Warum Vegan???

Zur Berechnung des "ökol. Fussabdruckes" kommen aber mehr Faktoren dazu, als bloss Essen.
Wenn Vegane/Veggie kein Fleisch essen, aber daheim zB 10.000 Watt Anlagen haben, oder nen 2.6 SUV fahren, ständig Technik, Stromfresser Kühlschrank.... Möbel von Ikea, Schuhe von Nike, CocaCola und Nestle Produkte etcpp..... ist Deine Annahme schon wieder absurd.

Wer bspw regelmässig NUR regional kauft, hat nochmal nen ganz anderen Wert.
Ich schreibs immer wieder: Das GESAMTBILD betrachten, auch wenn Veganer bzw derer milit. "Vorzeigemünder" immer wieder gern diese Halbwahrheiten postulieren
Ich hab diese "Fussabdruck" Thematik bis zum Abwinken in den Wildniskursen durch, und da gehts nochmal ne Nummer tiefgreifender, als bloss den Alltag betreffend.

Ich meine das Essen.
Technik, Auto, Schuhe, das hat alles damit nichts zu tun und betrifft Fleischesser genauso wie Vegetarier und Veganer. Mir geht es hier nur um den Vergleich des Essens, und zwar um den durchschnittlichen Verbrauch, wo regional und Bio und konventionell und Massenbetrieb alles zusammen gezählt ist.
Da ist der ökologische Fußabdruck bei Vegetariern und Veganern einfach kleiner, weil Fleischerzeugung mehr Ressourcen verbraucht. Das ist Fakt.

Alle Menschen verbrauchen Ressourcen, wenn man jetzt das Essen her nimmt, dann haben Durchschnitts-Veganer und -Vegetarier aber doch einen kleineren ökologischen Fußabdruck und verbrauchen weniger Ressourcen als Durchschnitts-Fleischesser.
 
Werbung:
http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/WWF_Fleischkonsum_web.pdf

https://www.pro-regenwald.de/hg_fleisch

Da steht auch ein bißchen was, im Internet findet man eh viel darüber, das meiste hab ich aber in den Uni-Vorlesungen über Humanökologie gelernt, hatte das große Glück, noch bei Bernd Lötsch lernen zu dürfen, der hat wirklich enorm viel gewusst und uns beigebracht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bernd_Lötsch



Es ist unsinnig, so zu tun, als würden alle Fleischesser regional und bio und tierfreundlich und umweltbewusst kaufen und alle Veganer und Vegetarier ungesundes und künstliches Monsanto-Zeug in sich reinstopfen. Minderwertiges Zeug wird auf beiden Seiten gekauft und gesundes, regionales und bio ebenfalls, es gibt Pudding-Vegetarier genauso viele wie Pudding-Fleischesser. Das gleiche bei den Autos, bei der Kleidung, beim Stromverbrauch, Verschwender und Umweltbewusste gibt es überall.

Wenn man jetzt all diese Gemeinsamkeiten (und Emotionen) raus nimmt, und nur die Unterschiede betrachtet, eben das Fleischessen, dann ist der ökologische Fußabdruck bei den Fleischessern am größten und bei den Veganern am kleinsten.
 
http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/WWF_Fleischkonsum_web.pdf

https://www.pro-regenwald.de/hg_fleisch

Da steht auch ein bißchen was, im Internet findet man eh viel darüber, das meiste hab ich aber in den Uni-Vorlesungen über Humanökologie gelernt, hatte das große Glück, noch bei Bernd Lötsch lernen zu dürfen, der hat wirklich enorm viel gewusst und uns beigebracht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bernd_Lötsch



Es ist unsinnig, so zu tun, als würden alle Fleischesser regional und bio und tierfreundlich und umweltbewusst kaufen und alle Veganer und Vegetarier ungesundes und künstliches Monsanto-Zeug in sich reinstopfen. Minderwertiges Zeug wird auf beiden Seiten gekauft und gesundes, regionales und bio ebenfalls, es gibt Pudding-Vegetarier genauso viele wie Pudding-Fleischesser. Das gleiche bei den Autos, bei der Kleidung, beim Stromverbrauch, Verschwender und Umweltbewusste gibt es überall.

Wenn man jetzt all diese Gemeinsamkeiten (und Emotionen) raus nimmt, und nur die Unterschiede betrachtet, eben das Fleischessen, dann ist der ökologische Fußabdruck bei den Fleischessern am größten und bei den Veganern am kleinsten.
Denn WWF als Quelle? Istn Witz???? WWF mal schauen was die für masssiven Dreck am Stecken haben (Prinz Bernhard usw.)

Es ist ebenso Unsinn behaupten zu wollen, Veganer würden einen so massiv geringeren Verbrauch haben. Es kommt IMMER indisviduell auf ALLE Lebennsumstände an, bekomm das doch mal geschnallt.
Es nimmt sich nämlich nicht viel. Du willst mir doch net erzählen, dass jeder Vegane auch NUR bio Ökologisches Zeugkauft, und dann auch KEINE Sachen aus Übersee isst sondern bloss regional und saisonal?
Davon ganz abgesehen ist der ökol. Abdruck bei STADTBEWOHNERN, egal was sie essen, am Grössten.
Um ganz genau zu sein, zwischen 21-50 Jahren.

Nebenbei ist ein Wettbewerbsdenken ala "Wer ist jetzt der ökologisch Feundlichste Mensche" völlig für den Pops, Weil wir, da wir ALLE hier am Wirtschaftskreis teilnehmen, ebenso einander bedingende Umstände haben, die auf uns wirken.
 
Denn WWF als Quelle? Istn Witz???? WWF mal schauen was die für masssiven Dreck am Stecken haben (Prinz Bernhard usw.)
wodurch der inhalt des links natürlich überaus souverän falsifiziert ist, jippirepei! oder wie?

Es kommt IMMER indisviduell auf ALLE Lebennsumstände an, bekomm das doch mal geschnallt.
genau das hat sie grad sinngemäß gesagt.
 
Denn WWF als Quelle? Istn Witz???? WWF mal schauen was die für masssiven Dreck am Stecken haben (Prinz Bernhard usw.)

Es ist ebenso Unsinn behaupten zu wollen, Veganer würden einen so massiv geringeren Verbrauch haben. Es kommt IMMER indisviduell auf ALLE Lebennsumstände an, bekomm das doch mal geschnallt.
Es nimmt sich nämlich nicht viel. Du willst mir doch net erzählen, dass jeder Vegane auch NUR bio Ökologisches Zeugkauft, und dann auch KEINE Sachen aus Übersee isst sondern bloss regional und saisonal?
Davon ganz abgesehen ist der ökol. Abdruck bei STADTBEWOHNERN, egal was sie essen, am Grössten.
Um ganz genau zu sein, zwischen 21-50 Jahren.

Nebenbei ist ein Wettbewerbsdenken ala "Wer ist jetzt der ökologisch Feundlichste Mensche" völlig für den Pops, Weil wir, da wir ALLE hier am Wirtschaftskreis teilnehmen, ebenso einander bedingende Umstände haben, die auf uns wirken.

In meinem Beitrag steht eben genau, daß sich beide Seiten nichts nehmen und ich nur den Unterschied meine, eben das Essen. Es steht doch eh alles da. o_O

Es geht auch nicht um den "ökologisch freundlichsten Menschen", sondern einzig und allein um den Ressourcenverbrauch beim Essen bei Fleischessern, Vegetariern und Veganern. Da geht es um keinen Wettbewerb, nur um den Fakt an sich.
 
In meinem Beitrag steht eben genau, daß sich beide Seiten nichts nehmen und ich nur den Unterschied meine, eben das Essen. Es steht doch eh alles da. o_O

Es geht auch nicht um den "ökologisch freundlichsten Menschen", sondern einzig und allein um den Ressourcenverbrauch beim Essen bei Fleischessern, Vegetariern und Veganern. Da geht es um keinen Wettbewerb, nur um den Fakt an sich.


Viele Verbraucher möchten ihren ökologischen Fußabdruck verringern, wollen sich gesund ernähren, ohne Natur zu überstrapazieren, und haben die Nase voll von leergefischten Meeren, geschundenen Tieren und Futtermittelskandalen. Was liegt da näher, als auf Fleisch und Fisch oder gleich auf alle tierischen Produkte zu verzichten und sich von Getreide, Bohnen und Gemüse zu ernähren.

Dieser Logik folgte auch die amerikanische Umweltaktivistin Lierre Keith, die mit 16 Jahren zur Veganerin wurde. Zwanzig Jahre lang aß und lebte sie so, aus der festen Überzeugung, die Natur zu bewahren, die Tiere zu schützen und den Hunger zu beenden. Rückblickend sagt sie, dass sie wie viele andere „urbane Industrialisten“ zwar noble Motive hatte, jedoch keine Ahnung von Ackerbau und Viehzucht, von natürlichen Kreisläufen und „von der Natur der Natur“. Insbesondere der Veganismus, sei er politisch, moralisch, ökologisch oder gesundheitlich motiviert, ist eine Sackgasse.

Einer der Denkfehler vieler Vegetarier ist die Annahme, die heute übliche agrarindustrielle Intensivmast sei die einzige Möglichkeit, Tiere zu halten. Ihre Kalkulationen zum Energieverbrauch, zum Kalorieneinsatz, zu den hungernden Menschen, basieren alle auf der Idee, dass Nutztiere Getreide benötigen und dass man mit diesem Getreide besser Menschen satt machen sollte.

Schafe sind keine Nahrungskonkurrenten
Dabei wird vergessen, dass Rinder, Ziegen oder Schafe Weidetiere sind, die über Jahrmillionen nie in Nahrungskonkurrenz zum Menschen standen. Im Gegenteil: Diese Tiere essen, was wir Menschen nicht nutzen können – die Zellulose der Gräser – und wandeln sie in für uns hochwertige Nahrung um: in Fleisch und Milch, in Eiweiß und Fett.

Anstelle der Tierhaltung mehr Getreide oder Soja für die wachsende Menschheit anzubauen, löst weder das Welthungerproblem noch schont es die Umwelt. Von den rund fünf Milliarden Hektar urbarem Land auf dieser Erde sind 3,4 Milliarden Weideland. Mehr als zwei Drittel der nutzbaren Flächen dienen also der Erzeugung tierischer Lebensmittel. Und das ist keineswegs Verschwendung, sondern eine ökologische Notwendigkeit. Diese Flächen sind für Ackerbau ungeeignet. Die einzige Möglichkeit, auf diesen Flächen nachhaltig Nahrung zu gewinnen, ist die Tierhaltung.

Was passiert, wenn man Weideland wie die großen Steppen und Prärien für Weizen und Mais umpflügt oder die Wälder für Sojafelder abholzt, ist hinlänglich bekannt: weltweit kam es in der Folge derartiger landwirtschaftlicher Eingriffe zu Erosionen und Versalzung, und das Bodenleben erstarb. Am Ende bleibt nur Staub und Wüste, wo zuvor über Jahrmillionen Nahrung und Mutterboden entstanden, wo unvorstellbare Co2-Mengen gebunden waren, die das Umpflügen freisetzt.

weiterlesen hier:
http://www.taz.de/!120197/

ODER

Ein immer öfters auftauchendes Identifikations-Mittel ist der Veganismus. Vegan lebende Menschen meiden alle Nahrungsmittel tierischen Ursprungs oder sogar jegliche Nutzung von Tieren und tierische Produkte insgesamt. Ethisch motivierte Veganer achten zumeist auch bei Kleidung und anderen Gegenständen des Alltags darauf, dass diese frei von Tierprodukten und Tierversuchen sind. Oft hört man das Argument, diese Lebensform sei besonders umweltfreundlich. Allerdings lässt sich dies nicht einfach verallgemeinern.

Durch den gesellschaftlichen Hype, den der Veganismus ausgelöst hat, mehren sich die Angebote von veganen Produkten in Läden, Restaurants und Take-Aways. Doch oft sind die angepriesenen Produkte nur halb so umweltfreundlich, wie sie dargestellt werden. Fertiggerichte, vegane „Würstchen“, „Schnitzel“ oder Milchersatzprodukte sind oft mehrfach industriell verarbeitet und weisen somit einen enorm hohen Energieverbrauch auf, bis sie beim Konsumenten landen. Zudem stammen die Zutaten dafür wie Soja, Kokos oder andere eher exotische Zutaten oft aus weit entfernten Ländern und müssen zuerst aufwändig transportiert werden. Auch wenn auf solche Fertigprodukte verzichtet und vermehrt auf frische Waren gesetzt wird, kann dies ökologisch negative Konsequenzen haben. Es ist zu beachten, dass beispielsweise Gemüse und Früchte einen ungeheuren CO2-Ausstoss verursachen können. Durch weite Transportwege oder enormen Wasserverschleiss der südlichen, trockenen Böden schlagen Peperoni, Tomate und Co. aus ökologischer Sicht negativ zu Buche. Hier gilt hauptsächlich das Prinzip, auf regionale, saisonale und biologische Produkte zu achten. Wenn im Dezember Erdbeeren oder Spargeln aus Afrika oder Spanien den Speiseplan dominieren, hilft auch die beste vegane Einstellung nichts.

http://naturschutz.ch/meinung/wie-umweltfreundlich-ist-veganismus-wirklich/97179

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Auch wenn bei uns immer mehr Menschen ihren Speiseplan vegan, das heißt ohne tierische Lebensmittel, gestalten, ist dieses Szenario eher unwahrscheinlich. „Bewohner aus Industrieländern können beim Einkaufen von Lebensmitteln auswählen“, sagt Agrarwissenschaftler Martin Gierus von der Boku Wien. Das geht in wenig entwickelten oder unwirtlichen Regionen nicht. In der Wüste etwa gibt es keinen Ackerbau, Kamele liefern hier Fleisch und Milch.


Was würde passieren, wenn wir keine Nutztiere wie Kühe, Schweine oder Schafe mehr brauchen? „Ihre Zahl würde sich wohl sukzessive reduzieren“, mutmaßt Gierus, der sich auf das Gedankenspiel unserer Leserin einlässt. Er erforscht an seinem Institut nicht nur Tierernährung, sondern auch tierische Lebensmittel – die Verbindung zum Verbraucher ist ihm wichtig.



Keine Äcker in den Bergen
Fallen Fleisch und andere tierische Produkte in der Ernährung weg, würden die Menschen weit mehr Getreide und Gemüse benötigen. Doch woher kommen die Flächen, um mehr pflanzliche Lebensmittel zu produzieren? Bergregionen eignen sich nicht für den Ackerbau. Rund die Hälfte der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Österreich ist derzeit Grünland. Hier fressen Kühe den für den Menschen nicht direkt nutzbaren Rohstoff Gras und produzieren daraus Milch. Entstehen dort Felder, verschwinden die Wiesen. Verschwinden einfach nur die Kühe, würden die Flächen verwildern oder sich Wälder deutlich ausbreiten.

Auch die Fruchtfolgen der Pflanzen müssten überdacht werden, da der Anbau bestimmter Futterpflanzen weltweit nicht mehr sinnvoll wäre. Das könnte dazu führen, dass die Artenvielfalt – bei Pflanzen und Tieren – deutlich abnimmt. Gibt es zudem keinen Mist und keine Jauche mehr, braucht es mehr mineralische Düngemittel, gibt Gierus zu bedenken.

In einer Landwirtschaft ohne Tiere entstünde außerdem ein Wettbewerb zwischen Lebensmittelproduktion und Bioenergie, so Gierus. Weltweit wird Bioenergie, etwa in Form von Biodiesel oder Biogas, stark ausgebaut, Pflanzen oder Pflanzenreste sind die Basis dafür.

Tiere werden aber nicht nur gegessen; sie fressen wiederum, was der Mensch nicht mehr braucht. Die Schalen von Hafer oder Dinkel sind genauso Tierfutter wie die Trockenschnitte aus der Zuckerrübe, die nach dem Auspressen des zuckerreichen Safts entsteht. Reicht die Qualität von Weizen nicht für Mehl oder passt dem Braumeister die Gerste für das Bier nicht, wird das Getreide ebenso als Tierfutter verwendet.



Tierfutter vom Winzer
Auch Winzer wollen aus ihren Trauben möglichst viel herausholen – nicht nur Wein. Traubenkernöl gewinnt als Nahrungsmittel, aber auch für Kosmetika, an Bedeutung. Doch was tun mit dem Presskuchen, der dabei entsteht? Die in den Trauben enthaltenen wertvollen Stoffe tun nicht nur dem Menschen gut. Sie sind auch gesund für den Darm von Tieren. Daher untersuchen Gierus und sein Team das Potenzial des Futtermittels nun in einem Forschungsprojekt.

Und was passiert mit Hunden oder Katzen, die nur vegane Nahrung bekommen? Magen und Darm der Fleischfresser sei nicht darauf ausgelegt, das sei also nicht im Sinne des Tierwohls, sagt Gierus.

Senden Sie Fragen an: wissen@diepresse.com



("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.01.2016)



Ich bin ja nun selber seit zig Jahren Vegetarier, aber man muss eben alles sehen, und net nur auf einem Auge blind sein wollen.
 
Viele Verbraucher möchten ihren ökologischen Fußabdruck verringern, wollen sich gesund ernähren, ohne Natur zu überstrapazieren, und haben die Nase voll von leergefischten Meeren, geschundenen Tieren und Futtermittelskandalen. Was liegt da näher, als auf Fleisch und Fisch oder gleich auf alle tierischen Produkte zu verzichten und sich von Getreide, Bohnen und Gemüse zu ernähren.

Dieser Logik folgte auch die amerikanische Umweltaktivistin Lierre Keith, die mit 16 Jahren zur Veganerin wurde. Zwanzig Jahre lang aß und lebte sie so, aus der festen Überzeugung, die Natur zu bewahren, die Tiere zu schützen und den Hunger zu beenden. Rückblickend sagt sie, dass sie wie viele andere „urbane Industrialisten“ zwar noble Motive hatte, jedoch keine Ahnung von Ackerbau und Viehzucht, von natürlichen Kreisläufen und „von der Natur der Natur“. Insbesondere der Veganismus, sei er politisch, moralisch, ökologisch oder gesundheitlich motiviert, ist eine Sackgasse.

Einer der Denkfehler vieler Vegetarier ist die Annahme, die heute übliche agrarindustrielle Intensivmast sei die einzige Möglichkeit, Tiere zu halten. Ihre Kalkulationen zum Energieverbrauch, zum Kalorieneinsatz, zu den hungernden Menschen, basieren alle auf der Idee, dass Nutztiere Getreide benötigen und dass man mit diesem Getreide besser Menschen satt machen sollte.

Schafe sind keine Nahrungskonkurrenten
Dabei wird vergessen, dass Rinder, Ziegen oder Schafe Weidetiere sind, die über Jahrmillionen nie in Nahrungskonkurrenz zum Menschen standen. Im Gegenteil: Diese Tiere essen, was wir Menschen nicht nutzen können – die Zellulose der Gräser – und wandeln sie in für uns hochwertige Nahrung um: in Fleisch und Milch, in Eiweiß und Fett.

Anstelle der Tierhaltung mehr Getreide oder Soja für die wachsende Menschheit anzubauen, löst weder das Welthungerproblem noch schont es die Umwelt. Von den rund fünf Milliarden Hektar urbarem Land auf dieser Erde sind 3,4 Milliarden Weideland. Mehr als zwei Drittel der nutzbaren Flächen dienen also der Erzeugung tierischer Lebensmittel. Und das ist keineswegs Verschwendung, sondern eine ökologische Notwendigkeit. Diese Flächen sind für Ackerbau ungeeignet. Die einzige Möglichkeit, auf diesen Flächen nachhaltig Nahrung zu gewinnen, ist die Tierhaltung.

Was passiert, wenn man Weideland wie die großen Steppen und Prärien für Weizen und Mais umpflügt oder die Wälder für Sojafelder abholzt, ist hinlänglich bekannt: weltweit kam es in der Folge derartiger landwirtschaftlicher Eingriffe zu Erosionen und Versalzung, und das Bodenleben erstarb. Am Ende bleibt nur Staub und Wüste, wo zuvor über Jahrmillionen Nahrung und Mutterboden entstanden, wo unvorstellbare Co2-Mengen gebunden waren, die das Umpflügen freisetzt.

weiterlesen hier:
http://www.taz.de/!120197/

ODER

Ein immer öfters auftauchendes Identifikations-Mittel ist der Veganismus. Vegan lebende Menschen meiden alle Nahrungsmittel tierischen Ursprungs oder sogar jegliche Nutzung von Tieren und tierische Produkte insgesamt. Ethisch motivierte Veganer achten zumeist auch bei Kleidung und anderen Gegenständen des Alltags darauf, dass diese frei von Tierprodukten und Tierversuchen sind. Oft hört man das Argument, diese Lebensform sei besonders umweltfreundlich. Allerdings lässt sich dies nicht einfach verallgemeinern.

Durch den gesellschaftlichen Hype, den der Veganismus ausgelöst hat, mehren sich die Angebote von veganen Produkten in Läden, Restaurants und Take-Aways. Doch oft sind die angepriesenen Produkte nur halb so umweltfreundlich, wie sie dargestellt werden. Fertiggerichte, vegane „Würstchen“, „Schnitzel“ oder Milchersatzprodukte sind oft mehrfach industriell verarbeitet und weisen somit einen enorm hohen Energieverbrauch auf, bis sie beim Konsumenten landen. Zudem stammen die Zutaten dafür wie Soja, Kokos oder andere eher exotische Zutaten oft aus weit entfernten Ländern und müssen zuerst aufwändig transportiert werden. Auch wenn auf solche Fertigprodukte verzichtet und vermehrt auf frische Waren gesetzt wird, kann dies ökologisch negative Konsequenzen haben. Es ist zu beachten, dass beispielsweise Gemüse und Früchte einen ungeheuren CO2-Ausstoss verursachen können. Durch weite Transportwege oder enormen Wasserverschleiss der südlichen, trockenen Böden schlagen Peperoni, Tomate und Co. aus ökologischer Sicht negativ zu Buche. Hier gilt hauptsächlich das Prinzip, auf regionale, saisonale und biologische Produkte zu achten. Wenn im Dezember Erdbeeren oder Spargeln aus Afrika oder Spanien den Speiseplan dominieren, hilft auch die beste vegane Einstellung nichts.

http://naturschutz.ch/meinung/wie-umweltfreundlich-ist-veganismus-wirklich/97179

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Auch wenn bei uns immer mehr Menschen ihren Speiseplan vegan, das heißt ohne tierische Lebensmittel, gestalten, ist dieses Szenario eher unwahrscheinlich. „Bewohner aus Industrieländern können beim Einkaufen von Lebensmitteln auswählen“, sagt Agrarwissenschaftler Martin Gierus von der Boku Wien. Das geht in wenig entwickelten oder unwirtlichen Regionen nicht. In der Wüste etwa gibt es keinen Ackerbau, Kamele liefern hier Fleisch und Milch.


Was würde passieren, wenn wir keine Nutztiere wie Kühe, Schweine oder Schafe mehr brauchen? „Ihre Zahl würde sich wohl sukzessive reduzieren“, mutmaßt Gierus, der sich auf das Gedankenspiel unserer Leserin einlässt. Er erforscht an seinem Institut nicht nur Tierernährung, sondern auch tierische Lebensmittel – die Verbindung zum Verbraucher ist ihm wichtig.



Keine Äcker in den Bergen
Fallen Fleisch und andere tierische Produkte in der Ernährung weg, würden die Menschen weit mehr Getreide und Gemüse benötigen. Doch woher kommen die Flächen, um mehr pflanzliche Lebensmittel zu produzieren? Bergregionen eignen sich nicht für den Ackerbau. Rund die Hälfte der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Österreich ist derzeit Grünland. Hier fressen Kühe den für den Menschen nicht direkt nutzbaren Rohstoff Gras und produzieren daraus Milch. Entstehen dort Felder, verschwinden die Wiesen. Verschwinden einfach nur die Kühe, würden die Flächen verwildern oder sich Wälder deutlich ausbreiten.

Auch die Fruchtfolgen der Pflanzen müssten überdacht werden, da der Anbau bestimmter Futterpflanzen weltweit nicht mehr sinnvoll wäre. Das könnte dazu führen, dass die Artenvielfalt – bei Pflanzen und Tieren – deutlich abnimmt. Gibt es zudem keinen Mist und keine Jauche mehr, braucht es mehr mineralische Düngemittel, gibt Gierus zu bedenken.

In einer Landwirtschaft ohne Tiere entstünde außerdem ein Wettbewerb zwischen Lebensmittelproduktion und Bioenergie, so Gierus. Weltweit wird Bioenergie, etwa in Form von Biodiesel oder Biogas, stark ausgebaut, Pflanzen oder Pflanzenreste sind die Basis dafür.

Tiere werden aber nicht nur gegessen; sie fressen wiederum, was der Mensch nicht mehr braucht. Die Schalen von Hafer oder Dinkel sind genauso Tierfutter wie die Trockenschnitte aus der Zuckerrübe, die nach dem Auspressen des zuckerreichen Safts entsteht. Reicht die Qualität von Weizen nicht für Mehl oder passt dem Braumeister die Gerste für das Bier nicht, wird das Getreide ebenso als Tierfutter verwendet.



Tierfutter vom Winzer
Auch Winzer wollen aus ihren Trauben möglichst viel herausholen – nicht nur Wein. Traubenkernöl gewinnt als Nahrungsmittel, aber auch für Kosmetika, an Bedeutung. Doch was tun mit dem Presskuchen, der dabei entsteht? Die in den Trauben enthaltenen wertvollen Stoffe tun nicht nur dem Menschen gut. Sie sind auch gesund für den Darm von Tieren. Daher untersuchen Gierus und sein Team das Potenzial des Futtermittels nun in einem Forschungsprojekt.

Und was passiert mit Hunden oder Katzen, die nur vegane Nahrung bekommen? Magen und Darm der Fleischfresser sei nicht darauf ausgelegt, das sei also nicht im Sinne des Tierwohls, sagt Gierus.

Senden Sie Fragen an: wissen@diepresse.com



("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.01.2016)



Ich bin ja nun selber seit zig Jahren Vegetarier, aber man muss eben alles sehen, und net nur auf einem Auge blind sein wollen.

Das wären zuverlässige Quellen? Wo sind die Studien, Daten, Bibliographien usw? und vielleicht auch etwas internationaler und nicht nur aus den deutschen sprachigen Panorama?

"Researchers from the International Livestock Research Institute in Kenya, the Commonwealth Scientific and Industrial Research Organization (CSIRO) in Australia and the International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) in Austria produced a comprehensive assessment of the livestock industry around the world, in developed nations where factory farming is common and in developing nations where livestock are more likely to graze on grasslands. They dug up some striking statistics that underscore just how much meat production varies from region to region.

  • Each year the livestock sector globally produces 586 million tons of milk, 124 million tons of poultry, 91 million tons of pork, 59 million tons of cattle and buffalo meat, and 11 million tons of meat from sheep and goats. That 285 million tons of meat altogether — or about 36 kg (80 lb.) per person, if it were all divided evenly. It’s not — Americans eat 122 kg (270 lb.) of meat a year on average, while Bangladeshis eat 1.8 kg (4 lb).
  • Of the 95 million tons of beef produced in the world in 2000, the vast majority came from cattle in Latin America, Europe and North America. All of sub-Saharan Africa — a region with nearly three times as many people as the entire U.S. — produced just 3 million tons of beef.
  • 1.3 billion tons of grain are consumed by farm animals each year — and nearly all of it is fed to livestock, mostly pork and poultry, in the developed world and in China and Latin America. All of the livestock in sub-Saharan Africa eat just 50 million tons of grain a year, otherwise subsisting on grasses and on crop residue.
  • The poor feed quality in impoverished regions like sub-Saharan Africa means that a cow there may consume as much as 10 times more feed — mostly grasses — to produce a kilogram of protein than a cow raised in richer regions. That lack of efficiency also means that cattle in countries like Ethiopia and Somalia account for as much as 1,000 kg of carbon for every kg of protein they produce — in the form of methane from manure as well as from the reduced carbon absorption that results when forests are converted to pastureland. That’s 10 times higher than the amount of carbon released per kg of protein in many parts of the U.S. and Europe, where livestock production is much more intensive.
  • About that: in North America or Europe, a cow consumes about 75 kg to 300 kg of dry matter — grass or grain — to produce a kg of protein. In sub-Saharan Africa, a cow might need 500 kg to 2,000 kg of dry matter to produce a kg of protein, because of the poor feed quality in arid countries and because of the high mortality rates in herds of often undernourished and sick animals.
  • The highest total of livestock-related greenhouse-gas emissions comes from the developing world, which accounts for 75% of the global emissions from cattle and other ruminants and 56% of the global emissions from poultry and pigs.
  • The most climate-friendly meats comes from pigs and poultry, which account for only 10% of total livestock greenhouse-gas emissions while contributing more than three times as much meat globally as cattle. Pork and poultry are also more efficient for feed, requiring up to five times less feed to produce a kg of protein than a cow, a sheep or a goat."

    weiter hier: http://science.time.com/2013/12/16/...vironmental-impact-of-global-meat-production/

    Und auch etwas über den Gesundheits Thema ...

    "A vegan diet may also be associated with reductions in intramyocellular lipid, which is strongly associated with insulin sensitivity (21). A case-control study found that the median soleus muscle intramyocellular lipid concentration was 31% lower in a group of 21 vegans compared with 25 omnivores matched for age and body weight (P = 0.01) (22).

    The long-term effect of both diet interventions on glycemia was reduced in comparison with the short-term findings from this study (6). Among participants in the vegan group with no changes to diabetes medications, Hb A1c had fallen 1.23 by 22 wk (n = 24) and 0.82 by 74 wk (n = 14). Among medication-stable participants in the conventional diet group, the Hb A1c reduction was 0.38 at 22 wk (n = 33), and 0.21 (n = 21) at 74 wk. Both groups retained most of their weight loss, suggesting that their diets had not returned to their baseline patterns.

    The principal diet change in the conventional diet group was a reduction in energy intake, which appears to be due to reduced portion sizes rather than to changes in macronutrient balance, which was close to the recommended percentages for protein, carbohydrate, and monounsaturated fat at baseline and changed only slightly during the study. This change in energy intake was nonetheless sufficient to lead to sustained weight loss. Several studies that used conventional diets (2326) have reported more dramatic Hb A1c reductions (0.5–1.9%) than were observed in the conventional diet group in our study. However, each of those studies lasted ≤6 mo, and none accounted for medication alterations or dropouts in reports of Hb A1c changes. The current study was approximately 1 y longer than prior studies, and during this time changes in medications are likely to occur. We have therefore taken steps to report results both with and without accounting for medication changes. Our participant population had had diabetes for >8 years, on average, before study entry.

    Vegetarian and vegan diets are often more effective than other diets for lipid control (27), an important consideration, given that coronary heart disease is the main cause of mortality in diabetes. The reduction in triglycerides associated with the vegan diet contrasts with earlier studies suggesting that diets high in refined carbohydrate may transiently increase triglyceride concentrations for some individuals (2, 28). It appears that high-fiber, low–glycemic index foods, such as were used in the present study, have a salutary effect on triglyceride concentrations (29), and the observed weight loss may also have contributed to triglyceride reductions.

    The acceptability of low-fat vegetarian and vegan diets has been shown to be similar to that of other therapeutic diets in studies of individuals with cardiovascular disease (8), young women with dysmenorrhea (9), overweight but otherwise healthy postmenopausal women (10), and the current study population (30). Although low-fat vegan diets are generally lower in fat, saturated fat, and cholesterol and higher in fiber and complex carbohydrate, compared with omnivorous diets (31, 32), planning is important for micronutrient adequacy, particularly for sources of vitamin B-12, vitamin D, and calcium (7).

    The study's strengths include its randomized design, extended duration, inclusion of individuals with long-standing diabetes, analysis of dependent measures without regard to variations in dietary adherence, statistical methods aimed at reducing the effect of medication changes, and applicability outside the research setting. The study also has weaknesses. The medication changes required for patient safety or for appropriate medical management present a challenge in outpatient diabetes studies of more than a few months' duration. In the present study, most participants in both groups altered medications, often because of clinical success (low blood glucose values), presenting a confounding variable that required special analyses. Carrying forward the last value before any medication change, as in the current study, may either under- or overestimate effects (33, 34). Limiting the analysis to those with no medication changes reduces sample size and statistical power. It is reassuring that all statistical models (repeated-measures analysis, use of final data from all participants without regard to medication use or dietary adherence, and use of the last value before medication change) led to similar conclusions, showing a mean long-term Hb A1c–lowering effect ranging from 0.3 to 0.4 units for the vegan group and from 0 to 0.1 for the conventional diet group. Moreover, the persistent mean weight loss confirms the participants' reports that dietary changes were at least partially maintained.

    In conclusion, in individuals with type 2 diabetes participating in a research study, both a low-fat vegan diet and a diet based on 2003 ADA guidelines facilitated long-term weight reduction. In analyses controlling for medication changes, the vegan diet appeared to be more effective for control of glycemia and plasma lipid concentrations. Whether the observed differences provide clinical benefit for the macro- or microvascular complications of diabetes remains to be established. (Other articles in this supplement to the Journal include references 3561.)

    weiter hier: http://ajcn.nutrition.org/content/89/5/1588S.full?sid=45b25fdf-8b26-4908-9869-a6934945b1df
    http://ajcn.nutrition.org/content/8...b25fdf-8b26-4908-9869-a6934945b1df#ref-list-1


 
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Viele Verbraucher möchten ihren ökologischen Fußabdruck verringern, wollen sich gesund ernähren, ohne Natur zu überstrapazieren, und haben die Nase voll von leergefischten Meeren, geschundenen Tieren und Futtermittelskandalen. Was liegt da näher, als auf Fleisch und Fisch oder gleich auf alle tierischen Produkte zu verzichten und sich von Getreide, Bohnen und Gemüse zu ernähren.

Dieser Logik folgte auch die amerikanische Umweltaktivistin Lierre Keith, die mit 16 Jahren zur Veganerin wurde. Zwanzig Jahre lang aß und lebte sie so, aus der festen Überzeugung, die Natur zu bewahren, die Tiere zu schützen und den Hunger zu beenden. Rückblickend sagt sie, dass sie wie viele andere „urbane Industrialisten“ zwar noble Motive hatte, jedoch keine Ahnung von Ackerbau und Viehzucht, von natürlichen Kreisläufen und „von der Natur der Natur“. Insbesondere der Veganismus, sei er politisch, moralisch, ökologisch oder gesundheitlich motiviert, ist eine Sackgasse.

Einer der Denkfehler vieler Vegetarier ist die Annahme, die heute übliche agrarindustrielle Intensivmast sei die einzige Möglichkeit, Tiere zu halten. Ihre Kalkulationen zum Energieverbrauch, zum Kalorieneinsatz, zu den hungernden Menschen, basieren alle auf der Idee, dass Nutztiere Getreide benötigen und dass man mit diesem Getreide besser Menschen satt machen sollte.

Schafe sind keine Nahrungskonkurrenten
Dabei wird vergessen, dass Rinder, Ziegen oder Schafe Weidetiere sind, die über Jahrmillionen nie in Nahrungskonkurrenz zum Menschen standen. Im Gegenteil: Diese Tiere essen, was wir Menschen nicht nutzen können – die Zellulose der Gräser – und wandeln sie in für uns hochwertige Nahrung um: in Fleisch und Milch, in Eiweiß und Fett.

Anstelle der Tierhaltung mehr Getreide oder Soja für die wachsende Menschheit anzubauen, löst weder das Welthungerproblem noch schont es die Umwelt. Von den rund fünf Milliarden Hektar urbarem Land auf dieser Erde sind 3,4 Milliarden Weideland. Mehr als zwei Drittel der nutzbaren Flächen dienen also der Erzeugung tierischer Lebensmittel. Und das ist keineswegs Verschwendung, sondern eine ökologische Notwendigkeit. Diese Flächen sind für Ackerbau ungeeignet. Die einzige Möglichkeit, auf diesen Flächen nachhaltig Nahrung zu gewinnen, ist die Tierhaltung.

Was passiert, wenn man Weideland wie die großen Steppen und Prärien für Weizen und Mais umpflügt oder die Wälder für Sojafelder abholzt, ist hinlänglich bekannt: weltweit kam es in der Folge derartiger landwirtschaftlicher Eingriffe zu Erosionen und Versalzung, und das Bodenleben erstarb. Am Ende bleibt nur Staub und Wüste, wo zuvor über Jahrmillionen Nahrung und Mutterboden entstanden, wo unvorstellbare Co2-Mengen gebunden waren, die das Umpflügen freisetzt.

weiterlesen hier:
http://www.taz.de/!120197/

ODER

Ein immer öfters auftauchendes Identifikations-Mittel ist der Veganismus. Vegan lebende Menschen meiden alle Nahrungsmittel tierischen Ursprungs oder sogar jegliche Nutzung von Tieren und tierische Produkte insgesamt. Ethisch motivierte Veganer achten zumeist auch bei Kleidung und anderen Gegenständen des Alltags darauf, dass diese frei von Tierprodukten und Tierversuchen sind. Oft hört man das Argument, diese Lebensform sei besonders umweltfreundlich. Allerdings lässt sich dies nicht einfach verallgemeinern.

Durch den gesellschaftlichen Hype, den der Veganismus ausgelöst hat, mehren sich die Angebote von veganen Produkten in Läden, Restaurants und Take-Aways. Doch oft sind die angepriesenen Produkte nur halb so umweltfreundlich, wie sie dargestellt werden. Fertiggerichte, vegane „Würstchen“, „Schnitzel“ oder Milchersatzprodukte sind oft mehrfach industriell verarbeitet und weisen somit einen enorm hohen Energieverbrauch auf, bis sie beim Konsumenten landen. Zudem stammen die Zutaten dafür wie Soja, Kokos oder andere eher exotische Zutaten oft aus weit entfernten Ländern und müssen zuerst aufwändig transportiert werden. Auch wenn auf solche Fertigprodukte verzichtet und vermehrt auf frische Waren gesetzt wird, kann dies ökologisch negative Konsequenzen haben. Es ist zu beachten, dass beispielsweise Gemüse und Früchte einen ungeheuren CO2-Ausstoss verursachen können. Durch weite Transportwege oder enormen Wasserverschleiss der südlichen, trockenen Böden schlagen Peperoni, Tomate und Co. aus ökologischer Sicht negativ zu Buche. Hier gilt hauptsächlich das Prinzip, auf regionale, saisonale und biologische Produkte zu achten. Wenn im Dezember Erdbeeren oder Spargeln aus Afrika oder Spanien den Speiseplan dominieren, hilft auch die beste vegane Einstellung nichts.

http://naturschutz.ch/meinung/wie-umweltfreundlich-ist-veganismus-wirklich/97179

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Auch wenn bei uns immer mehr Menschen ihren Speiseplan vegan, das heißt ohne tierische Lebensmittel, gestalten, ist dieses Szenario eher unwahrscheinlich. „Bewohner aus Industrieländern können beim Einkaufen von Lebensmitteln auswählen“, sagt Agrarwissenschaftler Martin Gierus von der Boku Wien. Das geht in wenig entwickelten oder unwirtlichen Regionen nicht. In der Wüste etwa gibt es keinen Ackerbau, Kamele liefern hier Fleisch und Milch.


Was würde passieren, wenn wir keine Nutztiere wie Kühe, Schweine oder Schafe mehr brauchen? „Ihre Zahl würde sich wohl sukzessive reduzieren“, mutmaßt Gierus, der sich auf das Gedankenspiel unserer Leserin einlässt. Er erforscht an seinem Institut nicht nur Tierernährung, sondern auch tierische Lebensmittel – die Verbindung zum Verbraucher ist ihm wichtig.



Keine Äcker in den Bergen
Fallen Fleisch und andere tierische Produkte in der Ernährung weg, würden die Menschen weit mehr Getreide und Gemüse benötigen. Doch woher kommen die Flächen, um mehr pflanzliche Lebensmittel zu produzieren? Bergregionen eignen sich nicht für den Ackerbau. Rund die Hälfte der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Österreich ist derzeit Grünland. Hier fressen Kühe den für den Menschen nicht direkt nutzbaren Rohstoff Gras und produzieren daraus Milch. Entstehen dort Felder, verschwinden die Wiesen. Verschwinden einfach nur die Kühe, würden die Flächen verwildern oder sich Wälder deutlich ausbreiten.

Auch die Fruchtfolgen der Pflanzen müssten überdacht werden, da der Anbau bestimmter Futterpflanzen weltweit nicht mehr sinnvoll wäre. Das könnte dazu führen, dass die Artenvielfalt – bei Pflanzen und Tieren – deutlich abnimmt. Gibt es zudem keinen Mist und keine Jauche mehr, braucht es mehr mineralische Düngemittel, gibt Gierus zu bedenken.

In einer Landwirtschaft ohne Tiere entstünde außerdem ein Wettbewerb zwischen Lebensmittelproduktion und Bioenergie, so Gierus. Weltweit wird Bioenergie, etwa in Form von Biodiesel oder Biogas, stark ausgebaut, Pflanzen oder Pflanzenreste sind die Basis dafür.

Tiere werden aber nicht nur gegessen; sie fressen wiederum, was der Mensch nicht mehr braucht. Die Schalen von Hafer oder Dinkel sind genauso Tierfutter wie die Trockenschnitte aus der Zuckerrübe, die nach dem Auspressen des zuckerreichen Safts entsteht. Reicht die Qualität von Weizen nicht für Mehl oder passt dem Braumeister die Gerste für das Bier nicht, wird das Getreide ebenso als Tierfutter verwendet.



Tierfutter vom Winzer
Auch Winzer wollen aus ihren Trauben möglichst viel herausholen – nicht nur Wein. Traubenkernöl gewinnt als Nahrungsmittel, aber auch für Kosmetika, an Bedeutung. Doch was tun mit dem Presskuchen, der dabei entsteht? Die in den Trauben enthaltenen wertvollen Stoffe tun nicht nur dem Menschen gut. Sie sind auch gesund für den Darm von Tieren. Daher untersuchen Gierus und sein Team das Potenzial des Futtermittels nun in einem Forschungsprojekt.

Und was passiert mit Hunden oder Katzen, die nur vegane Nahrung bekommen? Magen und Darm der Fleischfresser sei nicht darauf ausgelegt, das sei also nicht im Sinne des Tierwohls, sagt Gierus.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.01.2016)



Ich bin ja nun selber seit zig Jahren Vegetarier, aber man muss eben alles sehen, und net nur auf einem Auge blind sein wollen.

Ich schmeiß jetzt einfach mal einige Gedanken in den Raum. Dachgärten. Völlige Umstrukturierung des Wohnbaus. Agnihotra. Wüstenbegrünung, u.a. basierend auf Forschungen und Beobachtungen von den von dir geschätzten Wilhelm Reich. Wetterharmonisierung. Bewusstwerdung. Erkennen was ist, und daran hapert es am meisten; die meisten Menschen wagen (noch) nicht so weit zu denken, wie unser System aufgebaut ist, weil es zu sehr Angst macht. Aber immer mehr ahnen es, dass da was gewaltig nicht stimmt. Mehr sage ich jetzt mal dazu nicht.

All diese von dir eingestellten Links basieren auf Berechnungen und Prognosen, die darauf fußen, dass das gegenwärtige kranke System mit seinen kranken Kreisläufen, Verschmutzungen und Ausbeutungen weiterbesteht (mitsamt dem ganzen Mist an verkrüppelt verzüchteten/genmanipulierten Pflanzen, die keinen wahren Nährwert mehr liefern). Und mMn tut es das nicht, sondern befindet sich im Zerfall.

In begrenzten Rahmen zu denken und zu argumentieren, ist ein typisches Merkmal - um nicht zu sagen, eine unabdingbare Notwendigkeit - eine der wichtigsten Säulen, auf denen dieses ganze System fußt. Und dieses setzt auf völlig widernatürliche Kreisläufe, arbeitet gegen die Natur und muss dadurch mit immensem Aufwand und Verbrauch von Energie am Leben erhalten werden. Gleichzeitig wird uns aber verkauft, wie effektiv es angeblich sei, aber trotzdem niemals nie nich dieses und jenes bewältigen kann. Aber genau da ist der Haken, denn effektiv ist es nicht, nicht im geringsten.
 
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