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selbstmord von geliebten menschen

Dieses Thema im Forum "Sterben, Tod, Leben nach dem Tod" wurde erstellt von tesin, 30. Januar 2008.

  1. tesin

    tesin Mitglied

    Registriert seit:
    29. Oktober 2007
    Beiträge:
    41
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    hallo!

    es macht jeden traurig, wenn geliebte menschen von uns sterben. wenn diese menschen aber freiwillig gehen, weiss man nicht, wie man damit umgehen soll. teils empfindet man wut und natürlich trauer, viele fragen bleiben offen.
    leider musste ich dies schon öfter erleben.
    das erste mal, da war ich 14. meine großmutter nahm sich das leben durch erhängen. sie hatte jahrelang depressionen, in der zeit davor ging es ihr besser. alle "erwachsenen" erklärten mir, dass es für sie eine art erlösung sei.
    das zweite mal, gott sei dank war es ein selbstmordversuch, der nicht gelang, war letztes jahr im august. eine gute freundin von mir wollte sich töten, sie fuhr betrunken mit ihrem wagen gegen einen baum. sie hatte und hat nach wie vor viele probleme in ihrem leben, für die sie aber auch selbst verantwortlich ist. ich versuche, immer wieder eine stütze für sie zu sein und sie zu motivieren. aber sie zerfließt oft in selbstmitleid, wenn ein kleiner rückschlag kommt und dann ist es echt schwierig für mich, sie wieder aufzubauen.
    das dritte und bis jetzt letzte mal war letzte woche. ein lieber freund meines vaters, der für mich wie ein onkel war, hat sich letzte woche erschossen. nach aussen gab es keine anzeichen von problemen, er war immer ein starker und entschlossener mann, der für alles eine lösung hatte. dem war aber nicht so. seiner großfirma, lange zeit in familienbesitzt, drohte die pleite, die ehe war nicht mehr in ordnung. eigentlich probleme, die man in der heutigen gesellschaft sehr oft sieht. aber er, dieser mann, der für viele, auch für seine jungen töchter, ein vorbild war, wurde damit nicht fertig.
    zuerst war ich nur geschockt und konnte es nicht glauben. dann kam die wut, dass er seine frau, auch wenn sie vielleicht getrennte wege gehen wollte und seine beiden kinder alleine läßt. dass er so etwas seiner mutter antut. warum hat er das seinen freunden und deren kindern angetan. auf alle schöne erinnerungen fällt ein dunkler schatten. warum war er so egoistisch und hat sich niemanden anvertraut? es hätte viel gerede gegeben, gerade in einem dorf, wo er seit 50 jahren lebte. aber er hätte hilfe bekommen. mit 50 jahren kann man ja auch viel neues beginnen. denn er war ein sehr intelligenter mensch.
    aber jetzt bin ich nur mehr traurig. jeder der es jemals freiwillig versuchte oder auch schaffte sich von diesem leben zu verabschieden, sieht keine hoffnung mehr und ist so verzweifelt. kein lichtblick mehr und keine zukunft.
    ich bin so traurig.
    warum habe ich so viele menschen in meinem leben kennengelernt, die diesen weg gehen?

    lg tesin
     
  2. LittleDragon72

    LittleDragon72 Mitglied

    Registriert seit:
    28. Dezember 2006
    Beiträge:
    291
    Ort:
    Baden-Württemberg
    Hallo Tesin,

    erstmal möchte ich schreiben, dass es mir sehr leid tut was du erlebt hast. Bei mir ist es nicht viel anders von einer guten Freundin hat sich ihr Vater zu tode getrunken *das ist auch eine Art von Selbstmord* der Vater von meinem Freund hat sich im Wald in seinem Auto mit Abgasen vergiftet. Von meinem Exmann hat sich sein Onkel vergiftet und seine gesamte Familie *2 Kinder und Ehefrau plus Hund* mitgenommen *er hat erst sie und dann sich selbst vergiftet*

    Du siehst auch mir laufen immer wieder Menschen über den Weg mit solchen Schicksalen warum das so ist ich weiß es nicht... Du siehst aber du bist nicht alleine :)

    LG
     
  3. Alana Morgenwind

    Alana Morgenwind Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. Februar 2005
    Beiträge:
    6.744
    Ort:
    Bayern
    Liebe Tesin,

    ich glaube, als erstes sollten wir mal weglassen, ob es gut oder schlecht ist, was geschehen ist. Letztendlich wird jedes Leben durch den Tod beendet, in welcher Form auch immer. Unfall, Krankheit, Selbstmord auf Raten, Selbstmord, immer wird gestorben irgendwann. Wenn jemand die Last seines Lebens nicht mehr tragen kann - da helfen oft auch keine Worte mehr, oft gibt es keine Hilfe, wie man sieht.
    Ja, es ist schlimm, wenn andere zurückgelassen werden, wenn da jemand wichtig war für die anderen. Und doch - gerade weil er wichtig war, sollten wir respektieren, welchen Weg er für sich wählt - festhalten geht sowieso nicht.
    Was deine Freundin betrifft - macht sie irgendeine Therapie? Oder bist du ihre einzige Therapeutin und sicher auch damit überfordert manchmal?

    Deine Frage nach dem Warum - Sehen, daß man nichts festhalten kann. Die Wege der anderen respektieren, auch wenn es einem oft sehr wehtut.

    Liebe Grüsse, Alana
     
  4. tesin

    tesin Mitglied

    Registriert seit:
    29. Oktober 2007
    Beiträge:
    41
    @liebe LittleDragon!

    auch mir tut es sehr leid, was du erleben musstest. vielleicht finden wir irgendwann eine antwort auf das warum!


    @liebe alana!

    Du hast recht, wir sollten nicht urteilen. Diese menschen haben sich für diesen weg entschieden!
    Meine freundin war für drei monate in einer klinik, wo sie eine therapie erhielt. Ich habe es geschafft, sie dazu zu bringen, wieder arbeiten zu gehen. Seit dezember arbeitet sie wieder in ihrer alten firma, das finde ich enorm wichtig.
    Aber es sind andere dinge, die mir sorgen machen. sie trinkt oft zu viel alkohol, wie schon auch davor und mixt sie meiner meinung nach mit medikamente, die ihre depressionen lindern. Ihr sohn, der 12 ist, lebt seit letzten sommer nicht bei ihr, sondern bei seinem vater. Angeblicher Grund: sie kann ihrem sohn finanziell nicht das bieten, was nötig ist. Das tut ihr sehr weh. Sie spricht immer von finanziellen problemen, die sind meiner meinung nach aber selbstgemacht. Nach dem selbstmordversuch, nahm man ihr ihren führerschein ab, ihr auto war zu entsorgen. Mittlerweile hat sie wieder den schein, und nun musste ein neues auto her. Auf teilzahlung. Weiters leistet sie sich eine russische stute. Darauf will sie nicht verzichten, obwohl eine 20-stunden-teilzeitkraft kein vermögen verdient. Reden hilft da nichts.
    Ich finde, auch ihr jetziger ehemann ist keine unterstützung. Der hat zwar einen angeblich gut-bezahlten job, aber irgendwo stimmt da was nicht. Ausserdem gehen sie regelmäßig nach der arbeit „einen trinken“.
    Wie soll ich ihr da noch helfen?
     
  5. Alana Morgenwind

    Alana Morgenwind Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. Februar 2005
    Beiträge:
    6.744
    Ort:
    Bayern
    Liebe Tesin,

    du bist nicht verantwortlich für deine Freundin - du kannst ihr nur bis zu einem gewissen Grad helfen. Wenn möglich, solltest du ihr klarmachen, daß sie professionelle Hilfe braucht - nur, wenn sie selbst das alles für gut und richtig hält, wie sie lebt - dann wird wohl jeder Rat nichts nützen.
    Aber es ist schwer, bei so etwas zuzuschauen, das weiß ich.

    Dir alles Liebe, Alana
     
  6. cyberangel

    cyberangel Guest

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    Auch ich habe meinen bestern Freund 2003 durch Selbstmord verloren. Es war doch ein harter und schwerer Schock gewesen. Und das verstehen hat lange gedauert. Ich will damit nicht sagen, dass ich es gutheisse, das er diesen Schritt gewählt hat. ABER die Last auf seinen Schultern war für ihn selbst zu groß geworden. Er steckte voller selbstzweifel und sah keinen anderen Ausweg mehr. Ich denke groß an die die man zurück läßt, denkt man in so einem mom nicht. Denn die Verzweifelung eines selbst ist zu groß.
    2005 steckte ich selbst in einem tiefen Loch, nicht dass ich Selbstmordgedanken hatte aber da fing ich an ihn zu verstehen. Ich konnte dann verstehen, warum er diesen Schritt gegangen ist. Man muss auch versuchen, es vielleicht von einer andere Seite zu sehen. Klar ist es einerseits "feige" sich einfach so aus dem Leben zu schleichen. Aber es ist auch sehr sehr mutig. ICH für meinen Teil könnte es nicht ... es gehört eine menge Verzweiflung und in meinem Augen auch Mut dazu.

    Und auch ich muss nun feststellen, dass ich immer wieder erlebe, dass irgendwelche Menschen durch Selbstmord von mir gehen.
    Letztes Wochenende z.B. rief ein Freund an, seine Freundin habe sich das Leben genommen .... es war ein Schock für mich
     
  7. Alana Morgenwind

    Alana Morgenwind Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. Februar 2005
    Beiträge:
    6.744
    Ort:
    Bayern
    Hallo cyberangel,

    du, ich würde nicht mal überlegen, ob das nun feige oder mutig ist - es war kein anderer Weg mehr da für diejenigen. Sonst würde man es wohl nicht tun.

    Es tut mir leid für dich und deinen Freund, kann gut verstehen, daß du in eine Phase gekommen bist, die für dich selbst recht dunkel war.

    Alles Liebe, Alana
     
  8. Lichtkind07

    Lichtkind07 Mitglied

    Registriert seit:
    19. Oktober 2007
    Beiträge:
    371
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    Hallo Cyberangel,und alle anderen.

    Einen Menschen,oder auch mehrere, auf diesen Weg gehen lassen zu müßen ist immer besonders schwer.
    Und dennoch, sie werden ihre persönlichen Gründe gehabt haben,das muß´man lernen zu respektieren, so schwer es auch fällt.

    Wenn man mal im Hinterkopf hat das wir alle uns unseren Lebensplan geschrieben haben um Erfahrungen die für unsere Seele gut sind zu machen, sollte man vielleicht in Betracht ziehen das dieser Weg von vornerein gewählt wurde um aus dem Leben zu gehen wenn alles an Erfahrung gemacht wurde was nötig war.

    Alles liebe und ganz viel Kraft für die Zukunft wünsche ich Dir und allen anderen Betroffenen natürlich auch!
     
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