Wie Heilpraktiker mit unserer Gesundheit spielen

Hausbesuche werden heute nicht mehr gemacht (zumindest nicht im Umkreis von Städten), und wenn, dann nur bei bettlägrigen Patienten.
Ich kenne keinen praktischen Arzt, der Patienten mit problematischen Krankheiten vorzieht bzw. terminisiert oder in Nebenzeiten einschiebt. Nö, stimmt nicht, einen alten Arzt habe ich mal gekannt, der das so gemacht hat, und die "heiklen" Patienten in Sonderterminen eingeschoben hat, aber der muss schon lange in Pension sein. Aber wäre vielleicht für Ärzte mal ein Verbesserungsvorschlag.

Ich bin mal mit Herzrasen außerhalb der Sprechzeiten in die Praxis gefahren, weil ich mir die Prozedur mit Krankenwagen und halbtägigem Aufenthalt im Krankenhaus ersparen wollte.
Die Praxis ist auch über Mittag geöffnet, für die Leute, die Rezepte abholen u.ä.
Unser Arzt war zu der Zeit auf Hausbesuchstour und ist nach dem Anruf seiner Sprechstundenhilfe sofort in die Praxis gekommen um mich zu behandeln.
Ein anderer Arzt hier, der Urlaubsvertretung machte, hat mal meinen Mann selber mitten in der Nacht, mit Blasensteinen in die Klinik gefahren, obwohl wir gar nicht seine Patienten waren.
Also, ich kann mich wirklich nicht über Ärzte beklagen, auch nicht als wir noch woanders wohnten, da gab es auch Hausbesuche.
Es hat sich immer jeder Zeit genommen und nie hatte ich das Gefühl schnell abgefertigt zu werden.
Ich habe sogar einen Hautarzt, der geplatzte Äderchen wegmacht und das nicht privat abrechnet, obwohl er das könnte.
Ebenso der Zahnarzt hier im Ort, der könnte auch so manches extra berechnen, was er aber nicht tut.
Ich denke, das hat auch sehr viel mit einem selbst zu tun, wie man behandelt wird.
 
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Das muss wirklich schlimm sein, in so vielen Lebensbereichen immer nur schlechte Erfahrungen zu machen.....
Wieso in vielen Lebensbereichen?

Nur bei Ärzten, aber nicht bei allen. ab und an ist ja mal ein Mensch darunter, dem es nicht nur um Profit geht, sondern der sich aufrichtig für seine Patienten interessiert. :)

Wahrscheinlich habe ich mieses Ärztekarma. :ROFLMAO:
 
Passt irgendwie nicht ganz zu meiner Aussage ....

Und wenn man davon ausgeht, dass sich ein Arzt maximal 5 Minuten pro Patient Zeit nimmt (in manchen Studien sind es nur 3 Minuten), etwa 30 Stunden Praxiszeiten hat, dann ist das ein Monatsumsatz von? 14.400€ Davon ist jetzt eine Sprechstundenhilfe mit 3000-4000€ abzurechnen, und die Praxiskosten so um die 1000-1500€ ... also sagen wir mal so ungefähr 5000€ ... bleiben rund 9000€. Sonstige Kosten und Verbrauchsmaterial, Reinigung mit 3000€ im Monat ... also netto rund 6000€ ... mit guten Abschriebungen bleiben also nur mit einem Kassenvertrag schon so um die 3000-4000€ netto über ....

Meine Ärztin hat ungefähr 25 Stunden Praxiszeiten, leistet sich 2 Sprechstundenhilfen, dafür eine kleine schlanke Praxis ... und lebt auch noch ... also so tragisch kann's nicht sein. Und vor allem ... es ist ein sicheres und wirtschaftlich planbares Geschäft ... also kaum unternehmerisches Risiko.

Ein Arzt lebt nicht nur von der Pauschale, der kann noch viel mehr abrechnen und daran Umsätze machen, die z.B. die Gerätekosten decken. Laborkosten für Blutuntersuchungen werden z.B., wenn sie keine Kassenleistung sind, unterschiedlich abgerechnet. Oder IGEL Leistungen. Bei dem einen Arzt zahlt man dann durchaus für dieselbe Leistung 10,- oder 20,- Euro mehr.
 
Ebenso der Zahnarzt hier im Ort, der könnte auch so manches extra berechnen, was er aber nicht tut.
Ach, da hatte ich schon einmal das Problem mit Abrechnungsbetrug, hab ich dann der Krankenkasse gemeldet. Die haben sich dann darum gekümmert, dass ich nicht zuviel zahlen muss. Der Zahnarzt war natürlich stinksauer, dass ich ihn dabei erwischt habe, und zu dem bin ich selbstverständlich nicht wieder hin. Also, so erledigt sich ein Problem dann von alleine. :dontknow:
 
Ein anderer Arzt hier, der Urlaubsvertretung machte, hat mal meinen Mann selber mitten in der Nacht, mit Blasensteinen in die Klinik gefahren, obwohl wir gar nicht seine Patienten waren.
Du wohnst offenbar auf dem Dorf, wo man den Arzt noch privat erreichen kann. Und der auf die Dorfgemeinschaft und deren Sympathie angewiesen ist. Vielleicht wollen viele Ärzte ja deshalb nicht auf's Land? :whistle:

Ich bin 2009 mit einer richtig fiebrig bösen Angina beim Arzt gestanden, der hatte schon zu und schickte mich persönlich weg. Ich konnte kaum stehen, hatte Fieber und massiven Schwindel und ihm das auch gesagt, aber dem war das scheißegal. Er hat noch gesagt, es ist Freitag Mittag und er muss zum Segeln, ich soll dann ins Krankenhaus gehen/fahren. Mein Mann hat mich dann abgeholt, weil alleine ging es echt nicht mehr. :dontknow:
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein Arzt lebt nicht nur von der Pauschale, der kann noch viel mehr abrechnen und daran Umsätze machen, die z.B. die Gerätekosten decken. Laborkosten für Blutuntersuchungen werden z.B., wenn sie keine Kassenleistung sind, unterschiedlich abgerechnet. Oder IGEL Leistungen. Bei dem einen Arzt zahlt man dann durchaus für dieselbe Leistung 10,- oder 20,- Euro mehr.

Das ist aber sehr individuell, und ja auch von Versicherer zu Versicherer verschieden. Klar geht noch was ... Arzt verarmt sicher nicht .... Klar kingen 40€ im Quratal nach wenig ... aber wenn man's halt mit den 300-400 Patienten im Monat multipliziert, dann läppert es sich auch.
 
Ich denke, das hat auch sehr viel mit einem selbst zu tun, wie man behandelt wird.

Eher damit, wie man mit dem Arzt verbunden ist. Wenn man natürlich dauernd zu den gleichen Ärzten geht, die einem von klein auf kennen, dann hat man da auch eine andere Behandlung (sehe ich bei Freunden, die ihre Ärzte länger haben). Was aber grundsätzlich mal nichts über die Qualität der Behandlung, aussagt sondern nur über die persönliche Beziehung.
 
Du wohnst offenbar auf dem Dorf, wo man den Arzt noch privat erreichen kann. Und der auf die Dorfgemeinschaft und deren Sympathie angewiesen ist. Vielleicht wollen viele Ärzte ja deshalb nicht auf's Land? :whistle:

Ich bin 2009 mit einer richtig fiebrig bösen Angina beim Arzt gestanden, der hatte schon zu und schickte mich persönlich weg. Ich konnte kaum stehen, hatte Fieber und massiven Schwindel und ihm das auch gesagt, aber dem war das scheißegal. Er hat noch gesagt, es ist Freitag Mittag und er muss zum Segeln, ich soll dann ins Krankenhaus gehen/fahren. Mein Mann hat mich dann abgeholt, weil alleine ging es echt nicht mehr. :dontknow:

Ein Arzt, der weiß, dass er wegen unterlassener Hilfeleistung angezeigt werden kann, weist auch noch extra drauf hin, dass er lieber segeln geht?
Das ist schon merkwürdig...

Und ja, ich wohne auf dem Dorf. Und du meinst, unsere Ärzte sind in Wahrheit gar nicht nett, die tun nur so, weil sie drauf angewiesen sind?
:ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO:
 
Die Beweislast liegt nach wie vor beim Behaupter.

Das ist kein Gerichtsverfahren, auch wenn manche möchtegern-Wissenschaftler das gerne so sehen würden. Die Beweislast liegt bei dem, der etwas bewiesen haben möchte.

Wofür soll das ein Argument sein? Erklär mal genauer, was daraus folgt.

Dass eine energetisch diangostizierbare Krankheit nicht zwangsweise im üblichen Zeitraum von etwa 2-10 Jahren (je nach Belastung) auch physisch wirksam werden muss, wenn sich dazwischen die zugrunde liegende psychische Belastung oder das persönliche Verhalten ändert.

Oh, Krankheits-Prävention ist eine tolle Sache. Das ändert aber immernoch nichts dran, dass Aussagen darüber, was für eine Krankheit man später bekommen könnte, überzufällig oft stimmig sein müssen, damit sie hilfreich sind und zu sinnvollen Präventionsmaßnahmen fürhren können.

Das kannst Du gerne untersuchen ....

Tja, mir - und so einigen anderen Ärzten in meinem Umfeld - nicht.

Tja, Pech.
 
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Eher damit, wie man mit dem Arzt verbunden ist. Wenn man natürlich dauernd zu den gleichen Ärzten geht, die einem von klein auf kennen, dann hat man da auch eine andere Behandlung (sehe ich bei Freunden, die ihre Ärzte länger haben). Was aber grundsätzlich mal nichts über die Qualität der Behandlung, aussagt sondern nur über die persönliche Beziehung.
Ach herrje....wir sind so oft umgezogen und überall waren die Ärzte nett.
Als wir in Bayern wohnten, war meine Mutter zu Besuch. Sie hatte sich am Arm eine Allergie zugezogen, die nässte und musste täglich verbunden werden. Der Arzt damals hat sich rührend um sie gekümmert.
 
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