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Meditation und die Wahrheit über Judo und Tarot

Dieses Thema im Forum "Meditation" wurde erstellt von Gnosis_Student, 28. April 2006.

  1. Gnosis_Student

    Gnosis_Student Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2005
    Beiträge:
    54
    Ort:
    Salzburg, Österreich
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    Die Beherrschung des Verstandes

    Wir müssen uns immer mehr und mehr vom Verstand unabhängig machen;
    Der Verstand ist ein Kerker, ein Gefängnis, in das wir eingesperrt sind! Wir müssen aus diesem Kerker entweichen, wen wir wirklich erfahren wollen, was die wahre Freiheit ist – die wahre Freiheit jenseits der Zeit, die nicht dem Verstand entspringt; vor allem müssen wir erkennen, dass unser Verstand nicht unser SELBST ist. Die Menschen identifizieren sich leider mit dem Verstand, sie sagen „Ich denke“, und fühlen sich mit dem Verstand Eins.

    Es gibt Schulen, die eine Festigung des Verstandes lehren, sie unterrichten in schriftlichen Fernkursen, lehren die Kräfte des Verstandes auszubauen etc. – das ist freilich absurd, denn es ist eine weitere Verstärkung der Gitterstäbe unseres Kerkers, in den wir geworfen wurden; in Wahrheit ist es notwendig, diese Gitterstäbe zu zerbrechen, um die wahre Freiheit kennen zu lernen, die wahre Freiheit, die außerhalb der Zeit liegt!

    So lange wir uns im Kerker des Intellektes befinden, sind wir außerstande, die wahrhafte Freiheit zu erfahren.

    Der Verstand selbst ist ein sehr schmerzliches Gefängnis – niemand wurde noch durch den Verstand glücklich. Wann hätte ich je einen Menschen kennen gelernt, dessen Glück dem Verstande entsprang?
    Der Verstand macht alle Wesen unglücklich! Die glücklichsten Augenblicke waren immer Augenblicke fernab des Verstandes, es war ein Moment, ein Augenblick – ja, aber diesen Augenblick vergisst man nie mehr, denn in dieser Sekunde erfuhren wir das wahre Glück – eine kurze Sekunde nur – denn der Verstand weiß nicht, was Glück bedeutet, ist er doch die Kette, an die wir geschmiedet sind!

    Daher ist es notwendig, die Beherrschung des Verstandes zu lernen – die Beherrschung des eigenen Denkens, nicht des Denkens anderer!
    Wir müssen seiner Herr werden, wenn wir uns wirklich befreien wollen.

    Wir müssen lernen, auf unseren Verstand zu blicken als auf Etwas, über das wir die Herrschaft erringen, das wir zähmen müssen.
    Gedenken wir des göttlichen Meisters JESUS, der, auf einem Esel reitend, in das himmlische Jerusalem am Palmsonntag einzog; dieser Esel ist nichts anderes als unser Verstand, den wir einfangen, auf dem wir reiten müssen. Nicht er soll auf uns reiten, nein, nicht sollen wir Opfer sein und der Esel auf uns reiten, nur weil wir nicht wissen, wie wir auf dem Esel zu reiten haben. Der Verstand ist wie ein störrischer, widerspenstiger Esel, der gezähmt werden muss, wenn wir auf ihm wirklich reiten wollen.

    Sprechen wir während der Meditation mit unserem Verstand! Fragen wir ihn, ob ihn etwas belastet, sezieren wir den Zweifel! Wenn ein Zweifel eingehend studiert, seziert und analysiert wurde, hinterlässt er in unserem Gedächtnis keine Spuren mehr, sondern verschwindet von selbst. Wenn jedoch der Zweifel andauert, wie¬wohl wir ihn ständig zu bekämpfen versuchen, entsteht ein Konflikt, denn jeder Zweifel ist ein Hindernis der Meditation. Die Eliminie¬rung besteht aber nicht im Zurückweisen, im Unterdrücken, sondern in einer genauen Analyse, um festzustellen, was sich wirklich dahinter verbirgt!
    Jedweder Zweifel, der sich im Geiste einnistet, wird zu einem Hemmschuh der Meditation. Daher müssen wir ihn analysieren, auf¬lösen, zu Staub verwandeln, aber nicht ihn unterdrücken! Ich wieder¬hole nochmals, wir müssen den Zweifel mit dem Skalpell der Selbst¬kritik öffnen, eine rigorose, unerbittliche Sezierung durchführen; nur so werden wir entdecken, wo der Zweifel eine Bedeutung hat, wo er unwichtig ist, was an ihm real und was daran irreal erscheint. So kann der Zweifel manchmal zur Klärung der Konzepte führen, wenn man ihn mit Hilfe der Analyse rigoros eliminiert, wenn man ihn seziert und dahinter eine Wahrheit emporsteigt. Aus einer so gefun¬denen Wahrheit entspringt Tieferes, mehr Weisheit und mehr Wissen.
    Die Weisheit erarbeitet man in der direkten, eigenen Erfahrung, durch tiefe Meditation. Manchmal ist es notwendig, ich wiederhole dies nochmals, dass wir uns mit unserem Verstand unterhalten, denn oft, wenn wir den Wunsch haben, stille zu sein, leer zu werden, stört uns der Verstand mit seinem unnützen mentalen Geschwätz, mit seinem Streit der These gegen die Antithese; daher müssen wir den Verstand fragen, mit ihm sprechen: "Was willst du, antworte mir, erkläre mir, was du möchtest!" Wenn wir in tiefe Meditation versunken sind, kann aus unserem Inneren ein Bild aufsteigen, und in diesem Bild, in dieser Figur finden wir die Antwort. Daher müssen wir Zwiesprache halten mit dem Verstand, ihm die Wahrheit der Dinge zeigen, und ihm beweisen, dass seine Antwort falsch war. Wir müssen ihm zeigen, dass seine Befürchtungen unnütz sind, die Gründe dafür darlegen, bis schließlich die Wogen des diskur¬siven Denkens sich glätten und Stille einkehrt. Wenn wir jedoch feststellen, dass die Erleuchtung nicht eintritt, sondern in uns der chaotische, verworrene, inkohärente Zustand weiter andauert mit seinem mentalen Zwiespalt und seinem unermüdlichen inneren Geschwätz, müssen wir den Verstand erneut zur Ordnung mahnen und fragen, "was willst du schon wieder, was suchst du ständig? Warum lässt du mich nicht in Frieden?" Mit dem Verstand muss man klar sprechen, so als sei er ein fremdes Wesen - er ist es ja auch, denn er ist nicht unser Selbst! Daher müssen wir ihn wie ein außerhalb von uns stehendes Objekt behandeln, ihn anklagen, schel¬ten, beschuldigen.
    Jünger des fortgeschrittenen ZEN-Buddhismus betreiben JUDO, doch wurde die psychologische Seite ihres Judo von den nach Japan rei¬senden Touristen sicherlich nicht begriffen. Betrachtet man die Mönche bei ihren Übungen, bei ihrem Kampf einer gegen den anderen, scheint es sich um einen reinen Kampfsport zu handeln. In Wirklich¬keit sind sich aber die Mönche ihres physischen Körpers kaum be¬wusst, der Kampf gilt der Beherrschung des Geistes! JUDO ist ein Kampf gegen sich selbst, ein Weg, Herr über die Gedanken zu werden, Herr des Verstandes.
    Der Westen, oberflächlich und verständnislos wie immer, sieht nur die äußere Schale des JUDO, sieht im Ju-do nur einen Sport der Selbstverteidigung, da man die Prinzipien des ZEN oder CHANG vergessen hat. Das gleiche geschah ja auch mit dem TAROT!

    Sie alle wissen, dass im TAROT alle Weisheit der Antike eingeschlossen ist; Sie wissen, dass man im Tarot alle kosmischen Gesetze findet, alle Gesetze der Natur. Jemand, der sich z.B. gegen Sexualmagie ausspricht, äußert sich gegen das ARKANUM IX des Tarot, und viel Karma wird ihm daraus erwachsen; jemand, der z.B. für das Dogma der Evolution eintritt und den Verstand anderer im Rahmen dieses Dogmas der Evolution versklaven will, verletzt das Gesetz des Arkanums X des Tarot; so könnten wir noch viele Beispiele dieser Art aufzählen. Das Tarot ist das Maß aller Dinge, wie ich in meinem Buch "E1 Misterio del Aureo Florecer (Das Mysterium des Goldenen Blühens) darlegte. Ich schloss mit den Worten, dass die Autoren sicherlich frei seien zu schreiben was sie wollen, aber nicht vergessen sollten, dass das Tarot das Maß aller Dinge ist, das goldene Buch, wenn sie die kosmischen Gesetze nicht verletzen und nicht unter das Gesetz der Katanz, d.h. des Höheren Karmas, fallen wollen. Verteidiger des Dogmas der Evolution verletzen die Gesetze des Arcanums X des Tarot.

    Nach dieser kleinen Abschweifung möchte ich noch ausführen, dass dieses heilige, unendlich weise Tarot zu einem Kartenspiel erniedrigt wurde, um die Menschen zu unterhalten! Die Menschen vergaßen die Gesetze, die Prinzipien; die heiligen Seen der antiken Tempel und Mysterienstätten wurden zu öffentlichen Schwimmbädern, der Stierkampf, einst heiliges Wissen der antiken taurinen Mysterien des Neptun in Atlantis ging seiner Prinzipien verloren und wandelte sich zu einem vulgären Vergnügen eines plebejischen Zirkus. Ist es daher verwunder¬lich, dass das JUDO des ZEN oder CHANG-Buddhismus, das ein Weg ist, Herr über den eigenen Verstand zu werden, in all seinen Übungen im Westen verfälscht wurde, seiner Prinzipien verloren ging und ein profaner Kampfsport wurde, der nur mehr der persönlichen Verteidigung dient?
    Betrachten wir die psychologischen Aspekte des JUDO: Ich möchte Ihnen jetzt nicht sagen, dass ich Ihnen JUDO als Sport lehren möchte, den ich selbst auch nicht ausübe - nein; ich möchte auf die psycho¬logische Seite des Judo eingehen. Man muss des Verstandes Herr werden, nicht sein Knecht bleiben - ihn zähmen, auf dass er gehorche!
    Wenn wir in tiefer Meditation die Stille und die Ruhe suchen, wie ist es möglich, dass sich der Verstand dagegen so sträubt? Warum will das diskursive Denken nicht zur Ruhe kommen? Wir müssen erforschen, WARUM der Verstand nicht ruhig sein will! Wir müssen ihn fragen, prüfen, tadeln und ihn zum Gehorsam zwingen. Er ist ein störrischer Esel, starrköpfig und schwer zu zähmen.
    Was ich Ihnen sagen werde, wurde durch Krischnamurti nicht gelehrt, und auch im ZEN und CHANG schweigt man darüber. Dieses Wissen gehört zum "Zweiten Geschmeide des Gelben Drachens", zum zweiten Geschmeide der Weisheit. Zum ersten Geschmeide gehört ZEN, aber das "Zweite Geschmeide" wird im ZEN nicht erklärt, obwohl seine Prolegomenae im psychologischen JUDO gegeben sind. Das zweite Geschmeide umfasst die Disziplin des Verstandes, seine Beherrschung, seine Zähmung, sein Tadeln und Anklagen.

    Der Verstand ist ein unerträglicher, störrischer Esel, der bezähmt werden muss!

    Wir müssen daher während der Meditation viele Faktoren einbeziehen, wenn wir die Stille des Geistes und das Ruhen des Denkens erreichen wollen. Wir müssen das Chaos der Gedankenflut studieren, denn nur so können wir Ordnung schaffen; wir müssen wissen, welcher Teil in uns achtsam und welcher unaufmerksam ist. In der Meditation ist unser Verstand immer in zwei Teile geteilt - in den aufmerksamen, acht¬samen und den unaufmerksamen Teil; um den wachsamen, aufmerksamen Teil brauchen wir uns nicht zu kümmern - wir müssen uns mit dem un¬aufmerksamen, störrischen Teil in uns beschäftigen! Wenn wir zutiefst begreifen, was eigentlich in uns unachtsam ist und den Vorgang genau studieren, der den unachtsamen Teil in einen achtsamen Teil ver¬wandelt, erreichen wir die Stille des Geistes und das Ruhen des Denkens. Wir müssen aber in der Meditation genau unterscheiden, uns selbst genau beurteilen, um zu erfassen, was nun genau dieses Unacht¬same in uns ist! Wir müssen uns dessen bewusst werden und hervorholen, was in uns an Unachtsamen besteht!"

    Auszug aus dem Buch "das zweite Geschmeide des gelben Drachens" von Samael Aun Weor

    Liebe Grüsse
    Student der Gnosis
     
  2. Gnosis_Student

    Gnosis_Student Mitglied

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    7. September 2005
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    Salzburg, Österreich
    was sagt Ihr dazu? mir erscheint das schwierig, aber notwendig sich

    vom dummen Intellektualismus zu lösen, wenn wir eine Art Glückseligkeit im
    Leben empfinden wollen...kennt Ihr den freien kindlichen Geist und seine
    Kreativität und Intuition? Scheinbar ist ja nur das Leben im Jetzt, von Moment zu Moment sinnvoll - oder doch nicht?

    Liebe Grüsse
    Student
     
  3. ElaMiNaTo

    ElaMiNaTo Sehr aktives Mitglied

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    In dem Text stehen einige gute Sachen aber auch eine Sache die total dämlich ist, nämlich die hier:

    Nun: Wer lernt denn die Herrschaft über den Verstand zu erlangen ? Wer ist es der den Verstand zähmt ?
     
  4. Niemand

    Niemand Sehr aktives Mitglied

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    7.604
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    Niemandsland / Neutrale Zone
    Eine höhere Macht ? Intuition ? :party02:
     
  5. ElaMiNaTo

    ElaMiNaTo Sehr aktives Mitglied

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    Du lebst! Ein Wunder. Danke. *G*
    Ja, wie wärs mit Gott oder so ? Vielleicht weiss der ja was. ;)
     
  6. Energeia

    Energeia Sehr aktives Mitglied

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    Hallo Gnosis_Student,

    ich finde die Frage hier sehr spannend: "Wie kann man sich vom rationalen Denken lösen?
    Wenn Du deinen ersten Beitrag betrachtest, dann wirst Du sicherlich erkennen, dass Du hier ein Thema einführst, beschreibst und argumentativ vorträgst. Es scheint fast so, als ob man noch komplexer denken muss, ja Widersprüche konstruieren muss, die man dann auflöst, um die Grenzen des rationalen Denkens aufzuzeigen.

    Wenn man beispielsweise die Stufen der kognitiven Entwicklung bei Piaget betrachtet - die durch Experimente geprüft wurden - dann erreicht man das formale operative Denken erst ab einem gewissen Alter und manche erreichen es vielleicht niemals.
    Es ist also nicht so einfach, das rationale Denken durch kognitive Entwicklung zu übersteigen.

    Man kann natürlich fragen, ob man das rationale Denken nicht einfach wegwerfen kann, wenn es schon nicht so leicht ist, dieses zu übersteigen. Kann man es wegwerfen ?
    Sicherlich, manche können dies. Sie setzen sich hin, meditieren, fragen nicht, intellektualisieren nicht, sie sind achtsam und praktizieren ihren Weg.

    Hier gibt es jedoch für die meisten Menschen zumindest zwei Schwierigkeiten:

    1. Zunächst ist das vielen Menschen nicht möglich. Die soziokulturelle Evolution hat die letzten 3 Jahrhunderte daran gearbeitet, dass wir uns von den mythischen Weltbildern verabschieden: wir durchlaufen ein Bildungssystem und in unserer Gesellschaft stellen oft Bildungszertifikate Eintrittskarten (notwendige Bedingungen) für Lebenslaufkarrieren dar.
    Das rationale Denken wird uns aber nicht nur durch unsere Eltern und Bildungssysteme "anerzogen", sondern es gibt auch soziale Normen "rational und logisch zu Denken", ja rational und logisch zu "sein". Wer nicht rational und logisch ist, der kann sich vor dem Hintergrund dieser Normen "dumm" und "minderwertig" fühlen. Rationales Denken wird also anerzogen und ansozialisiert.
    Dann stellt sich umso dringender die Frage: Wie löst man sich aus diesem Rationalitätskörper heraus ?

    2. Wenn man erst gar nicht die rationale Stufe erklimmt und sich vorher vom rationalen Denken verabschiedet, dann treten ebenfalls Probleme auf. Vielleicht sammelt man spirituelle Erfahrungen durch die Meditation, aber letztlich strukturieren wir das, was wir erleben "kognitiv". Wir erklären und erleben es anhand von Kognitionen, Begriffen. Die Gefahr ist also hier, dass man im mythischen Denken stecken bleibt. Man kleidet die Erfahrungen in mythische Begriffe und erntet damit natürlich gerade in unserer rationalen Gesellschaft Ablehnung.

    Wie löst man all dies ? Meiner Meinung nach gibt es mindestens zwei Wege:

    I. Man versucht das rationale Denken einfach loszulassen. Man versucht sich all das nicht zu erklären, versucht seine Erfahrungen nicht anderen mitzuteilen und zu erklären. Man praktiziert einfach und geht den Weg. Man ist sich dabei bewusst, dass alles Denken nur die Erfahrung zerstückelt, entstellt und in Begriffe kleidet, die all diesen Erfahrungsdimensionen nicht gerecht werden: Dualismen, Monismen, unterkomplexe Begriffe, Widersprüche, ... ...das kognitive System wird der spirituellen Erfahrung nicht gerecht... ...also lasse ich das rationale Denken los: hier und jetzt !

    II. Man versucht das rationale Denken zu übersteigen. Man wirft es nicht weg, es bleibt wie ein Ersatzgerät im Koffer, das man auspackt, wenn man sich mit den rationalen Menschen unterhalten möchte. Man packt es in den Koffer, indem man zunächst erkennt und dann immer mehr die Einsicht vertieft, wie wenig es der transrationalen, spirituellen Erfahrung gerecht wird - man kann sich das an Koans gut verdeutlichen, aber auch an vielen sogenannten "philosophischen" Problemen.
    Die Kognition dezentriert aus der rationalen Stufe heraus, indem sie phylogenetisch "erkennt", dass
    1. "Rationalität" eine Stufe in der soziokulturellen Entwicklung entlarvt
    2. Rationalität Grenzen hat
    3. Rationalität die eigenen transrationalen Erfahrungen entstellt, die man nun mit Bildern, Metaphern verdeutlichen kann, ohne dass man sich an rationale Maßstäbe klammert
    Es reicht aber nicht zu "wissen", dass all das so ist. Denn auf dieser Stufe befindet sich auch gerade die Gesellschaft. "Wissen" tun wir das fast alle. Es geht nur darum, "die Einsicht" in den evolutionären Prozess, die Struktur der Rationalität ansich und die Relation zwischen meiner individuellen Erfahrungen und der Rationalität zu erkennen. Dann stehe dezentriert die Perspektive aus der Rationalität heraus und Rationalität wird zurückgelassen. Sie ist noch als Instrument gut genug, um ein Problem wie "Rationalität" in einem Forum zu kommunizieren. Aber sie ist gänzlich unbrauchbar, "spirituelle Erfahrungen" zu vermitteln.

    Wenn man diese Rationalität loslässt, dann ist das wie eine Befreiung. Dann dürfen wieder Gefühle aus dem Bauch aufsteigen, der Leib darf vibrieren, 2 darf 3 sein; das Bewusstsein öffnet sich ganzheitlich für Phänomene wie Liebe, Spiritualität, Energie; Die Visionen des Stirnchakras werden nicht mehr rational zensiert oder werden gar zum ersten mal erst zugelassen; Beziehungen, Gegenstände und vieles mehr wird nicht mehr nach Vor- und Nachteil, Kosten und Nutzen bewertet, sondern die Intuition vermittelt das Sein der Phänomene mit dem Herzen, dem Bauch, ... ... der eigenen Individualität.

    Beide Wege des Loslassens von Rationalität sind gangbar. Beide sind jedoch für die meisten Menschen krisenhafte Wege. Der zweite Weg ist nur scheinbar der leichtere, auch er ist mit einer großen Verunsicherung und Identitätskrise verbunden. Bis zur Relativität, zum Widerspruch, zum Konstruktivismus denkt man sich schnell vor, aber dann auch noch von diesem Denken loszulassen, obwohl doch überall nur noch Sinnlosigkeit zu sehen ist, das fällt vielen schwer ... ...lieber zurück als vor ? Wo habe ich mich da hingedacht?...
    ...ja, es ist ein Sprung, ein Sprung ins Nichts, weil man nicht weiß, was auf dieser anderen Seite ist, ein Sprung, der vielen Angst macht, weil die Rationalität doch so viel Sicherheit bietet. Die Rationalität ist für die Menschen unserer Gesellschaft wie ein zu Hause: ein zu Hause das uns in unserer Lebendigkeit einsperrt, aber dennoch Sicherheit vermittelt. Das Loslassen von dieser Sicherheit ist folglich mit Angst verbunden, wie ein Sprung aus einem Flugzeug :(... ... draußen können wir dann fliegen und frei sein :banane:

    So ist es mit so vielen Dingen, die uns befreien, wenn wir von unseren Erwartungen loslassen: dem Traum einer idealen Partnerschaft, der Hilfe unserer Mutter und unseres Vaters, etc. ...
    ... Erwartungen, die uns Sicherheit versprechen und zugleich einsperren... .. auch hier gilt dann: wenn wir loslassen, dann können wir fliegen, lieben und frei sein.

    Alles Liebe :liebe1:
    Energeia
     
  7. Niemand

    Niemand Sehr aktives Mitglied

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    Ja. Unkraut vergeht doch nicht :D

    Gott ??? Ist wohl irgendwas dran an dem Spruch: Der Mensch denkt und Gott lenkt. Ja wo lenkt er denn hin ? In's Nichts ? :party02:
     
  8. ElaMiNaTo

    ElaMiNaTo Sehr aktives Mitglied

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    @Energeia

    Wenn ich der Gnosis_Student wäre, dann muss ich ganz ehrlich sagen, dass mir dein Posting überhaupt nichts bringen würde. Du beschreibst in deinem Posting viele Dinge, aber Hilfe ist für mich dort keinerlei zu sehen. Du gehst auf mich gar nicht ein. Aus meiner Sicht leierst du einfach nur etwas runter. Zu dem ursprungstext sagst du auch nichts...
     
  9. ElaMiNaTo

    ElaMiNaTo Sehr aktives Mitglied

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    Ich hoffe doch. :escape:
     
  10. Niemand

    Niemand Sehr aktives Mitglied

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    Nu denn. Dann schmeiss ma alles in's Nichts und alles ist klar.

    ... und alles muss in Nichts zerfallen, wenn es im SEIN beharren will [J. W. v. Goethe]

    :liebe1:
     
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