Was kann man machen, wenn man verhasst ist?

Die Frage, wie ich auf andere wirke, hat mich schon vor Jahren viel beschäftigt und zu keiner Lösung geführt.

In dem beschriebenen Fall, hat mich diese ältere Frau bewusst verletzen wollen.
Ich erkenne in ihrem Verhalten ähnliche Umgangsweisen wie bei meiner Schwester und bei meiner Mutter. Bei diesen beiden kenne ich die Motive und bei der älteren Frau kann ich sie erahnen. Mir geht es darum zu ergründen, wie ich es anstelle, dass ich solche Frauen nicht mehre anziehe.

Ich verstehe in deinen Worten, die Frage danach, wie du dich vor diesen Menschen, die sich so verhalten, wie beschrieben, schützen kannst?
 
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Eben, weil derjenige, der mit dir in Beziehung tritt, seins mitbringt. Und das kann sehr viel sein, was objektiv betrachtet völlig harmlos ist: der Haarschnitt, die Augenfarbe, eine bestimtme Geste... all das fließt in die Wahrnehmung untebewusst mit ein und gibt Impulse jemanden auf den ersten Blick nett oder unsympathisch zu finden. Ebenso die vielen Gefühle aus längst vergangenen Lebenssituationen.

Resonanz oder in Resonanz gehen wird oft so verstanden, dass die gesamte Person mit dem ggü. in Resonanz geht und beide selbstverschuldet Teil haben an einer Situation. Meiner Erfahrung nach ist das zu einfach und oberflächlich gedacht.
Je nach individuellem Differenzirungsfähigkeit eines Menschen kann es sein, das du demjenigen sofort unsympathisch bist, weil Du aussiehst wie Tante Klara früher, die derjengie nicht leiden konnte. Dann wird oft noch unbewusst provoziert um sich das bestätigen zu lassen. Klar ist auch das Resonanz, aber eben nur in einzenen Aspekten. Und die können auch unveränderlich sein.

Es reicht nun nicht das bei anderen Menschen zu beobachten und zu identifizieren, sondern vor allem auch bei sich selbst diese Begebenheiten Stück um Stück aufzudecken. Selbst wenn dann jemand ankommt und dich nicht ausstehen kannst, weil du z.B. nicht meinungsmäßig auf dessen Seite stehst, was ja nun wirklich sehr oberflächlich wäre jemanden abzulehnen finde ich, und dauernd gemein zu dir ist, wäre das keine Resonanz, die Du abstellen kannst oder musst.

Lg
Any

Ich sehe das ähnlich und finde darum die Beschäftigung damit, wie ich auf sie wirke, nicht förderlich bei der Lösung dieser Angelegenheit.

Ich habe mir übrigens diese von der älteren Dame genannten Pianisten angeschaut und muss dir da noch Mal vollkommen Recht geben, dass es alles Geschmackssache ist.
Mir haben sie nicht unbedingt zugesag. Ich stehe eher auf Klassik und melodische Stücke.
Und vom technischischen her, kann ich der einen oder anderen sogar das Wasser reichen. Darüber war ich sehr überrascht, da ich ja keine acht Stunden am Tag üben kann, wie diese genannten Damen. Also denke ich heute schon, dass die ältere Damen mit ihren Angriffen sogar letztendlich mein Selbstbewusstsein gestärkt hat. Nur eben auf eine ganz blöde Art und Weise.

LG,

Stäbchen
 
Ich fühlte immer Schmerz bei diesen Sachen. Es ist stachelig und einengend. Dann kam Wut und jetzt schimmert schon Mal Mitleid durch. Hilft mir das denn bei der Lösung dieser Dinge?
Das kommt darauf an. Mir hat es geholfen und hilft mir immer noch.

Solange du immer noch projezierst, in dem du die Schuld für dein Dilemma ausschließlich bei den anderen siehst und suchst, und erwartest, dass sie sich ändern fühlst du m.E. nicht tief genug.
Wenn du also sagst, du fühlst den Schmerz, dann fühlst du zwar kurzzeitig die Kränkung, aber anstatt dich tiefer darauf einzulassen löst diese in dir einen Widerstand aus, der dich (unbewusst) zu weiteren Projektionen verleitet. Daher bewegst du dich im Kreis.
Innezuhalten und diesen Mechanismus wahrzunehmen ist der erste Schritt. Meiner Erfahrung nach klappt das am besten, wenn man bei sich und den Körperempfindungen bleibt, was dich achtsamer und präsenter sein lässt.
Wirklich fühlen heißt also für mich auf Projektionen zu verzichten bzw. sie zurückzunehmen, und wenn dir das gelingt, dann schaust du einfach was weiter geschieht....
 
Ja, richtig, ich möchte mich vor ihnen schützen und abgrenzen lernen.

LG,

Stäbchen

Super, das ist doch schon mal ein klar, formuliertes Ziel. :)

Und nun die Frage, wann du dich beschützt und abgegrenzt fühlst? Überleg mal, wann es einen Moment gab, wo du das gefühlt und erlebt hast.
 
Das kommt darauf an. Mir hat es geholfen und hilft mir immer noch.

Solange du immer noch projezierst, in dem du die Schuld für dein Dilemma ausschließlich bei den anderen siehst und suchst, und erwartest, dass sie sich ändern u. anders verhalten fühlst du m.E. nicht tief genug.
Wenn du also sagst, du fühlst den Schmerz, dann fühlst du zwar kurzzeitig die Kränkung, aber anstatt dich tiefer darauf einzulassen löst sie in dir einen Widerstand aus, der dich (unbewusst) zu weiteren Projektionen verleitet. Daher bewegst du dich im Kreis.
Innezuhalten und diesen Mechanismus wahrzunehmen ist der erste Schritt. Meiner Erfahrung nach klappt das am besten, wenn man bei sich und den Körperempfindungen bleibt, was dich achtsamer und präsenter sein lässt.
Wirklich fühlen heißt also für mich auf Projektionen zu verzichten bzw. sie zurückzunehmen, und wenn dir das gelingt, dann schaust du einfach was weiter geschieht....

Nichts für ungut, aber ich finde, der Begriff "Projektion" wird hier im Thread nicht richtigt verwendet. Denn eine Projektion wäre, dass ich mein Gefühl, welches ich bei den anderen benenne, auf den anderen übertrage/ projeziere. Das wäre in diesem Fall Neid. Das passt nicht. Dieses Gefühl gehört nicht zu mir.

Aber trotzdem Danke für deinen Versuch, mir zu helfen.

LG,

Stäbchen
 
Super, das ist doch schon mal ein klar, formuliertes Ziel. :)

Und nun die Frage, wann du dich beschützt und abgegrenzt fühlst? Überleg mal, wann es einen Moment gab, wo du das gefühlt und erlebt hast.

Frauen gegenüber fällt mir das nichts ein, weil ich ja eben nicht weiß, wie ich es anstelle. Darum komme ich ja auch nicht weiter.

Männern gegenüber war das viel einfacher. Da wollte ich meinen Körper schützen. Das ist viel greifbarer, als bei diesen psychischen Sachen.

LG,

Stäbchen
 
Nichts für ungut, aber ich finde, der Begriff "Projektion" wird hier im Thread nicht richtigt verwendet. Denn eine Projektion wäre, dass ich mein Gefühl, welches ich bei den anderen benenne, auf den anderen übertrage/ projeziere. Das wäre in diesem Fall Neid. Das passt nicht. Dieses Gefühl gehört nicht zu mir.

Aber trotzdem Danke für deinen Versuch, mir zu helfen.

LG,

Stäbchen

Neid? Bist Du dir da wirklich sicher?

Die Projektion, die ich sehe, ist auf "Haben wollen" und die Reaktion ist "Strenge Prüfung" und dann "Ablehnung". Oma und Mutti folgten diesem Schema.

Lg
Any
 
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Frauen gegenüber fällt mir das nichts ein, weil ich ja eben nicht weiß, wie ich es anstelle. Darum komme ich ja auch nicht weiter.

Männern gegenüber war das viel einfacher. Da wollte ich meinen Körper schützen. Das ist viel greifbarer, als bei diesen psychischen Sachen.

LG,

Stäbchen

Stell dir die Frage mal unabhängig von anderen, bzw. an was bestimmtes geknüpft. Oder vielleicht auch anders, was kannst du dir vorstellen, wann du dich geschützt und abgegrenzt fühlen könntest?
 
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