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Wünsche, Zwänge, Obsessionen

Dieses Thema im Forum "Astrologie" wurde erstellt von WildSau, 2. Februar 2019.

  1. WildSau

    WildSau Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. März 2009
    Beiträge:
    1.303
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    … sind von der Qualität her, ein und das selbe, nur in verschieden starker Ausprägung.

    es heißt in der Regel - und ich dachte immer -, Wünsche hätten mit Neptun zu tun. Weil der die Phantasie zur Verfügung stellt, um sich eine Sache zu erträumen. Dabei sind ein Wunsch und ein Traum zwei völlig unterschiedliche Dinge. In einem Traum schwelgt man, man treibt dahin, wie im Meer. Ein Wunsch ist von der Natur her ganz anders. Er hat was drängendes. Das geht von einem bewussten"Ich will" bis hin zum "Ich muss", wo man in der Regel nicht mehr weiß, warum eigentlich.

    daher erklärt sich auch der immer wieder betonte Zusammenhang von Mars und Pluto - Pluto als die höhere Oktave von Mars.
    Mars ist die treibende Kraft, etwas umzusetzen oder sich zu holen, das man haben möchte, was man zuvor mithilfe von Venus als erstrebenswert und schön identifiziert hat. Beides spielt sich im bewussten Ich-Raum ab.
    Der Wunsch hingegen, steht unter der Regentschaft von Pluto. Es ist in der Regel nicht erklärbar, woher ein Wunsch kommt. Er ist in den tiefen der Seele beheimatet. Das einzige, was man spürt, ist das starke Drängen, ihm nachzugeben. Es ist kein bewusster Entschluss, sich etwas zu wünschen. Man kann es nur in sich erspüren. Und wenn man ihn zu fassen bekommen hat, kann man sich entweder dagegen sperren und den Wunsch blockieren, ablehnen, ausblenden, oder man kann ihm folgen - ihm nachgeben. Er hat einen eigenen Energiekörper, der nach außen drängt, den man oft nicht in der Lage oder Willens ist, zu kontrollieren.

    Daher kommt auch der Zusammenhang zwischen Macht und Ohnmacht.
    Macht über sich selbst zu haben bedeutet, einen Wunsch unter Kontrolle halten zu können. Man selbst ist stärker als das, was aus einem heraus in die Verwirklichung drängt.
    Ohnmacht bedeutet, dass die Kraft versagt. Dann wird das dagegen-Sperren überwältigt, die Kraft des Wunsches ist stärker als das bewusste selbst kontrollieren kann. In dem Fall gibt man irgendwann auf, lässt los und gibt sich dem Wunsch hin. Das fühlt sich einerseits unglaublich gut an, weil die aufgestaute Energie endlich fließen darf, kann aber gleichzeitig unglaubliche Angst machen. Weil man das Zepter aus der Hand gibt und sich einer Sache überantwortet, die größer ist, als man selbst - und noch dazu aus den Untiefen des Selbst kommt, die man nicht kennt, wo Dinge wohnen, die mitunter vollkommen unbekannt sind. Und weil da eventuell Dinge zur Verwirklichung drängen, die in die bewusste Lebensgestaltung nicht zu passen scheinen, und den existierenden Status Quo bedrohen können. Wer verlässt schon gern seine Komfortzone? Kaum etwas macht den Menschen so viel Angst wie Veränderung, selbst wenn sie sich noch so sehr danach sehnen.

    Warum Wünsche nun oft nicht in Erfüllung gehen, hat mehrere Ursachen.
    Im Grunde sind sie dafür gemacht, sich zu verwirklichen. Wie ein Blatt, das in ein Energiefeld hineinwächst, das es vorher schon entworfen hat, drängen auch Wünsche danach, Realität zu werden. Menschen haben aber davor häufig extreme Angst.
    Einerseits, weil sie weder die genaue Natur des Wunsches kennen, noch was es konkret ist, das da nach Verwirklichung drängt. Und vor allem: welche Konsequenzen in der Realität mit der Verwirklichung in Zusammenhang stehen. Damit geht ein gewisser Kontrollverlust, schon von vornherein einher.
    Andererseits, weil sie selbst die Kontrolle aufgeben müssen, um den Wunsch überhaupt erst vollends zu fühlen. Die Voraussetzung, dass eine Vorstellung Realität werden kann, ist aber IMMER die Existenz, voll bewusste Wahrnehmung und Anerkennung im Inneren der Seele. Man muss schon vorher in sich etabliert haben, was man im Außen haben möchte, sonst bekommt man es nicht. Das Gefühl und die Vorstellung davon müssen innere Realität sein. Ist das nicht der Fall, wird es nicht wahr.
    Und drittens, ein ganz wichtiger weiterer Punkt, sind frühe Erfahrungen von Wünschen, die in Erfüllung gegangen sind, deren Erfüllung jedoch völlig anders aussah, als man sie es sich vorgestellt hatte, und womöglich sogar traumatische Folgen hatte. Ein Kind etwa wünscht sich vielleicht Aufmerksamkeit und Zuneigung von einem Elternteil, weil ihm bisher ein zu Wenig an Liebe zuteil wurde. Dabei gerät es vielleicht an einen Menschen, der keine guten Absichten hat. Geht der Wunsch dann in Erfüllung, erhält es zwar die gewünschte Aufmerksamkeit, aber in einer Form, die es traumatisiert, anstatt zu nähren. Ab diesem Zeitpunkt wird es sich hüten, seinen Wünschen naiv nachzugeben, denn die Folgen sind seiner Erfahrung nach verheerend, und führen direkt ins Verderben.

    Das ist wohl auch der Grund dafür, dass viele Erwachsene sich fragen, warum sie ihre "Träume" (aber wie erklärt sind es nicht die Träume - es sind die Wünsche!) nicht verwirklichen können. Es ist die Angst davor, das Ergebnis nicht kontrollieren zu können, bzw. dass das Ergebnis ein anderes ist, als sie es sich ausgemalt haben, das zum Kontrollverlust führt, und sie ins Verderben stürzt.

    Zwänge und Obsessionen sind in sich blockierte mitunter auch verzerrte Wünsche, die nach Verwirklichung drängen, die aber so extrem "verboten" sind, dass sie nie bewusst gefühlt und ihnen somit nie nachgegeben wird. Sie entwickeln sozusagen ein Eigenleben.

    Die zwanghaften Vorstellungen, die Obsessionen, die Pluto mit sich bringt, sind also nichts anderes, als ungefühlte Wunschenergie. Das allerdings ist ein Versuch, aus Angst das Leben zu blockieren, und schlägt sich dementsprechend in psychologischen (also das Erleben und Verhalten betreffenden) Auffälligkeiten wider. Das Leben will nämlich nichts anderes, als fließen dürfen. Das bedeutet innerpsychisch erst mal: jeder Gedanke will zu Ende gedacht, jedes Gefühl will zu Ende gefühlt sein. So wie alle Dinge entstehen, eine Zeit lang existieren, und dann wieder vergehen, bestehen auch Gefühle und Gedanken aus Anfang - Dauer -Ende. Und nachdem sich diese Wünsche aus dem Unbewussten speisen, das wir nicht in der Lage sind zu Überblicken, ist auch das Leben größer als wir.

    Deshalb mein Appell: fühlt eure Wünsche, wenn ihr lebendig sein wollt! Liebt sie, so wie ihr euch selbst liebt. Sie sind jener Teil von euch, den ihr noch nicht kennt, der aber nach Verwirklichung drängt und euch zu dem machen kann, was ihr sein könnt, und selbst nie gedacht hättet.

    (Schreibt eine, die heute Nacht ihr erstes Pluto-Pluto-Quadrat hinter sich gebracht hat.)
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Februar 2019
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  2. WildSau

    WildSau Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. März 2009
    Beiträge:
    1.303
    Eventuell könnte man auch so sagen:
    Der Unterschied zwischen Mars und Pluto ist der, zwischen dem, was ich will (Mars) und dem, was ich brauche (Pluto).
    Das Leben gibt einem bei weitem nicht immer das, was man will. Aber es gibt einem mit 100%iger Verlässlichkeit das, was man braucht, um ein Stück weiter zu sich selbst zu gelangen.
     
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