Warum JA zum bedingungslosen Grundeinkommen?

Bei einem Grundeinkommen muss sich Arbeit auch immer noch lohnen...Im Gegenzug zum Grundeinkommen müsste die Mehrwertsteuer gesenkt werden..denk ich schon...Mietsteigungen müssten auch Begrenzt werden...sicherlich könnte man auch die Krankenversicherung auf 13 Prozent senken...aber wie gesagt, Grundsicherung kann nicht heissen, dass es besser ist nicht zu arbeiten
 
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Konsequenz? Sozialistische Verstaatlichung von Wohnungen oder wie?
Nein, das ist auch ein völlig anderes Thema und hat nichts mit dem BGE zu tun.

Woher kommt Deine absolute Feindlichkeit gegenüber der Erwerbsarbeit?
Ich habe nichts gegen Erwerbsarbeit, solange sie freiwillig geleistet wird.
Wenn man, nur weil man überleben will, irgendeinen Job annehmen muss, dann hat das mit Freiwilligkeit nichts zu tun.
Ich lehne es ab, Menschen zu etwas zu zwingen. Noch mehr lehne ich es ab, wenn der Zwang politisch gefördert wird.

Ja, es sind freiwillige Aktivitäten. Niemand drängt jemanden dazu. Niemand hindert Dich daran, Deine Freizeit so zu gestalten, wie Du es für richtig hältst.
Ich rede nicht von mir. Ich rede davon, dass ein Mensch, der 40 Stunden in der Woche einen ungeliebten Beruf ausübt, dann keine Kraft mehr hat, sich um andere zu kümmern.
Dann ist das, was er eigentlich tun möchte, nicht mehr möglich, weil er keine Ressourcen mehr übrig hat.
Ich gehe mal davon aus, dass Du bisher keiner ungeliebten Arbeit mit 40 Stunden in der Woche mehrere Wochen oder gar Monaten nachgegangen bist?
Natürlich kannst Du dann nicht wissen, wie sehr das an den Kräften zehrt. Doch sei bitte so schlau und höre den Menschen zu, die das kennen und die wissen, wie es sich anfühlt, Dinge tun zu müssen, um zu überleben, die ihnen keine Freude bereiten.
 
bei einem Grundeinkommen von 800 Euro, muss man ja nicht 40 Stunden die Woche arbeiten...Grundsicherung + Teilzeit von 4 Stunden am Tag lässt ja wohl noch zeit für ehrenamtliche Arbeit
 
...da siehste das für viele ein bedingungsloses leben gar nicht mehr vorstellbar ist, sie stellen innerlich schon automatisch forderungen...vor allem an sich selbst, sie wüssten sich ohne aufgaben der struktur gar nicht mehr zu leben...traurig aber war, die viel zulange manipulation lässt sich oft nicht mehr wegdenken, manche klagen ja sogar im urlaub das ihnen am ende schon fad wurde...sie können sich selbst nicht mehr leben.

Traurig. Aber dieses Modell dann auch für alle anderen Menschen zu verordnen finde ich noch trauriger.

Neulich habe ich freiwillig mit anderen zusammen an einem Projekt gearbeitet. Es war völlig klar, dass jeder hauptsächlich das tut, was er gut und gerne tut. Da gab es keine Streitereien, jeder hat etwas getan, am Ende war alles getan.
Das ist für mich normal. Es gab keine Anreize für bestimmte Tätigkeiten innerhalb des Projekts, nur die eigene Freude.
Ich wünschte mir, dass mehr Menschen erkennen können, wie einfach alles wird, wenn jeder Mensch seine ihm eigenen Talente leben kann.
 
Bei einem Grundeinkommen muss sich Arbeit auch immer noch lohnen...Im Gegenzug zum Grundeinkommen müsste die Mehrwertsteuer gesenkt werden..denk ich schon...Mietsteigungen müssten auch Begrenzt werden...sicherlich könnte man auch die Krankenversicherung auf 13 Prozent senken...aber wie gesagt, Grundsicherung kann nicht heissen, dass es besser ist nicht zu arbeiten


Alle Modelle zur Finazierung des BGE gehen davon aus, dass die Mwst. angehoben werden müsste. Und zwar bis auf 50%.
Woher sollen auch sonst die Einnahmen kommen? Das BGE wird verkonsumiert. Und deshalb muss der Konsum auch in Hauptsache zur Finazierung beitragen.

Bleibt also nicht mehr viel übrig, von den 800 € (Sind 768 Mrd. für die 80 Mio. Einwohner der BRD im Jahr, also mehr das Doppelte des derzeitigen Bundeshaushalts), wenn man das Leben bezahlt hat.

:)

crossfire
 
bei einem Grundeinkommen von 800 Euro, muss man ja nicht 40 Stunden die Woche arbeiten...Grundsicherung + Teilzeit von 4 Stunden lässt ja wohl noch zeit für ehrenamtliche Arbeit

Und was ist mit denen, die mal eine Auszeit brauchen? Warum auch immer! Müssen die dann Anträge schreiben? Weil das mitten im BurnOut (z.B.) ja auch so gut funktioniert....oder diejenigen, die (warum auch immer) nicht arbeiten können. Müssen die betteln gehen? Oder auch wieder bürokratiewuchernde Maßnahmen in Form von Anträgen schreiben?
 
Muss man wenn man nicht arbeitet ein Auto haben?

kommt drauf an in welchen umfeld man lebt
am land wo du 5 km hast (oder auch das 3fache) um an grundnahrungsmittel zu kommen (dank der industrie sind die nahversorger ja nicht mehr nah)
kann das schon ausschlaggebend sein - wenn du dann noch in der körperlichen belastung eingeschränkt bist wegen zb banscheibenvorfall ...
naja weiß nicht ob das so würdevoll ist wenn du dir deine 5kg sack erdäpfel auf den rücken über eine stunde heimschleppen kannst...

ich hab zwar keinen diagnostizierten bandscheiben vorfall ... aber mein kreuz ist seit einem arbeitsunfall nicht mehr das wie vorher ... ich sprech da aus eigener erfahrung und darf aber leider kein auto lenken...

wenn du deinen nahversorger um die ecke hast oder eine gute anbindung an an andere möglichkeiten ist es sicher möglich gut ohne auszukommen ...
aber für mich ist es a) eine hinderung zur schmerzfreien deckung meiner grundbedürfnisse und b) eine hinderung überhaupt erwerbsfähig zu sein ...

grüße liebe
daway
 
Und was ist mit denen, die mal eine Auszeit brauchen? Warum auch immer! Müssen die dann Anträge schreiben? Weil das mitten im BurnOut (z.B.) ja auch so gut funktioniert....oder diejenigen, die (warum auch immer) nicht arbeiten können. Müssen die betteln gehen? Oder auch wieder bürokratiewuchernde Maßnahmen in Form von Anträgen schreiben?

Wenn man krank ist, geht man zum Arzt und lässt sich krank schreiben oder besucht eine Spezialklinik... Niemand verlangt von Kranken, dass sie normal funktionieren... Was ist denn los mit Dir?
 
Traurig. Aber dieses Modell dann auch für alle anderen Menschen zu verordnen finde ich noch trauriger.

Neulich habe ich freiwillig mit anderen zusammen an einem Projekt gearbeitet. Es war völlig klar, dass jeder hauptsächlich das tut, was er gut und gerne tut. Da gab es keine Streitereien, jeder hat etwas getan, am Ende war alles getan.
Das ist für mich normal. Es gab keine Anreize für bestimmte Tätigkeiten innerhalb des Projekts, nur die eigene Freude.
Ich wünschte mir, dass mehr Menschen erkennen können, wie einfach alles wird, wenn jeder Mensch seine ihm eigenen Talente leben kann.
die Scheuklappen sind leider riesig, auch verständlich durch die lange Geschichte, dazu die Schulzeiten immer länger und intensiver werden, obs die Vorsorge und Angst ist, das neue Genarationen sonst zu doch bald mehr zu sehen beginnen ?...ich mag auch die Hinweise die uns die Sprache immer liefert, und gerade war das Wort Freizeit zu lesen...also ist Arbeiten die un-freie...sagt viel aus.
 
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Wenn man krank ist, geht man zum Arzt und lässt sich krank schreiben oder besucht eine Spezialklinik... Niemand verlangt von Kranken, dass sie normal funktionieren... Was ist denn los mit Dir?

ist ja super. Dann gibt einem zukünftig der Arzt das fehlende Geld zum Leben. Klasse Idee, kann mir aber nicht vorstellen, dass es dann noch viele Ärzte geben wird. :ironie:
Die andere Option wären Anträge, eine viel zu große Bürokratie, Sachbearbeiter, die auch gerne mal Anträge ablehnen (machen sie ja auch heute schon, selbst, wenn ein Anspruch besteht), Ämterrennereien usw. usf.
Und im Kern hätte sich immer noch nichts geändert, dann können wir grad so weitermachen wie bisher.

Und der eigentliche Sinn des Grundeinkommens ist es ja auch, dass man die Möglichkeit hat, sich auch so - ohne Krankheit - eine Auszeit nehmen zu können: zur Neuorientierung, für die Familienphase, für die Pflege von Angehörigen oder auch Nachbarn, oder auch für anderes, was einem am Herzen liegt.
Das ist eine Vision der Freiheit, nicht des Zwanges. Zwang gab es schon genug in der Geschichte, jetzt wird es Zeit, dass wir in Freiheit leben können.
 
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