Wieso lässt Gott derlei zu?

Die Frage „Wieso lässt Gott derlei zu?“ ist keine theoretische Frage. Sie entsteht dort, wo etwas zerbricht – ein Leben, eine Hoffnung, ein Gefühl von Gerechtigkeit.

Es gibt darauf keine Antwort, die das Leid ungeschehen macht. Aber es gibt Denkwege:

Freiheit hat reale Folgen.
Eine Welt mit echter Freiheit – Naturgesetzen, Eigenständigkeit, menschlicher Entscheidung – ist keine Bühne, auf der ständig eingegriffen wird. Wenn Gott jede Katastrophe verhindern würde, gäbe es keine stabile Wirklichkeit mehr, sondern nur permanente Korrektur.

Liebe erzwingt nicht.
Ein Gott, der alles kontrolliert, wäre sicher mächtig – aber nicht unbedingt liebend. Liebe lässt Spielraum, und dieser Spielraum schließt Risiko ein.

Gott als Mit-Leidender.
Im biblischen Denken steht Gott dem Leid nicht distanziert gegenüber. Im Buch Hiob wird Gott angeschrien. Und am Kreuz ruft Jesus Christus selbst: „Warum?“ (vgl. Evangelium nach Matthäus 27,46).
Das heißt: Die Frage nach dem Warum ist Teil des Glaubens, nicht sein Gegenteil.

Begrenzte Perspektive.
Wir sehen Ausschnitte. Ob es einen größeren Zusammenhang gibt oder nicht – wir erleben nur Fragmente. Das macht die Spannung schwer aushaltbar.

Und trotzdem bleibt der Schmerz real.
Vielleicht ist die ehrlichste Antwort:
Ich weiß nicht, warum Gott es zulässt.

Aber die eigentliche Gegenfrage lautet oft:
Wäre eine Welt ohne Leid überhaupt eine Welt mit Freiheit, Beziehung, Entwicklung – oder nur eine sterile Simulation?

Die Frage bleibt offen. Und vielleicht ist gerade dieses Offenbleiben der Raum, in dem Glaube oder Zweifel überhaupt erst möglich sind.
 
Werbung:
Das ist wohl " des Pudels Kern"!
Ja, vielleicht ist es tatsächlich „des Pudels Kern“ – im Sinne von Faust. Der Tragödie erster Teil von Johann Wolfgang von Goethe: Der eigentliche Kern zeigt sich erst, wenn man hinter die Oberfläche blickt.

Unsere begrenzte Perspektive ist kein Nebenproblem, sondern der zentrale Punkt. Wir urteilen aus einem Ausschnitt heraus – zeitlich, emotional, existenziell. Wir sehen das Jetzt, das Konkrete, das Schmerzliche. Wenn es einen größeren Zusammenhang gibt, entzieht er sich unserem unmittelbaren Zugriff.

Das macht es so schwer:
Nicht das Leid allein – sondern dass wir es nicht einordnen können.

Vielleicht liegt genau darin die Spannung des Glaubens: zwischen fragmentarischer Erfahrung und möglicher Ganzheit. Zwischen dem, was wir sehen, und dem, was wir nicht sehen können.

Und vielleicht ist „des Pudels Kern“ nicht die Erklärung des Leids, sondern die Erkenntnis unserer Begrenztheit – und die Frage, wie wir trotzdem handeln, fühlen und hoffen.
 
Die Frage „Wieso lässt Gott derlei zu?“ ist keine theoretische Frage. Sie entsteht dort, wo etwas zerbricht – ein Leben, eine Hoffnung, ein Gefühl von Gerechtigkeit.

Es gibt darauf keine Antwort, die das Leid ungeschehen macht. Aber es gibt Denkwege:

Freiheit hat reale Folgen.
Eine Welt mit echter Freiheit – Naturgesetzen, Eigenständigkeit, menschlicher Entscheidung – ist keine Bühne, auf der ständig eingegriffen wird. Wenn Gott jede Katastrophe verhindern würde, gäbe es keine stabile Wirklichkeit mehr, sondern nur permanente Korrektur.

Liebe erzwingt nicht.
Ein Gott, der alles kontrolliert, wäre sicher mächtig – aber nicht unbedingt liebend. Liebe lässt Spielraum, und dieser Spielraum schließt Risiko ein.

Gott als Mit-Leidender.
Im biblischen Denken steht Gott dem Leid nicht distanziert gegenüber. Im Buch Hiob wird Gott angeschrien. Und am Kreuz ruft Jesus Christus selbst: „Warum?“ (vgl. Evangelium nach Matthäus 27,46).
Das heißt: Die Frage nach dem Warum ist Teil des Glaubens, nicht sein Gegenteil.

Begrenzte Perspektive.
Wir sehen Ausschnitte. Ob es einen größeren Zusammenhang gibt oder nicht – wir erleben nur Fragmente. Das macht die Spannung schwer aushaltbar.

Und trotzdem bleibt der Schmerz real.
Vielleicht ist die ehrlichste Antwort:
Ich weiß nicht, warum Gott es zulässt.

Aber die eigentliche Gegenfrage lautet oft:
Wäre eine Welt ohne Leid überhaupt eine Welt mit Freiheit, Beziehung, Entwicklung – oder nur eine sterile Simulation?

Die Frage bleibt offen. Und vielleicht ist gerade dieses Offenbleiben der Raum, in dem Glaube oder Zweifel überhaupt erst möglich sind.


Mach doch mal die KI aus.... :rolleyes:
 
Warum lässt Gott das zu?
Kriege - Hunger - Qual - Mord - usw.?

Ich habe diesen Thread noch nicht durchgelesen und vielleicht hat schon jemand anderes darüber geschrieben, ich weiss es nicht, möchte jedoch meine eigenen Gedanken hier lassen.

Zunächst einmal die Frage, wer ist denn Gott? Wo ist er zu finden?
In der Kirche? In den sogenannten Gotteshäusern sicher nicht.
Auch die Frage hat Gott verschiedene Namen? Elohim, Allah,- ist er tatsächlich ein Geistwesen? Die Dreifaltigkeit? Und wie ist es mit dem Teufel? Lebt er wirklich in der Hölle?

Für mich gibt es nur einen Gott und dieser ist in keinem weisen Buch zu finden.
Dieser Gott lebt unter uns, ruht als göttlicher Funken in jedem Menschen. Genau wie das Böse in uns lebt und wir können uns entscheiden, wem wir Macht über uns geben.

Wie wundervoll wäre diese Welt, wenn wir alle nur das Gute in uns leben könnten und das Böse in uns in einen Stein verwandeln könnten.
 
Mach doch mal die KI aus.... :rolleyes:
Die KI ist aus.
Jetzt spricht nur noch ein Mensch, der nachdenkt. 😉

Aber im Ernst:
Nur weil etwas strukturiert formuliert ist, heißt das nicht, dass es künstlich ist. Manchmal ist Klarheit einfach das Ergebnis von Zeit zum Nachdenken.

Und ganz ehrlich – die Frage nach Leid und Gott verdient mehr als schnelle Bauchreaktionen. Wenn ich allgemein klinge, dann nicht, um auszuweichen, sondern weil ich versuche, das Thema nicht zu verkürzen.

Wenn du willst, können wir es auch ganz konkret machen:
Wo genau würdest du widersprechen?
 
Warum lässt Gott das zu?
Kriege - Hunger - Qual - Mord - usw.?

Ich habe diesen Thread noch nicht durchgelesen und vielleicht hat schon jemand anderes darüber geschrieben, ich weiss es nicht, möchte jedoch meine eigenen Gedanken hier lassen.

Zunächst einmal die Frage, wer ist denn Gott? Wo ist er zu finden?
In der Kirche? In den sogenannten Gotteshäusern sicher nicht.
Auch die Frage hat Gott verschiedene Namen? Elohim, Allah,- ist er tatsächlich ein Geistwesen? Die Dreifaltigkeit? Und wie ist es mit dem Teufel? Lebt er wirklich in der Hölle?

Für mich gibt es nur einen Gott und dieser ist in keinem weisen Buch zu finden.
Dieser Gott lebt unter uns, ruht als göttlicher Funken in jedem Menschen. Genau wie das Böse in uns lebt und wir können uns entscheiden, wem wir Macht über uns geben.

Wie wundervoll wäre diese Welt, wenn wir alle nur das Gute in uns leben könnten und das Böse in uns in einen Stein verwandeln könnten.
Ich finde deinen Gedanken vom „göttlichen Funken“ sehr stark. Die Vorstellung, dass Gott nicht fern, sondern im Menschen gegenwärtig ist, verschiebt die Frage tatsächlich: Dann lautet sie nicht mehr „Warum lässt Gott das zu?“, sondern „Warum lassen wir das zu?“

Die Idee, dass das Gute und das Zerstörerische im Menschen wohnen, findet man in vielen Traditionen – ob man sie nun „Elohim“, Islam mit „Allah“ oder im Christentum als Dreifaltigkeit beschreibt. Namen sind vielleicht kulturelle Formen; die Erfahrung dahinter könnte ähnlich sein.

Spannend finde ich jedoch eine Frage:
Wenn Gott nur als göttlicher Funke in uns existiert – was unterscheidet ihn dann vom menschlichen Gewissen? Ist er dann mehr als eine ethische Anlage?

Und noch weiter gedacht:
Wenn das Böse ebenfalls in uns lebt – ist es nur eine Wahlfrage? Oder gibt es Dynamiken (Angst, Trauma, Machtstrukturen), die stärker sind als reine Entscheidung?

Dein Bild, das Böse in einen Stein zu verwandeln, ist poetisch. Aber vielleicht liegt die Herausforderung tiefer:
Nicht das Böse zu verdrängen, sondern es zu erkennen, zu integrieren und bewusst nicht handeln zu lassen.

Vielleicht ist Gott – ob im Menschen oder jenseits davon – genau in diesem inneren Ringen erfahrbar:
Dort, wo wir Macht hätten zu verletzen, aber uns entscheiden zu schützen.

Das würde zumindest erklären, warum die Welt nicht automatisch wundervoll ist – sondern davon abhängt, wie viel Raum wir dem Guten tatsächlich geben.
 
Die KI ist aus.
Jetzt spricht nur noch ein Mensch, der nachdenkt. 😉

Aber im Ernst:
Nur weil etwas strukturiert formuliert ist, heißt das nicht, dass es künstlich ist. Manchmal ist Klarheit einfach das Ergebnis von Zeit zum Nachdenken.

Und ganz ehrlich – die Frage nach Leid und Gott verdient mehr als schnelle Bauchreaktionen. Wenn ich allgemein klinge, dann nicht, um auszuweichen, sondern weil ich versuche, das Thema nicht zu verkürzen.

Wenn du willst, können wir es auch ganz konkret machen:
Wo genau würdest du widersprechen?

Ich habe ehrlich gesagt kein Bedürfnis danach mit einer KI über "Gott*" zu diskutieren.

Es existiert nicht einmal ein Gott, deshalb stelle ich mir diese Frage grundsätzlich nicht.
Für alles Leid in dieser Welt sind Menschen ganz alleine verantwortlich und Religionen mit ihrem "Gott", Konflikte eher befeuern als das sie "Frieden" bringen.

Sieht man ja aktuell ganz gut.
 
Warum stellst Du Dir nicht mal die Frage, ob es Gott in der von "Euch" gesehenen "Existenz" vielleicht so gar nicht gibt? Dann hättest Du auf ganz ganz viele Deiner Fragen bereits alle Antworten...
Richtig, Gott wird mit dem lateinischen Begriff "fornicare" verwechselt, das sechste Gebot hieß, wir sollten nie Fornikation betreiben, niemals Unzucht.

Fornikation ist auch, niemanden zu absolut lieben, was uns in die Vergeltung, den Gottes des AT führte. Eine Jehova Formel für Pseudo-Intelligenz.
 
Werbung:
Die Idee, dass das Gute und das Zerstörerische im Menschen wohnen,
Das ist duales Denken.
"Gut" und "Böse" gibt es mE ausschließlich auf menschliche und tierische (pflanzliche?) Gemeinschaften beschränkt, nicht absolut.
Was einer Gemeinschaft, die gut funktioniert, schadet wird unterschieden von dem, was sie fördert.

Absolut gedacht können es auch schlicht wirkende Kräfte sein, die wir so oder anders erleben (schmerzhaft, wohltuend).....
 
Zurück
Oben