Wann Rotkohl zu Blaukraut wirs
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Rotkohl wird zu Blaukraut, wenn er in einem
basischen Milieu gekocht wird, da die enthaltenen Anthocyane bei höherem pH-Wert (alkalisch) blauviolett bis blau anstatt rot (sauer) erscheinen; dies wird oft durch Zugabe von Natron oder Backpulver erreicht, während Säure (Essig, Apfelsaft) ihn rot färbt. Regional wird es Blaukraut genannt, weil Süddeutsche es oft mit Natron kochen, während Norddeutsche Essig nutzen, was es rot hält.
Was passiert genau?
- pH-Wert-Indikator: Rotkohl enthält natürliche Farbstoffe (Anthocyane), die als pH-Indikatoren wirken.
- Sauer: In saurer Umgebung (niedriger pH-Wert, z.B. durch Essig) wird der Kohl rot (Rotkraut).
- Alkalisch: In basischer Umgebung (hoher pH-Wert, z.B. durch Natron/Backpulver) wird der Kohl blau (Blaukraut).
- Neutral: Bei neutralem pH-Wert (ca. 7) ist die Farbe blauviolett.
Warum der Namensunterschied?
- Regionale Zubereitung: Im Süden Deutschlands wird traditionell Natron hinzugefügt, um den Kohl zu blauen, daher der Name „Blaukraut“.
- Norddeutsche Tradition: Im Norden wird häufig Essig oder Apfelsaft verwendet, was die rote Farbe beibehält, weshalb man es „Rotkohl“ nennt.
Zusammenfassend: Ob Rotkohl rot oder blau wird, hängt von den Zutaten ab, die man beim Kochen hinzufügt – Säure macht ihn rot, Base macht ihn blau.
(KI-Text)