Im ganzen asiatischen Raum ist es halt immer so, dass es um Transzendez geht. Die Materie ist unwichtig, das Ich ist unwichtig, alles Illusionen, die man überwinden soll, und wenn man dann schließlich in Japan, im äußersten Osten angekommen ist, dann ist man beim ewigen Nichts, denn sowas wie Gott gibts da auch nicht mehr.
Ich glaube zwar, dass z.B. die Zen-Leute oder auch Ramana schon wichtig sind, um diese Ebene in die Welt zu bringen als Anker und Brücke, als Zuflucht, als Erinnerung an die Ewigkeit, das Göttliche usw.
Aber als Lebensentwurf frage ich mich dann schon, wenn alles so unwichtig ist, das Ich, die Materie- dafür hat sich die Evolution, die Schöpfung oder wer/was auch immer, aber ganz schön viel Mühe gegeben, um es zu erschaffen.
Schlappe 6 bis 7 Millionen Jahre lang alleine, bis wir und unser Gehirn so entwickelt waren, wie es jetzt ist.
Wozu denn, wenn es eh nur überwunden werden soll.
Wozu dann überhaupt Materie und Inkarnationen, der ganze Aufwand, kann man doch dann gleich bleiben lassen..?
Das habe ich mich immer schon gefragt, wenn ich mit diesen östlichen Ansätzen zu tun hatte.
Würden alle das so leben, gäbe es keine Musik, keine Bücher, keine Erfindungen, keine Malerei, nix.
Nix würde Spaß machen und Freude. Nur das Herumsitzen und in Verbindung mit dem Nirwana sein.
Je weiter man hingegen nach Westen geht, desto wichtiger werden Materie und das Ich..das ist es auch nicht.
Also muss die Wahrheit irgendwo dazwischen liegen..