Für mich charakterisiert sich eine Emanze dadurch, dass sie die Schuld immer bei anderen sucht.
Das ist dein Vorurteil, arbeite dran. *g*
Weißt Du auch, wieso Du es so siehst?
Ich habe eine Vermutung, denn wenn Du eh denkst, dass er Mann mehr Rechte haben sollte als die Frau, musst Du Emanzipierte doch als Bedrohung und Schuldzuweiserinnen sehen. Dabei sind diese Forderungen nach Gleichberechtigung nichts anderes, als eben zu sagen: nein, der Mann hat nicht mehr Rechte, nur weil er mit seinem Selbstwertgefühl ohne Sonderlocken nicht klarkommt, nur weil er eben ein männliches Geschlechtsorgan hat.
Was Du zu dem selbst unglücklich machen schreibst, trifft mindestens ebenso auf Männer zu. Ich meine, wie viele Menschen gibt es, denen es wirklich Freude bereitet Hausarbeit zu machen. Wenige. Die meisten Leute, die ich kenne, würden diese ganzen Aufgaben inkl. den unschönen Seiten der Kindererziehung zu gerne delegieren. Sehr viel mehr Menschen, Frauen wie Männer, bevorzugen ein Leben ohne zu viel Verbindlichkeiten und das über zwei Jahrzehnte.
Aktuell kommen gerade drei Bücher zum Thema Mutterschaft auf den Markt, alle drei beschäftigen sich mit dem Tabuthema, das eine Frau auf gar keinen Fall Unlust und schlechte Laune durch Kinder bekommen darf. Diese Bücher räumen mit gesellschaftlichen Klischees auf, dass die Frau für die Mutterrolle zuständig sein soll. Viele Frauen würden, könnten sie die Zeit zurückdrehen, auf Kinderkriegen verzichten. Aus vielerlei Gründen. Berechtigten Gründen.
Unsere gEsellschaft geht seit vielen Jahrzehnten in Richtung Unabhängigkeit und inzwischen in Richtung partnerschaftliche Verantwortung für gemeinsame Kinder. Vielen Männern gefällt das nicht, denn sie wissen aus Miterleben mit ihren Müttern und Ehefrauen, wie anstrengend und lästig dieser Job (Haushalt und Kinder) sein kann, für den man nicht einmal bezahlt wird. Als man sich scheiden lassen konnte, sortierten Frauen ihre unbrauchbaren Machos aus, dann lieber alleine mit Kind leben als mit einer zusätzlichen Last in Form eines unkooperativen Partners.
Diese nicht wenigen Männer klagen über Unterhaltspflichten für ihre eigenen Kinder, wie doof die Frauen sind, weil sie sich nicht mehr verarschen lassen wollen und nur familie und IHM zu Diensten zu sein. Sie gehen zunehmend den Weg des Singles, sind dabei aber auch nicht unbedingt zufrieden und glücklich.
Ich denke, der weitere Weg wird in Richtung gemeinsame Veranwortung gehen müssen, Männer können sich jetzt schon immer weniger ihren tatsächlichen Vaterpflichten entziehen (geteiltes,
zeitliches Sorgerecht) und das ist auch richtig so. Alleine dadurch, dass die gemeinsamen Kinder dann 50% der Zeit beim Vater sind, muss er sich kümmern, wovon er sich zuvor freikaufen konnte.
Übrigens, was Du wieder versuchst so darzustellen, als wäre Mutterschaft anerzogen usw., das ist eine der großen gesellschaftlichen Lügen. Da muss nichts entwickelt werden, entweder Frau hat Lust sich mit Kindern zu beschäftigen und Freude dran oder nicht. Es sind sehr viel mehr Frauen, die dazu nur wenig Lust haben und Mutterschaft als Pflichtaufgabe betrachten. Das macht sie weder zu unweiblicheren Frauen noch zu unterentwickelten Frauen, das IST einfach so.