@ Trixi Maus:
öhem -
die Quantentheorie sagt darüber GAR NICHTS aus.
Das tun höchstens irgendwelche
Paragurus, die sich die Quantentheorie so zurecht biegen, daß die Leser/Zuhörer
MEINEN müssen, sie sagte das aus.
Tatsächlich aber sagen die
Paragurus das aus,
NICHT die Quantentheorie.
@ Friedvoll:
Ich teile einige deiner Betrachtungen, andere sehe ich unter ganz anderen Gesichtspunkten.
Die annähernde Zuordnung der Gehirnhälften, von der du sprichst, ist bekannt.
Dabei handelt es sich aber um eine
populärwissenschaftliche Erklärung der tatsächlichen Hirnfunktionen.
Die Bezeichnungen weiblich oder männlich sind irreführend.
Dabei handelt es sich wohl um die Klassifizierung die im Altertum üblich war, um eher passive bzw. aktive
Tendenzen zu beschreiben.
Richtiger müßte es heißen passiv bzw. aktiv.
Manchmal verwendet man auch die mathematischen Vorzeichen - (negativ) für passiv und + (positiv) für aktiv, um die Polarität zu betonen.
Polarität ist aber nicht Dualismus bei der Polarität hat jede Seite denselben Stellenwert, sie bedingen und brauchen sich sogar gegenseitig, während der Dualismus in gut/schlecht wertet.
Erstens muß man nun bedenken, daß es sich dabei nicht um das gesamte
Gehirn handelt, sondern um das Großhirn, also den jüngsten Teil davon.
Die kognitiven Fähigkeiten und das sog. Bewußtsein scheinen zudem in der Großhirn
rinde verankert zu sein.
Und die jeweiligen Funktionen können bei Bedarf sogar von anderen Hirnarealen übernommen werden (das Hirn ist plastisch, es lernt nie aus).
Zweitens, und das finde ich wichtig, erfüllen diese Hälften (die durch den Balken, den TrixiMaus erwähnt, verbunden und somit in Kommunikation/Austausch versetzt werden) jeweils
komplementäre (=sich gegenseitig ergänzenden) und unverzichtbare
Aufgaben.
Das ist ein Schlüsselwort: die Gehirnhälften haben nur
Funktionen, sie sind
Instrumente.
Man könnte vielleicht von
Übersetzungsinstrumenten sprechen.
Durch die Großhirnrinde (Neocortex) erfassen wir die Welt bewußt.
Es übersetzt von aussen einströmende Wahrnehmungen und innere Regungen in bewußte Informationen.
Dabei funktioniert die rechte Gehirnhälfte eher bildhaft, die linke abstrakt, das heißt vom Gegenstand abgelöst.
Die Tatsache, daß wir überhaupt hier in Worten schreiben, lesen und verstehen können was da steht, daß wir hier in abstrakten Begriffen denken ist der pöhsen (
) linken Hemisphäre zu verdanken.
Das Ich ist keine Illusion, es ist die Voraussetzung für das Bewußtsein. Die Identifikation mit gewissen Vorstellungen ist illusorisch.
Das Ich gibt es nur dank der Abstraktionsfähigkeit der linken Gehirnhälfe. Daß ich ich bin, kann ich nur durch sie erkennen.
Die
Sprachfähigkeit liegt links im Gehirn. Mit rechts orientieren wir uns im Raum. Links rechnen wir, rechts malen wir.
Man könnte auch sagen, die rechte Gehirnhälfte steht mit den inneren Regungen in engerem Austausch, die linke mit den äusseren, was aber auch wieder einer groben Generalisierung gleichkommt.
Die linke Seite versteht und übersetzt in Worte, was die rechte nur bildhaft erfassen bzw. ausdrücken könnte.
Die rechte verhält sich passiv, sie erfasst die Gesamtheit eines Bildes, die linke ist aktiv, kann auf die Details eingehen und überhaupt erst Begriffe wie Gesamtheit und Details schaffen.
!!! ---> Die
Impulse aber, die zur jeweiligen Verarbeitung in den Hemisphären ankommen, stammen aus
tieferen und älteren Schichten des Gehirns.
Angst und andere instinkthafte Affekte kommen nicht hauptsächlich aus den Großhirnhälften (dort können sie verarbeitet werden durch Bilder und Gedanken), sie wurzeln anscheinend viel tiefer, im
limbischen System (von einigen bestritten) bzw. im Kleinhirn. Diese teilen wir mit den Tieren.
Die Großhirnrinde ist scheinbar der
Übersetzer und
Entscheidungsträger hier können wir
WÄHLEN wie wir uns verhalten möchten.
Aus meiner Sicht besteht nun das Problem, daß
Frauen in der Regel die
linke Gehirnhälfte zu wenig beanspruchen,
Männer hingegen die
rechte.
Frauen betrachten das Denken z.B. häufiger als Männer als etwas unangenehmes, anstrengendes, überflüssiges, schlechtes etc.
Warum?
Weil sie sich damit schwer tun durch höchstwahrscheinlich anerzogene Verhaltens- und Reaktionsmuster, wie wieder Tr.M. schon sagte.
Sie haben also die linke Gehirnhälfte schwächer ausgebildet.
Dieser Umstand ändert sich gerade, im Hintertreffen stehen z.Z. eher die Männer.
Um zu einem Gleichgewicht zu kommen, müßte man also nicht eine Hälfte ausklammern sondern, im Gegenteil, jene trainieren die man normalerweise kaum nutzt.
Was die Intelligenz meiner Meinung nach auch stark fördert ist die Übung der Hände, im besonderen der Fingerfertigkeit die Feinmotorik hat bestimmt großen Einfluß auf das Gehirn, man braucht sich nur ansehen, wieviel Raum dort den Händen vorbehalten ist. (
Homunculus)
Schnürsenkel knüpfen können ist für ein Kind ein Riesensprung in dessen kognitiver Entwicklungsgeschichte. (leider werden heute hauptsächlich Klettverschlüsse verwendet...

)
Die Gehirnhälften stellen also
nicht Energien dar, sondern sind Verarbeitungsinstrumente des Bewußtseins.
Es gibt auch keine männliche oder weibliche Energie, sondern höchstens eine Verhaltenstendenz.
Was es gibt sind Pole negativ oder positiv geladen die sich gegenseitig anziehen, wie bei einem Magneten. Dadurch entsteht Bewegung.
Das Bild der
mystischen Hochzeit, das
Friedvoll erwähnt, ist die gelungene
Integration der beiden Pole also das
ENDE einer Trennung in weiblich/männlich, negativ/positiv usw.
Es ist auch das
Ende der
Identifikation mit einer Rolle (Frau, Mann, Mutter, Vater, etc).
Diese Hochzeit IST das Selbst, es ist Quelle und zugleich Befruchter.
Das Selbst im Herzen zu lokalisieren ist eine Metapher.
Das Herz steht für die Mitte, das Zentrum.
Dessen Farbe traditionell auch nicht rot/rosa ist, sondern grün.
Licht und Schatten.
Der goldene Mittelweg...
Das Gleich-Gewicht.
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