Wege in den Wahn

  • Ersteller Ersteller Hellequin
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ja

stell mal vor, plötzlich würde rauskommen,
ist einer deiner früheren Wiedergeburten gewesen?
was dann?

nur mal so als beisspiel
Ach, das seh ich ja jetzt erst. Also, um Hitler ging es, zur Erinnerung.

Nunja, ablehnen sollte man große Teile davon natürlich trotzdem.
Das ist der Fehler, alles gut finden zu müssen, nur weil man es mit dem eigenen "Ich" identifiziert.
Natürlich kann ich feststellen, auch wenn ich das mit dem eigenen Ich assoziiere, dass mir Eigenschaften und vielleicht nachwirkende Einstellungen trotzdem nicht gefallen, und, wenn ich sie wiedersehen sollte, ich die abzulehnen hätte.

Die Frage ist allerdings immer, welchen Maßstab man bei der Entscheidung anlegt, was eine gute und was eine schlechte Einstellung sei.
Es sollte schon irgendeinen geben, denke ich - dass das in der Esoterik nicht unbedingt Konsens ist, ist mir allerdings klar, weil ja immer gleich irgendjemand hinterm Busch hervor springt und dann darauf hinweist, wie unerleuchtet das ist, Dinge wertend voneinander zu unterscheiden.
 
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Zu den Basics möchte ich ergänzen, dass sie in der Simulation geübt, aber in der Konfrontation erlernt werden.

Finde ich eine interessante Formulierung, wo setzt du denn da bitte die Simulation an?
Wenn du dich zentrierst, zentrierst du dich. Das ist eine Sache für sich. Die Frage ist ein wenig, ob du dir das in einer Konfrontation zunutze machen kannst ... in gewissem Sinne kann man allerdings behaupten, dass die Konfrontation von ganz allein eintritt, sobald du übst. Es gibt da nicht wirklich eine sinnvolle "Simulation". Der hauptsächliche Unterschied ist, welcher Art die Störelemente sind.
Das höchste der Gefühle, was du versuchen kann, ist dir eine von äußeren Störungen möglichst freie Umgebung für so etwas suchen. Da die Hauptprobleme aber u.a. auch körpergebunden sind, du sie also mit dir herumschleppst, reduziert das das Hintergrundrauschen gerade bei Anfängern doch eher marginal.

Das Schwierige an dieser Art Üben ist von daher gerade, dass es keine Simulation gibt.
 
In meinem Fall geht es darum, den Laden erstmals in den Griff zu bekommen. In diesem Leben zumindest. Ich kann mich nicht zentrieren, ehe ich herausgefunden habe, wo (überall) meine Mitte ist.
Okay ... also, wie genau gedenkst du das dann herauszufinden, wo die Mitte ist?
 
Zumindest nehme ich an, dem Ganzen auf der Schliche zu sein. Es geht meines Erachtens nach um die Gefühle dahinter. Der "Vorfall" (Missbrauch) hat bestimmte Gefühle ausgelöst, die aber unterdrückt wurden (Schatten). Der Missbrauch selbst war meines Erachtens nach nur "das Werkzeug", um die eigentlichen Themen zu "aktivieren". Der Schatten konfrontiert mich mit den unterdrückten Gefühlen bzw. der Schatten stellt die Gefühle dar. Auch wäre es denkbar, dass die unterdrückten Gefühle den Schatten manifestieren.

"Mein Schatten" hat eine sehr reale Gestalt (in Form eines Tieres), dass zu jederzeit in mein Wahrnehmungsfeld rücken kann (und dies auch regelmäßig tut). Sofort sind die Gefühle präsent. Zuweilen habe ich den Eindruck, der Schatten taucht auf, wenn meine Gedanken wieder vermehrt um den "Vorfall" bzw. die daraus entstandenen Gefühle kreisen. Der Schatten offenbart sich dann, um überwunden, angenommen, integriert, besiegt zu werden (genau weiß ich das noch nicht).

Ich habe lange gebraucht, überhaupt zu lernen, dass nicht der "Vorfall" an sich der Schlüssel ist (Missbrauch, Karma, Zusammenhänge) sondern die Gefühle dahinter offenbaren mir sukzsessiv einige Verbindungen (auch karmisch gesehen). Zu tun gibt es für mich noch jede Menge und oft werde ich schwach und gebe mich den Gefühlen wieder hin und lasse mich von ihnen "versklaven". Aufgeben werde ich jedoch in keinem Fall.

Und selbst wenn es zum Schluss keinen magischen sondern nur einen psychologischen Ansatz hätte - die Leistung eines jeden Menschen, der es schafft, derartige Herausforderungen zu meistern, ist mit Worten nicht zu beschreiben.
Hast du dir schon mal überlegt eine Psychotherapie zu machen? Es wäre sinnvoll das Thema zunächst mit einer Begleitung anzugehen, bevor du versuchst alleine Schatten aufzulösen.

Wie es aussieht ist deine Abwehr eh noch sehr stark (was in deinem Fall wohl gut ist, da du erwähnst noch gar nicht am Theme gearbeitet zu haben), denn einerseits möchtest du zwar den Schatten integrieren, aber wenn es um die Konfrontation mit dem Schmerz geht, sprichst du von "schwach werden" und "versklaven lassen" sobald du dich den Gefühlen hingibst. Das widerspricht sich natürlich.
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Wie willst du den Schatten lösen, wenn du ihn bzw. die Gefühle nicht zulässt?
Mit Schwächeln hat das Zulassen schmerzlicher Gefühle nichts zutun, ganz im Gegenteil.
Worin also siehst du die Versklavung? Vielleicht im Ausgeliefertsein an die Gefühle?
Darin, dass du in den Zeiten der "Reinigung" nicht funktionierst wie sonst? Das wäre nicht nur völlig normal, sondern unumgänglich aber lohnenswert, wie du ja selber sagst. Das kannst du dir also ruhig gestatten. ;-) Oder wie gedenkst du sonst die Schätze zu heben?

Du verlierst dich nur dann in den Gefühlen, wenn du z.B. -wie jetzt gerade- bewertest, und dadurch oder anderweitig beginnst Geschichten zu weben.
Desweiteren ist die Sorge darum ein Widerstand, eine Art Ausrede, um dich nicht einzulassen, was bei deiner Vorgeschichte mehr als verständlich ist.

Ungeübt ist das nicht leicht, aber du kannst lernen die Gefühle wertfrei zu beobachten während du sie fühlst. Dann fühlst du dich auch weniger "versklavt", sondern hast weitesgehend den inneren Beobachter als neutralen Fixpunkt. So kommst du im Anschluss in den Genuss Frieden und Befreiung zu erleben, ohne bei diesem ohnehin schon schwierigen u. Kräfte zerrenden Thema in weitere unnötige Dramen zu verfallen.

Aber, wie schon eingangs erwähnt würde ich mich an deiner Stelle zunächst professionell begleiten lassen. So hast du den Therapeuten als Anker der dich auffängt, falls es krieselt.
Alles Gute.
 
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Hast du dir schon mal überlegt eine Psychotherapie zu machen? Es wäre sinnvoll das Thema zunächst mit einer Begleitung anzugehen, bevor du versuchst alleine Schatten aufzulösen.

Wie es aussieht ist deine Abwehr eh noch sehr stark (was in deinem Fall wohl gut ist, da du erwähnst noch gar nicht am Theme gearbeitet zu haben), denn einerseits möchtest du zwar den Schatten integrieren, aber wenn es um die Konfrontation mit dem Schmerz geht, sprichst du von "schwach werden" und "versklaven lassen" sobald du dich den Gefühlen hingibst. Das widerspricht sich natürlich.
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Wie willst du den Schatten lösen, wenn du ihn bzw. die Gefühle nicht zulässt?
Mit Schwächeln hat das Zulassen schmerzlicher Gefühle nichts zutun, ganz im Gegenteil.
Worin also siehst du die Versklavung? Vielleicht im Ausgeliefertsein an die Gefühle?
Darin, dass du in den Zeiten der "Reinigung" nicht funktionierst wie sonst? Das wäre nicht nur völlig normal, sondern unumgänglich aber lohnenswert, wie du ja selber sagst. Das kannst du dir also ruhig gestatten. ;-) Oder wie gedenkst du sonst die Schätze zu heben?

Du verlierst dich nur dann in den Gefühlen, wenn du z.B. -wie jetzt gerade- bewertest, und dadurch oder anderweitig beginnst Geschichten zu weben.
Desweiteren ist die Sorge darum ein Widerstand, eine Art Ausrede, um dich nicht einzulassen, was bei deiner Vorgeschichte mehr als verständlich ist.

Ungeübt ist das nicht leicht, aber du kannst lernen die Gefühle wertfrei zu beobachten während du sie fühlst. Dann fühlst du dich auch weniger "versklavt", sondern hast weitesgehend den inneren Beobachter als neutralen Fixpunkt. So kommst du im Anschluss in den Genuss Frieden und Befreiung zu erleben, ohne bei diesem ohnehin schon schwierigen u. Kräfte zerrenden Thema in weitere unnötige Dramen zu verfallen.

Aber, wie schon eingangs erwähnt würde ich mich an deiner Stelle zunächst professionell begleiten lassen. So hast du den Therapeuten als Anker der dich auffängt, falls es krieselt.
Alles Gute.
Das Gefühl des Ausgeliefertseins, der Versklavung, Schwäche und Hilflosigkeit passt auch zum Bild der Spinne, die das Opfer ja auch betäubt, einwickelt, bewegungunfähig macht, ihm die Lebenskraft aussaugt. Vielleicht gibt es da ja einen Zusammenhang.
 
Das Gefühl des Ausgeliefertseins, der Versklavung, Schwäche und Hilflosigkeit passt auch zum Bild der Spinne, die das Opfer ja auch betäubt, einwickelt, bewegungunfähig macht, ihm die Lebenskraft aussaugt. Vielleicht gibt es da ja einen Zusammenhang.
Dann handelt es sich scheinbar um ein Abgrenzungsproblem. (?)
 
Dann handelt es sich scheinbar um ein Abgrenzungsproblem. (?)
Ich weiß nicht, ob man hier Ferndiagnosen stellen kann. Ich sah nur die Ähnlichkeit des Bildes mit dem Erleben.
Was die Spinne nun ist, welcher Dämon sozusagen, das kann sie nur selbst rausfinden.
 
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