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Dieses Thema im Forum "Sterben, Tod, Leben nach dem Tod" wurde erstellt von sybillejennifer, 3. Januar 2011.

  1. sybillejennifer

    sybillejennifer Mitglied

    Registriert seit:
    3. Januar 2011
    Beiträge:
    46
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    Es gibt Tage, da frage ich mich schon, warum es ausgerechnet uns so schwer getroffen hat, und in schwachen Momenten weine ich hemmungslos in mein Kopfkissen.

    Ich hatte mir alles anders vorgestellt, und natürlich gibt es mir manches Mal einen Stich, wenn ich andere Kinder in Jenny´s Alter sehe, die ohne Probleme, „Hänschen klein“ singen und ausgelassen herumspringen und hüpfen.

    Dann wiederum denke ich, dass vielleicht doch alles irgendeinen Sinn haben muss. So habe ich, als meine Tochter geboren wurde, angefangen, andere Maßstäbe zu setzen und erfreue mich heute auch an den kleinen Dingen des Lebens, die oft wertvoller sein können, als alles Geld der Welt.
    Ich freue mich wie ein kleines Kind, wenn meine Tochter, nach langen Monaten, endlich das Wort „OMA“ ohne große Schwierigkeiten aussprechen kann.

    Viele Menschen sind mit ihrem Leben nicht so zufrieden und viele schlagen sich mit kleinen Problemen herum, die im Nachhinein doch so nichtssagend sind.
    Das Leben kann so kurz sein, doch viele Menschen lassen sich anstecken von der Hektik der anderen und sie lassen sich leiten von einer oberflächlichen Gesellschaft, und zu oft bleibt die Menschlichkeit und Liebe dazwischen irgendwo auf der Strecke.
    Das alles erkennt man aber erst dann, wenn das Schicksal erbarmungslos zuschlägt.
    Erst wenn man persönliche Schicksalsschläge erlebt, öffnet man wirklich die Augen und beginnt die Welt und die Zeit, die doch so kostbar sind, mit anderen Augen zu sehen.

    Meine Kleine hat mir mit ihren 7 Jahren in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet und mich Dinge gelehrt, die andere Menschen vielleicht in ihrem ganzen Leben nie erkennen werden.

    Wenn meine Tochter lacht, öffnet sie bei mir alle Türen, und ich weiß, für was ich kämpfe und für wen ich lebe. Sie ist es, die mir zeigt, was wirklich wichtig ist im Leben und für sie möchte und werde ich Berge versetzen.

    WIR haben besondere Kinder – kleine starke Persönlichkeiten, sie sind uns geschenkt worden, weil auch wir besondere Eltern sind.

    Ich habe mittlerweile viele solcher Kinder gesehen,
    auch wenn ich sie nie richtig kennen lernen durfte, und es tut immer besonders weh, wenn eines von ihnen gehen muss ...
    weil sie noch so klein sind und das Leben noch vor sich hatten.

    Ich bin mir sicher, dass Gott etwas anderes
    mit ihnen vor hat, als das Leben hier auf dieser,
    unseren Erde.
    Sie werden gebraucht - als ENGEL,
    die ihm zur Seite stehen.

    Für uns schwer zu verstehen, und besonders für mich, da ich weiß, dass auch meine Tochter mich verlassen wird, und ich nicht genug Zeit mit ihr verbringen darf.

    So versuche ich, Dinge zu ändern und zu bewegen, solange ich noch kann, und mich dem Willen Gottes zu beugen und unser Schicksal anzunehmen.

    Auf Grund des komplexen Krankheitsbildes ist meine Tochter kaum belastbar, und oft mussten wir Stunden und Tage, isoliert von allen möglichen Gefahrenquellen, in unserem Zimmer verbringen. So erfand ich immer neue Möglichkeiten und Spiele, mein Kind auf eine andere Art und Weise glücklich zu machen.
    Ich habe Ziele, Wünsche, und Träume, die ich versuche, nach und nach in die Tat umzusetzen.
    Auch wenn es anfangs oft unmöglich scheint.
    Die Liebe meiner Tochter spornt mich immer wieder an.
    Ein Lächeln von ihr entschädigt mich für so viel Leid und gibt mir die Gewissheit, dass sich all meine Bemühungen lohnen.

    Sie ist es auch, die mich motiviert, weiter zu kämpfen, für sie, für mich und für ihre Lebensqualität .

    Sie ist ein besonderes Kind.

    Gerade, weil sie so ist - wie sie ist.
    So krank und doch so stark
    so klein und doch so mutig
    so jung und doch so erfahren
    so hilflos und parallel - doch so wissend

    Ich liebe sie unendlich und über den Tod hinaus.
    Ihr Lachen ist für mich das schönste Geschenk.
     
  2. nanina

    nanina Mitglied

    Registriert seit:
    28. Oktober 2010
    Beiträge:
    43
    ich bin tief berührt durch eure Geschichte. Ich finde Dich wunderbar, Du bist ein so starker Mensch. Diese Kraft, ich kann nur meinen Hut ziehen!
     
  3. dragonheart7

    dragonheart7 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. Mai 2010
    Beiträge:
    9.780
    Ort:
    im Herzen von Angeln
    Ja, ich finde auch, daß Du sehr gut mit der Situation umgehst ! Du hast andere Maßstäbe gesetzt,d.h. Du hast Veränderungen in Dir vorgenommen, die Dir eine (schöne) umfassendere Sichtweise ermöglichen - ohne Deine Tochter wäre es niemals soweit gekommen - Du hast unendlich mehr Tiefe bekommen ..... und Du selber hast Dir schon die Antwort gegeben, warum das alles so ist ! Genieße weiterhin die Zeit mit Deiner Süßen und vergiß nicht, sie wird immer bei Dir sein ! Alles Liebe Euch beiden - ihr starken Powerfrauen !:kiss4:
     
  4. sybillejennifer

    sybillejennifer Mitglied

    Registriert seit:
    3. Januar 2011
    Beiträge:
    46
    Ich danke euch für eure Worte. Sie tun sehr gut.

    Liebe Grüße
     
  5. sybillejennifer

    sybillejennifer Mitglied

    Registriert seit:
    3. Januar 2011
    Beiträge:
    46
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    Rückblickend auf mein bisheriges Leben, war ich eigentlich immer der Mensch, der sich im Nachhinein oft gefragt hat,

    warum gewisse Dinge im Leben

    - eben so -

    und nicht anders passieren.

    Gerade, weil mein Leben in vielerlei Hinsicht anders verlaufen ist, als ich es mir eigentlich gewünscht hatte.



    Bisher habe ich nie eine befriedigende Antwort darauf gefunden,

    warum manche Menschen ein schwereres Schicksal haben, und andere wiederum nicht.

    Erst im Laufe der Jahre habe ich verschiedene Erklärungsmöglichkeiten gefunden, mit denen ich mich heute am ehesten anfreunden kann.



    So glaube ich inzwischen, dass jeder Mensch seine ganz persönlichen Aufgaben hat.

    Und wir müssen uns entscheiden, ob wir diese Herausforderung annehmen und bewältigen, oder ob wir dagegen ankämpfen und uns sperren und Gefahr laufen, daran zu zerbrechen.



    Mein Weg führte mich oft von einem Extrem ins Andere, und besonders seit meine Tochter da ist, habe ich angefangen mich intensiv mit diesen Fragen auseinander zu setzen. Ich entdeckte ganz neue Facetten an mir, von denen ich vorher gar nichts wusste, so denke ich heute, dass jeder Mensch in seinem Leben viele verschiedene Bereiche durchlaufen und zahlreiche Probleme lösen muss. Dass gewisse Dinge einfach ihren Lauf nehmen, ohne dass man einen größeren Einfluss darauf hat.

    Dass doch alles irgendwo eine Bedeutung hat, auch wenn es einem schwer fällt, diese in besonderen Situationen zu verstehen.

    Natürlich sehe ich selbst bis heute keinen Sinn darin, dass Kinder, die ihr Leben noch vor sich haben, oftmals so leiden und frühzeitig gehen müssen.



    Aber letztlich habe ich die Umstände immer angenommen und stets versucht, aus eben diesen Situationen das Bestmögliche zu machen, auch wenn es nicht gerade das war, was ich mir in dem Moment vom Leben gewünscht hätte.

    Auf der einen Seite bin ich extrem realistisch, aufgrund der ärztlichen Diagnosen auf der anderen Seite habe ich natürlich immense Hoffnung.

    Einerseits setze ich mich schon seit einiger Zeit eher unbewusst mit der Tatsache auseinander, dass Jennifer irgendwann gehen wird und habe deswegen in manchen Nächten Albträume, in denen ich diese Situationen durchlebe.

    Dann wiederum träume ich so konkret von ihrer Beerdigung, dass ich noch am nächsten Tag darüber nachdenke, was ich ihr ins Grab geben würde.

    Andererseits versuche ich nicht daran zu denken,

    und verdränge es, weil ich mich nicht mit dieser Endgültigkeit auseinander setzen möchte, und ich Angst habe, dieser Situation nicht mehr gewachsen zu sein.



    Dieser ständige Zwiespalt ist nicht immer leicht zu ertragen.



    Würde ich mich ständig nur mit diesen Gedanken beschäftigen, könnte ich nicht all die schönen Momente, die ich mit Jennifer erlebe, genießen und mich nicht über die kleinen alltäglichen Fortschritte freuen.

    Jennifer macht es mir aber auch leicht, mit ihrer fröhlichen und unbekümmerten manchmal schusseligen Art, in solchen Momenten nicht an die Folgen ihrer Krankheit zu denken.



    Natürlich ärgere ich mich auch mal, wenn ich ihr hinterher räumen und ihr ständig Dinge aus dem Mund nehmen muss , aber gleichzeitig bringt sie mich auch mit ihrem speziellen Wesen, sich mir mitzuteilen und ihren kindlichen Gesten, zum Lachen, so dass ich ihr nie wirklich böse sein kann.



    All das wüsste ich nicht zu schätzen , wenn ich nur die Fakten sehen würde.



    Demzufolge kann ich sagen, dass diese Erfahrungen mich sicherlich auch zum großen Teil geprägt haben - zu dem Menschen den ich heute darstelle.
     
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