Werden die Wölfe in MV abgeschossen?

  • Ersteller Ersteller Luckysun
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Hier leben mittlerweile auch Mufflons und Emus und der daraus entstehende wirtschaftliche Schaden wird ersetzt .
Ich denke bei vielen sitzt wohl auch die Mär vom Rotkäppchen und die Darstellung des Wolfes in diversen Filmen zu tief .
Mufflons sind Wildtiere, da wird gar nichts ersetzt (außer bei fachgerecht geschützter Gehegehaltung, wenn mal was schiefgeht), zu Recht! (Aah, Denkfehler? Meinst Du Schäden durch Emus und Mufflons?)
Übrigens: Mit dem Muffelwild wird der Wolf kurzen Prozeß machen wie schon in anderen Gebieten. Es hat als künstlich zum Abknallen angesiedelte Faunenverfälschung hierzulande nichts zu suchen und kann sich als Bergschaf trockener Regionen und entsprechendem Fluchtverhalten gegenüber dem Wolf nicht halten. Zahme Emus als Weidetiere in Gehegen sind eine Sache. Wenn sie ausbüxen, wird auch sie der Wolf beseitigen.
Ein Tier, das hier in der Natur lebt und sich gegenüber einheimischen (sic!) Beutegreifern als Art nicht behaupten kann, hat hier definitiv nichts zu suchen. So einfach ist das!

Die Ausfallquote (ich hasse dieses seelenlose Wort bei Wölfen) bei Welpen beträgt statistisch im ersten Jahr rund 50%.

einfach die wölfe einfangen um sie wieder in der wildnis auszusetzen...damit wäre beiden parteien geholfen...weil hierzulande fehlt einfach der freiraum für den wolf.
Vom Wiederholen wird es nicht richtiger! Freiwerdende oder ausgedünnte Reviere würden durch verstärkte Vermehrung sofort wieder besetzt. Die Natur kennt kein Vakuum. Begreif einfach mal, daß die Wölfe hierzulande ohne weiteres leben können. Es ist nur etwas Toleranz des Menschen nötig und etwas weniger Egomanie und hier liegt dann auch das Hauptproblem!
Noch einmal als Abschluß: Raubtiere können per se niemals überhand nehmen, weil sie natürlichen Regelmechanismen unterliegen. Überhand nehmen können höchsten Rehe, Hirsche und Wildschweine u.ä., wenn keine Raubtiere vorhanden sind. Und genau das ist zum Schaden der Wälder hierzulande seit Jahrzehnten der Fall, weil diese Lieblinge der Jäger gepampert wurden bis zum gehtnichtmehr. Altes russisches Sprichwort: Wo der Wolf läuft, wächst der Wald!

LG
Grauer Wolf
 
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Mufflons sind Wildtiere,da wird gar nichts ersetzt (außer bei fachgerecht geschützter Gehegehaltung, wenn mal was schiefgeht), zu Recht! (Aah, Denkfehler? Meinst Du Schäden durch Emus und Mufflons?)

Wirklich ? Ich habe hier im Umkreis schon öfter eine Herde von etwa 40 Mufflons auf mehreren Feldern gesehen , können auch mehr sein und die können erheblichen Schaden anrichten .Glaube nicht , dass die landwirtschaftlichen Betriebe das einfach so hinnehmen .

Übrigens: Mit dem Muffelwild wird der Wolf kurzen Prozeß machen wie schon in anderen Gebieten. Es hat als künstlich zum Abknallen angesiedelte Faunenverfälschung hierzulande nichts zu suchen und kann sich als Bergschaf trockener Regionen und entsprechendem Fluchtverhalten gegenüber dem Wolf nicht halten. Zahme Emus als Weidetiere in Gehegen sind eine Sache. Wenn sie ausbüxen, wird auch sie der Wolf beseitigen.
Ein Tier, das hier in der Natur lebt und sich gegenüber einheimischen (sic!) Beutegreifern als Art nicht behaupten kann, hat hier definitiv nichts zu suchen. So einfach ist das!

Dann regelt sich das von alleine , bzw., die Natur , auch wenn ich es schade finden würde .

http://www.proplanta.de/Agrar-Nachr...-Jagdrecht-aufgenommen_article1406796222.html
Wolf wird nicht in Jagdrecht aufgenommen
Schwerin - Agrar- und Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat die Forderung von Koalitionspartner CDU nach Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht als unseriös zurückgewiesen.
 
Wirklich ? Ich habe hier im Umkreis schon öfter eine Herde von etwa 40 Mufflons auf mehreren Feldern gesehen , können auch mehr sein und die können erheblichen Schaden anrichten .Glaube nicht , dass die landwirtschaftlichen Betriebe das einfach so hinnehmen .
Deshalb meine Nachfrage, ob Schäden an Mufflons oder durch sie gemeint waren. Ich bin kein Experte für Jagdrecht, aber m.W. muß der anrainende Jagdpächter für Wildschäden aufkommen.

Es sind schon mehrere Mufflonbestände durch die Wölfe ausgelöscht worden, was nur folgerichtig ist. Das gab ein Riesengezeter in den Jagdverbänden: "Der Wolf hat unsere Mufflons!" (Da weht nämlich der Wind: Besitzstandsdenken, obwohl Wild niemandem gehört!)
Derzeit läuft wohl auch eine Debatte in der Eifel, weil sich die Bürger dagegen wehren, daß die Mufflons abgeschossen werden sollen wegen sehr großer Verbißschäden. Auch wieder Gezeter, aber diesmal von der "anderen" Seite (Bambisyndrom). Verrückte Welt.
Meine Meinung zu dem Thema war, einfach abzuwarten, bis die Wölfe aus Frankreich zuwandernd in der Eifel ankommen und das Mufflonproblem auf ihre Art lösen: Jagen, fressen, verdauen. Leise, unauffällig und effektiv. -> Kein Gezeter, keine Bürgerinitiativen, keine Schüsse.

Die Mufflons sind hierzulande eh weitgehend krank wegen der für sie viel zu feuchten Umgebung und zu weichen Böden (Hufkrankheiten und ~deformationen) und das Argument "wertvoller Genpool" (in ihrer trockenen Bergheimat z.B. in Korsika sind sie recht selten geworden) zieht deshalb nicht, weil teilweise Zackelschaf eingekreuzt wurde, was den "wertvollen" Genpool wertlos macht.

Wolf wird nicht in Jagdrecht aufgenommen
Schwerin - Agrar- und Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat die Forderung von Koalitionspartner CDU nach Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht als unseriös zurückgewiesen.
Na, wenigstens was. War wohl ein Versuchsballon... :confused:

LG
Grauer Wolf
 
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. Die Jäger sind immer die ,die ein Fass aufmachen ,weil sie ihre Abschuss,-und Fangquote gefährdet sehen .

nun, dass stimmt aber nicht. die Jäger sind immer die, die dafür sind, dass sie weniger schießen sollen, die förster sind die , die immer wollen, dass die jäger mehr schießen.
heutzutage, haben die jäger wenig zeit für die jagd. heute muss man viel arbeiten, und abends ist mann kaputt, und dann gbt es auch noch familie und freunde. desswegen gibt es auch immer weniger jungjäger.

es stimmt übrigens nicht, dass nur das schwarzwild reguliert werden muss und, dass rauptiere ihren bestand immer selbst regulieren auch nicht.
Füchse sind auch ein Problem.
warum steht denn in dem artikel, dass frau schlupp agrarexpertin ist , wenn sie bankangestellte ist?

viele grüße
 
warum steht denn in dem artikel, dass frau schlupp agrarexpertin ist , wenn sie bankangestellte ist?
Politiker halt. Kommen oft, wenn nicht meistens in Ämter, von deren Materie sie keine Ahnung haben.

...es stimmt übrigens nicht, dass nur das schwarzwild reguliert werden muss und, dass rauptiere ihren bestand immer selbst regulieren auch nicht.
Füchse sind auch ein Problem.
Füchse, Wölfe und Co. sind keine "Raub"tiere, denen "rauben" tut nur der Mensch. Es sind Beutegreifer, Prädatoren, Carnivoren oder ähnliche Synonyme.

Und so leid es mir tut, schon wieder ein definitives NEIN! Die Füchse sind kein Problem und ließe man sie einfach in Ruhe, würde sich ihr Bestand stabilisieren, was einschlägige Versuche auf Kontrollflächen bestätigen (Fuchsprojekte im Harz und in der Schweiz).
Der Punkt ist, daß die meisten Jäger (nicht alle!) über Füchse so gut wie nichts wissen, wie ich im Gespräch selber feststellen konnte, außer so dämlichen Sprüchen wie "Wenn man einen Fuchs im Revier sieht, hat man zu viele".

Ihre Sozialstruktur (die der Füchse, nicht die der Jäger :D ) ist sehr komplex, fast noch komplizierter als die der Wölfe (ein Rüde, eine dominante und mehrere, subdominante, nichtreproduzierende, verschwisterte Helferfähen bilden z.B. einen Verbund) und wenn da unqualifiziert reingeballert wird, haben wir die Probleme.
Auch die unter Füchsen lange Zeit grassierende Tollwut (heute ist Deutschland amtlich tollwutfrei) war ein durch die "Jagd" hausgemachtes Problem, weil das Zerschießen der Sozialstruktur zu einer verstärkten Vermehrung (Fuchspopulationen reagieren da sofort) und Migration führt.
Ebenso das Jägerlatein, daß man Fuchsrüden einfach abschießen kann, ist völlig falsch. Der Rüde kümmert sich intensiv um Fähe und Welpen und ernährt sie, außerdem leben nach heutigen Erkenntnissen Füchse höchstwahrscheinlich in lebenslanger Einehe. Aber das ist etwas, daß sogenannte "Jäger" nicht interessiert. Die haben nur Spaß am Töten dieser wunderschönen Tiere (fast 550.000-facher, sinnloser Tod pro Jahr). Akzeptieren kann ich nur die Jagd auf Tiere, die man anschließend auch ißt. Wer ißt, bitteschön, Füchse???

Das Problem liegt in der grottenschlechten Ausbildung der Hobby-"Jäger". Ich habe den Prüfungskatalog auf dem Rechner und die biologisch und ethologisch relevanten Fragen konnte ich ohne jede Vorbereitung einfach so beantworten, mal eben binnen ein paar Minuten. Das gerne so genannte "Grüne Abitur" ist nichts als ein grüner Hilfsschulabschluß, den auch der dümmste schafft, wenn er nur gut auswendig lernen kann.
Warum wohl unterliegen Berufsjäger einer 3-jährigen Ausbildungszeit plus nochmals Jahre für den Meisterabschluß??? Und das vollzeit?
Der Jagdschein dürfte m.E. erst nach einer Ausbildung erteilt werden, die mindestens einem Grundstudium in Wildbiologie und Ethologie entspricht, das einigen Semester umfaßt, und nicht schon nach einem 3-Wochen-Crashkurs, zumindest wenn die Jagd mehr als Tiere für den Kochtopf umfassen soll.
Übrigens, auch das Wildschweinproblem ist zu einem großen Teil hausgemacht, weil man sehr lange ebenfalls die Sozialstruktur zerschoß. Dominante Bachen unterdrücken nämlich die Paarung rangniederer, junger Tiere. Schießt man also die kapitalen Tiere, weil die was hermachen, kommt es zu unkontrollierter, explosiver Vermehrung. Erst in den letzten Jahren erfolgte allmählich ein Umdenken, aber das Kind liegt, noch verstärkt durch einige andere Faktoren, endgültig im Brunnen.

LG
Grauer Wolf
 
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Was hat deine Kenntnis von MV nun mit der dort lebenden Wolfspopulation zu tun oder mit dem Verhalten von frei lebenden Wölfen?

Genau! Garnichts!

Weil die Wölfe schon damals angesiedelt wurden und damals schon gewarnt wurde.

Boah, wie einfach das manchmal doch ist.
Boah, es war damals schon auszurechnen, was kommen wird. Der Abschuss.
 
Wildnis wird von den wenigsten Menschen geduldet und von den meisten Menschen als Bedrohung empfunden.

Leider.

LG
Any
 
Raubtiere können per se niemals überhand nehmen, weil sie natürlichen Regelmechanismen unterliegen.

LG
Grauer Wolf

Welche Mechanismen das sind, solltest du aber doch mal dazu schreiben. Ich glaube nämlich kaum, dass die sonst nachvollzogen werden können.
Welches sind denn die natürlichen Fressfeinde der Wölfe? Sind sie diesbezüglich wirklich mit Katzen (Löwen z.B. vergleichbar) und was auch interessant wäre zu erwähnen, wie wirkt sich so eine "Ausdünnung" (fieses Wort) auf die Umwelt, resp. auch auf den Menschen aus?
 
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