Zivilcourage

Lady

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Midian
Ich finde es sehr traurig zu sagen, nur weil man als weibliches Wesen geboren wurde, dass sich sich männliche Wesen besser wehren können.
:angry2:

Denn es existieren genügend Möglichkeiten sich mit Kampfkunst zu verteidigen ohne den Gegenüber gleich zusammenzuschlagen.

Bei Kampfsportarten ist das dann schon wieder eine ganz andere Geschichte.

Vor allem sollte man zwischen Kampfkunst und -sport unterscheiden!!!

Greetings
 
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Ironwhistle

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Hi Toffifee

Das mit dem "bis auf's Blut kämpfen" hat weder was mit Actionhelden oder Superstarken Machos zu tun, sondern vielmehr mit simpler Angst...
Du weist nicht wie oft ich früher eingesteckt habe und welche "Erfahrungen" ich daraus ziehen konnte - es ist einfach eine ganz brachiale Angst die mich dazu treibt mich richtig zu wehren, es ist eine ganz brachiale Angst die mich dazu treibt 100% zu zuschlagen wenn ich jemand anderem helfe - Angst vor SChmerzen, vor Verletzung und vor Niederlage.

In einem Kampf gibt es keine Schiedsrichter die den Gegner stoppen, es gibt keine "Spielregeln" die eingehalten werden; in einem richtigen Kampf geht es nur darum das man am Ende noch da ist...

In einem Kampf kommt eine Niederlage mit der Auslöschung der eigenen Existenz gleich - also sorge ich lieber dafür das mein Gegner Kampfunfähig ist. Das bedeutet nicht das er unbedingt tot sein muss; ein k.o., ein gebrochenes Bein oder eine ausgekugelte Schulter reichen da schon. Ich habe noch nie getötet und ich will es auch gar nicht. Wenn ich mir diese Wing Tschun Schulen ansehe wird es mir offen gestanden schlecht; einfach weil diese Gruppierung einmal damit geworben hat, das man dort lernen könnte einen Menschen mit nur einem Schlag zu töten - das hat in meinen Augen nichts mit Selbstverteidigung oder Notwehr zu tun...
Das hat nichts mit "Heldentum" zu tun - tut mir leid wenn meine Nachricht falsch aufgefasst wurde...

Was die Frauen angeht; ich habe durchaus schon gesehen das eine zierliche Person, ca. 165 groß bei knappen 60 Kg. einen regelrechten Bullen zusammengeschlagen hat. Der Kerl wollte ihr die Handtasche klauen und ich dachte schon ich sollte eventuell eingreifen, aber als ich sah das diese kleine, zierliche Person den Ochsen da nach allen Regeln der Kunst fertigmachte - naja, ich hab hinterher gefragt ob sie in Ordnung sei... :)

Es kommt immer darauf an wie und mit welcher Entschlossenheit man vorgeht - Konsequenz ist wichtig...
 

jake

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ja die angstbeißer... ironwhistle, hast du dir mal die frage gestellt, welche affinität zu gewalt du eigentlich hast? zuerst als "immer-wieder-opfer"? und offenbar jetzt als einer, der immer wieder mal zuschlagen "muss", um sich zu wehren?

es gibt andere wege, sich aus solchen eskalationskreisen zu befreien, als nur immer fester zuzuschlagen. das kompensiert die angst, aber ändert im grunde nichts. gibt es in deinem system vielleicht jemand, für den du stellvertretend bibberst und schlägst?

wir sind ja immer selbst mit beteiligt, wenn wir gewalt auf uns ziehen. das ziel hat für mich lao-tse sehr schön ausgedrückt: wer nichts an sich hat, wworin der tiger seinen zahn schlagen könnte, kann getrost mitten durch ein rudel von tigern spazieren.

alles liebe, jake

p.s.: hat zivilcourage womöglich auch mit dem mut zu tun, in den spiegel zu schauen?
 

capri

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jake schrieb:
also bei solchen erscheinungsformen von rassismus und verzerrter wirklichkeitswahrnehmung schrei ich gleich mal hallo... sind die zurückhaltenden deutschen jene vom ballermann auf ibiza? oder waren es jene deutschen, die vor weniger als einem halben jahrhundert in russland ganz zurückhaltend gewütet haben?

haarsträubend, was da zu tage tritt... aber danke für die statements, sie bringen auch ein stück realität ins forum...

alles liebe, jake

Ist wohl bisschen einfach gestrickt deine Aussage, Tatsache bleibt das ein Einbindung von Menschen fremder Kultur in ein Land möglich ist, aber nur dann wenn diese Menschen auch die Werte der dort lebenden Menschen aktzeptieren und zu einem gewissen Teil annehmen.

Ich kenne das aus der Praxis und kann sagen "Es tut kein Gutes" wenn sich Gruppen abgrenzen und die Leute meinen zwar das Geld der Anderen annehmen zu müssen, aber sie als primitvier anzusehen und das nur weil sie ihre Kultur und ihre Art zu leben nicht aktzeptieren, Mitmenschlichkeit wird von einen Teil der Zuwanderer leider nur zu oft als Schwäche gesehen :(

Viele der Zuwanderer sind halt in einem Umfeld aufgewachsen das lehrte "Nur der Stärkste hat Recht, oder die stärke Gruppe" und "Erfolg und Reichtum rechtfertigt Alles" :(
 

capri

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jake schrieb:
ja die angstbeißer... ironwhistle, hast du dir mal die frage gestellt, welche affinität zu gewalt du eigentlich hast? zuerst als "immer-wieder-opfer"? und offenbar jetzt als einer, der immer wieder mal zuschlagen "muss", um sich zu wehren?

Finde es ist etwas anmassend sich so grundlegend über die Art und den Werdegang eines Menschen zu äußern, was kann er dafür das er immer nur kämpfen (körperlich) mußte, das prägt nun mal auch die Gedankenwelt und man kommt da nur mit sehr viel Energie und Demut wider raus, ich respektiere seine Aussage weil er die Ursachen erkannt hat und versucht etwas zu ändern.

Habe selber im Leben schon sehr viele Schläge verschiedenster Art (körperlich, geistig und menthal) einstecken müssen und weiß darum wie das einem zerbrechen und zermürben kann, aber aus der hochnässigen Sicht "Weil ich noch nie mein Leben oder Überzeugung mit Gewalt verteidigen mußte" kommt keine Warheit heraus, wer das Leben verstehen will muss halt auch die Tiefen durchlaufen.

An der UNI lehren sie viel Gutes, aber leider muss man ein paar wichtige Erfahrungen ganz Alleine und Woanders machen.
 

capri

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Paul schrieb:
Ich bin übrigens auch einer von den "Russen" und es ist in der Tat so, dass es fast unausweichlich ist, sich mit denen zusammenzufinden, die einen ähnlichen kulturellen Hintergrund haben. Also bleiben die "Russen" unter sich, und freunden sich nicht so viel mit Deutschen an (obwohl 'technisch' gesehen sind die allermeisten "Russen" ethnische Deutsche, die auch ganz normal die deutsche Staatsbürgerschaft haben.) Das Problem ist natürlich, dass es sehr schwierig ist, sich in einer neuen Kultur "zu Hause" zu fühlen. Das gelingt, wenn man als Kind nach Deutschland kommt, aber ansonsten ist es sehr schwierig. Soviel aus meiner Erfahrung dazu.............

Liebe Grüße,
Paul

Hallo Paul,

Da ich beruflich oft mit 'Russen' oder halt 'Spätaussiedlern' zu tun habe verstehe ich die Problematik glaube ich schon ein Wenig, es ist echt schwer Vertrauen zu schaffen, gerade weil viele Vorurteile der Bundesbüger garnicht unberechtig sind, aber nicht alle Zunwanderer sind halt gleich.

Letzendlich sehe ich das Problem darin, das beide Gruppen wenig Bereitschaft zeigen aufeinander zuzugehen, aber wie auch, ich nehme mich da nicht aus, wenn ich tagtäglich um meine wirtschatliche Existenz kämpfen muß gegen Diebe, Konzerne die vom Staat bevorteilt werden usw. und dann kommt wieder mal eine 24 jähriger 'Russlanddeutscher' in den Laden, den gerade eine Grundstück geschenkt wurde, 100.000 € zum bauen und für den Rest ein zinsloses Darlehen und sagt ein PS2 Spiel für 60 € könnte er sich nicht leisten, da entwickelt man einfach eine gewisse Abneigung gegen solche Leute die nicht wie ich 6 Tage die Woche arbeiten, sich kein Auto leisten können und trotzdem das volle Risiko als Selbständiger (Privathaftung) tragen.

Aber anderseits sind mir auch ein paar 'Russen' bekannt die ich doch etwas schätze und mich freu wenn sie kommen, auch wenn es nur zum 'Ratschen' ist :)

Überall gibts Solche und Solche, aber last euch nicht durch das Geld korrumpieren, Charakter zählt halt :)
 

akutenshi

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tja was ich nicht verstehe ist was daran so schlimm ist dass ich sage ich bin ein mädchen und kann nicht eingreifen.. ich hab das ja auf mich persönlich bezogen und ich hab keine kampfsportart gelernt und es wäre absolut dämlich einzugreifen oder es auch nur zu versuchen in MEINEM fall.. wie gesagt ich würde nicht wegschaun, aber ich würde mich auch nicht in den kampf einmischen persönlich..

tja aber wenns euch beruhigt.. ich werd nach weihnachten mit wing tsung anfangen - selbstverteidigung.. aber auch wenn ich das länger mache werde ich mich in keinen kampf einmischen solange es eine andere möglichkeit gibt.. sorry..
 

capri

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Ach solche Verteidigungsmethoden sind wohl effektiv für Frauen, aber halt nur in Ausnahmefällen, in der täglichen Praxis haben doch Frauen viel wirksamere 'Kampfmittel' die zwar nicht sofort wirkungsvoll sind aber auf Dauer selbst den besten Karate, Teakwondo und A. Praktiken haushoch überlegen, zumindest in ihrer Wirkung bei Männern :)

Ich kenne Männer, die haben mich brutal überwunden (Zusammengeschlagen) aber ihre Frauen haben aus denen ohne Gewalt wahre Lämmer gemacht :)

Würde ich mich bei den Typen rächen wollen, bräuchte ich mich nur mit ihren Frauen anfreunden und ein paar bestimmte Worte fallen lassen, die 'armen Kerle' müßten dann schwer leiden ;)

Man kann so leicht manipulieren, drum sollte man das als freier Mensch auch unterlassen!!!
 
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jake

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@capri: ich mag auf deine ausführungen nicht nochmal antworten. ich hab gesagt, was ich sagen wollte, und bleib dabei...

alles liebe, jake
 
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