Wenn Frauen die Norm sind ...

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Das widerspricht sich jetzt mal so im ersten Duchlesen für mich ... "es gibt nichts, was Frau nicht ohne Mann lösen kann" ... und "das was noch übrig ist,ist eine gute Ergänzung zur Frau" ... damit sind wir beim Sex, denn alles andere kann Frau ja angeblich. Dieser Gemeinplatz trifft aber nicht auf alle Frauen zu. Weder können alle Frauen alles, noch wollen sie es. Es gibt Dinge die können Frauen besser, und manche die können Männer besser, auf Grund ihrer körperlichen und geistigen Anlagen. Und genau hier findet sich die Ergänzung, soferne beide es akzeptieren können. Und wie sich das Paar diese Teilung jetzt verinbart ist allene eine Verenbarung zwischen dem Paar, und lässt sich nicht in einen Rahmen pressen.
Kein Thema...Männer haben mehr Muskeln. ;) Doch auch Frau bekommt das Holz klein.
 
Na, du vergisst die Altersvorsorge und das frei verfügbare eigene Einkommen der Frau, das es dann nicht gibt.

Ja, aber das ist doch etwas ganz simples versicherungstechnisches, eine Standardlösung. Da brauche ich deswegen doch keinen "Klassenkampf".

Wusstest Du zum Beispiel, dass es total ungerecht ist, dass eine Frau, die "nur" Hausfrau ist, auch wesentlich weniger Witwenrente in Deutschland erhält als wenn sie arbeiten gegangen wäre? So muss der Mann dann die Altersvorsorge für die Frau mit übernehmen, denn für ihre Arbeit, die monetär für sie NULL bringt, müsste er es ausgleichen. Und überhaupt, wer möchte denn um sein Taschengeld beim Partner betteln und anstehen, oder aber seinen Lebensstil dermaßen zurückfahren, nur um zu Hause bei den Kindern bleiben zu können?

Ja, Deutschland ist da noch etwas weiter hinten als Österreich. Ausser bei den Bauern ... da haben wir doch noch recht viele Ausgleichszulagenbezieher.
Wieso hast Du das Gefühl, bei deinem Partner um Taschengeld betteln zu müssen? Ja, gut, kann bei einem Kontrollfreak oder Geizhals passieren, aber das war ja deine Partnerwahl. Aber normal sollte das Einkommen ja gemeinsam sein.

Weißt du, dann jammern wieder die schlecht verdienenden Männer herum, sie finden keine Frau, die mit ihnen eine Familie gründen will. Nur eine Frau ist dann gezwungen nach einem solventen Kindsvater Ausschau zu halten, wenn sie Zuhause bleiben möchte.

Warum muss die Frau *schüttel* ... nein, denn es ist immer partnerschaftlich. Junge Frauen arbeiten meistens sowieso, d.h. da ist es finanziell doch etwas besser. Und wann man dann Kinder kriegt, das muss man dann halt gut überlegen und durchrechnen. Mit Löhnen die zu gering sind wird sowieso alles zum Problem ... und trotzdem schaffen es die Leute.

Oder aber sie geht das sehr wahrscheinliche Risiko ein, im Alter zu verarmen - oder früher, wenn er sich nach einer jüngeren Frau umsieht und sich seinen Vaterpflichten entzieht.

An das denkst Du in der Jugend sowieso nicht (abgesehen davon, dass die Versicherungen heute sowieso gleich bei der Geburt eine Rentenversicherung verkaufen würden).
Also ich bin immer wieder fasziniert, wie gut Frauen mit dem Geld haushalten können. Frauen die im Privatkonkurs sind, Frauen die von Notstand leben, Alleinerziehende ....
Sie leben zwar einfacher, aber das Leben selber richten sie sich total klasse ein!

Die Frau trägt Risiko und den späteren Nachteil auf fast allen Ebenen. Das ist ungerecht. Er muss im schlimmsten Fall damit rechnen Unterhalt zu zahlen, eine Leistung, die den Hinterbliebenen Kindern und der Frau aber rechtlich und natürlich zusteht.

Das ist richtig, dass die Frau ein sehr hohes Risiko trägt. Hier müsste sicher politisch etwas getan werden, um besser abzusichern. Aber in letzter Konsequenz ist es eben eine Wirkung dessen, dass sich die Frau aus der "Knechtschaft" und damit aus der Sicherheit der Partnerschaft "bis dass der Tod euch scheidet" entfernt hat. Denn früher war ja auch die Verpflichtung zum Erhalt beim Mann, was das Risiko natürlich minimiert hat.
Daher sehe ich es als zulässig, es zu hinterfragen, ob die Emazipation tatsächlich so hat passieren müssen ... oder ob es nicht eine bessere und frauenfreundlichere Alternative im Miteinander gegeben hätte - vor allem auch von der legislativen und gesellschaftlichen Begleitung dieser Veränderung.

Wie zwei Erwachsene ihre Beziehung gestalten, eben auf der Basis jeweiliger finanzieller Unabhängigkeit voneinander, ist ihnen eh überlassen. Also wer das Klo putzt und wer die Möbel zusammen schraubt. Darum geht es bei dem Thema Emanzipation und Gleichberechtigung auch gar nicht.

Im Endeffekt ist auch das Eingehen einer Abhängigkeit dem Paar überlassen, je nachdem was sich die Partner vorstellen. Und tatsächliche wirtschaftliche Unabhängigkeit gibt's leider eh nur in der Oberschicht, die dann die netten Latrinenparolen ausgibt ... nur, die armen Arbeiterfamilien können von wirtschaftlicher Unabhängigkeit nicht reden, denn das gemeinsame Einkommen gerade zum Überleben reicht.
 
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