![]()
Traumata könnten langfristig vererbt werden
Äussere Einflüsse wie Ernährung oder Stress beeinflussen unseren Körper stärker als bisher gedacht: Forschende der Universität Bern weisen nach, dass über lange Zeiträume selbst die Gene dadurch verändert werden könnten.www.uniaktuell.unibe.ch
Bitteschön..von mir aus.
Ist mir bezüglich dessen, was ich damit sagen wollte egal, dann war es in dem speziellen Fall in dem betreffenden Dokumentationsfilm eben eine "Falschaussage", was ich allerdings bezogen auf das Gesamtthema bezweifle.
Hier ist aus dem obigen Artikel eine andere Aussage, wissenschaftlich fundiert:
"Im letzten Winter des Zweiten Weltkrieges kam es in den Niederlanden zu einer Hungersnot. Kinder, die in dieser Zeit geboren wurden, waren häufig untergewichtig und litten Studien zufolge später im Leben deutlich häufiger an Diabetes, Übergewicht und Herz- und Kreislauferkrankungen.
Auch ihre Nachkommen waren bei Geburt oft kleiner als andere Babys – obwohl ihre Mütter während der Schwangerschaft nicht an Nahrungsmangel litten. Die erlebte Hungersnot hatte also generationenübergreifende Auswirkungen. Dasselbe trifft auch auf andere Traumata zu: Vergewaltigungen, Unfälle oder Kriegseinsätze. Sie alle können auch bei späteren Generationen bleibende Spuren hinterlassen."
Spoiler: Hunger ist Stress pur, der auch psychisch extreme Auswirkungen hat, d.h. es gibt auch auf der Ebene dann Prägungen.
Aber woher soll man das auch wissen, gell, oder sich gar selbst denken...!
Es gibt zudem genügend andere Studien, wie sich Traumata
weitervererben, bis in die DNA.
Darum ging es ja hier. Das zu erfassen erfordert natürlich Einiges! , das ist natürlich klar.
Die Bevölkerung von Gaza wird über die nächsten Generationen Traumata weitervererben,
was einen Frieden noch unmöglicher machen wird.
Manche Aussagen über "generationenübergreifende Trauma-Vererbung“ sind stark vereinfachend und spekulativ. Es stimmt, dass extreme Belastungen biologische Spuren hinterlassen können, aber das bedeutet nicht, dass Traumata deterministisch "in der DNA“ weitergegeben werden.
Epigenetik beschreibt etwas anderes: chemische Markierungen an Genen, die deren Aktivität verändern können, ohne die DNA-Sequenz selbst zu ändern. (Zu der waghalsigen Behauptung, Traumata können sich "bis in die DNA (!) vererben, gehört schon einiges. Umweltfaktoren wie Hunger oder Stress können solche Markierungen beeinflussen. Den Hungerwinter in den Niederlanden hast du ja auch beispielhaft genannt.
Und auch Studie zu Überlebenden des Holocausts haben belegt, dass Traumata Spuren hinterlassen können.
Aber: Die Effekte sind statistische Assoziationen, keine festen Determinanten des individuellen Schicksals. Es ist schwer, biologische von psychologisch-sozial vermittelten Effekten zu trennen – viele "vererbte“ Folgen entstehen durch familiäres Umfeld, Erziehung oder Erinnerungs- und Erzählkultur. Die Forschung kann derzeit nicht beweisen, dass psychische Traumata automatisch über mehrere Generationen hinweg epigenetisch weitergegeben werden.
Traumata können biologische und psychologische Spuren hinterlassen, aber das ist kein Naturgesetz, sondern ein Risikofaktor. Aussagen wie "Traumata werden unvermeidlich weitergegeben“ entsprechen nicht dem wissenschaftlichen Stand.