Dies war die folgenge Behauptung von JK:

    Mit dieser Behauptung stimme ich nicht überein. Ich habe nicht den Eindruck, dass die Psychotherapie in der Lage ist, ernsthafte psychische Erkrankungen zu lösen. Auch die Psychotherapie kennt den Weg zur Genesung, zur Heilung, nicht. Wüsste sie ihn, dann müssten eigentlich alle Psychotherapeuten psychisch gesund sein. Das sind sie aber nicht, denn sie sind genau so krank wie ihre Patienten, die sie vorgeben zu heilen.

    Ich glaube auch nicht, dass Physotherapie generell Heilung bewirken kann oder nur sehr eingeschränkt. Bei der Heilung geht es im Endeffekt immer um die Veränderung der Physiologie des Menschen, denn psychische Erkrankung beruht auf einer Störung des Transmitterstoffwechsels (auf einer Störung des Hormonhaushaltes). Man muss sich also überlegen, wie diese Störungen sich entwickelt haben und wie man sie beseitigen kann. Dies kann theoretisch auch durch Psychotherapie geschehen und zwar in der Form, dass der Patient erkennt, welche seiner Handlungen, Gewohnheiten und Verhaltensweisen sich negativ auf die Physiologie auswirken.

    Ich persönlich würde keine großen Hoffnungen in die Psychotherapie investieren. Ändert man dagegen seine ungesunde und unnatürliche Lebensweise, dann stellt sich Genesung von ganz alleine, über physiologische Veränderungen, ein. Alle Besuche beim Psychotherapeuten bewirken gar nichts, wenn man nicht die eigene Lebensweise verändert. Die Therapie kann also eigentlich nur darin bestehen, indem wir herauszufinden versuchen, warum wir uns diese ungesunde und unnätürliche Lebensweise angewöhnt haben. Alles andere bewirkt die Natur von selbst.
     
Die Seite wird geladen...

Diese Seite empfehlen