1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  2. Willkommen im grössten und ältesten Esoterik-Forum!
    Hier findest Du alles zu Astrologie, Lenormand und Tarot, Karten legen, Feng-Shui, Traumdeutung, Religion und Spiritualität, Engel, Familien-Aufstellung, Gesundheit, Reiki
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.

Alterung, gentisches Alter

Dieses Thema im Forum "Wissenschaft und Spiritualität" wurde erstellt von unterwelt, 24. Januar 2014.

  1. unterwelt

    unterwelt Neues Mitglied

    Registriert seit:
    27. Januar 2009
    Beiträge:
    1.452
    Werbung:
    Habe mal wieder ein paar alte Gedanken aufgewärmt und dann mal gesucht, was ich auf die schnelle dazu gefunden haben. Sehr schnell wurde ich fündig und meine Gedankengänge bestätigten sich.

    Damit wir uns mal reindenken können. Der frühe Mensch wurde Aufgrund der Umstände angeblich ca. 30 Jahre alt. Durch die verbesserte medizinische Versorgung, wird der Mensch heute ungefähr 90 Jahre. Wenn die Geschlechtsreife mit ungefähr 14 erreicht ist, bleibt nicht viel Zeit um sich zu vermehren. Das Altern selbst ist dennoch offenbar genetisch vorgegeben. Zwar kann man durch bestimmte Lebensweisen den Stoffwechsel etwas beeinflussen, aber im wesentlichen ist eine Basis sozusagen vorprogrammiert. Ungefähr so wie bei der Augenfarbe. Wobei die Farbe selbst feststeht, aber die Lichteinwirkung sie immer mehr verdunkelt.

    Ich selbst falle was mein optisches Alter betrifft vollkommen aus dem Rahmen. Zwischen Jugendlichen würde ich mit nun über 30 Jahren optisch nicht auffallen. Und es ist nicht lange her, wo man mich beim Einkaufen noch nach einem Ausweis fragte. Dabei war ich im Vergleich zu meinen Mitschülern, einer der ersten der mit dichtem Bartwuchs gesegnet war, aber auch sonst nicht auffällig aus dem Rahmen gefallen wäre.
    Als ich vor einiger Zeit auf einer Reise war, wurde mir dieser Umstand buchstäblich wieder vor Augen gehalten. Ich schätze den Fahrer auf mindestens mein Alter, also ihn ca 35. Im Gespräch ergab sich aber, das ich mal wieder mit weitem Abstand der Älteste war. Der Fahrer war erst 23. Das erstaunen der anderen war für mich allerdings nichts neues. Ansich war die Fahrt aus vielen anderen Gründen schon sehr aufregend. Im Internet habe ich aber auch schon öfter mal von Menschen mit ähnlicher Erfahrung gelesen, weil sie selbst sehr jung wirken und das nicht wegen ihrem Verhalten. Aus meinem täglichen wirken bin ich aber doch immer wieder erstaunt, wie wenig die Zahlen (Alter), welche wir in unseren Köpfen kreisen lassen, doch mit der Realität zu tun haben.

    Wenn wir die Menschen jetzt in zwei Gruppen aufteilen, die einen die früher Älter aussehen und die anderen die später Älter aussehen, und uns zum einen vorstellen, dass diese zuerst getrennt und im nächsten Beispiel zusammen Leben. Welche Auswirkungen könnte das auf des Leben der beiden Gruppen haben? Und weiter, was bedeutet, es wenn es noch weitere Alter im Menschen gibt die vom optischen getrennt sind und welche sind das?
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Januar 2014
  2. DruideMerlin

    DruideMerlin Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. August 2008
    Beiträge:
    6.546
    Ort:
    An den Ufern der Logana
    Hallo Unterwelt,

    das biologische Alter eines Menschen hängt von den Chromosomen ab. Mit ihnen wird die Zellteilung gesteuert, wobei sich die die Kappen am Ende der Chromosome (Telomere) bei jeder Zellteilung verkürzen. Wenn nun eine bestimmte Länge der Telomere unterschritten wird, können sich die Körperzellen nicht mehr erneuern und sterben ab. Das Alter, das wir maximal erreichen können, wird uns also mit in die Wiege gelegt.

    Merlin
     
  3. Lamia1

    Lamia1 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. Januar 2014
    Beiträge:
    1.123
    Und aus welchem Grunde verkürzen sich die Endregionen der Chromosomen mit jeder Zellteilung? Diese Frage halte ich für unbeantwortet. Sollte es hierfür tatsächlich noch keine plausible und vor allem belegte Erklärung geben, wissen wir nicht einmal, warum der biologische Alterungsprozess eigentlich einsetzt (von Zelldegenerationen, die durch freie Radikale oder exogene Faktoren induziert werden, einmal abgesehen). Ich denke, dass der Mensch genetisch gesehen ungefähr 100 Jahre alt werden könnte, wenn man davon ausgeht, dass eine Zelle durchschnittlich zwei Jahre funktionsfähig bleibt und sich circa 50mal teilen kann, bis die Reduktion der Telomere zu ausgeprägt ist. Viele Menschen sterben jedoch eher, weil z. B. chronische Pathologien wie Diabetes mellitus II, Morbus Alzheimer, Krebs oder kardiovaskuläre Erkrankungen auftreten. Die Erbanlagen können eine komplexe Interaktion mit der Umwelt und so auch mit dem individuellen Lebensstil eingehen.

    Neuronen teilen sich nach der Geburt nicht mehr, können dafür aber auch über 60 Jahre überleben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Januar 2014
  4. DruideMerlin

    DruideMerlin Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. August 2008
    Beiträge:
    6.546
    Ort:
    An den Ufern der Logana
    Hallo Lamia,

    das möchte ich dir gerne erklären:

    Es dürfte klar sein, dass vor der Teilung einer Zelle das Erbgut verdoppelt werden muss. Dazu heftet sich die auslösende DNA-Polymerase an den DNA-Faden. Darin liegt dann auch der Grund, warum das letzte Stückchen des Stranges nicht mehr geteilt werden kann. Damit aber bei diesem Prozess keine wichtige Informationen verloren gehen, bestehen die Telomere nur noch aus bedeutungslosen Bausteinen.

    Merlin
     
  5. Legrasse

    Legrasse Mitglied

    Registriert seit:
    9. September 2012
    Beiträge:
    113
    Ort:
    Ruhrpott
    Soweit mir bekannt ist, handelt es sich dabei um ein Schutzmechanismus um die Chance dass Krebs entsteht zu reduzieren.
    Wenn eine Zelle z.B. durch radioaktive Strahlung verändert wird und anfängt sich unreguliert zu teilen verhindert dies, dass daraus ein bösartiger Tumor entsteht.
    Sobald die Telomere "aufgebraucht" sind, begehen die Zellen normalerweise einen programmierten Selbstmord.
    Bei einigen Krebsformen gibt es aber eine Mutation die z.B. bei jeder Zellteilung wieder Telomermaterial anhängt und so den programmierten Zelltod verhindert.
    Erst wenn in einer Zelle zu viele dieser Schutzfunktionen ausfallen, kann daraus eine bösartige Krebszelle werden.
     
  6. unterwelt

    unterwelt Neues Mitglied

    Registriert seit:
    27. Januar 2009
    Beiträge:
    1.452
    Werbung:
    Eure Beiträge sind sehr interessant zu lesen.

    http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2010-07/genetik-alter-erbgut

    Wenn fehlende Schutzfunktionen ein hohes Alter ermöglichen, liegt Segen (Potential) und Fluch (Risiko) sehr nah bei einander.
    Was bei mir persönlich aber auch ein bischen merkwürdig ist, ist dass ich schon mit >20 meine ersten grauen Haare bekommen haben. Die fallen auf den ersten Blick aber nicht auf. Ein bischen widersprüchlich. Scheinbar ticken manche Uhren im Menschen schneller und andere langsamer.
     
  7. DruideMerlin

    DruideMerlin Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. August 2008
    Beiträge:
    6.546
    Ort:
    An den Ufern der Logana
    Hallo Unterwelt,

    die Telomere sind in der Tat unterschiedlich lang, deshalb fällt auch die biologische Lebenserwartung unterschiedlich aus. Zudem gibt es ja noch äußere Einflüsse, die sich auf die Zellteilung und somit auch auf die Länge der Telomere auswirken (z. B. UV-Licht).

    Die grauen Haare in den jungen Jahren haben nichts mit dem Alterungsprozess zu tun, das hängt mit einem Gendefekt zusammen, der die Bildung von Farbpigmenten in den Haaren beeinträchtigt. In meiner weiteren Familie ist dieser Defekt schon seit einigen Generationen stark verbreitet (z. B. bei meinem Altgroßvater, der 1812 geboren wurde). Mach dir also keine Sorgen, ich hatte auch schon mit 20 die ersten grauen Haare und lebe immer noch. :D

    Merlin
     
  8. JustInForAll

    JustInForAll Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. September 2010
    Beiträge:
    8.892
    Bei einem liebenden Körper werden die Haare am Hinterkopf grau bzw. fallen dort aus, damit die Augen nicht sehen brauchen, dass das Ende naht. *ggg*
     
  9. DruideMerlin

    DruideMerlin Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. August 2008
    Beiträge:
    6.546
    Ort:
    An den Ufern der Logana
    Hallo Legrasse,

    die Telomere spielen tatsächlich eine gewisse Rolle beim Krebs. Es gibt neben den normalen Zellen mit einer begrenzten Fähigkeit der Teilung auch die Keimzellen (Stammzellen), bei denen das Enzym Telomerase die Telomere konstant auf einer Länge hält und somit eine relativ unbegrenzte Zellteilung möglich ist. Dieses Enzym ist eigentlich in jeder Zelle vorhanden, nur ist es in den normalen Zellen deaktiviert. Fatal wird es dann, wenn dieses Enzym in einer normalen Zelle wieder aktiviert wird und somit unkontrolliert zu wuchern beginnt.

    Krebs hat also genetische Ursachen, die durch verschiedene Faktoren der Schwächung oder Belastung des Organismus beeinflusst werden. Man arbeitet zur Zeit auf dieser Basis an einer Therapie, bei der stark vereinfacht dargestellt, die betroffenen Krebszellen durch gesunde verdrängt werden sollen (Transfektion).


    Merlin
     
  10. Lamia1

    Lamia1 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. Januar 2014
    Beiträge:
    1.123
    Werbung:
    Hm, ich hätte nicht erwartet, dass ein so simpler Umstand dafür verantwortlich ist, dass keine vollständigen Kopien der chromosomalen Endareale generiert werden. Gut, danke.
     

Diese Seite empfehlen