Werden die Wölfe in MV abgeschossen?

  • Ersteller Ersteller Luckysun
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"Ganz praktisch bekäme er eine Eliminierung der Wölfe darüber zu spüren, daß sich die Pflanzenfresserbestände wieder weiter vermehren (die Jäger kommen in vielen Bereiche jetzt schon mit den Abschußzahlen nicht hinterher) und Wald- und Flurschäden wieder zunehmen, was spätestens bei Bergwäldern fatal werden kann. Man kann der Natur nicht in's Handwerk pfuschen ohne eine Gegenreaktion zu erhalten."

Richtig. Jagen ist teuer und ein Vergnügen für die Gutsituierten (geworden?). Gejagt wird vornehmlich Hirsch und Reh, weil eine Patrone für den Dachs zu teuer ist... oder für den Fuchs oder oder.
D.h. in unseren Wäldern "wildern" seit ca. 100 Jahren und in absehbarer Zeit wirklich sehr viel unkontrollierter immer mehr Kleintiere, deren Populationen durch Mensch einfach nicht mehr auszugleichen sein werden.
Mensch hat sich als Krone der Schöpfung eingebildet, mit dem Schiesseisen die Wälder kontrollieren zu können und ist an seiner eigenen Arroganz gescheitert.

@ Fifa: natürlich gibt es in ländlichen Gebieten Probleme mit Fuchs, Wolf und co- hat es schon immer gegeben und es spricht m.E.n. wirklich nichts dagegen, dass das so bleibt. Überlege dir noch nur mal den Hohn, dass Mensch denkt, ein Tier gehöre ihm. ;)
 
Echte Jäger, haben ihre Gebiete, wo sie Hege und Pflege nach staatl. Vorgaben leisten müssen, Auch hinsichtlich Abschuss.

Jäger und versoffene WE-Jäger sind gewaltige Unterschiede. ;)

Ach ja???

Wie soll das ein Typ bewerkstelligen, der nen full time job hat?
Das WE reicht für eine ordentliche Hege und Pflege nicht aus.


Sage
 
So, mal langsam der Reihe nach.

einfach lesen, sie wurden angesiedelt. Da vorher nicht geduldet. Die wurden abgeknallt. Dann hat man geduldet und dadurch ansiedeln lassen.

Man hat sie unter Naturschutz gestellt und das kann manchmal fatal sein.
Da steht nichts davon, daß der Wolf angesiedelt wurde. Wenn Du diesen Satz meinst...
1996 wurde in der Lausitz die erste dauerhafte Wolfsansiedlung dokumentiert und im Jahr 2000 wurden die ersten im Freiland geborenen Jungtiere bekannt.
...damit ist gemeint, daß der Wolf sich angesiedelt hat. Der Mensch hat damit nichts zu tun, die Herkunft der Wölfe ist klar.

Aneway schrieb:
Das tut der Marder oder ein freilaufender Hund aus der Nachbarschaft, der nie gelernt hat zu jagen und so in einen Blutrausch kommt, ähnlich einem jungen Hund, der noch ahnungslos ist.
Auch das ist nicht korrekt. Es gibt keinen Blutrausch bei Tieren, auch nicht bei Mardern, Füchsen, Wölfen o.ä. Was es gibt, ist das, was man Surplus-Killing nennt. Bei wilder Beute ist nach dem ersten Angriff die restliche Beute über alle Berge. Gelingt per Zufall, Glück oder jägerisches Können eine zweite Tötung, wird das als Reserve für schlechte Zeiten vergraben.
Wenn die Beute jetzt nicht ausweichen kann, also im Gehege, Hühnerstall o.ä., dann kommt es zum überoptimalen Reiz, es wird weitergetötet, weil der Reiz erhalten bleibt und ein Beutegreifer die Gelegenheit nutzen will, Vorräte anzulegen. Unter solch künstlichen Bedingungen natürlich völlig verfehlt und so kommt es dann zum "Gemetzel". Die Ursache liegt, wenn auch indirekt, beim Menschen, nicht beim Beutegreifer. Also immer schön den Hühnerstall zumachen! :)

Daß mal gefangene Wölfe auskneifen, kommt gelegentlich vor. Wölfe sind hochintelligent, perfekte Problemlöser, durchschauen Riegel, Seilzüge u.ä. und nutzen jede Gelegenheit. Aber die Ursache dafür liegt entweder beim Menschen (fehlerhafte Absicherung, Tor nicht verriegelt/gesichert u.ä.) oder es war einfach Pech, also Baum stürzt auf Zaun, zu hoher Schnee, der nicht geräumt wurde o.ä. Der Jungwolf, der z.B. bei Cuxhafen ausgekniffen war, wurde m.W. nie wieder eingefangen, auch nicht abgeschossen. Der dürfte inzwischen vollständig verwildert sein (das geht extrem schnell, denn ein Wolf wird niemals "zahm") und von Menschen nicht mehr viel halten (was ich nachvollziehen könnte). Hoffentlich findet er eine nette Gefährtin zwecks... usw. usf.! :)

Meine Meinung ist ohnehin, daß Wölfe nicht in Gefangenschaft gehören, daß selbst hektargroße Gehege bei gewissenhafter Versorgung was grenzwertiges haben. Aber das hat mit meiner spirituellen Verbindung zum Wolf zu tun und ist wahrscheinlich nicht für jeden nachvollziehbar.

Btw., echte Jäger töten nur das, was sie essen wollen, und niemals aus Spaß oder Hobby!

LG
Grauer Wolf
 
irgendein Tier wird immer abgeschossen, Wölfe, Rehe,Hasen, Füchse usw und schlussendlich alle dessen Fleisch wir essen, ich kann nicht nachvollziehen was da aufregt, ausser, dass der Mensch sich überall in der Natur einmischt und alles für sich haben will.
 
Doch, wenn der Mensch die Population zulässt, gilt es als Ansiedelung. Und das war das Problem, in Meckpomm galt der Wolf als ausgerottet.
Das ist doch Haarspalterei. Der Mensch hat weder eine Population zuzulassen, noch eine auszurotten, wie er es vor 150 Jahren hier gemacht hat. Die Erde gehört nicht dem Menschen, sondern der Mensch ist nur ein Bewohner unter vielen. Aber das, so habe ich den Eindruck, willst Du nicht verstehen.

Was mich anbelangt, so ist Bruder Wolf heimgekehrt in sein angestammtes Land. Befindlichkeiten der Jäger interessieren mich da nicht und dem Menschen wird der Wolf nicht gefährlich. Die ganze Debatte fußt nur auf einem: Auf Egomanie, Habgier und Neid.
Die korrekten Fakten habe ich jedenfalls genannt. Nimm sie an oder laß es, ich bin nicht der Hüter Deines Gewissens.
Direkte Fragen zum Verhalten, der Biologie oder Ökologie der Wölfe beantworte ich im Rahmen meines Wissens sehr gerne, aber in politischer ud gesellschaftlicher Hinsicht bin ich jetzt hier raus.

LG
Grauer Wolf
 
Auch das ist nicht korrekt. Es gibt keinen Blutrausch bei Tieren, auch nicht bei Mardern, Füchsen, Wölfen o.ä. Was es gibt, ist das, was man Surplus-Killing nennt. Bei wilder Beute ist nach dem ersten Angriff die restliche Beute über alle Berge. Gelingt per Zufall, Glück oder jägerisches Können eine zweite Tötung, wird das als Reserve für schlechte Zeiten vergraben.
Wenn die Beute jetzt nicht ausweichen kann, also im Gehege, Hühnerstall o.ä., dann kommt es zum überoptimalen Reiz, es wird weitergetötet, weil der Reiz erhalten bleibt und ein Beutegreifer die Gelegenheit nutzen will, Vorräte anzulegen. Unter solch künstlichen Bedingungen natürlich völlig verfehlt und so kommt es dann zum "Gemetzel". Die Ursache liegt, wenn auch indirekt, beim Menschen, nicht beim Beutegreifer. Also immer schön den Hühnerstall zumachen! :)

Ja, dieser psychische Ausnahmezustand nennt sich tatsächlich Blutrausch. Das Tier ist überfordert, gerade ob der künstlichen Situation "Stall".

Was ich an Beutegreifern aus Erzählungen anderer Hühnerhalter weiß, ist allerdings, dass der Marder wohl zumindest sehr viel anfälliger ist, teilweise im Stall einbricht, alle Tiere zerfetzt und nichts davon isst. Wobei so ein Marder, dem lang ein tischtennisballgroßes Loch, damit für ihn der Zugang zum Stall möglich wird.

Der Fuchs holt sich gezielt einzelne Tiere, auch tagsüber, wenn der Hunger groß genug ist und die Beute "bequem genug" zu erreichen ist.

Von Übergriffen von Wölfen auf Hühner/Stallanlagen habe ich hingegen noch nichts gehört.

Lg
Any
 
O.k., "Blutrausch" verbinde ich nur mit Menschen... ;)

Von Übergriffen von Wölfen auf Hühner/Stallanlagen habe ich hingegen noch nichts gehört.
Ein Huhn ist für einen Wolf eher wenig interessant, das geht allenfalls mal beiläufig mit.
Aber ich weiß von einer Wölfin in Südeuropa, die abends in einen Bauernhof eindrang. Sie klaute auch, aber nicht die Hühner, sondern die reifen, süßen Weintrauben an der Hauswand... :D

LG
Grauer Wolf
 
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