ja, ich glaube dir, denn du hast die selbstvorwürfe nicht verdrängt und konntest sie deshalb aufarbeiten?
ich weinte auch um den menschen selbst.
Die Vorwürfe kamen erst nach ein paar Tagen, als ich darüber dachte, was jene Mensch noch im leben schaffen wollte und nicht schaffte. Am Tag x selbst war ich sehr gefasst, weil ich bereits wusste.
Wie soll man sowas verarbeiten können? Annehmen, was nicht zu verändern war und daraus das beste für die Zukunft machen. Was bliebe denn sonst übrig..
Bin mir nicht sicher wie ich dich verstehen kann, denn
deine Aussage "ich weinte auch um den Menschen selbst" klingt gerade abgehoben.
Ich hatte Menschen gesehen, die meinten doch tatsächlich, aufgrund ihres aufgetürmt seins, sie wüssten was im Leben Sache wäre. Hatte auch gesehen, wie jene, mal früher, mal später, auf die Schnauze damit fallen.
Keine Ahnung, warum Menschen so sind. Vielleicht ist es primär die Angst davor zu leben, was ein Widerspruch in sich selbst ist, denn wer nicht leben würde, würde nicht leben
Ich finde es kein selbst Betrug einfach annehmen zu können.
Was
andere leben mögen oder eher nicht mögen, hierin bei Fremden sage ich nichts: Ich kann doch gar nicht wissen was einen Menschen glücklich macht und da ich nicht weiß, halte ich mich raus.
M.E. sind Schuldgefühle kein richtiges Leid. Echtes Leid ist es, wenn Menschen nicht wissen wollen, dass jene selbst leiden, obwohl jene eben leiden, es nur nicht anerkennen wollen, weil sonst könnts ja unangenehm werden. Ziemlich dumme Sache. Besser ist es zu sehen, als zu lügen.