Wer erkennt sich?

mal ne frage. hat schon jemand sich erkannt? wer ist sich? wo kommt sich her? wei alt ist sich? ist sich da jemand sicher? den sich...den kenn ich nich. will auch nich. da bleib ich lieber unter mich. *g*

alles gute
 
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peroque schrieb:
mal ne frage. hat schon jemand sich erkannt? wer ist sich? wo kommt sich her? wei alt ist sich? ist sich da jemand sicher? den sich...den kenn ich nich. will auch nich. da bleib ich lieber unter mich. *g*

alles gute

Nur mal am Rande :
Peroque alles Liebe zu deinem Pseudo-Geburtstag *lach* du wirst heute ja ganze 4 Jahre
geb040.gif
 
Condemn schrieb:
Ja, Angst vielleicht. Manchmal habe ich auch das Gefühl das da ein "böser" Wille ist der eine andere Richtung will. Schwer zu erklären. Manchmal denke ich, das dieser "böse Wille" eigentlich der intelligentere ist und ich mich ihm anvertrauen sollte, anstatt dem zu folgen was mein Verstand als gut und richtig ansieht.

"böser" wille ? inwiefern ? ... und dann noch intelligenter ... wie geht das zusammen ?

Insgesamt sehe ich es sogar so, das NUR selbstbewusste Frauen wirklich ganz Frau sind, denn alle anderen verwirklichen sowas wie Klischeevorstellungen. Auf der einen Seite die Hausmütterchen und dann die die sich für stark halten und die andere Polarität wählen. Die selbstbewusste Frau muss da auch nicht den Mittelweg nehmen. Sie kann das alles verwirklichen, sogar heute das und morgen das, aber sie tut es eben selbstbewusst im Sinne von "das ist richtig so". Das betrifft natürlich genau so Männer. Meiner Meinung nach haben "Emanzen" nicht viel sondern eher wenig Selbstbewusstsein.

na, da hab ich mich doch glatt wieder erkannt :D :D :D ...

Eigentlich kommt es meiner Meinung nach weniger darauf an wie die Menschen auf Dich reagieren, sondern wie Du innerlich auf diese Reaktion reagierst. Du musst Dich da an nichts gewöhnen sondern feststellen was Du da ablehnst, denn solange Du da was ablehnst und wünscht das Menschen anders auf Dich reagieren "machst Du was falsch". Aber so sagst Du das ja auch gar nicht, also das Du ein Problem damit hast. Aber wenn man Menschen verunsichert, verunsichert das einen über kurz oder lang selbst. Falls man es sogar will, zeigt das ja schon eine Verunsicherung, wenn man es nicht will aber trotzdem die Reaktion andere so deutet, das man verunsichernd auf sie wirkt verunsichert das auch weil man nicht weiß weshalb man so wirkt.

Viele Grüße,
C.


ja condemn. genauso ist das. erst einmal war es mir gar nicht klar. dann wurde mir klar a) warum sie mich "ablehnen" und b) dass ich partout gefallen will. zwei wichtige erkenntnisse waren das für mich.

ich glaube es geht gar nicht darum, dass menschen "anderes" auf mich reagieren sollen. es muss mir nur klar sein, dass ich diese reaktion hervorrufe und das sie ok ist ... ;)

ich bin ja den weg gegangen (hier sind wir wieder beim eingangspost :) ) ...weil ich individuell sein wollte, weil ich mich selbst leben wollte, weil ich frei sein wollte, unangepaßt. ich habe dieses ziel erreicht, es nur nicht gemerkt - könnte man so sagen :D

und wohl auch nicht mit den folgen gerechnet *lol*
 
mara... schrieb:
"böser" wille ? inwiefern ? ... und dann noch intelligenter ... wie geht das zusammen ?
Nee, ich meine schon entweder oder. Das ist ja das Problem... Ist er "böse" in dem Sinne das er in eine destruktive Richtung geht aus der ich rauswill, oder ist es die "intelligentere Stimme" in mir, deren Weg man nicht überschauen kann, die einen aber sicherer und schneller führt wenn man ihr vertraut?


ja condemn. genauso ist das. erst einmal war es mir gar nicht klar. dann wurde mir klar a) warum sie mich "ablehnen" und b) dass ich partout gefallen will. zwei wichtige erkenntnisse waren das für mich.
Das zweite ist wirklich wichtig und es ging mir auch so. Man sieht sich immer als jemanden, der ziemlich unabhängig von der Meinung anderer seinen Weg geht und auf einmal merkt man wieviele Gedanken am Tag darum kreisen was andere denken. Das sind so profane Dinge das sie kaum auffallen, einfach normal, wie man eben nicht so gerne mit ungewaschenen Klamotten zur Arbeit geht. Diese Gedanken sind so unemotional das sie kaum auffallen, aber wenn man alleine ihre Quantität anschaut sind sie aussagekräftig. Und ausserdem sind sie v.a. deshalb unemotional weil man das worum es geht in der Regel im Griff hat. Man braucht nicht mit ungewaschenen Klamotten oder Haaren zur Arbeit gehen, aber man kann sich ja mal fragen wie es aussehen würde wenn man es müsste oder nicht anders könnte. Der Tag hätte keine Chance mehr unter den besten des Monats zu erscheinen ;)

ich glaube es geht gar nicht darum, dass menschen "anderes" auf mich reagieren sollen. es muss mir nur klar sein, dass ich diese reaktion hervorrufe und das sie ok ist ... ;)
Klar, man will einschätzen können warum und wie andere Menschen reagieren, nach wie vor ist das aber auch noch gefallen wollen, aber genau das, eben dieses Gefallen wollen was viele so weit von sich weisen und meinen in den Griff bekommen zu müssen, ist glaube ich eine wirklich wichtige Sache, weil das ein großer Punkt ist im Zusammenleben, also das man den anderen gefallen will. Das ist doch spätestens dann so, wenn einem jemand besonders wichtig ist. Ich fände es irgendwie komisch, wenn selbst Verliebte nicht den Anspruch hätten einander auch äusserlich zu gefallen. Insofern halte ich das eher für gut als für schlecht.

ich bin ja den weg gegangen (hier sind wir wieder beim eingangspost :) ) ...weil ich individuell sein wollte, weil ich mich selbst leben wollte, weil ich frei sein wollte, unangepaßt. ich habe dieses ziel erreicht, es nur nicht gemerkt - könnte man so sagen :D
Inwiefern bist Du einen Weg gegangen? Hast Du manche Dinge deutlich geändert oder nur Deine Einstellung?

Viele Grüße,
C.
 
Condemn schrieb:
Nee, ich meine schon entweder oder. Das ist ja das Problem... Ist er "böse" in dem Sinne das er in eine destruktive Richtung geht aus der ich rauswill, oder ist es die "intelligentere Stimme" in mir, deren Weg man nicht überschauen kann, die einen aber sicherer und schneller führt wenn man ihr vertraut?

Morgen condemn.

also so konkret (ich muss ich was "greifen" können :) ) ...:

das beste beispiel ist für mich enthaltsamkeit. alle sagen, wenn man spirituell weiter kommen will, "sollte" (wie ich dieses wort blöd finde) man(n) enthaltsam leben, also tun wir es, aber der trieb ist da und diese innere "böse" stimme sagt immer wieder "sex, sex, sex" ...
meinst du sowas in der art.

Das zweite ist wirklich wichtig und es ging mir auch so. Man sieht sich immer als jemanden, der ziemlich unabhängig von der Meinung anderer seinen Weg geht und auf einmal merkt man wieviele Gedanken am Tag darum kreisen was andere denken.

ja. dabei hatte ich die erkenntnis schon mal und auch danach gelebt, dass freisein bedeutet auch sowas einfach nachgeben zu dürfen. meinem bedürfnis nach aufmerksamkeit, bewundertwerden, gemocht werden, beliebt sein usw. - irgendwie hab ich das dann wieder vergessen als ich die rolle tauschte. vielleicht muss man es in jeder rolle neu lernen ?

besonders stark empfinde ich es in bezug auf mein kind. da ist mir sehr wichtig was andere von mir denken, aber ich spüre wie es mich behindert meinen sohn so zu "erziehen" wie ich das in mir als richtig erkannt habe. es fällt mir schwer gegen die strömung zu schwimmen. nicht das ich deshalb nicht tue, aber ich habe ein problem damit auch dazu zustehen.

Das sind so profane Dinge das sie kaum auffallen, einfach normal, wie man eben nicht so gerne mit ungewaschenen Klamotten zur Arbeit geht. Diese Gedanken sind so unemotional das sie kaum auffallen, aber wenn man alleine ihre Quantität anschaut sind sie aussagekräftig. Und ausserdem sind sie v.a. deshalb unemotional weil man das worum es geht in der Regel im Griff hat. Man braucht nicht mit ungewaschenen Klamotten oder Haaren zur Arbeit gehen, aber man kann sich ja mal fragen wie es aussehen würde wenn man es müsste oder nicht anders könnte. Der Tag hätte keine Chance mehr unter den besten des Monats zu erscheinen ;)

*grins* ... ja so hat jeder seine macken. ich gebe nicht viel darum, was mein äußeres angeht, aber die äußerlichkeiten meiner wohnung und des hauses - da merke ich es immer wieder. ich lebe aber auch wie das kleine chaosfleckchen inmitten der ordnung. ich glaube, die nachbarn und meine gäste nehmen mich schon längst wie ich bin, nur ich mach mir immer noch einen kopf drum. ich hab ja schon mal die befürchtung, dass es gar nicht die nachbarn sondern ich selbst bin, die das chaos gar nicht schätzt ... wenn ich nur nicht so faul wäre ... :)

da ist wirklich die frage: wenn es einen doch innerlich quält, muss man dann aus prinzip gegen den strom schwimmen, oder dreht man lieber rum und hat seinen inneren frieden während man mit den anderen so dahinplätschert.
ich glaube fast, dass ist ein gewinn, den ich aus dem "werden" bezogen hab. frei zu entscheiden - und unabhängig von dem, was man von mir erwartet, sondern rein danach, wie ich mich bei etwas fühle ...

Klar, man will einschätzen können warum und wie andere Menschen reagieren, nach wie vor ist das aber auch noch gefallen wollen, aber genau das, eben dieses Gefallen wollen was viele so weit von sich weisen und meinen in den Griff bekommen zu müssen, ist glaube ich eine wirklich wichtige Sache, weil das ein großer Punkt ist im Zusammenleben, also das man den anderen gefallen will.

also bei mir war es so, dass es mir aufgefallen ist, mir bewußt wurde, was ich da tue und dann war es anders. ich glaube, so pauschal läßt sich das nicht sagen. es gibt menschen, die sind mir wichtig, da möchte ich klar, dass sie mich mögen und es gibt menschen, da ist es mir nicht wichtig, aber da es mir nicht bewußt war, habe ich auch da auf ablehnung reagiert. allerdings mit verstörtheit und das hab ich jetzt behoben, weil ich weiß woran es liegt.

es ist genau der punkt. da wo ich gefallen will, verhalte ich mich dem entsprechend und kann das auch klar artikulieren. da wo nicht, benehme ich mich trotzdem so als wollte ich gefallen, obwohl es mir im grunde schnuppe ist. diese diskrepanz in mir kam zum tragen und hat verunsichert. mich und andere.

Das ist doch spätestens dann so, wenn einem jemand besonders wichtig ist. Ich fände es irgendwie komisch, wenn selbst Verliebte nicht den Anspruch hätten einander auch äusserlich zu gefallen. Insofern halte ich das eher für gut als für schlecht.

ja, so sehe ich das auch. ich kenne es aber meistens so, dass sich dann in der verliebtheit zb. mühe gegeben wird und plötzlich alles anders ist. da werden die hochhackigen schuhe und das makeup wieder ausgepackt und zum friseur gerannt, der einen schon jahrelang nicht mehr gesehen hat. das halte ich für schlichtweg "betrug" und davon halte ich überhaupt nichts. nach ein paar monaten kommt dann der "alltag" und schwupps hat man den partner wieder im jogginganzug und ungepflegt auf der couch rumhängen. sowas mag ich überhaupt nicht - ich meine jetzt weder den jogginganzug noch das ungepflegte :), sondern diese schauspielerei, die doch nicht hält. mir ist lieber jeder ist so, wie er wirklich ist und sich am wohlsten fühlt und ich kann dann wirklich frei entscheiden, ob er so wie er ist zu mir paßt.
allerdings sind kompromisse da schon ok und so wie ich für mein kind einiges anders mache, als wäre ich allein, so wäre das sicher auch bei einem partner, aber nie soweit gehend, dass ich mich selbst nicht mehr wiederfinde, wenn ich in den spiegel schaue.

die letzte frage beantworte ich dir später. da muss ich erst drüber nachdenken.
 
Condemn schrieb:
Inwiefern bist Du einen Weg gegangen? Hast Du manche Dinge deutlich geändert oder nur Deine Einstellung?

Viele Grüße,
C.

einen weg insoweit, dass ich irgendwann realisierte, dass ich einen traum habe und nichts dafür tue oder getan habe, um ihn zu verwirklichen. mir wurde klar, dass er sich nicht einfach so - in meinem dilemma damals - verwirklichen würde, ohne mein zutun, sondern dass ich zuerst in mir selbst etwas verändern müßte. was das war, war mir nicht klar.
ich habe mir ein ziel gesetzt und dann bin ich losgegangen - nicht bewußt, aber heute sehe ich das so und ich gehe noch immer - denn der traum steht immer noch im raum ;) ... aber ich bin nah dran.

ich habe ganz grundlegende dinge geändert und auch meine einstellung grundlegend. ich habe mich einmal komplett freigemacht, mich entmüllt sozusagen und dann habe ich mich auf die suche gemacht nach dem, was da wirklich in mir ist. dann habe ich das gefundene eine zeitlang gelebt bis es in die nächste schicht ging und ich fand immer und immer wieder noch dinge und einstellungen die nicht "mir" waren und so geht das heute noch.

jetzt denke ich man kommt nie wirklich an und es ist ein kreislauf, der sich aus sich selbst ergibt. man lebt eine zeitlang sich selbst, wird wieder zugemüllt, merkt es irgendwann, schüttelt sich und entmüllt mal wieder und sortiert wieder aus, was man brauchen kann und was nicht und dann geht es ohne großen ballast wieder eine zeitlang gut und dann hat es sich angesammelt um muss wieder durchgesehen werden ...

ich frage mich, ob bewußtsein aus diesem kreislauf raushelfen könnte ? was meinst du ? oder bleibt ein teil von uns eben immer unbewußt ?

hab ich deine frage beantwortet ?
 
Hi Mara!

Hat nen bisschen länger gedauert... :rolleyes:
Irgendwie witzig, dieser Thread hat sich zu einem "Privatgespräch" entwickelt... das man mitlesen kann ;)


ja. dabei hatte ich die erkenntnis schon mal und auch danach gelebt, dass freisein bedeutet auch sowas einfach nachgeben zu dürfen. meinem bedürfnis nach aufmerksamkeit, bewundertwerden, gemocht werden, beliebt sein usw. - irgendwie hab ich das dann wieder vergessen als ich die rolle tauschte. vielleicht muss man es in jeder rolle neu lernen ?
Genau darum gehts meiner Meinung nach, eben das zu erkennen, aber nicht schlimm zu finden. Es geht nicht darum zu sagen "Oh je, ich will gefallen" und das dann Krampfhaft versuchen zu ändern, sondern so zu lassen und gut zu finden, bis man es nicht mehr braucht und selbst dann kann man noch immer gefallen wollen, aber ohne es zu müssen. Das ist der Unterschied. Sich extra in Sack und Asche zu kleiden um sein Ego kleinzukriegen ist ja nur die andere Seite der Medaille und auch ein "müssen". Wenn es so ist, verfährt man damit genau so, eben anerkennen das es eigentlich dasselbe ist und dadurch frei werden. Nachher kann man dann der Yogi auf der Parkbank sein, wie Tolle (E.Tolle soll Jahre lang nach seiner Erleuchtung auf Parkbänken gelebt haben und nur das Nötigste getan haben um physisch zu existieren), oder auch in Samt und Seide. Mir gehen diese "Kinder" auf den Keks die irgendwelche Messlatten anlegen wollen, wie moralische Qualitäten, von wegen "ein Erwachter" müsse Selbstlos sein, dürfe kein Interesse mehr an Geld haben, oder wie Du auch meintest sexuell enthaltsam leben. Der Unterschied zwischen denen und uns ist, dass sie ALLES dürfen, sich alles gestatten können aber nichts davon müssen oder brauchen.


da ist wirklich die frage: wenn es einen doch innerlich quält, muss man dann aus prinzip gegen den strom schwimmen, oder dreht man lieber rum und hat seinen inneren frieden während man mit den anderen so dahinplätschert.
ich glaube fast, dass ist ein gewinn, den ich aus dem "werden" bezogen hab. frei zu entscheiden - und unabhängig von dem, was man von mir erwartet, sondern rein danach, wie ich mich bei etwas fühle ...
Ja, das sehe ich auch so. Alleine der Gedanke da sei ein Strom mit oder gegen den man schwimme zeigt ja, dass der Gedanke noch nicht weg ist und meiner Meinung nach geht es gar nicht um die Richtung, sondern die Freiheit jede zu wählen die man wünscht.



also bei mir war es so, dass es mir aufgefallen ist, mir bewußt wurde, was ich da tue und dann war es anders. ich glaube, so pauschal läßt sich das nicht sagen. es gibt menschen, die sind mir wichtig, da möchte ich klar, dass sie mich mögen und es gibt menschen, da ist es mir nicht wichtig, aber da es mir nicht bewußt war, habe ich auch da auf ablehnung reagiert. allerdings mit verstörtheit und das hab ich jetzt behoben, weil ich weiß woran es liegt.
Ich habe gemerkt, das es mir ziemlich wichtig ist das die Menschen mich so sehen wie ich mich selbst ungefähr einschätze. Bei Menschen die mir wichtig sind nehme ich es dann auch gerne auf mich das klar zu stellen, wenn sie mich auf eine meiner Meinung nach falsche Weise sehen weil es z.B. ein Mißverständniss gab, bei anderen nicht, nur egal ist es mir immer noch nicht, aber doch immer mehr. Das merke ich auch im Forum. Mir geht es nicht darum einen bestimmten Eindruck zu erwecken, aber mir ging es immer gegen den Strich wenn jemand etwas vollkommen anders versteht als ich es gemeint habe und mittlerweile ist es mir doch ziemlich gleichgültig.

es ist genau der punkt. da wo ich gefallen will, verhalte ich mich dem entsprechend und kann das auch klar artikulieren. da wo nicht, benehme ich mich trotzdem so als wollte ich gefallen, obwohl es mir im grunde schnuppe ist. diese diskrepanz in mir kam zum tragen und hat verunsichert. mich und andere.
Na ja... Das liegt aber meiner Meinung nach auch daran, das Menschen die sagen es nicht nötig haben Gefallen zu wollen, es dann scheinbar nötig haben genau DAS offensiv zu zeigen, wie der keine Punk der in der Oper rumgrölt ;) und wenn Du sagst Du verhältst Dich trotzdem ziemlich "gefallend" obwohl es Dir nicht wichtig ist, ist das meiner Meinung nach nur positiv.

einen weg insoweit, dass ich irgendwann realisierte, dass ich einen traum habe und nichts dafür tue oder getan habe, um ihn zu verwirklichen. mir wurde klar, dass er sich nicht einfach so - in meinem dilemma damals - verwirklichen würde, ohne mein zutun, sondern dass ich zuerst in mir selbst etwas verändern müßte. was das war, war mir nicht klar.
ich habe mir ein ziel gesetzt und dann bin ich losgegangen - nicht bewußt, aber heute sehe ich das so und ich gehe noch immer - denn der traum steht immer noch im raum ... aber ich bin nah dran.
Sind wir scheinbar in einer ähnlichen Situation.

ich habe ganz grundlegende dinge geändert und auch meine einstellung grundlegend. ich habe mich einmal komplett freigemacht, mich entmüllt sozusagen und dann habe ich mich auf die suche gemacht nach dem, was da wirklich in mir ist. dann habe ich das gefundene eine zeitlang gelebt bis es in die nächste schicht ging und ich fand immer und immer wieder noch dinge und einstellungen die nicht "mir" waren und so geht das heute noch.
Für mich war das ähnlich und ist auch noch nicht abgeschlossen. Ich bin die letzten Jahre in allen Bereichen eher weniger geworden als mehr, habe aber bis auf wenige Dinge nicht das Gefühl dabei etwas verloren zu haben. Eine gewisse Zeit war die Hoffnung weg, aber sie hat die Bedeutung mitgenommen, so dass es nicht zu schmerzhaft war. Jetzt kommt beides wieder und jetzt ist es manchmal schmerzhaft, denn beides ist noch nicht voll da.

jetzt denke ich man kommt nie wirklich an und es ist ein kreislauf, der sich aus sich selbst ergibt. man lebt eine zeitlang sich selbst, wird wieder zugemüllt, merkt es irgendwann, schüttelt sich und entmüllt mal wieder und sortiert wieder aus, was man brauchen kann und was nicht und dann geht es ohne großen ballast wieder eine zeitlang gut und dann hat es sich angesammelt um muss wieder durchgesehen werden ...
Bei mir ist es eher so, dass ich das Gefühl habe irgendwas mit mir rumzuschleppen das so Grundlegend ist, das darauf alles was mir in meinem Leben an Negativem passiert ist darauf zurückgeht und ich keine Chance habe wenn ich es nicht finde, aber wenn ich es finde werde ich ein neuer Mensch sein und wie ein Besessener suche ich und weiß doch, das Einzige Problem ist die Angst des Suchenden das er nicht findet. Seltsam...

ich frage mich, ob bewußtsein aus diesem kreislauf raushelfen könnte ? was meinst du ? oder bleibt ein teil von uns eben immer unbewußt ?
Das was Du als Kreislauf empfindest wirst Du sicher verlassen und es ist meiner Meinung nach wirklich Bewusst-Sein, also Bewusstheit, das einen daraus hilft, aber ich glaube auch das es immer weiter geht, nur auf ganz andere Arten und ich bin mir ziemlich sicher das es nicht mehr so Leidend sein wird wie es für viele die in ähnlichen Situationen sind, ist und das sind viele, hier im Forum sind es auch viele. All die anderen wissen noch gar nicht wie sehr sie leiden weil sie glauben es akzeptiert zu haben, da sie annehmen es müsse so sein. Sobald die Einsicht kommt das es nicht so sein muss und es einen Ausweg gibt wird das Leid auch da sein. So viele hier "reden" von Aufstieg und es scheint manchmal so, als glaubten sie das käme über sie wie Regen und sei eine Art Massenereignis zu einem festen Zeitpunkt, aber sie sehen nicht die vollkommen Individuelle Seite bei diesem Bewusstwerdungsprozess. Er findet scheinbar wirklich auf großer Ebene statt und betrifft nicht nur eine kleine Minderheit, aber es ist das Leid des Einzelnen das ihn ausmacht. Es wird deutlicher und tiefer empfunden WEIL man sicher ist das es nicht sein muss und es zeigt sich im Aussen aus demselben Grund. Und das Paradoxe ist, dass das Urteil es sei unnötig ebenfalls falsch ist. Es ist nötig um sich selbst zu überwinden.

hab ich deine frage beantwortet ?
Bestens :kiss3:

Viele Grüße,
C.
 
Condemn schrieb:
Hi Mara!

Hat nen bisschen länger gedauert... :rolleyes:
Irgendwie witzig, dieser Thread hat sich zu einem "Privatgespräch" entwickelt... das man mitlesen kann ;)

ich war schon ungeduldig :) ...

Genau darum gehts meiner Meinung nach, eben das zu erkennen, aber nicht schlimm zu finden. Es geht nicht darum zu sagen "Oh je, ich will gefallen" und das dann Krampfhaft versuchen zu ändern, sondern so zu lassen und gut zu finden, bis man es nicht mehr braucht und selbst dann kann man noch immer gefallen wollen, aber ohne es zu müssen. Das ist der Unterschied.

voraussetzung wie immer - bewußtheit. ich habe mich auch wieder gestreubt, so lange zeit gegen alles mögliche, was ich nicht sein wollte - und doch unweigerlich bin ... aber es hat alles seinen sinn und zweck :) dazu komme ich später, weil es dir vielleicht hilft ...

Sich extra in Sack und Asche zu kleiden um sein Ego kleinzukriegen ist ja nur die andere Seite der Medaille und auch ein "müssen". Wenn es so ist, verfährt man damit genau so, eben anerkennen das es eigentlich dasselbe ist und dadurch frei werden.

ich habe es so erlebt: als mir bewußt wurde, dass ich alles mögliche lebe, nur nicht mich selbst, habe ich erst einmal völlig auf anti geschaltet. ich habe einfach grundsätzlich anders gedacht, geredet, gelebt. dann erst langsam habe ich wieder begonnen, etwas zuzulassen ... also gemocht werden wollen und mit dem strom schwimmen und so ... und so fand ich meins ... bzw. dieses "ich bin" ... denn wenn wir wirklich frei sind, dann leben wir keine vorstellung mehr von uns, sondern wir sind einfach jeden moment so, wie wir gerade fühlen ...

seit ich mein kind habe geht das nicht mehr so einfach. das ist noch einmal eine zusätzliche herausforderung. ein partner ist mE kein unterschied. sobald uns im außen etwas "wichtig" ist, wird es schwierig mit dem einfach sosein ...

Nachher kann man dann der Yogi auf der Parkbank sein, wie Tolle (E.Tolle soll Jahre lang nach seiner Erleuchtung auf Parkbänken gelebt haben und nur das Nötigste getan haben um physisch zu existieren), oder auch in Samt und Seide. Mir gehen diese "Kinder" auf den Keks die irgendwelche Messlatten anlegen wollen, wie moralische Qualitäten, von wegen "ein Erwachter" müsse Selbstlos sein, dürfe kein Interesse mehr an Geld haben, oder wie Du auch meintest sexuell enthaltsam leben. Der Unterschied zwischen denen und uns ist, dass sie ALLES dürfen, sich alles gestatten können aber nichts davon müssen oder brauchen.

mein größter lehrmeister ist und bleibt da osho. ich las erst kürzlich hier wieder einen link von ihm und jedesmal erfüllt mich dermaßen eine leichtigkeit, heiterkeit und freude, wenn ich seine worte lese, weil sie geradezu aus mir selbst zu entspringen scheinen.

LEBEN ... einfach nur LEBEN. das was da ist in vollen zügen genießen. da möchte ich hin. in die völlige hingabe an den moment, jede sekunde DA sein und mitnehmen ... und zwar egal, was sich bietet - ohne nachdenken, ohne vorstellung ... einfach zugreifen.

Ja, das sehe ich auch so. Alleine der Gedanke da sei ein Strom mit oder gegen den man schwimme zeigt ja, dass der Gedanke noch nicht weg ist und meiner Meinung nach geht es gar nicht um die Richtung, sondern die Freiheit jede zu wählen die man wünscht.

ja das stimmt. erst wenn sich "mit" und "gegen" erledigt haben ist auch der strom weg ... ;)

die freiheit alles zulassen zu können. sowohl als auch ... da war ich am glücklichsten ... aber dieses "etwas" in mir war noch nicht zufrieden, wollte noch mehr, weiter, tiefer, reiner ... wie auch immer ...

Ich habe gemerkt, das es mir ziemlich wichtig ist das die Menschen mich so sehen wie ich mich selbst ungefähr einschätze.

:lachen: das hört sich sehr "autoritär" an ... widersprich mir nicht *lol*

wer will das nicht *grins* - es heißt ja nur, dass wir nicht in frage gestellt werden wollen, wenn wir nicht in frage gestellt werden wollen, dann sind wir uns nicht sicher, oder ? kannst du gut kritik vertragen ?

Bei Menschen die mir wichtig sind nehme ich es dann auch gerne auf mich das klar zu stellen, wenn sie mich auf eine meiner Meinung nach falsche Weise sehen weil es z.B. ein Mißverständniss gab, bei anderen nicht, nur egal ist es mir immer noch nicht, aber doch immer mehr. Das merke ich auch im Forum. Mir geht es nicht darum einen bestimmten Eindruck zu erwecken, aber mir ging es immer gegen den Strich wenn jemand etwas vollkommen anders versteht als ich es gemeint habe und mittlerweile ist es mir doch ziemlich gleichgültig.

bei mir stelle ich das auch immer wieder fest. es hat was mit "recht" haben wollen zu tun, oder ? wieso ist es dir wichtig, dass andere dich so sehen, wie du dich siehst ? was könnten sie in dir sehen, dass du nicht sehen willst ? ich vermute das kommt später ... diese suche in dir nach etwas das du nicht findest und du gönnst es auch keinem anderen, es vor dir zu sehen, woll ?

;)

Na ja... Das liegt aber meiner Meinung nach auch daran, das Menschen die sagen es nicht nötig haben Gefallen zu wollen, es dann scheinbar nötig haben genau DAS offensiv zu zeigen, wie der keine Punk der in der Oper rumgrölt ;) und wenn Du sagst Du verhältst Dich trotzdem ziemlich "gefallend" obwohl es Dir nicht wichtig ist, ist das meiner Meinung nach nur positiv.

ich glaube, dass es mir egaler ist, als ich denke, es mir nur nicht bewußt ist. wir hatten gerade so einen zwischenfall in der öffentlichkeit, wo mein sohn völlig ausgetickt ist. ich bin ganz ruhig geblieben und habe nicht eine sekunde daran gedacht, was andere jetzt denken oder fühlen. mir ging es nur um meinen sohn und darum, dass er seinen willen irgendwie mit gewalt durchsetzen wollte. in der öffentlichkeit ist das ein toller trick - ich bin da ziemlich gemein, weil ich da nicht drauf reagiere. jemand, der mit uns da war, war total schockiert darüber und hatte hinterher probleme damit ... das hat mir leid getan, aber ich kann und will das nicht ändern.

ich möchte die emotionen da leben, wo sie entstehen. echte gefühle lassen sich nicht warmhalten, bis man die passende umgebung hat, um sie rauszulassen ... außerdem gehe ich lieber an die ursachen für solche ausbrüche zum beispiel.

manchmal frage ich mich aber, ob es mir nicht vielleicht schon zu egal ist und diese diskrepanz kommt daher, dass ich einfach nicht mehr wahrlos die menschen vor den kopf stossen will. ich bin irgendwie durch nichts mehr zu sozialisieren. ich bin gerne alleine, ich kann mir selbst helfen ... ich liebe mich selbst. vielleicht ist da eine angst in mir, zu zufrieden mit mir selbst zu sein und mich so zu isolieren ?

ist das zu abgedreht oder verstehst du, was ich meine ?


Für mich war das ähnlich und ist auch noch nicht abgeschlossen. Ich bin die letzten Jahre in allen Bereichen eher weniger geworden als mehr, habe aber bis auf wenige Dinge nicht das Gefühl dabei etwas verloren zu haben. Eine gewisse Zeit war die Hoffnung weg, aber sie hat die Bedeutung mitgenommen, so dass es nicht zu schmerzhaft war. Jetzt kommt beides wieder und jetzt ist es manchmal schmerzhaft, denn beides ist noch nicht voll da.

brauchst du eine bedeutung ? eine hoffnung ?

Bei mir ist es eher so, dass ich das Gefühl habe irgendwas mit mir rumzuschleppen das so Grundlegend ist, das darauf alles was mir in meinem Leben an Negativem passiert ist darauf zurückgeht und ich keine Chance habe wenn ich es nicht finde, aber wenn ich es finde werde ich ein neuer Mensch sein und wie ein Besessener suche ich und weiß doch, das Einzige Problem ist die Angst des Suchenden das er nicht findet. Seltsam...

das war bei mir genauso. das war, was ich weiter oben andeutete: dieses sich in äußerlichkeiten verlieren hat bewirkt, dass ich in mir finden konnte. ích spüre da in dir irgendwas, was blockiert und es scheint mir in gewisser weise gar nicht um dich selbst und das was du finden willst zu gehen, als wirklich vielmehr um irgendeinen ehrgeiz, dass du nicht willst, dass es für andere sichtbar ist, bevor du es gesehen hast ... das ist wirklich seltsam. was treibt dich da ?

solange du nicht willst, dass es sichtbar wird - wirst du es aber nicht finden können. lenk dich ab. das hat bei mir auch funktioniert. es kam dann ganz plötzlich hoch - irgendwann zum jahreswechsel ... du steckst zu viel energie in dieses "nicht für andere sichtbar sein" ... und du verhinderst so die hilfe. ich habe auch hilfe bekommen von anderen ...

ich habe festgestellt, dass es in unserem leben irgendwann in der kindheit/jugend eine situation gibt, die alle "verletzungen" in sich vereint. es ist eine schlüsselsituation. meistens heftig und einschneidend. sie ist eine zeitpunktenwende, könnte man so sagen. bei mir war es ein tag, an dem sich in mir ein regelrecht "böser" teil gebildet hat. oder besser gesagt: an dem tag wurde ein teil von mir "böse" - bitterböse. ich habe mich dann - unbewußt - entschlossen, diesen teil nicht zu leben (gottseidank) und ihn verdrängt. doch er wirkte aus den tiefen in mein leben und zwar nachhaltig und jetzt - seit mein sohn geboren ist - kam er immer mehr zu "tage" - wurde sichtbar. ich konnte aber noch nicht hinschauen, es mir nicht bewußt machen.

jetzt weiß ich es und dieser teil von mir ist zwar noch da, aber er wirkt nicht mehr ...

wenn du dazu genaueres willst, dann frag ruhig.

Das was Du als Kreislauf empfindest wirst Du sicher verlassen und es ist meiner Meinung nach wirklich Bewusst-Sein, also Bewusstheit, das einen daraus hilft, aber ich glaube auch das es immer weiter geht, nur auf ganz andere Arten und ich bin mir ziemlich sicher das es nicht mehr so Leidend sein wird wie es für viele die in ähnlichen Situationen sind, ist und das sind viele, hier im Forum sind es auch viele.

interessant. vor einiger zeit sagte eine innere stimme "ab jetzt wird es leichter" und es IST leichter, bzw. völlig anders.

All die anderen wissen noch gar nicht wie sehr sie leiden weil sie glauben es akzeptiert zu haben, da sie annehmen es müsse so sein. Sobald die Einsicht kommt das es nicht so sein muss und es einen Ausweg gibt wird das Leid auch da sein.

ja. schön , dass du das so ausformulieren kannst. genial...

So viele hier "reden" von Aufstieg und es scheint manchmal so, als glaubten sie das käme über sie wie Regen und sei eine Art Massenereignis zu einem festen Zeitpunkt, aber sie sehen nicht die vollkommen Individuelle Seite bei diesem Bewusstwerdungsprozess. Er findet scheinbar wirklich auf großer Ebene statt und betrifft nicht nur eine kleine Minderheit, aber es ist das Leid des Einzelnen das ihn ausmacht. Es wird deutlicher und tiefer empfunden WEIL man sicher ist das es nicht sein muss und es zeigt sich im Aussen aus demselben Grund. Und das Paradoxe ist, dass das Urteil es sei unnötig ebenfalls falsch ist. Es ist nötig um sich selbst zu überwinden.
Viele Grüße,
C.

ja genauso war es bei mir auch. dieses gefühl dass es eigntlich nicht sein müßte. dieses leiden - ich hatte dem entsprechend auch heftigen widerstand von "außen" , der mich noch mehr leiden ließ, aber ich bin jetzt überzeugt davon, dass ich anders an diesen "bitterbösen" teil in mir nicht herangekommen wäre.

ich weiß nicht genau warum ? ich könnte nicht mal sagen, dass ich angst davor gehabt hätte. aber der druck der auf mir lastete war immens und es war, als ob dieser druck mich überhaupt erst "runtergedrückt" hätte, dahin wo ich dann fand, was ich nicht wirklich suchte ... jedenfalls nicht mit meinem tagbewußtsein.

wenn ich mich nun so umschaue, dann sehe ich dass das leid aus der angst des egos vor dem tod entsteht und je größer und stärker dieses "ego" ist, desto größer muss wohl der leidensdruck sein, damit es "stirbt" ... weggeht, kleiner wird, die kontrolle abgibt, wie auch immer.

aber weißt du. es ist schon irgendwie dämlich. jetzt wo ich sozusagen da durch bin, jetzt kann ich das leid annehmen ...
die welt ist schon verrückt, irgendwie. diese qual gehört wohl tatsächlich zwingend dazu, aber sag das mal einem, der mitten drin steckt oder erst gar nicht rein will ... :)
 
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mara... schrieb:
mein größter lehrmeister ist und bleibt da osho. ich las erst kürzlich hier wieder einen link von ihm und jedesmal erfüllt mich dermaßen eine leichtigkeit, heiterkeit und freude, wenn ich seine worte lese, weil sie geradezu aus mir selbst zu entspringen scheinen.
Ja, Osho hat eine Menge guter Dinge gesagt. Ich habe irgendwann mal einen Text von ihm gelesen, da hatte ich das Gefühl er wäre für mich geschrieben worden. Aber ich habe auch schon ein paar Dinge über ihn gelesen die auch sehr glaubhaft sind, da frage ich mich echt was das für ein Typ war. Ich weiß wirklich nicht was man da glauben kann. Aber trotz allem kann man glaube ich nicht viel falsch machen wenn man sich das was er sagte anschaut. Da ist eine Menge drin.


:lachen: das hört sich sehr "autoritär" an ... widersprich mir nicht *lol*
Nee, nicht widersprechen, sondern aus z.B. etwas was ich schreibe etwas herauslesen was ich da nicht drin haben wollte.

wer will das nicht *grins* - es heißt ja nur, dass wir nicht in frage gestellt werden wollen, wenn wir nicht in frage gestellt werden wollen, dann sind wir uns nicht sicher, oder ? kannst du gut kritik vertragen ?
Doch, ich kann sehr gut in Frage gestellt werden, ich nehme auch nicht persönlich falsch verstanden oder falsch gesehen zu werden und Kritik sowieso nicht. Wenn jemand Kritik an mir übt gibts da zwei Möglichkeiten. Entweder ich kann das nachvollziehen und dann sage ich das auch, bin vielleicht sogar dankbar, auch wenn der Moment vielleicht nicht der Schönste ist, oder es ist für mich nicht nachvollziehbar und egal was ich sage, ich bin mir gegenüber ehrlich. Aber was ich gar nicht mag, ist wenn jemand meint mich besser zu kennen als ich selbst, mir irgendwelche Motive unterstellt für was auch immer und ich das ganz sachlich klarstelle und dann der selbe Quatsch noch mal kommt.



bei mir stelle ich das auch immer wieder fest. es hat was mit "recht" haben wollen zu tun, oder ? wieso ist es dir wichtig, dass andere dich so sehen, wie du dich siehst ? was könnten sie in dir sehen, dass du nicht sehen willst ? ich vermute das kommt später ... diese suche in dir nach etwas das du nicht findest und du gönnst es auch keinem anderen, es vor dir zu sehen, woll ?
Erst mal die ersten 2 Fragen. Recht haben... Keine Ahnung. Es geht mir insgesamt um Lernen, v.a. hier im Forum und ich lerne lieber als zu lehren, von zweiterem hat nur mein Ego etwas. Warum es mir wichtig ist, dass andere mich so sehen wie ich mich sehe... Das ist mir nicht so wichtig, zumindest nicht bei Menschen die mir eben nicht extrem wichtig sind, bei "meinen Leuten" ist mir das sehr wichtig und das ist doch auch verständlich wie ich denke. Alleine schon zum normalen Zusammenleben ist es notwendig, das mir nichts unterstellt wird was nicht wahr ist. Hier im Forum ist es schnuppe, aber wenn ich Zeit habe stelle ich es auch hier richtig.

Der zweite Teil Deiner Fragen, von wegen andere in mir könnten etwas sehen das ich selbst nicht kenne. Das ist definitiv nicht so. VIelleicht will ich ein paar Aspekte meiner Persönlichkeit verstecken die ich kenne und auf die ich nicht stolz bin, aber wenn Du hier etwas entdecken würdest was ich selbst die ganze Zeit suche, und mir das dann vor die Nase hältst, sage ich danke, das kann ich versprechen. Hätte ich richtig viel Geld würde ich ein "Kopfgeld" auf meine "dunkle Seite" auslegen und würde mich dann vom ganzen Forum psychoanalysieren lassen und wenn mir jemand hilft es zu finden würde das so klar sein, für mich, das ich so dankbar wäre dass ich es bestimmt nicht einbehalten würde.


manchmal frage ich mich aber, ob es mir nicht vielleicht schon zu egal ist und diese diskrepanz kommt daher, dass ich einfach nicht mehr wahrlos die menschen vor den kopf stossen will. ich bin irgendwie durch nichts mehr zu sozialisieren. ich bin gerne alleine, ich kann mir selbst helfen ... ich liebe mich selbst. vielleicht ist da eine angst in mir, zu zufrieden mit mir selbst zu sein und mich so zu isolieren ?

ist das zu abgedreht oder verstehst du, was ich meine ?
Ich verstehe was Du meinst und vielleicht kann ich Dir einen Tipp geben. Deine Gedanken gehen darum was ist. Du versuchst sozusagen eine gedankliche Annäherung zu schaffen an einen Zustand und fragst Dich "könnte es so sein oder liege ich da ganz falsch?". Aber der Trick ist, zu erkennen, das DA IST was Du denkst. Verstehst Du? Es gibt kein SO IST ES! das Du nicht kennst. Du kannst Dich fragen, ob diese Angst zu zufrieden zu sein eine Rolle spielt und Dein Gefühl wird Dir ganz klar sagen ob es so ist. Und es IST auf jeden Fall da sonst wäre der Gedanke nicht mal da, und Du musst schauen was da noch für andere Gedanken sind und Dein Gefühl sagt Dir dann schon wo der Hauptpunkt liegt.




brauchst du eine bedeutung ? eine hoffnung ?
Allerdings. Keine Bedeutung war erträglich, aber Bedeutung und keine Hoffnung ist unerträglich, aber ich habe ja wieder Hoffnung. Ich behaupte das jemand der keine Hoffnung UND keine Bedeutung mehr sieht, stirbt und er muss sich nicht aktiv selbst töten.

das war bei mir genauso. das war, was ich weiter oben andeutete: dieses sich in äußerlichkeiten verlieren hat bewirkt, dass ich in mir finden konnte. ích spüre da in dir irgendwas, was blockiert und es scheint mir in gewisser weise gar nicht um dich selbst und das was du finden willst zu gehen, als wirklich vielmehr um irgendeinen ehrgeiz, dass du nicht willst, dass es für andere sichtbar ist, bevor du es gesehen hast ... das ist wirklich seltsam. was treibt dich da ?
Ehrgeiz auf jeden Fall. Da ist irgendwas Treibendes das gleichzeitig hemmt, aber ob es damit zu tun hat "nicht erkannt zu werden"... Ich denke nicht mehr als normal. Eigentlich bin ich ziemlich ich selbst und da gibts nicht mehr viel zu verstecken.

solange du nicht willst, dass es sichtbar wird - wirst du es aber nicht finden können. lenk dich ab. das hat bei mir auch funktioniert. es kam dann ganz plötzlich hoch - irgendwann zum jahreswechsel ... du steckst zu viel energie in dieses "nicht für andere sichtbar sein" ... und du verhinderst so die hilfe. ich habe auch hilfe bekommen von anderen ...
Woraus glaubst Du das zu sehen, also "nicht für andere sichtbar sein"? Ich schreibe hier doch ziemlich offen und ich wüsste auch nicht das ich hier eine Rolle spiele. Wenn, dann weiß ich es nicht.

ich habe festgestellt, dass es in unserem leben irgendwann in der kindheit/jugend eine situation gibt, die alle "verletzungen" in sich vereint. es ist eine schlüsselsituation. meistens heftig und einschneidend. sie ist eine zeitpunktenwende, könnte man so sagen. bei mir war es ein tag, an dem sich in mir ein regelrecht "böser" teil gebildet hat. oder besser gesagt: an dem tag wurde ein teil von mir "böse" - bitterböse.
Frag Dich mal, ob es nicht vielleicht so ist, das dieser "böse Teil" von Dir diese Situation erst herbeigeführt hat. Du kanntest ihn nicht aber er hat gewirkt, durch die Eskalation hast Du ihn gesehen und konntest anerkennen das er da und Dein ist und damit kannst Du Dich auch gegen ihn entscheiden.

ja genauso war es bei mir auch. dieses gefühl dass es eigntlich nicht sein müßte. dieses leiden - ich hatte dem entsprechend auch heftigen widerstand von "außen" , der mich noch mehr leiden ließ, aber ich bin jetzt überzeugt davon, dass ich anders an diesen "bitterbösen" teil in mir nicht herangekommen wäre.
Ja, man erkennt das irgendwann nur noch im Aussen und es muss emotional sein und das ist es was ich suche. Ich schaue mir mein Leben an, meine Situation und suche "das Böse" ;) und finde es nicht.


aber weißt du. es ist schon irgendwie dämlich. jetzt wo ich sozusagen da durch bin, jetzt kann ich das leid annehmen ...
die welt ist schon verrückt, irgendwie. diese qual gehört wohl tatsächlich zwingend dazu, aber sag das mal einem, der mitten drin steckt oder erst gar nicht rein will ... :)
Ja, das ist Teil des Spiels und es hat seine Tücken. Das manche Menschen das nicht hören wollen ist normal und war bei mir auch so. Das machts ja erst richtig spannend ;)

Viele Grüße,
C.
 
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