Dies ist die Auffassung, neben Gott als Person gäbe es noch andere Personen, die unabhängig von ihm existieren, wie z.B. der Teufel. Du begründest das mit der Schöpfung als duale Ereignisse.
Dann erkläre mir aus deiner Sicht die Existenz von real existierendem Bösen als göttliches Werk und den Sinn von göttlichem Leid. Ist Gott ein Sadist, der uns quält und alles positive beständig ins Gegenteil verkehrt oder passt die Rolle nicht doch eher zu jemandem anderen?
Ist Krieg, Mord, Vergewaltigung, etc. göttlich?
Sowohl die Vorstellung von Gott als auch Teufel

als Personifizierung ist in beiden Fällen wohl bestenfalls eine Krücke. Sogar bei so etwas banalem wie einer Sinuskurve habe ich plus und minus, bei Magneten, was auch immer. Nur eine Seite, also eine Gerade wäre somit mit Nichts, Tod gleichzusetzen. Und ein z.B. nur positiver Kammfilter blendet eben auch viele Teile aus. Ist, kann also nicht alles sein.
Das Modell kann so also nicht stimmen, es wird nicht(s) lebendig ohne Polarität.
Solange wir das Böse auf eine andere Person abladen, gibt es keine Lösung.
Das ist eine der luziferischen Illusionen. Im übrigen funktioniert nunmal die praktische Umsetzung nicht. das ist lediglich die schattengesteuerte 2. Ebene der Verdrängung. Das neue Wegleugnen, wegdenken. Besser gesagt der Versuch.
Stell dich als Gutmensch vor einen Maschinengewehrschützen und warte was passiert. Der löst sich nunmal nicht auf. Oder kommt dir freudestrahlend entgegen. Sondern du bist danach tot. Punkt. So ist es.
Was es gibt, ist ein Böses in einem, die Schatten, das Unbewusste, soweit ist das stimmig.
Das kann jemand, so er will, bearbeiten. An, in, mit sich weiterkommen, auch transformieren.
Aber es wäre eine trügerische Vereinfachung, daraus abzuleiten, dass das alleine, also die Veränderung der eigenen Sichtweise das im Außen auch als maifeste Realität existierende Böse quasi aufheben, auflösen würde, könnte.
Innere und äußere Prozesse korrelieren, durchaus, aber sie sind nicht deckungsgleich.
Warum kämpfte dann Jesus 40 Tage mit Satan in der Wüste?
Es treten in diesen Zusammenhängen leicht Trugschlüsse beim Schlussfolgern auf, die differenzierter be(tr)achtet werden müssen:
Was du tust, ist aus einen Prozess, der nötig ist, eine allgemeine Generalisierung herzustellen. Also der Versuch, eine auf mehreren Ebenen existente Sache nur auf einer Ebene abzubilden.
Watzlawick schreibt: Solange wir das Böse auf eine andere Person abladen, gibt es keine Lösung.
Ja. Durchaus. Das bezieht sich auf das Böse, das in uns selbst ist. Sozusagen die allererste Stufe unserer Wirklichkeits- und Wahrnehmungverzerrung zu erkennen. Aber, da sind, sogar wenn wir uns nunmal durch das durchgearbeitet zu haben glauben, sogar ohne zu Hilfenahme eines realen Teufels noch andere Menschen, Realitäten um uns, die diesen Prozess eben nicht durchlaufen haben. Womit das Böse immer noch präsent ist und bleibt.
Außerdem ist der Prozess der Be- und Durchleuchtung des Bösen in uns selbst durchaus eine Lebensaufgabe. Der hört nun einmal, ernsthaft betrieben, nie auf. Alles andere wäre wieder ein luziferischer Selbstbetrug. Mit dem diese Seite wieder die Oberhand und damit Führung hätte. Darin liegt der Trugschluss. Und damit ist und bleibt die luziferische Seite ein reales Faktum.
Wir sollten nicht vergessen, was und wie diese Aspekte agieren: Die sprengen jede Norm. Lügen, betrügen, heucheln, schmeicheln, tricksen hemmungs- und schonungslos aus. Wer wähnt, besser oder stärker zu sein als der Meister der Lügen und Illusionen wird in dem Moment selbst zu dem was er glaubt, besiegt zu haben. So einfach ist das. Immer.
Der Teil ist eben auch göttlich. Eben negativ. Aber eben genau so unbesiegbar! In letzter Konsequenz. Und immer ein Teil von uns. Muss so nicht stimmen, als Modell geht es aber so: Wenn du es schaffst, deine gesamte DNA aus jeder Zelle deines Körpers selbst zu entfernen und dann noch immer lebst, dann, und nur dann, bist du den Teufel in dir losgeworden, sonst nicht. Und das geht nunmal nicht. Das war das was Jesus uns zeigen wollte. Es geht nur mit anderer, göttlicher Hilfe. Den Teil zumindest in Schach zu halten. Alleine, als Mensch nie. Das mag ein grobes Bild davon vermitteln, mit welcher Dimension wir es hier wirklich zu tun haben.
Wir sind nunmal als Körperwesen mehr im Teufel als in Gott. Erst die Entwicklung, Entfaltung des Göttlichen in uns kann diesen Zustand verändern. Und, so wir den Weg wirklich aufrichtig beschreiten, zu so etwas wie Erlösung führen. Auch für die teuflischen Aspekte in uns. Aber auch dabei gilt, das ist dann eine Zwischenstufe mehr am Weg, nicht das Endresultat.
Aber es steht dir natürlich frei, diesen Energien, Wesenheiten, energetischen Feldern jegliche Existenz abzusprechen. Denen ist es egal. Nur genau dadurch erhöht sich leider auch ihre Wirksamkeit und Effektivität. Und ihre Manifestationen in der Wirklichkeit.