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Die böse Stiefmutter...

Dieses Thema im Forum "Familienaufstellung" wurde erstellt von Luckysun, 27. Dezember 2016.

  1. Luckysun

    Luckysun Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. Juli 2007
    Beiträge:
    9.387
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    bekannt aus diversen Märchen, verkörpert sie die eifersüchtige mißgünstige neue Partnerin des Vaters...

    Was ist dran am Mythos?

    Da ich selber davon lebenslang bis heute betroffen war und bin...
    hier mal einige persönliche Gedanken dazu:

    Ich bekam eine Stiefmutter, als ich 6 Jahre alt war.
    Lange Zeit führte ich ein sehr extremes Leben als Jugendliche/Erwachsene... mit vielen Katatstrophen, Dramen, Traumata, Gewalt, Alkohol, Drogen, Promiskuität, Obdachlosigkeit und und und...
    bis ich vor 18 Jahren anfing zu begreifen, WIE extrem mein Leben tatsächlich war und eine langwierige Aufarbeitung meiner kranken Muster, meiner Familiengeschichte begann und das dauert eigentlich bis heute noch an...

    Die Erinnerungen an meine Kindheit und frühe Jugend waren sehr lange fast komplett ausgelöscht, kamen aber häppchenweise in den letzten Jahren zurück...

    Mittlerweile weiß ich, dass viele Sichtweisen, die ich bis vor einiger Zeit über meine Stiefmutter hatte, nicht den tatsächlichen Erlebnissen entsprachen, sondern mir von außen und von ihr selber so lange eingetrichtert worden waren, bis sie für lange Zeit zu meiner "Wahrheit" wurden.
    Diese eingeflüsterten Realitätsverzerrungen beinhalteten z.B.

    Meine Stiefmutter war der heilige Samariter, der sich dieses schwierigen Kindes annahm wie ihres eigenen, die sich bemühte, sie hatte es ja nie leicht mit mir, hatte ein schweres Los, mein Vater war ihr ja so dankbar dafür und und und...

    Nunja, in letzter Zeit (Zeitraum ca. die letzten 3-4 Jahre immer wieder mal) bei den wenigen Zusammentreffen kamen immer wieder mal Situationen zustande, wo ich plötzlich in triggernde Situationen kam, die Erinnerungen hochspülten, wo ich mich plötzlich wieder wie die damals 6 oder 10-jährige von damals fühlte...
    das Kind, das nicht richtig funktioniert, die Wurzel allen Übels... usw...

    Ich fing an zu begreifen, dass meine ganze Sichtweise dieser Person eine total verzerrte war, die mit meiner tatsächlich erlebten Realität meiner Kindheit NICHTS zu tun hat.
    Denn sie tut es nach wie vor ... unterstellt mir vor allen Anderen angeblich hinterhältige Denkweisen, die nie meine waren, macht z.B. aus einer vollkommen harmlos spaßigen Bemerkung von mir eine angeblich bösartige gegen sie gerichtete Stichelei, dass ich mit offenem Mund dasaß wie sie darauf überhaupt gekommen sein könnte oder dreht alles was bei uns familienintern nicht rund läuft so hin, dass ich die Ursache dafür sei... u.v.m.

    Zum ersten Mal in meinem Leben fang ich die letzten Jahre an zu begreifen, dass es diese Frau ist, die mein ganzes Leben nichts anderes getan hat, als Lügen über mich in den Köpfen anderer Familienmitglieder und unseres ganzen Umfeldes zu verankern, mein Selbstverständnis manipulativ zu verzerren auf eine sehr subtile, hinterfotzige Art und Weise, sich selber immer als Opfer hinstellend, das doch eigentlich immer nur mein Bestes wollte, dass einem speiübel werden könnte... in Wahrheit war S I E schon immer diejenige, die mich als Störfaktor empfand, die meinen Vater gegen mich aufhetzte, ihm ein falsches Bild über mich vermittelte, um einen Keil zwischen uns zu treiben... selber sich darstellend als glänzende Heldin mit einem solchen Stiefkind gestraft... tapfer durchhaltend... die Gute... :3puke:

    Mehrmals verabschiedete ich mich für viele Jahre aus diesem Familienverbund, ja, ich hielt sogar eigentlich meinen Vater für den "Bösen", da er ja immer derjenige war, der drakonische Strafen verhängte für meine vermeintlichen Vergehen, mich anschrie, sogar schlug... mittlerweile begriff ich, dass er nur ihr Instrument war, er ihr alles glaubte und somit meinte, richtig zu handeln...

    Ihr Pech: Ich kam immer wieder, ich kam immer wieder auf die Füße, bekam mein Leben in den Griff, und tauchte immer wieder nach Jahren in der Familie auf... jedesmal etwas klarer sehend, jedesmal etwas stärker... jedesmal deutlicher erkennend und benennend, was da läuft... jedesmal NOCH etwas gelassener diese Dinge an mir abperlen lassend... bis ich jetzt schlicht und ergreifend endlich ganz klar sehe:

    Diese Frau ist eine maligne Narzisstin, wie aus dem Lehrbuch... die personifizierte böse Stiefmutter...

    ENDLICH kann ich sehen und benennen, was da WIRKLICH gelaufen ist und was noch viel wichtiger ist, ich habe begonnen, meinem Vater klar aufzuzeigen, was Sache ist... nicht dass ich es drauf anlege, ihn unbedingt aufklären zu müssen... nein, das würde eh nichts bringen... sondern in den betreffenden Situationen anders als früher zu reagieren und damit umzugehen, auf eine Weise die dann deutlich zeigt, WER der wahre Aggressor ist... gemischt mit gelegentlichen Gesprächen, wo ich ihm dann meine neu gewonnenen Erkenntnisse auf ruhige Weise vermittle... nicht leicht für ihn... nicht leicht für mich... am schwersten für die Stiefmutter... die derzeit alle Register zieht, um das seit einigen Jahren sich intensivierende gute Verhältnis zwischen meinem Vater und mir zu torpedieren... wie frustrierend muss es sein, festzustellen, dass ihr dies nicht mehr gelingt, weil ich nicht mehr nach ihren Regeln mitspiele... und sie Stück für Stück enttarnt wird...

    Bin ich schadenfroh? Gehässig? Rachsüchtig?

    Hm. Rache? Nein...
    Haß? Nein...
    Schadenfreude? Nein...
    Einzig eine gewisse innere Distanz und Freiheit, ein friedliches Gefühl von Genugtuung macht sich breit... Ja...
    Ich habe gemerkt, dass sie keine Macht mehr über mich hat, dass sie bei mir nicht mehr die von ihr gewünschten Reaktionen hervorbringen kann, die allen dann nur wieder bestätigen, was ich doch für ein schrecklicher Mensch bin...
    Ich bin endlich Herr meiner Selbst und nicht mehr fremdgesteuert, weil ich an die Ursache gelangt bin...

    Das fühlt sich so verdammt gut an, dass ich das gar nicht in die passenden Worte kleiden kann...
    be-frei-end... :)

    Wer hat ähnliche Erfahrungen und kann dazu vielleicht eigene Erkenntnisse beisteuern?

    Gruß, Luckysun
     
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  2. Damour

    Damour Sehr aktives Mitglied

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    Ich habe indirekt Erfahrung mit einer quasi Stiefmutter .... es handelt sich dabei um die Partnerin meines Exmannes.

    Auf den ersten Blick ist sie immer freundlich und nett, wenn wir alle aufeinander treffen, aber ich selbst bin von der aktuellen Situation ziemlich angekotzt.

    Früher hatten wir ein perfektes Verhältnis, also mein Ex, mein Freund, meine Kids und ich .... viele bewunderten unser Verhältnis ... unsere Kinder empfanden sich kaum als Trennungskinder (meine große Tochter ist nicht sein leibliches Kind, aber er zog sie mit auf und nach der Trennung tat er das auch) ....
    Sie waren ca .60 Prozent der Zeit bei mir und 40 bei ihm .... wir feierten Geburtstage zusammen und alles war perfekt .... bis er seine Freundin kennenlernte .... seit diesem Zeitpunkt änderte sich alles .... plötzlich lag er wert darauf alle Tage fest zu planen (also wer wann die Kids hat, vorher machten wir das alles spontan und wie es für jeden am passendsten war). Das konnte ich ja noch verstehen, denn seine Freundin hat auch kids, und sie wollten natürlich so planen, dass es ihnen gut zusammenpasst .... aber er wurde dann immer seltsamer .... an den Wochenenden wo sie beide die Kids hatten, hat jeder nur die Zeit mit seinen Kids verbracht, nie mal alle zusammen. Er war wenn die Kids bei mir waren aber auch gern bei ihr und sie haben mit ihren Kindern einen auf neue Familie gemacht .... dann beschlossen sie nach kurzer Zeit, ein Haus zu bauen .... sie haben ja nie zusammen gewohnt oder versucht mal als Patchwork Familie gemeinsam Zeit zu verbringen .... das fand ich seltsam, aber was soll ich schon groß sagen ? Er arbeitete immer wieder am Haus u wenn er Eig die Kids hatte, parkte er sie - ja, man höre genau hin- bei MEINER Mutter .... im Traum wäre seiner Freundin nicht eingefallen, alle Kids zu betreuen, wenn er für ihr gemeinsames Leben am Haus arbeitet ... er Jedoch passt schon auf ihre Kids auf , fährt sie zum Sport oder dergleichen ....
    Mittlerweile leben sie im Haus .... meine kleine Tochter fühlt sich nicht mehr zuhause bei ihrem Vater .... seine Alte liegt oft im Bett , wenn meine Tochter da ist und liest u kümmert sich nicht groß um irgendwas ...
    Meine große Tochter ist eh raus aus allem .... nachdem er sie grosszog, hat er es quasi jetzt mit dem Umzug einfach so beendet .....

    Ich frage mich, wie man als Mutter so ekelhaft egoistisch sein kann? Sie hat den perfekten Vater gesehen und ihn sich für sich einverleibt ..... auf Kosten SEINER Kinder ....

    Allerdings stellt sich mir eher eine andere Frage - und zwar diese: eine böse Stiefmutter kann ich nur sein, wenn es zugelassen wird ... was ist mit solchen Männern los? Mein Ex ist doch eigentlich der viel ätzendere Mensch, ein loser und Weichei höchsten Grades , der gerade Verrat an den schwächsten Gliedern dieses Systems begeht. Das finde ich noch viel bedenklicher ....
     
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  3. east of the sun

    east of the sun Sehr aktives Mitglied

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    wo die Sonne aufgeht bin ich zuhause.
    Ich kann nur von der Erfahrung meiner Oma berichten. Sie hat es mir sehr oft erzählt als ich kleines Kind war. Ihre Mutter starb 1 Jahr nach ihrer Geburt 1904. Mein Urgroßvater, ein cholerischer Steinmetz, nahm sich schnell eine neue Frau die ihm die Wirtschaft machte und das Kind, meine Oma, versorgte. Meine Oma war ein Wildfang, dunkle, große Augen und auf jeden Baum kletternd. Sicher hatte es die Stiefmutter auch nicht leicht. Zumal dann noch eine eigene Tochter kam.
    Aber meine Oma wurde echt wie ein Stiefkind im Märchen behandelt. Sie musste vor die Tür Schuhe putzen wenn es etwas Gutes zu essen gab. Sie wurde beschimpft und misshandelt.
    Ich weiß nicht ob es so eine Art Eifersucht ist auf die Beziehung zwischen Vater und Tochter. Der Vater fiel dann während des Ersten Weltkriegs.
    Oder hat man als Pflegemutter keinen inneren Bezug zum Stiefkind? Oft ist es einfach aus anderem Holz geschnitzt.
     
  4. east of the sun

    east of the sun Sehr aktives Mitglied

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    Sorry, aber das kann ich irgendwie verstehen. Vielleicht ist ihr alles zuviel wenn die Bude voll ist mit Kindern.
     
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  5. Damour

    Damour Sehr aktives Mitglied

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    Ah ja- aber er kann alles machen?
    Sie hat nie Interesse an meinen Kids gezeigt - er aber soll ihre wie ein Vater behandeln .... sie ist nicht in der Lage ansatzweise ein bisschen Beziehung aufzubauen ? Dann nehm ich keinen Vater und treibe einen Keil dazwischen ....
    mein Freund schiebt meine Kinder auch nicht ab, wenn ich für ein paar Stunden außer Haus bin..... für ihn sind meine Kids und ich eins ....

    Außerdem ist die Bude nicht voll .... wenn meine Tochter da ist, sind ihre meistens bei ihren leiblichen Vater ....
     
  6. Damour

    Damour Sehr aktives Mitglied

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    Das erste was es gab, als das Haus fertig war, waren Fernseher .... meine Tochter hängt eh nur im Zimmer rum, weil sie sich nicht willkommen fühlt .... mir fällt es mehr als schwer, für diese Frau Verständnis aufzubringen ....
    Im Familienkalender hat jeder ne Spalte .... meine Tochter nicht ....

    Mein Mitgefühl ist da bei meinem 10-jährigen Kind .... ihr ist das alles nämlich wirklich zuviel und sie ist die, die Schutz von den Erwachsenen braucht und nicht umgekehrt ....
     
  7. east of the sun

    east of the sun Sehr aktives Mitglied

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    wo die Sonne aufgeht bin ich zuhause.
    Schon klar. Ich habe ja auch keinen Einblick.
    Du bist enttäuscht von deinem Ex. Das verstehe ich sehr gut. Ich habe auch ein gutes Verhältnis zu dem Vater meiner Kinder und könntemir nicht vorstellen, dass er sie plötzlich beiseite schiebt.
     
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  8. Damour

    Damour Sehr aktives Mitglied

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    Ich verstehe es nicht .... sie ist doch Mutter .... ich hätte mich gerade deshalb in ihn verliebt damals - weil er so achtsam mit seinen Kids war ....
     
  9. Jessey

    Jessey Sehr aktives Mitglied

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    was mir spotan in den sinn kommt.... könnte es indirekt um dich gehen? immerhin bist du eine exfrau (also nicht du persönlich gemeint) wer weiß welche erfahrungen sie bisher machte und diese distanzierung drückt sie evtl über deine tochter aus. sozusagen eine art eigenschutz vor weiblicher konkurenz oder anderes. was ich meine. ... das kind selbst kann ich mir als ursache nicht wirklich vorstellen.
    wie gesagt, nur ein spontaner gedanke als möglichkeit.

     
  10. east of the sun

    east of the sun Sehr aktives Mitglied

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    Das ist vielleicht sowieso das Stiefmutterproblem. Konkurrenz.
     

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