Fiona
Sehr aktives Mitglied
Hausbesuche werden heute nicht mehr gemacht (zumindest nicht im Umkreis von Städten), und wenn, dann nur bei bettlägrigen Patienten.
Ich kenne keinen praktischen Arzt, der Patienten mit problematischen Krankheiten vorzieht bzw. terminisiert oder in Nebenzeiten einschiebt. Nö, stimmt nicht, einen alten Arzt habe ich mal gekannt, der das so gemacht hat, und die "heiklen" Patienten in Sonderterminen eingeschoben hat, aber der muss schon lange in Pension sein. Aber wäre vielleicht für Ärzte mal ein Verbesserungsvorschlag.
Ich bin mal mit Herzrasen außerhalb der Sprechzeiten in die Praxis gefahren, weil ich mir die Prozedur mit Krankenwagen und halbtägigem Aufenthalt im Krankenhaus ersparen wollte.
Die Praxis ist auch über Mittag geöffnet, für die Leute, die Rezepte abholen u.ä.
Unser Arzt war zu der Zeit auf Hausbesuchstour und ist nach dem Anruf seiner Sprechstundenhilfe sofort in die Praxis gekommen um mich zu behandeln.
Ein anderer Arzt hier, der Urlaubsvertretung machte, hat mal meinen Mann selber mitten in der Nacht, mit Blasensteinen in die Klinik gefahren, obwohl wir gar nicht seine Patienten waren.
Also, ich kann mich wirklich nicht über Ärzte beklagen, auch nicht als wir noch woanders wohnten, da gab es auch Hausbesuche.
Es hat sich immer jeder Zeit genommen und nie hatte ich das Gefühl schnell abgefertigt zu werden.
Ich habe sogar einen Hautarzt, der geplatzte Äderchen wegmacht und das nicht privat abrechnet, obwohl er das könnte.
Ebenso der Zahnarzt hier im Ort, der könnte auch so manches extra berechnen, was er aber nicht tut.
Ich denke, das hat auch sehr viel mit einem selbst zu tun, wie man behandelt wird.