Eben, weil derjenige, der mit dir in Beziehung tritt, seins mitbringt. Und das kann sehr viel sein, was objektiv betrachtet völlig harmlos ist: der Haarschnitt, die Augenfarbe, eine bestimtme Geste... all das fließt in die Wahrnehmung untebewusst mit ein und gibt Impulse jemanden auf den ersten Blick nett oder unsympathisch zu finden. Ebenso die vielen Gefühle aus längst vergangenen Lebenssituationen.
Resonanz oder in Resonanz gehen wird oft so verstanden, dass die gesamte Person mit dem ggü. in Resonanz geht und beide selbstverschuldet Teil haben an einer Situation. Meiner Erfahrung nach ist das zu einfach und oberflächlich gedacht.
Je nach individuellem Differenzirungsfähigkeit eines Menschen kann es sein, das du demjenigen sofort unsympathisch bist, weil Du aussiehst wie Tante Klara früher, die derjengie nicht leiden konnte. Dann wird oft noch unbewusst provoziert um sich das bestätigen zu lassen. Klar ist auch das Resonanz, aber eben nur in einzenen Aspekten. Und die können auch unveränderlich sein.
Es reicht nun nicht das bei anderen Menschen zu beobachten und zu identifizieren, sondern vor allem auch bei sich selbst diese Begebenheiten Stück um Stück aufzudecken. Selbst wenn dann jemand ankommt und dich nicht ausstehen kannst, weil du z.B. nicht meinungsmäßig auf dessen Seite stehst, was ja nun wirklich sehr oberflächlich wäre jemanden abzulehnen finde ich, und dauernd gemein zu dir ist, wäre das keine Resonanz, die Du abstellen kannst oder musst.
Lg
Any