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A B E R G L A U B E

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Juppi, 16. November 2004.

  1. Juppi

    Juppi Guest

    Werbung:
    Hallo,

    heute Morgen, als ich mich nach dem Duschen anzog, kam mir die Idee, einen Beitrag zum Thema Aberglauben zu schreiben. Ein interessantes Thema für ein Esoterikforum wie ich finde, hat es doch mit Religion, Astrologie, Tarot. Handlinien, Tischerücken und Kaffeesatz zu tun.

    Ich schlüpfte, wie immer, zuerst mit dem linken, dann mit dem rechten Bein in meine Hose, zug erst den linken Strumpf an und auch erst den linken Schuh.
    Das mache ich schon immer so und ich frage mich, ist das schon als Aberglaube zu bezeichnen, ich weigere mich strikt es andersrum zu tun, oder doch nur eine Angewohnheit.

    Aberglauben , eine Glaubenshaltung, die vom Standpunkt einer bestimmten Religion aus für Humbug gehalten wird. Eine Relativistische Deutung, denn was die eine für Wahrheit ansieht, hält die andere für Aberglauben.

    Ist Aberglauben ein Sammelsurium und ein Überbleibsel heidnischen Denkens, mit dem ein magischer Zusammenhang aller Dinge angenommen wird oder mehr ?

    Im Lexikon steht :
    Natürlich stieß dieser Glaube im Laufe der Geschichte auf immer mehr Widerspruch seitens der Wissenschaft oder des christlichen Glaubens. Von diesen Beiden unterscheidet sich der Aberglaube darin, daß hier das Prinzip von Ursache und Wirkung nicht mehr wie auch sonst in unserem Leben gilt, sondern daß geheimnisvolle Kräfte angeblich in unser Leben eingreifen und sogar Mensch und Natur beherrschen. Doch Aberglaube bezieht sich nicht nur auf die vielbekannte schwarze Katze, nein, auch Menschen die mit Magie oder übernatürlichen Kräften Dinge zu erklären versuchen, zählen in den Kreis der Abergläubigen. In dem dunklen Zeitalter brachte man viele Dinge mit dem Aberglauben in Verbindung. Hier nur einige:
    - Naturszenarien (Gewitter,Hagel)
    - Nöte (Hungersnot,Seuchen)
    - menschliche Unglücke (Tod,Mißgeburt) ....

    Im Dritten Buch Mose, dem sogenannten Buch Levitikus,wird jede Form von Aberglauben (u.a. Totenbeschwörung und WAHRSAGEREI, also die frühe Form unseres heutigen Tischchenerückens!)mit dem Tod bestraft!
    .

    Leider konnten durch den Aberglauben auch viel Hass und Elend verbreitet werden. Man denke nur an die Hexenverbrennungen, Judenverfolgungen...alles Dinge die mit dem menschlichen Verstand gar nicht hätten passieren dürfen.

    Bekanntes und weniger Bekanntes:

    Mit dem Rauchfangkehrer zusammengekommen, bedeutet Glück.

    Wenn sich das Käuzchen (Totenvogel) auf ein Haus setzt und schreit stirbt im Haus jemand.

    Wäscht sich die Katze oder geht die Tür von selbst auf, kommt ein Gast ins Haus.

    Wenn jemand Kinder oder Tiere bewundert, kann er sich dadurch "beschreien", das heißt ein Unheil über sie heraufbeschwören. Um die Gefahr abzuwenden, sagt man: "Pfui, pfui, dass i di nit bschrei!"

    Scherben bringen Glück.

    Wenn die Möbel krachen, stirbt in der Verwandtschaft jemand.

    In der Nacht soll man im Hofe keine Wäsche hängen lassen, sonst fährt die Hexe durch.

    In der Weihnachtsnacht darf am Boden keine Wäsche zum trocknen hängen, sonst stirbt jemand im Haus.

    Während der Mette können die Haustiere reden. Sie werden an diesen Tagen besonders gut gefüttert, damit sie die Hausleute loben.

    Wenn man einen Spiegel bricht, hat man sieben Jahre kein Glück.

    Wenn man am Abend den Kehricht aus dem Hause trägt, so trägt man das Glück hinaus.

    Dreht sich der Bräutigam oder die Braut nach der Trauung im Hochzeitszug um, so suchen sie sich einen anderen Mann oder eine andere Frau.

    Wenn sich ein starker Wind erhebt und der Schleier der Braut auffliegt, werden sich die jungen Leute nicht gut vertragen.

    Kommen ein Hochzeitszug und ein Leichenzug zusammen, so stirbt bald der eine Ehepartner.

    Kräht eine Henne, stirbt im Hause jemand. Wenn die Henne ein Schalksei (Ei ohne Dotter) legt, muss man das Ei über das Nachbardach werfen, sonst bekommt ein altes Weib ein Kind.

    Über ein Kind darf man nicht steigen, sonst wächst es nicht.

    Eine Frau in gesegneten Umstand darf bei einem Schadenfeuer in der Aufregung nicht mit der Hand über das Gesicht fahren, sonst bekommt das Kind im Gesicht ein Feuermal.

    Wenn eine schwarze Katze einem über den Weg läuft, so bringt das Unglück. Um das zu verhindern, muss man drei Steine über die Katzenspur werfen oder auf einen Stein spucken.

    Eine schwarze Katze bringt dem Haus Glück, eine dreifarbige Katze schützt vor Feuer.

    Leckt sich die Katze gegen den Haarstrich, so folgt Regen. Frisst die Katze Gras, regnet es auch bald. Kratzt die Katze am Tischbein oder an einem Brett, dann wird es windig. Geht sie längere Zeit nicht aus dem Haus, so wird es kalt.

    Will ein Mädchen wissen, aus welcher Richtung ihr Bräutigam kommen wird, so zünde sie einen Besen an. Von dort, wohin der Rauch zieht, kommt er oder in der Weihnachtsnacht werfe ein heiratslustiges Mädchen einen Schuh über ihren Kopf. Wohin die Schuhspitze zeigt, zeigt woher er kommen wird.

    Die Braut soll Handschuhe und Kranz vor der Trauung in den Hut des Bräutigams legen, dann bekommt sie das Regiment im Hause.

    Wenn es der Braut in den Kranz regnet, so wird sie viel Grund zum Weinen haben

    Nach alter Tradition bringt es Unglück, wenn sich Braut und Bräutigam am Morgen vor der Hochzeit sehen

    Die Braut tut Pimpernelle, Salz und Dill in ihren Schuh, hält während der Trauung den Fuß über den des Mannes und spricht leise vor sich hin: "Ich trete auf Pimpernelle, Salz und Dill; wenn ich rede, bist du still." Dann bekommt sie das Sagen in der Ehe oder die Frau soll nach der Hochzeit vor dem Mann ins Haus treten und dreimal sprechen: "Ich bin der Wolf und du das Schaf." Auch so bekommt sie die Herrschaft über den Mann

    Treffen ein Hochzeitszug (Brautauto) und ein Leichenzug (Leichenwagen) zusammen, so stirbt bald einer der Ehepartner

    Juckt deine linke Hand, so wirst du heute unerwartet Geld bekommen
    Siehst Du auf der linken Seite deines Weges eine Schafherde, so heißt es: "Schafe zur Linken, das Glück wird dir winken."

    Die Wiege eines Kindes darf vor der Geburt nicht geschaukelt werden, sonst weint das Kind später viel.

    Dem neugeborenen Kinde bindet man auf die rechte Hand ein rotes Band, damit es nicht "beschrien" wird

    Kleine Kinder soll man nicht messen, nicht durch ein Fenster heben und nicht über sie hinweg springen oder über sie steigen, sonst wachsen sie nicht mehr

    Eine Ketten aus Fuchs- oder Wolfszähnen dem Kind um den Hals gehängt, wird ihm das Zahnen erleichtern.

    Kindern unter einem Jahr soll man die Fingernägel nicht schneiden, sondern abbeißen, schneidet man sie, wird das Kind ein Dieb

    Wenn an Allerheiligen noch eine Rose im Garten blüht, so stirbt jemand aus der Familie

    Fällt jemandem ein Gegenstand in das Grab, so heißt es, dass er auch bald sterben wird

    Nach einem Todesfall sollen in dem Haus keine Türen zugeschlagen werden, da das den armen Seelen weh tut

    Beim Leichenschmaus läßt man einen Platz für den Verstorbenen frei und deckt auch für ihn

    Bei einer Feier sollte man auf die Gästezahl achten, sind 13 Gäste auf einer Feier, stirbt einer davon bald

    Wer wissen wollte, ob der Geliebte treu bleibt, der pflanzte in der Walpurgisnacht zwei Vergissmeinnicht auf einen Stein mit etwas Erde. Wuchsen die beiden Pflanzen aufeinander zu, so würde der Geliebte treu bleiben und eine Hochzeit bevorstehen

    An Silvester soll Erbsenbrei gegessen werden, so wird Reichtum und Wohlstand im nächsten Jahr einkehren ins Haus

    Wenn du dir den Ellbogen stößt, bekommst du Besuch und wenn es ganz doll weh tut, kommt der Besuch von weiter weg.


    Ich wünsche mir rege Beteiligung, .....................Gruß Juppi :)
     
  2. Geli

    Geli Mitglied

    Registriert seit:
    13. November 2003
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    171
    Ort:
    Wien
    Hoffentlich bist du nicht auch mit dem linken Fuß zuerst aus dem Bett gestiegen, denn dann läuft heute alles schief ........ :rolleyes:

    Was mich daran fasziniert, ist, dass diese Geschichten sich so aufrechterhalten, von Generation zu Generation weitergegeben werden, dass Religionsgläubige und Nichtgläubige gleichsam irgendwelchen Aberglauben in sich tragen.
    Ich halte mich im wesentlichen nicht für abergläubisch, sehe ich jedoch einen Rauchfangkehrer, ergreift meine Hand reflexartig einen Knopf, weil das Glück bringt und muß anschließend meist selbst über mich schmunzeln.
    Ich denke, die meisten Menschen haben eine "Glückszahl", Freitag der 13. wird immer noch diskutiert ........ jeder hat seinen Aberglauben.
    Eigenartig ist vielleicht noch, dass man nie hinterfragt, was der Ursprung dieser (Aber)Glaubenssätze ist. Vielleicht liegt in dem einen oder anderen Satz ja doch eine Begründung aus Erfahrung heraus?
    Und wie es scheint, kennt Aberglauben keine Grenzen, denn viele der von dir aufgelisteten Sprüche kenne ich auch genau so.

    Liebe Grüße, Geli
     
  3. Juppi

    Juppi Guest

    Liebe Geli,

    ich danke Dir für den Eröffnungsbeitrag, na klar bin ich mit dem linken Fuß zuerst aus dem Bett gestiegen, .........ganz sicher.

    Du schreibst,........ jeder hat seinen Aberglauben. Vielleicht hätte ich doch etwas provokanter an die Adresse der Magier, Taroler ,Tischerücker und Astrologen verweisen sollen. :tongue2:

    Gruß....................................Juppi
     
  4. Geli

    Geli Mitglied

    Registriert seit:
    13. November 2003
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    171
    Ort:
    Wien

    Hallo Juppi, wußte nicht, dass dich nur die Meinung von Magier, Taroler Tischerücker und Astrologen interessiert .............damit kann ich nicht dienen und bin schon :escape:

    Habe aber durch deinen Beitrag mein Repertoire an Aberglaubenssprüchen mit Deinen auffrischen können.
     
  5. Juppi

    Juppi Guest

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    Nein Geli, erwähnt habe ich dieselben, weil sie im Zusammenhang mit Aberglauben fast immer erwähnt werden.

    Ich komm Dir hinterher :escape:
     

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