Ich habe zu den Wünschen schon mal etwas geschrieben. Einmal warum dieses "Wunschlos" befreiend sein kann und einmal warum "Wünschen" mit den eigenen tiefsten Werten zusammenhängen kann.
Als bsp. der Ehrgeiz, da kann der Wunsch im eigenen Leben dazu führen, dass sich bestimmte Möglichkeiten ergeben wie man sie sich gewünscht hat aber sehr viel anderes Vernachlässigt wird. Der Wunsch nimmt das ganze Bewusstsein, die ganze Aufmerksamkeit in Beschlag um in der Konventionellen "Welt" ein Ergebnis zu erreichen. Auf der Strecke bleiben zum Beispiel, Freundschaften und Beziehung, Hobbies und Ruhe und in all der Zeit wirklich Anwesend zu sein. Solange an diesem Wunsch etwas noch nicht erreicht ist, ist das leben noch unvollkommen und nicht "vollendet". Ich habe diese Erfahrung gemacht.
Es gibt ehrgeizige Meditationskurse, bei denen Neulinge täglich 8 Stunden unter Beobachtung die Aufmerksamkeitsmeditation durchführen. Ich habe dies nicht gemacht, aber eine Geschichte darüber gehört. Die Knochen schmerzen, der Geist wird wild bei nicht geübten und sie wünschen sich nichts mehr als dass die Glocke nach 8 Stunden klingelt. Was ist das befreiende Gefühl wenn die Glocke die Session beendet? Das wünschen hört auf.
Nachdem ersten ehrgeizigen wünschen, wurde mir klar was mir fehlt, was sich dann aber ergab hätte ich nie erwartet.
Sämtlichen Erfahrungen, alles was ich aufgegeben habe, alles was ich je gelernt und verstanden habe, aus jedem einzelnen Irrtum und jeder einzelnen Einsicht die ich gewonnen habe aus allem was mich jemals ausmachte, haben sich meine inneren Werte gebildet zu denen ich einen Zugang gefunden habe. Plötzlich waren die Wünsche kein Gefühl von "haben will warum auch immer" sondern ein bewusster Zustand. Ich wünschte mir Zeit und wirklich anwesend zu sein. Ruhe und Hobbies und kreativ sein, eine für mich sinnvolle Beschäftigung und Freude und Zufriedenheit.
Ich habe nicht gewartet dass es von alleine passiert, ich habe aber auch nichts erzwungen. Das ist wichtig um mich zu verstehen, dass erste mal habe ich nichts erzwungen sondern mich auf Entwicklungen eingelassen auch wenn diese nicht mit der Vorstellung zu tun hatten wie ich das alles erreichen sollte, was ich mir wünschte. Ich hatte nicht mal eine Ahnung wie ich das erreichen soll. Aber mit dem Zugang zu meinen inneren Werten musste ich das was sich entwickelte einfach nur wiegen und schauen ob es mit den Werten in Einklang war.
Ebenfalls war Timing hier eine sehr wichtige Angelegenheit. Aber nicht weil ich den richtigen Zeitpunkt verstanden hätte, sondern weil die umgebenden Situationen sich zb. negativ anfühlten und ich diese Verlassen wollte. Telefoniere für etwas und treffe auf einen der feinsten Menschen die mir je begegnet sind, mit dem ich jetzt befreundet bin.
Alles was sich entwickelte und ich heute mache und tue, ist nicht erzwungen sondern Reaktion auf meine innersten Werte, die im konventionellen Sinne im ersten Moment manchmal wie ein Nachteil für mich wirken, aber die sich bisher als absolut richtig erwiesen. Jeder Wunsch ist in Erfüllung gegangen, ohne zwang. Was sich entwickelte, ich konnte es mir nicht mal während der Entwicklung vorstellen, erst recht nicht im vorhinein um es zu "erzwingen". Aber rückblickend ist es einfach nur synchron. In dieser Wandelzeit hat meine Ungewissheit und mein Grübeln zu nichts geführt. Zu gar nichts. Ungewissheit und Grübeln hatten keinen Anteil an den Entwicklungen. Das einzige war, das immer wieder beachtete innere, auf das zu reagieren sich richtig anfühlte und dem ich darum folgen wollte. Und so wurde mir klar, dass dies Kompass und Richtschnur ist durch das wirr warr der konventionellen "Welt".