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Kritik: Positives Denken

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von capri, 4. November 2004.

  1. capri

    capri Mitglied

    Registriert seit:
    13. August 2004
    Beiträge:
    106
    Ort:
    Bayern
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    In weiten Teilen der Esoterik Scene wird oft das Schlagwort vom 'positiven Denken' gebraucht, doch wie relevant mag dieser Aspekt sein?

    Meine es war wohl schon immer ein Wunschdenken der Mächtigen den 'Pöbel' durch gewisse indoktrination mit Verhaltenweisen zur unkritischen Gefolgschaft zu bewegen, so scheint es auch das sogenannte 'positive Denken' wird von etlichen unlauteren Autoren/innen dazu benutzt um kritische Fragen als 'ungünstig für die persönliche Entwicklung' abzutun :(

    Ein Beispiel das ich selber erlebt habe, das Reiki Kreise zur Zeit des Zerfalls des jugoslawisch Staates 'positive Energien' an x-beliebige Personen dort schickten, was ich für absolut gefährlich hielt, da ja die Energie z.B. an eine Person gehen kann die gerade in Not ist (serbischer Soldat) die aber im nächsten Moment durch diese Energie wieder Kraft finden kann auf Kinder in den Straßen einer Stadt zu schießen :(

    Für mich ist es ein Unding, komplexe Umstände wie die des Lebens einer Person auf so profane Arrt zu vereinfachen zu suchen, ja es ist für mich fast Pervers, wie manche sogenannte 'positiv denkende Menschen' selbst Krankheiten wie Krebs oder Unfälle von Personen auf deren 'Karama' oder 'falsche Lebensweise' begründen zu versuchen, imho eine Schwarz-Weiß Malerei wie es sie eigentlich nach Ende des WKII nicht mehr geben sollte!

    Mein Tipp vor allem an die Reiki Anhänger: "Man sollte sich immer seiner eigenen Kraft bewußt sein, und auch der Folgen die daraus entstehen könnten".

    Ansonsten: Auf die positiven Denker warten Rattenfänger wie Georg W. Bush nur.
     
  2. Albi Genser

    Albi Genser Mitglied

    Registriert seit:
    26. Juni 2004
    Beiträge:
    987
    Hallo Capri,


    .... das alte "Messer"-Problem, nicht wahr ;)

    mit Messer kann man Brot schneiden und Getreide ernten
    oder Wunden zufügen und Menschen und Tiere töten ...


    und aber weißt Du was:

    Liebe denke ich ganz genüßlich positiv, als daß ich mir durch einen Miesmacher wie Dir den Tag versauen lasse.
    (Sorry, klingt so negativ, nimm es informativ-provokativ bitte ...;) )


    und dann betrachte noch das logische extrem in der Summe:

    wenn alle positiv denken
    und
    wenn alle negativ denken

    (ps: und lass bitte die alte entschuldigungs-relativierung, Du würdest nur "realistisch" denken, ...)


    Positive Grüße :kiss3: .

    T Albi (G) GII zu K :morgen:


    PS: Bin überigens kein Reiki-Anhänger ...
     
  3. capri

    capri Mitglied

    Registriert seit:
    13. August 2004
    Beiträge:
    106
    Ort:
    Bayern
    Ne ich denke eher emotional, was ja Heute leider eher als negativ oder voreingenommen gesehen wird :(

    Es gibt aber halt meiner Meinung nach kein Schwarz-Weiß sondern nur eine enorme Summe von Grau- und Farbtönen, darum gehören zu Emotionen und vernüftigen Urteilen für mich auch Dinge die Heute nicht mehr sehr Populär sind wie Demut, Treue, Beständigkeit und Kritik an sich Selbst in Realtion zum Umfeld usw.

    In einer Welt in der man fast alles machen kann, ist es halt schwierig nicht Alles machen zu wollen und seinen eigenen Tatendrang oft auch erst zu hinterfragen und dann mit bedacht zu tätigen.

    Man sieht ja gerade in den USA wie dort die religiösen positiven Denker, keine Hemniss darin finden wenn weit weg von Zuhause die gottliebenden Guten ein paar blasphemische Heiden nach der alten Methode belehren zu versuchen :(

    Echte Vorbilder für postives Denken sind für mich Leute wie Franz von Asissi oder Hildegard von Bingen.
     
  4. K.M.

    K.M. Mitglied

    Registriert seit:
    17. September 2004
    Beiträge:
    86
    Na ich denke mir einfach, wer positives Denken nicht mag, hat noch nicht positiv gedacht. ;)

    Ich bleibe dennoch beim positiven Denken, weil es mir gut tut. Was die anderen machen, ist mir egal.

    K.M.
     
  5. Namo

    Namo Guest

    "In weiten Teilen der Exoterik Scene wird oft das Schlagwort vom 'negativen Denken' gebraucht, doch wie relevant mag dieser Aspekt sein?

    Ich Meine es war wohl schon immer ein Wunschdenken der Mächtigen den 'Pöbel' durch gewisse Indoktrination mit Verhaltensweisen zur unkritischen Gefolgschaft zu bewegen, so scheint es auch das sogenannte 'negative Denken' wird von etlichen unlauteren Autoren/innen dazu benutzt um die persönliche Entwicklung mit kritischen Fragen als ungünstig abzutun.

    Ein Beispiel das ich selber erlebt habe, daß Poster in einem Esoterik Forum Negatives über namentlich genannte Personen wahrsagen, was ich interessant finde.

    Für mich ist es ein Unding, komplexe Umstände wie die des Lebens einer Person auf so profane Art zu vereinfachen zu suchen, ja es ist für mich fast pervers, wie manche selbsternannte Esoterik-Sherrifs die anerkennenden positiven Aussagen verheimlichen.

    Die Verächtlichmachung von Minderheiten, welche an Karma und Reinkarnation glauben, wie es Bestandteil der Jüdischen Religion ist, ist ein Phänomen der Zeit, dass es eigentlich nach Ende des WKII nicht mehr geben sollte!

    Mein Tipp vor allem an die negativ Denkenden: "Man sollte sich immer der karmischen Folgen seiner eigenen Handlungen bewußt sein, und auch dem Leid, das daraus entstehen kann"

    Ansonsten: Auf die negativen Denker wartet die Reflexion der eigenen Handlungen. actio = reactio (Newton). "
     
  6. lazpel

    lazpel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. Juni 2004
    Beiträge:
    4.907
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    Hallo,

    Soll das suggerieren, daß alle, die Reinkarnation und Karma kritisieren, den Tätern gleichzusetzen sind, welche vor Ende WKII den Juden Unrecht zugefügt haben?

    Namo, Namo, Namo. Wo soll das bloß noch enden.

    Gruß,
    lazpel
     
  7. Juppi

    Juppi Guest


    Warum werden eigentlich immer die Juden vorgeschoben ? Außer ihnen gibt es noch genug andere, die an Karma und Reinkarnation glauben.
    Dann auch noch der Bezug zum zweiten Weltkrieg, also ich kann mich meinem *Vorredner* nur anschließen.
     
  8. lazpel

    lazpel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. Juni 2004
    Beiträge:
    4.907
    Hallo Juppi,

    Namo ist ein Astrologie-Anhänger. Also nutzt er natürlich auch gern Stereotypen. Namo hat sogar ein kommerzielles Programm geschrieben, mit welchem er Horoskope anhand des Geburtsdatums (wohl eher ahnand eines Zufallsgenerators) ermittelt hat.

    Das Programm berechnete also für Millionen von Menschen pauschal die gleichen Charaktereigenschaften.

    Da wundert mich diese Form der Argumentation in keinster Weise.

    Gruß,
    lazpel
     
  9. Christoph

    Christoph Neues Mitglied

    Registriert seit:
    15. Januar 2004
    Beiträge:
    1.488
    Ort:
    Kiel, Schleswig-Holstein (D)
    "Positives Denken" ebenso wie "negatives (skeptisches, "realistisches") Denken" erzeugen sekundäre Wahrnehmungsmuster und Ersatz-Gefühle, welche den Blick und die Wahrnehmung für das Primäre verzerren. Ich bleibe lieber bei der Wirklichkeit, wie sie sich zeigt.

    Ich habe erlebt, welche Folgen es bei Menschen haben, wenn sie darin trainiert werden (oft wird NLP dazu missbraucht), Ersatzgefühle über die primäre Wahrnehmung zu stülpen.

    Übrigens habe ich selten so negativ-manipulative Kommunikation erlebt, wie bei einem Vertreter des "positiven Denkens", dem Herrn Enkelmann.

    In Strukturvertrieben werden die gehirne mit deisem Konzeot "gewaschen". Wenn du nicht erfolgreich bist, dann liegt es immer daran, dass du nicht positiv genug gedacht und einen kritischen Blick aufs System geworfen hast. Du musst einfach noch härter an dir und deinem positiven Denken arbeiten ist dann die Standart-Lösung. Dass dieses System vielleich tkriminellen Strukturen folgt und auf lange Sicht bei weitem nur für die wenigsten funktionieren kann, die sich dann bei den anderen gütlich tun, wird ausgeblendet und durch die "Arbeit an sich selbst und seinen Zielen" ersetzt. So gibt es z.B. in einigen MLM-Orgas die "Verpflichtung zu fortwährendem Wachstumund Entwicklung durch Kassetten und CDs (rate von wem und welche Glaubenssysteme sie installieren) sowie dazu, ab jetzt nur noch mit Gewinnern zusammen zu sein". Was glaubst du wie sich "Gewinner" definiert?
    Auf Deutsch heißt das: trenne dich von allen, die nicht deine "positives Denken"-Glaubenssätze und eingeschränkten Wahrnehmungen teilen. Sei unr noc mit "positiven Denkern" deiner Organisation zusammen. Was bitte ist edenn das? Ich nenne das eine Sektenstruktur. Glauben ersetzt die unmittelbare primäre Erfahrung.

    Auch hier im Forum beobachte ich seit einiger Zeit solche Strukturen. Konstruktivismus und NLP usw. - an denen sicher viel dran ist - wird da missbraucht und verzerrt. Im NLP gbt es den "Wechsel der Wahrnehmungspositionen" ebenso wie der "Ökologie-check". Die werden von den positiven Denkern wie den benannten gern ausgeblendet.

    Allerdings: die "kritischen" Denker tun sich da oft auch nicht anders hervor!

    Gruß
    Christoph
     
  10. lazpel

    lazpel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. Juni 2004
    Beiträge:
    4.907
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    Hallo Christoph,

    Ich bin der Meinung, daß das skeptische Denken notwendig ist, wenn es um religiöse Themen oder Themen der Weltanschauung an sich geht. Das hat nichts mit Ersatz-Gefühlen zu tun, sondern eher mit dem Wunsch, nicht auf falsche Wahrheiten oder Lehren reinzufallen, welche einem oder anderen Leiden zufügen.

    Andererseits gibt es natürlich bei den rein zwischenmenschlichen Fragen bei der Skepzis eine Grenze: Wenn es darum geht, wie der jeweilige Mensch es empfindet. Ich kann nicht die Empfindungen eines anderen Menschen mit Skepzis ausräumen, und es stößt sogar manchmal übel auf, wenn man in dem Zusammenhang gefühllose Skepsis an den Tag legt.

    Für mich gilt: Es muß der richtige Rahmen gegeben sein, sowohl für positives als auch für negatives Denken.

    Gruß,
    lazpel
     
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