Wie kommt es, dass so viele auf osho reinfallen?

Man kann in einigen Punkten erleuchtet sein aber in anderen Punkten nicht. So kann es möglich sein, dass ein Arschloch ein Arschloch bleibt, auch wenn er in einigen Thematiken erleuchtet ist. Perfekt mit einer Erleuchtung ist man noch lange nicht. So einfach ist das Spiel des Lebens nicht, es ist sehr komplex und das Ziel ist es in ALLEN THEMATIKEN PERFEKT zu werden. Auch teilweise Erleuchtete müssen weiterhin an sich arbeiten um die Perfektion zu erreichen. Wenn man aufsteigt, wird auch das Niveau höher und die Prüfungen werden auch herausfordernder.
Was sind denn die Vorteile einer Erleuchtung und hat es auch Nachteile?
 
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Es wird ein bisschen absurd jetzt.
Ramana Maharshi war ganz sicher kein Arschloch, und wie ich schon schrieb, unzweifelhaft erleuchtet, aber er war persönlich in einigen Dingen offenbar unwissend und in einigen Bereichen nicht entwickelt. Er hat diese Sätze gesagt- (ich habe keinen Grund, an der Kompetenz der Frau zu zweifeln, die das akribisch recherchiert hat und natürlich findet man das nicht so leicht, das steht in seinen Schriften) -was aber keinerlei Einfluss auf seine Lehren hatte und seine Qualitäten als Lehrer. Was aber etwas darüber aussagt, dass Erleuchtung nicht automatisch alle Persönlichkeitsbereiche transformiert.
Was der Unterschied zwischen Transformation und Transzendenz ist, müsste man in dem Zusammenhang auch noch klären, dann würde auch vieles klarer werden, aber ich steige hier aus der Diskussion mit dir aus.
Schade, ich hätte gerne gewusst, in welchen Bereichen er deiner Meinung nach erleuchtet war und in welchen Teilen aus deiner Sicht unterentwickelt oder nicht entwickelt. Und ich finde die Diskussion mit dir recht entspannt und interessant. Nur wenn du davon sprichst, was er über AH gesagt haben soll, wäre dann eine saubere Quellenangabe nicht zwingend? Sich auf "ihre Schriften" zu beziehen, die aber wohl nicht einsehbar oder öffentlich sind, ist doch ziemlich dünn, so meine Sicht dazu. Und das grenzt an eine Form von ... Nachrede. So etwas finde ich sehr schwierig.

Wie auch immer, natürlich akzeptiere ich deinen Rückzug aus der Diskussion. 😚
 
Die neueste Ausgabe der ZEIT behandelt genau dieses Thema als Titelthema nämlich, was war Jesus für ein Mensch.
Und offenbar war Gottes Sohn, wenn er das denn war, auch jähzornig, launisch und bisweilen unerträglich..
Obwohl er ebenso zweifelsfrei erleuchtet und/oder sehr weit spirituell entwickelt war.
Tja.
Dazu könnte ich auch eine Menge zum Hintergrund seiner Handlungen und Äußerungen im Tempel bei den Geldwechslern schreiben, Yeshuah 🥰, aber das willst du ja nicht mehr hören oder lesen. ⭐
 
Was hat er überhaupt denn gesagt über den Adolf Hitler?
Eher unpezifische Aussagen, sowas wie "toller Typ, guter Mann" oder so.
Nichts weiter, was aber eben sehr tief blicken lässt in Sachen "Erleuchtung regelt alles von selber"....von wegen..
Die frühere Freundin von mir, die die Textstelle nach akribischer Suche gefunden hat, war mit ihrer Gruppe in Indien
in dem ihm geweihten Ashram in der Gegend, und einige von den Leuten dort begrüßten sie
noch freudestrahlend und arglos begeistert mit "Ah, Heil Hitler!" wenn sie hörten, dass die Gruppe aus Deutschland kam.
Also so weit ging es dann wohl doch.
Ich habe keinen Grund, an ihrer Recherche und ihrer Erzählung zu zweifeln, ich kenne sie über 40 Jahre
und wie sie ihre Arbeit macht.

Aber natürlich kann man das anekdotisch nennen, ich habe aus anderen Gründen keinen Kontakt mehr zu ihr,
sonst könnte ich sie fragen, wo genau das steht.
 
Dazu könnte ich auch eine Menge zum Hintergrund seiner Handlungen und Äußerungen im Tempel bei den Geldwechslern schreiben, Yeshuah 🥰, aber das willst du ja nicht mehr hören oder lesen. ⭐
Ich denke nicht, dass die Diskussion noch irgendwo weiter hinführen kann.
Du hast deine Meinung zu Erleuchtung kundgetan, hältst daran fest, wirst weiterhin so argumentieren. Ich habe meine kundgetan und werde sie nicht ändern, also war es das.
Diese o.g. Anektdote wird ja immer und immer wieder zitiert, wenn es um angebliche Widersprüche seiner Person geht, der heilige Zorn etc. - langweilig.
Hier ist der Text aus der ZEIT:


Es entspricht vllt der aktuellen Zeitqualität, an alten Gewissheiten
über Religionsführer, spirituelle Meister mit Mitteln der Forschung zu rütteln und sie in ihrer angeblichen Vollkommenheit und Allmacht zu relativieren, Widersprüche aufzudecken- ich finde das gut so.
Denn das Ziel muss sein, Gewissheiten und Spiritualität in sich selbst zu finden, sie selbst zu verantworten! und keine (als absolut geltenden) Meister mehr zu brauchen bzw. ihnen nicht mehr blind zu folgen, zumindest auf lange Sicht.
Sollte das jetzt der Beginn sein, was mein Gefühl ist- gut so.
Als Vorbilder und Hüter von Wissen mögen sie dann noch wertvoll und gut sein, hat ja auch nicht jeder Zeit, sich das alles
selbst anzueignen- als Gegenstand von Anbetung, was das Ablegen von Eigenverantwortung oft zur Folge hat, mögen sie dann ausgedient haben.
Würde ich nur gut finden, die Entwicklung..
 
Zuletzt bearbeitet:
Was sind denn die Vorteile einer Erleuchtung und hat es auch Nachteile?
Die Vorteile sind, dass du nicht mehr oder viel weniger leidest, weil du dich (im Idealfall auch noch nach der Erleuchtung)
im Zustand der Vereinigung mit dem Göttlichen erlebst, d.h. in einer Glückseligkeit/Zufriedenheit/Ruhe bist, die dich nicht mehr verlässt.
Wenn du ein oder ein paar Mal wenigstens in diesem "Samadhi" Zustand bist, kann der immerhin soviel hinterlassen,
dass fortan du weniger leidest und dein ganzes Denken über das Leben sich verändert.

Hier, Ramana Maharshi nennt das Göttliche das "Selbst":

"Im Alter von 16 Jahren hatte Venkataraman/Ramana laut seinen Erzählungen ein prägendes Erlebnis: Während einer heftigen Todesangst habe er sich mit der Frage beschäftigt, was im Tod stirbt. Er sei zu der Antwort gekommen, dass zwar der Körper sterben möge, jedoch nicht das Selbst bzw. dessen Bewusstheit. Später sagte er zu dem Erlebnis: „Das Selbst war etwas sehr Reales, das einzige Reale in meinem derzeitigen Zustand, und die gesamte bewusste Aktivität meines Körpers konzentrierte sich auf dieses Selbst. Seither ist die faszinierende Kraft dieses Selbst im Mittelpunkt meiner Aufmerksamkeit geblieben […]. Das Aufgesaugt-Sein in das Selbst dauert seitdem ohne Unterbrechung an. Andere Gedanken erscheinen und verschwinden wieder, ähnlich wie die Noten eines Musikstücks, aber das Selbst ist wie ein Grundton unter den anderen Noten stets vorhanden und mischt sich mit diesen. Auch wenn mein Körper vom Reden, Lesen oder was auch immer eingenommen ist, ist mein ganzes Sein nicht minder auf das Selbst zentriert. Vor dieser Krise vermochte ich das Selbst nicht klar wahrzunehmen, und ich fühlte mich nicht bewusst vom Selbst angezogen.“

Es gibt dann wieder unterschiedliche Meinungen, was das Göttliche ist, Maharshi sagte, es gibt Gott, die Zen-Buddhisten sagen nixdorf, gibt keinen, da ist nur das reine Sein, das Nichts, das selige usw.
 
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Und ja, die Trennlinie zur Psychose ist wahrscheinlich dünn...

Im weiteren Text bei Wikipedia heißt es außerdem, dass Ramana so im Zustand des Samadhi war, dass er sich zeitweise kaum noch wegbewegt hat von dort wo er saß, und dann Druckstellen und Geschwüre bekam, die behandelt werden mussten.
Das war also ein Nachteil in dem Fall.
Was beweist, dass die göttliche Energie, in der derjenige ist, nicht alle Ebenen des eigenen Seins erreicht, durchdringt und verwandelt.
Sonst würde die Leute ja unsterblich werden. Er starb auch an Krebs, das hat es also auch nicht verhindert.
Es ist, wie ich es verstanden habe, in erster Linie ein mentaler und emotionaler Zustand, der aber nach meiner Meinung auch im Bereich der Emotionen nicht einfach alle Neurosen wegradiert.
Indien verehrt solche Leute, versorgt sie und verschafft ihnen Schutzräume, d.h. es wäre die Frage gewesen, was hier aus ihm geworden wäre....hätte er arbeiten können, eine Familie haben, Steuern zahlen müssen, Weihachtsbraten kaufen usw.
Wie viel von dem inneren Zustand hätte er dabei überhaupt halten können?
Auch Zen-Mönche und andere Mönche begeben sich nicht umsonst in Kloster und andere geschützte Räume.

Insofern, alles so ne Sache mit der Erleuchtung...
Es gibt Leute, die hier im Alltag danach streben und sich damit abstressen, und überhaupt nicht durchdenken, wie solche erleuchteten Meister im Unterschied zu ihnen gefeatured und manchmal noch dazu abgeschieden leben.
Und ich habe den Eindruck manchmal, die Meister schnallen es ebenfalls nicht, wie das Leben im normalen Alltag ist und was ihre Schüler also kaum umsetzen können- und dass sie selbst es auch nicht könnten, wenn sie jeden Tag einen nervenden Chef vor der Nase hätten und 3 Kinder zuhause...
 
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