Also nichts da mit Dogmatismus - ab in den Papierkorb, peng weg.
Wenn, das sollte das auch für alle gelten. In alle Richtungen.
Oder, wie es Paul Watzlawick so treffend sagte: "Reife bedeutet, das Richtige zu tun, selbst wenn es bedeutet das zu tun was die eigenen Eltern genau so getan hätten."
Das Göttliche ist einfach, nicht beschreibbar, ungeschaffen, unendlich, ohne Anfang und ohne Ende, allüberall seiend, in jeder Pflanze, jedem Stein und in dir und in mir. Punkt.
Das Göttliche ist überall mit drin. Aber, es muss nicht alles sein was ist. Auch nicht alles, was wo mit drin ist. Schon gar nicht einer materiellen Welt. Im doppelten Wortsinn.
Meine Auffassung ist eindeutig, a l l e s fliesst wieder in seinen göttlichen Ursprung zurück, auch meine Seele, die Seele der Pflanze und die eines jeden Wesens. Auch der Himmel und alle Engel werden wieder vergehen, denn sie alle sind Schöpfung, Geschaffenes, aus dem göttlichen Ursprung.
Dann stellt sich die Frage, warum z.B. sowohl die monotheistischen wie auch alte Religionen duale Jenseitsvorstellungen hatten.
Natürlich ist der Gedankengang des Gegenteils verlockend, auch beruhigender. Aber lagen ganze Kulturen, Ethnien völlig daneben? Erst recht in Relation zu, sagen wir 300 Jahren europäischer Aufklärung, die ja auch längst nicht mehr der Stein der Weisen ist, für die sie viele lange hielten.
Ob das seelenlose Konsum-Ego-Spaßkonzept unserer Zeit, das letztendlich dem magischen "tue was du willst" eines A. Crowley näher ist als allem anderen sonst, und sein gleichgemachter Universalhimmel die vermuteten Erwartungen erfüllen wird, wird sich wohl individuell erweisen.
Misstrauisch macht mich der Umstand, dass die meisten davon ausgehen, dass ihnen nichts passieren kann, sozusagen jeder glaubt, schon den Freifahrtschein ins private Nirvana zu besitzen. Selbst wenn es nicht um so etwas wie reale Orte geht, nichts existiert ohne einen wahren Hintergrund, Kern. Auch kein Mythos.
Ja, du betrachtest Satan ebenfalls als eine Person und als eine Eigenschöpfung, also als einen selbständigen Gegenspieler Gottes. Na, dann proste Mahlzeit. Jetzt weiss ich, warum du in den Angst-Topf fällst. Genau dieser Angst-Topf ist es, der von einer hemmungslos machtbesessenen Kirche über ihre Schäfchen drübergestülpt worden ist. Und jetzt wird gebibbert und gebebt vor dem Bösen und vor der Hölle und vor den Höllenstrafen. Nein Danke.
Es gibt vermutlich eine Angst, auch Ängste, die unbegründet sind. Die, die aus traumatischen Erfahrungen entsteht. Bei denen paradoxerweise die Angst nicht rechtzeitig das Richtige signalisierte. Oder man sich nicht danach richtete.
Die Angst, die jedes Lebewesen als Schutzmechanismus hat, ist etwas sehr Sinnvolles.
Sie bewahrt einen vor realen Gefahren. Zumindest vor den Offensichtlichsten. Und vor Selbstüberschätzung. Und deren Folgen. Ist quasi einer der Ratgeber Gottes' in uns.
Der Angst-Topf der Kirche ist wiederum ein anderer Aspekt. Das Kind mit dem Bad auszuschütten ist hingegen auch kaum eine zielführende Lösung. Also kann es kaum um die Wahl Angst + Kirche = übel, keine-Angst + Gott = alles gut alleine gehen.
Nur, was ist noch da? Außer der Angst und Gott? Wir sind zunächst da. Und was noch?
Vermutlich ist die Welt, Schöpfung, das Universum noch wesentlich komplexer, vielschichtiger als wir uns das überhaupt vorstellen können, könnten.
Und da gibt es dann ein einziges Wesen, wie auch immer beschaffen, und uns? Was für eine erbärmliche Schöpfung wäre das wohl. Also liegt der Schluss viel näher dass Gott zunächst wohl so etwas wie einen Gegenpol zu sich selbst erschaffen haben muss als keinen. Alleine aus Gründen der Balance.
Sogar ein binäres System benötigt zumindest zwei Komponenten: 0 und 1.
Sonst passiert nichts. Weder in einem 0000-System, noch in einem 1111-System.
Und das ist nur das Minimum, das nötig ist. Gibt ja auch wesentlich komplexere mathematische Systeme.
Der Rest sei der Fantasie des Lesers überlassen.