Wieso lässt Gott derlei zu?

Aber ist der Wille wirklich frei? Ich finde, nein. Auch wenn jemand das, nach leckerem Mittagessen, Kaffee und Kekse in der Nähe der Computertastatur, anders sieht.
Die ewige Frage - schon Goethe hat das wunderbar erfasst:

Fragt sich nur welche " Götter" es sind, die die Menschen "schuldig" werden lassen!?

Der von dem beim Threadtitel die Rede ist!?
 
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📚:morgen:

Die göttlichen Begleiter sind Schatten unsere Persönlichkeit. Hatte Gott in der Genesis nicht davon gesprochen, dass er Menschen schaffen wolle, deren Bild im gleiche?
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In diesem Punkt muss ich leider eine Ergänzung anbringen, geschätzter Merlin. Und sie steht klar in der Bibel.

Spannenderweise überlesen das alle, zumindest fast alle.

Warum dies auch Priester tun, ist mir unverständlich. Doch ja, davon rührt es möglicherweise her, dass sich manche Menschen in einem höheren Rang wahrnehmen, als gegenüber der Masse der Menschen - und auch daraus einen höheren Anspruch auf Macht und Geld etc. bis hin zum Recht, die Masse der Menschen als Schlachtvieh für Kriege zu nutzen, ableiten.

Gott hat 2 Arten von Menschen erschaffen.

Gen 1,26Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere auf dem Land.
Gen 1,27Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.
Gen 1,28Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen.
Gen 1,29Dann sprach Gott: Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen.
Gen 1,30Allen Tieren des Feldes, allen Vögeln des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, was Lebensatem in sich hat, gebe ich alle grünen Pflanzen zur Nahrung. So geschah es.
Gen 1,31Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut. Es wurde Abend und es wurde Morgen: der sechste Tag.
Gen 2,1So wurden Himmel und Erde vollendet und ihr ganzes Gefüge.
Gen 2,2Am siebten Tag vollendete Gott das Werk, das er geschaffen hatte, und er ruhte am siebten Tag, nachdem er sein ganzes Werk vollbracht hatte.
Gen 2,3Und Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn für heilig; denn an ihm ruhte Gott, nachdem er das ganze Werk der Schöpfung vollendet hatte.
Gen 2,4Das ist die Entstehungsgeschichte von Himmel und Erde, als sie erschaffen wurden. Zur Zeit, als Gott, der Herr, Erde und Himmel machte,
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Das Paradies
Gen 2,5gab es auf der Erde noch keine Feldsträucher und wuchsen noch keine Feldpflanzen; denn Gott, der Herr, hatte es auf die Erde noch nicht regnen lassen und es gab noch keinen Menschen, der den Ackerboden bestellte;
Gen 2,6aber Feuchtigkeit stieg aus der Erde auf und tränkte die ganze Fläche des Ackerbodens.
Gen 2,7Da formte Gott, der Herr, den Menschen aus Erde vom Ackerboden und blies in seine Nase den Lebensatem. So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen.
Gen 2,8Dann legte Gott, der Herr, in Eden, im Osten, einen Garten an und setzte dorthin den Menschen, den er geformt hatte.
Gen 2,9Gott, der Herr, ließ aus dem Ackerboden allerlei Bäume wachsen, verlockend anzusehen und mit köstlichen Früchten, in der Mitte des Gartens aber den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.
Gen 2,10Ein Strom entspringt in Eden, der den Garten bewässert; dort teilt er sich und wird zu vier Hauptflüssen.
Gen 2,11Der eine heißt Pischon; er ist es, der das ganze Land Hawila umfließt, wo es Gold gibt.
Gen 2,12Das Gold jenes Landes ist gut; dort gibt es auch Bdelliumharz und Karneolsteine.
Gen 2,13Der zweite Strom heißt Gihon; er ist es, der das ganze Land Kusch umfließt.
Gen 2,14Der dritte Strom heißt Tigris; er ist es, der östlich an Assur vorbeifließt. Der vierte Strom ist der Eufrat.
Gen 2,15Gott, der Herr, nahm also den Menschen und setzte ihn in den Garten von Eden, damit er ihn bebaue und hüte.
Gen 2,16Dann gebot Gott, der Herr, dem Menschen: Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen,
Gen 2,17doch vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen; denn sobald du davon isst, wirst du sterben.
Gen 2,18Dann sprach Gott, der Herr: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein bleibt. Ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht.
Gen 2,19Gott, der Herr, formte aus dem Ackerboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und führte sie dem Menschen zu, um zu sehen, wie er sie benennen würde. Und wie der Mensch jedes lebendige Wesen benannte, so sollte es heißen.
Gen 2,20Der Mensch gab Namen allem Vieh, den Vögeln des Himmels und allen Tieren des Feldes. Aber eine Hilfe, die dem Menschen entsprach, fand er nicht.
Gen 2,21Da ließ Gott, der Herr, einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen, sodass er einschlief, nahm eine seiner Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch.
Gen 2,22Gott, der Herr, baute aus der Rippe, die er vom Menschen genommen hatte, eine Frau und führte sie dem Menschen zu.
Gen 2,23Und der Mensch sprach: Das endlich ist Bein von meinem Bein / und Fleisch von meinem Fleisch. / Frau soll sie heißen, / denn vom Mann ist sie genommen.
Gen 2,24Darum verlässt der Mann Vater und Mutter und bindet sich an seine Frau und sie werden ein Fleisch.
Gen 2,25Beide, Adam und seine Frau, waren nackt, aber sie schämten sich nicht voreinander.
Quelle: https://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/gen2.html

Gott spricht von sich somit zweifelsfrei in der Mehrzahl: Lasst UNS Menschen machen nach UNSEREM Abbild.

Beim Durchlesen des Buch Genesis gibt es de fakto 2 Schöpfungen und 2 Menschen-Arten. Die 1. Art waren offenbar Veganer, denn da steht: "...Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten".

Mir noch unerklärlich ist, wieso Gott einen Garten im Osten erschaffen hat, obwohl es vorher schon Bäume/Sträucher auf der Erde gab. Und in diesen Garten pflanzte er wieder einen Menschen. Jedoch nicht nach seinem Abbild, sondern aus der Erde kommend.

Aus meiner Sicht gibt es da einige Ungereimtheiten, die möglicherweise für uns als Gesellschaft sehr große Auswirkungen haben können - in der christlichen, logischerweise auch in der jüdischen, jedoch auch in der muslimischen Welt (muslimisch deshalb, weil - so wie ich das gelernt/verstanden habe - für Muslime ja das 1. Testament und damit auch das Buch Genesis eine Basis ihrer Religion ist (doch in diesem Punkt könnte ich irren ..., wo jedoch noch immer die gesamte christliche und jüdisch geprägte Welt erfasst bliebe)).
 
Ist so eine Sache mit dem freien Willen. Der freie Wille lässt eine Wahlmöglichkeit....
KI:
Zwänge widersprechen dem freien Willen, indem sie die Fähigkeit eines Individuums untergraben, zwischen verschiedenen Handlungsalternativen frei zu wählen und autonom zu handeln. Während freier Wille bedeutet, dass Handlungen aus eigenen Wünschen und Überlegungen entstehen (Selbstbestimmung), führen Zwänge dazu, dass Handlungen durch äußeren Druck oder innere Notwendigkeit erzwungen werden.

Hier sind die zentralen Widersprüche im Detail:
  • Verlust der Handlungsalternativen (Coercion): Zwang, sei es durch physische Gewalt oder Drohungen, verengt die Wahlmöglichkeiten drastisch. Man handelt nicht mehr, um ein eigenes Ziel zu erreichen, sondern um negative Konsequenzen zu vermeiden.
  • Fehlende Autonomie (Kontrollbedingung): Der freie Wille setzt voraus, dass man die Kontrolle über seine Handlungen hat. Bei Zwängen hingegen wird diese Kontrolle durch eine dritte Partei (Fremdzwang) oder innere Störungen (innere Zwänge/Zwangsstörungen) aufgehoben.
  • Manipulation der Gründe: Zwang liefert Gründe (meist Angst), die einen Menschen zu einer Handlung bringen, die er ohne diesen Druck nicht gewählt hätte. Dies untergräbt die Fähigkeit, rationale Entscheidungen auf Basis eigener Werte zu treffen.
  • Innere Zwänge (Zwangsstörungen): Zwangserkrankungen zeigen, dass der Wille auch durch das eigene Gehirn "fremdbestimmt" sein kann. Aufdringliche Gedanken und Zwangshandlungen geschehen gegen den eigentlichen Willen, was zu einem quälenden Gefühl der Unfreiheit führt.
  • Determinismus-Debatte: Einige Philosophen argumentieren, dass sogar unser Gehirn deterministisch arbeitet, was bedeutet, dass "freie" Entscheidungen eigentlich auf unterbewussten, vorbestimmten Prozessen basieren – was den freien Willen grundlegend in Frage stellt.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Wo Zwang ist, ist keine echte Freiheit. Der Wille ist unfrei, wenn er nicht der Ursprung der eigenen Handlung ist.
 
In D und Ö eine einfache Sache: Auch wenn die Kosten für Lebensmittel teilweise beträchtlich gestiegen sind, so muss hier doch niemand hungern.

In Auschwitz hatte man mitunter die Wahl: Beklaue ich andere um mein Überleben wahrscheinlicher zu machen - oder unterlasse ich es und verhungere?

Nun könnte man sagen, dass es nicht nur einen Verstoß gegen das siebte Gebot darstellt, Diebstahl zu begehen.

Aber ist der Wille wirklich frei? Ich finde, nein. Auch wenn jemand das, nach leckerem Mittagessen, Kaffee und Kekse in der Nähe der Computertastatur, anders sieht.

Ach Felicia1:
Zu stehlen ist doch keinesfalls gleichbedeutend damit, jemand anderen in seinem körperlichen oder emotionalen Leben zu gefährden.

Ja, stehlen und dabei den Anderen töten. Das hat nix mit Freiem Willen zu tun. Es gibt ja auch die Möglichkeit, das Gehirn zu benutzen und Wege zu finden, zu seiner Nahrung zu kommen, OHNE den anderen Menschen zu töten (vielleicht dann stehlen, wenn der Andere weg ist oder nicht hinschaut oder schläft).

Und DAS hat nix mit Ö oder D zu tun. Auch in Ausschwitz gab es die Möglichkeit, zu teilen. Das Wenige zu teilen, das es gab.

Ja, selbstverständlich ist das die Frage, wie in jener (auf wahren Tatsachen beruhenden) Geschichte eines Flugzeugabsturzes: Essen wir die Toten oder nicht?
Ja, es ist auch die Frage: Töten wir Mitglieder der Gruppe, um etwas zu essen zu haben, damit Teile der Gruppe überleben?

Sorry, doch derartige Extrem-Ereignisse sind doch kein Maßstab.

Es geht um all die Milliarden von Momente, in denen wir die Entscheidung haben: Fügen wir einem anderen Menschen körperliches oder emotionales Leid zu, um das Unsere zu bekommen oder finden wir andere Wege?

DU gehst von Konfrontation aus.
ICH gehe von Kooperation aus.

Schau da mal auf Dich, was denn da ist, was in Deinem bisherigen Leben so schlimm war, dass Du so sehr in die Gegnerschaft gehst, als auch die von mir genannten Möglichkeiten anzuerkennen.

Wovon ich schreibe, hat nichts mit den oben angeführten Extrem-Situationen zu tun, sondern vom Alltag; auch jenem Alltag, wie er die Paria in Indien, die Obdachlosen in Ö und D oder oder betrifft.
Nein, da bin ich keinesegs überheblich, denn ich für mich gestehe diesen Menschen zu, dass sie solidarisch miteinander sein können und selbst in größter Not aufeinander achten können, dass kein Andere stirbt, wenn es noch andere Wege gibt.

Bei uns jedoch in der "sogenannten Mittelschicht" bin ich da nicht mehr so sicher ...

Wenn ich in der U-Bahn in Ö oder D fahre und dort erlebe, wie ein anderer Mensch angepöbelt wird, habe ich den Freien Willen, weg zu sehen oder hin zu sehen und für mich Wege zu finden, zu helfen. Wenige von uns sind Martial-Arts-Kämpfer, die es mit 10 Radaubrüdern aufnehmen könnten.

Doch selten ist jemand ganz allein in der U-Bahn. Solidarität. Miteinander. Wenn sich Schafe zusammentun, haben die Wölfe keine Chance.
Bedenke das mal. Und da geht es keineswegs um Ausschwitz oder um die Slums von Kalkutta, sondern um unseren Alltag.

Wir HABEN den Freien Willen. Jederzeit.
Und wir können ihn nutzen - oder beiseite lassen. Und uns damit mit-schuldig machen.

Mit DIESEM Verhalten hat Gott jedoch - eben - nichts zu tun, sondern dies ist einzig die Folge von unserem Freien Willen.
 
Zu stehlen ist doch keinesfalls gleichbedeutend damit, jemand anderen in seinem körperlichen oder emotionalen Leben zu gefährden.

Ich bleibe bei meinem Beispiel. Doch, es kann damit sehr wohl gleichbedeutend sein.

Sorry, doch derartige Extrem-Ereignisse sind doch kein Maßstab.

Diese Ansicht bleibt dir unbenommen.aber ich muss sie nicht teilen.

Schau da mal auf Dich, was denn da ist, was in Deinem bisherigen Leben so schlimm war, dass Du so sehr in die Gegnerschaft gehst, als auch die von mir genannten Möglichkeiten anzuerkennen.

Vielleicht schaust du besser auf dich, als andere für deine hobbypsychologischen Phantastereien heranzuziehen.

Wir HABEN den Freien Willen. Jederzeit.

Sicher. In D und Ö auf der bequemen Couch, mindestens mit Grundsicherung, gefülltem Kühlschrank, uvm.
 
Im Garten Gethsemane

39 Und er ging ein wenig weiter, fiel nieder auf sein Angesicht und betete und
sprach: Mein Vater, ist's möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch
nicht, wie ich will, sondern wie du willst
! 40 Und er kam zu seinen Jüngern und
fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Konntet ihr denn nicht eine Stunde mit
mir wachen? 41 Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt! Der Geist
ist willig; aber das Fleisch ist schwach. 42 Zum zweiten Mal ging er wieder hin,
betete und sprach: Mein Vater, ist's nicht möglich, dass dieser Kelch
vorübergehe, ohne dass ich ihn trinke, so geschehe dein Wille! 43 Und er kam
und fand sie abermals schlafend, und ihre Augen waren voller Schlaf. 44 Und er
ließ sie und ging wieder hin und betete zum dritten Mal und redete abermals
dieselben Worte. Matthäus 26,39-44
Bei Lukas lesen wir noch: „Und er geriet in Todesangst und betete heftiger. Und
sein Schweiß wurde wie Blutstropfen, die auf die Erde fielen.“ Lukas 22, 44

Ich würde die Angelegenheit mit dem menschlichen Freien Willen mal so beschreiben:
Sich f-r-e-i-w-i-l-l-i-g dazu entschließen, den Willen des Vaters zu tun.

Im Magieforum hätte diese Thematik wahrscheinlich den Titel Thelema oder auch der Wahre Wille.
 
Und dahingehend verstehe ich hier die Aussagen.
Auch wenn wir in einer ganz bestimmten Art und Weise sozialisiert sind, wir hier in Mitteleuropa haben durchaus die Möglichkeit, neue Wege zu gehen, alte Pfade hinter uns zu lassen, und uns Hilfe dafür zu suchen.

Und unter den Teppich wird dabei gar nichts gekehrt oder geschoben.

Dann reicht wohl Gottes Macht über die Grenzen Mitteleuropas nicht hinaus ...
 
Was gefällt die denn nicht an der Aussage von @amaria nicht, dass du sie derart angehst?
Ihr Text muss Dich schon sehr getriggert haben - bedenke sie hatte erst 12 Beiträge verfasst.

12 Beiträge und schon so viele oberflächliche Plattitüden. Sätze, Meinungen, die schon in den 1980igern zu finden waren und die man heute noch ohne groß nachzudenken nachspricht.
 
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