Wie kommt es, dass so viele auf osho reinfallen?

Naja, sagt sich so leicht.
Es gibt Leute, die ziehen dich gar nicht "über den Tisch", sie merken nur selber nicht, dass sie dich zu sehr manipulieren und deine Grenzen nicht sehen und wo diese für dich wichtig sind in deiner aktuellen Lebensphase.
Denn eine gewisse Manipulation ist immer nötig, wenn eine Therapie wirken soll. Jeder gute Therapeut, egal ob anerkannt (d.h. über das System und die KK arbeitend) oder privat/spirituell, bringt dich dazu, an ein gewisses Bezugssystem zu glauben, damit du in Prozesse gehen und in eine Entwicklung und Ordnung finden kannst. Anerkannte Therapeuten sind oft zu vorsichtig, um dich ja nicht zu manipulieren, deswegen kommt da oft nur zu Erkenntnissen, aber nicht zu Durchbrüchen.
Die, die wirklich etwas verändern können, wagen auch etwas.
Und dann ist nicht so leicht zu erkennen, wann es zuviel ist.

Und Erleuchtung hat nichts mit Persönlichkeitsveränderung oder - entwicklung oder -reife zu tun.
Nada, du kannst zig Sarotis haben und immer noch ein Arschloch sein, s.:

Eine frühere Freundin von mir, die ich immer noch sehr sehr verehre für ihre spirituelle Kompetenz und ihre Fähigkeiten hat
in den Schriften von Ramana Maharshi eine Textstelle gefunden, wo er Hitler verehrt, in einem oder zwei Sätzen. Weil er zwar erleuchtet war, aber nicht auf persönlicher Ebene entwickelt.
So kanns gehen, weiß kein Mensch, aber da gibt einige solcher Stories über die großen Lehrer...
Es kann jemand sehr kompetent sein, und trotzdem hat er irgendwo einen Schatten.
Und das beeinträchtigt seine sonstigen Fähigkeiten nicht, nicht im Geringsten, kann aber Schaden anrichten, weil man sich aufgrund der anderen Fähigkeiten ihnen kritiklos öffnet oder sogar hingibt...
Aber genau das sage ich doch. 🙂 Wenn du selbst nicht klar mit dir bist, dann bist du in der Arbeit am und mit Menschen definitiv falsch am Platz. Das ist doch nicht so schwierig. Und lassen wir mal das ganze Geschwurbel rund um Esoterik einfach weg, du kannst mit Menschen arbeiten und kannst einen höchst spirituellen Weg der Einweihung hinter dir haben, aber das hat in der Arbeit schlicht nichts zu suchen und braucht überhaupt keinen Raum der Veröffentlichung "seht mal, was ich alles ..... bla bla blup". Und es wäre durchaus förderlich, eine grundständige Qualifikation hinzulegen, ansonsten machste eben Arbeit im Archiv oder im Labor oder in der Pathologie, da kann man nicht mehr so viel verkehrt machen und zerstören. Verstehste mich? 😊😎🥰
 
Werbung:
Oh, welch spannender Satz, lieber David. 🥰
Erleuchtet heißt nicht "fehlerfrei", sondern "EGO-Frei" und was das in Bezug auf eine Fehlerquote bedeutet, das magst du dir vielleicht einmal selbst beantworten. 🥹😊
Meiner Ansicht nach gibt es viele verschiedene Level und Bereiche wo man erleuchtet sein kann. So halte ich es für möglich, zu sagen, man ist zu 70% erleuchtet in einen bestimmten Bereich. Was dann die Fehlerquote reduziert aber nicht völlig neutralisiert.
 
Hm. Umkehrschluss: Ich kann/darf ein Arsxxlocx sein, solange ich nur Ego-frei bin?
Nein?
Das kann doch echt nicht so kompliziert sein, oder doch? Du wirst nicht erleuchtet, wenn du dich wie ein A verhälst, sprichst, wenn du wie ein A handelst, sprich wenn du ein A bist. Erleuchtung = EGO Befreiung (und ich meine nicht eine Tendenz zur Psychose), wenn du EGO frei bist, handelst du nicht wie ein A = das ist ein Widerspruch in sich, aber wem sage ich das auf einer EGO zentrierten Ebene. (?) Du kannst auf dieser hiesigen Ebene nicht dauerhaft EGO frei sein. Das ist deine Identität und die meisten halten aus Gründen des Selbstschutzes und in der Furcht um einen Identitätsverlust recht krampfhaft daran fest (was übrigens völlig in Ordnung ist), also ist die Gefahr nicht gar so groß erleuchtet zu werden. 🥹
 
Aber genau das sage ich doch. 🙂 Wenn du selbst nicht klar mit dir bist, dann bist du in der Arbeit am und mit Menschen definitiv falsch am Platz. Das ist doch nicht so schwierig. Und lassen wir mal das ganze Geschwurbel rund um Esoterik einfach weg, du kannst mit Menschen arbeiten und kannst einen höchst spirituellen Weg der Einweihung hinter dir haben, aber das hat in der Arbeit schlicht nichts zu suchen und braucht überhaupt keinen Raum der Veröffentlichung "seht mal, was ich alles ..... bla bla blup". Und es wäre durchaus förderlich, eine grundständige Qualifikation hinzulegen, ansonsten machste eben Arbeit im Archiv oder im Labor oder in der Pathologie, da kann man nicht mehr so viel verkehrt machen und zerstören. Verstehste mich? 😊😎🥰
Verstehe ich, aber sehe ich anders.
 
Hm. Umkehrschluss: Ich kann/darf ein Arsxxlocx sein, solange ich nur Ego-frei bin?
Nein?
Kann man auch ewig diskutieren, ob erleuchtet sein bedeuten soll, das Ich aufzugeben- im Sinne von Persönlichkeit und
Identität. Bzw. was "Ego-frei" heißen soll....
Jemand, der ein Asch+++h ist, hat bestimmt ein fettes Ego, auch wenn er Erleuchtungserfahrungen hatte.
Wer eine integer entwickelte "nicht spirituelle", große Persönlichkeit ist, also ein ganz deutlich definiertes und verkörpertes Ich hat, kann eine sehr viel segensreichere Wirkung auf die ganze Welt haben als so mancher, der meint, dass er keins mehr hätte und erleuchtet wäre...
Die meisten wären m.E. besser beraten ein gesundes und soziales Ich zu entwickeln, statt der Erleuchtung hinterherzuhecheln.
Ich-Auflösung ist per Definition ja eigentlich eher Psychose...:cool:
 
Werbung:
Du wirst nicht erleuchtet, wenn du dich wie ein A verhälst, sprichst, wenn du wie ein A handelst, sprich wenn du ein A bist. Erleuchtung = EGO Befreiung
Nee, das stimmt eben nicht. Wie man an vielen Lehrern (und anderen) sehen kann.
Viele haben echte Erleuchtungserfahrungen und meinen dann, jetzt seien sie doch automatisch frei vom Ego.
Und missbrauchen fröhlich ihre Schülerinnen, ist ja alles göttlich, gell.
Dem ist eben nicht so. Erleuchtung berührt oft nur die mentale Ebene, das ist dann eine rein geistige Erfahrung, die überhaupt nicht dauerhaft auf die viel tiefer schwingende Persönlichkeit wirken muss.
Mentalkörper, Emotionalkörper, physischer Körper usw. das sind ganz unterschiedlich dichte Schwingungebenen.

Pema Chödrön hat das mal schön und einfach beschrieben: Auf ihren Meditations-Seminaren rennen lauter Leute herum, die wirklich jahrelange, tiefe Meditationserfahrungen, Satoris und Gott weiß was alles schon erfahren und erreicht haben- aber wehe, es gibt keinen Kaffee in der Seminarküche, dann sieht man plötzlich gar nichts mehr davon...!:LOL:
 
Zurück
Oben