Wahrnehmung und Stimmigkeit

Das hat in meinen Augen aber nichts mehr mit Spiritualität zu tun. Ich denke, dass ein spiritueller Mensch andere Menschen mit deren Weltbildern, Glaubensbildern und Erfahrungen auch einfach so sein lassen kann, wie diese nunmal sind.

Warum hast du das Markierte im zitierten Abschnitt weggelassen?

Wenn ganze Religionskreise aber anfangen, anderen Menschen ihren Glauben aus Eigennutz auch noch anzudrehen, dann wird eine ganz widerliche Sache draus.

Denn das Markierte zeigt doch, aus welchen Gründen die meisten sog. Spirituellen überhaupt sich mit Federn schmücken, die ihnen nie wirklich gewachsen sind.
Sie reden z.B. von "bedingungsloser Liebe" und sind fleissig am Verkaufen, also seeeehr bedingt zu lieben.
Die bedingungslose Liebe verlangen sie vielmehr von anderen, als dass sie in dem Fall je dazu motiviert wären.
Das ist alles Augenwischerei.

Und dieser Satz: "Man kann die Menschen auch so sein lassen, wie sie halt sind."
gefällt mir so ganz und gar nicht, denn er hört sich so an wie, als wolle da einer auch mit seinen Betrügereien in Ruhe gelassen werden.
 
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sehe ich auch so.

Ja. Daraus ergibt sich, dass es Menschen gibt, denen es wichtig ist, anderen Informationen zukommen zu lassen.

Sich bewusst mit diversen Personen, Angeboten auseinanderzusetzen.

Esoterik-Markt verspricht Haltsuchenden schnelle Hilfe
Der Esoterik-Markt habe die Zeichen der Zeit erkannt und verspreche schnelle Hilfe, einfache Lösungen und Traumwelten. Die Betroffenen suchten Halt und bemerkten nicht, dass sie schnell in eine mentale Abhängigkeit geraten. Alle drei Bereiche der Esoterik boomen nach ihren Angaben derzeit. Bei Geistheilung, Lebenshilfe und Zukunftsvorhersagen würden in Einzelfällen den Betroffenen auch schon einmal 30 000 Euro verlorengehen. Die Geschäftsführerin verweist auf eine Umfrage der Wickert-Institute, wonach 65 Prozent der Deutschen den Fähigkeiten der Geistheiler vertrauten und dafür jährlich fünf Milliarden Euro ausgeben. Ihr Appell ist eindeutig: „Ein Geistheiler ersetzt keinen Arztbesuch. Wenn überhaupt, kann das nur ergänzend zur Schulmedizin eingesetzt werden.” Oft gebe es auch Nebenwirkungen von Medikamenten, zum Beispiel eine erhebliche Gewichtszunahme.

Gefangen im Übersinnlichen | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/essen/gefangen-im-uebersinnlichen-id429558.html#plx658981196
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Das bedeutet für mich im Extremfall:

Lasst "die Dummen", mit ihrem Krebs doch abkratzen - weshalb sollte ich ihn meine Ansicht dazu kundtun - Informationen zur Verfügung stellen.
Informieren ist wohl ein bisschen was anderes als Missionieren. ;)

Ich kann jeden "so sein lassen" - das impliziert nicht, dass ich jemanden von nem Turm springen lasse, weil er (seinem Weltbild entsprechend) meint, dass ihm die allerhöchste Quelle (oder wer auch immer) mitgeteilt hat, dass er fliegen kann.

Hatte letztens ein solches Gespräch mit jemandem.
Ja, in einem solchen Fall ist es wohl sinnvoll, denjenigen vom Springen abzuhalten, da er aller Vorraussicht nach nicht fliegen können wird (es sei denn, er hat eine entsprechende Ausrüstung unterm Arm - Paragliding o.ä.).
Wie man denjenigen dann davon abhält zu springen, ist aber wieder eine andere Sache. Ob man mit knallharter Konfrontation ("die allerhöchste Quelle irrt sich" o.ä.) dazu bringt, von seinem Glauben abzulassen, wage ich zu bezweifeln. Ist aber auch von dem Menschen abhängig, ob man da massiver oder behutsamer kommunizieren sollte, damit die Botschaft "Spring nicht!" auch ankommt. Manche springen ja erst recht, wenn sie sich unverstanden fühlen.
Man muss ja auch nicht immer gleich das ganze Weltbild desjenigen zum Einstürzen bringen, um denjenigen vom Springen abzuhalten.
(das sage ich jetzt mal so aus der Theorie heraus, mir ist bisher noch kein Mensch begegnet, der geglaubt hatte, dass er physisch fliegen könnte).
 
Warum hast du das Markierte im zitierten Abschnitt weggelassen?
Weil das in meinen Augen unwichtig ist, ob das jemand für den eigenen Vorteil, aus einem Glauben heraus ("die Menschen müssen gerettet werden") oder aus sonstigen Gründen tut. Wenn ich versuche, jemanden von meinem Weltbild zu überzeugen - und dieses Weltbild passt überhaupt nicht zum Anderen, dann hat das (für mich) nichts mit Spiritualität zu tun.

Denn das Markierte zeigt doch, aus welchen Gründen die meisten sog. Spirituellen überhaupt sich mit Federn schmücken, die ihnen nie wirklich gewachsen sind.
Gut, dass Du "sogenannt" dazugefügt hast. :D

Sie reden z.B. von "bedingungsloser Liebe" und sind fleissig am Verkaufen, also seeeehr bedingt zu lieben.
Die bedingungslose Liebe verlangen sie vielmehr von anderen, als dass sie in dem Fall je dazu motiviert wären.
Das ist alles Augenwischerei.
Ja, solche Menschen gibt es. Zum Glück gibt es auch die anderen, die es überhaupt nicht nötig haben, von "bedingungsloser Liebe", von "Karma" oder sonstewas zu reden.
Ich denke, je größer sich jemand das Wort "Spirituell" auf die Stirn schreibt, desto mehr ist er selbst noch auf der Suche - und sucht die Bestätigung im Außen statt in sich selbst.
 
Informieren ist wohl ein bisschen was anderes als Missionieren. ;)

Wo siehst Du den Unterschied?

Hast Du n Beispiel (Zitate) aus denen hervorgeht, wann etwas für Dich *missionieren* ist - und wann *informieren* ?

Ja, in einem solchen Fall ist es wohl sinnvoll, denjenigen vom Springen abzuhalten, da er aller Vorraussicht nach nicht fliegen können wird (es sei denn, er hat eine entsprechende Ausrüstung unterm Arm - Paragliding o.ä.).
Wie man denjenigen dann davon abhält zu springen, ist aber wieder eine andere Sache. Ob man mit knallharter Konfrontation ("die allerhöchste Quelle irrt sich" o.ä.) dazu bringt, von seinem Glauben abzulassen, wage ich zu bezweifeln. Ist aber auch von dem Menschen abhängig, ob man da massiver oder behutsamer kommunizieren sollte, damit die Botschaft "Spring nicht!" auch ankommt. Manche springen ja erst recht, wenn sie sich unverstanden fühlen.
Man muss ja auch nicht immer gleich das ganze Weltbild desjenigen zum Einstürzen bringen, um denjenigen vom Springen abzuhalten.
(das sage ich jetzt mal so aus der Theorie heraus, mir ist bisher noch kein Mensch begegnet, der geglaubt hatte, dass er physisch fliegen könnte).


Ja - Das Wie spielt eine wichtige Rolle. Das Ob steht für mich nicht zur Debatte.

Deine Grundaussage war die:

Ich denke, dass ein spiritueller Mensch andere Menschen mit deren Weltbildern, Glaubensbildern und Erfahrungen auch einfach so sein lassen kann, wie diese nunmal sind.

Und das sehe ich definitiv anders - inwiefern, führte ich aus.
 
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Jeder Konsument sollte bzgl. käuflicher Waren und Dienstleistungen sich Auskunft bei Verbraucherzentralen einholen können.
Daher finde ich, dass niemand was kaufen sollte, ohne z.B. eine gute Benotung bei Stiftung Warentest vorgelegt und bestätigt zu bekommen.

In spirituellen Kreisen müsste dann z.B. ein Schamane die Wirkkraft seiner Dienste eindeutig bewiesen haben, bevor er auf Kundenfang geht. Sonst könnte ja jeder daher kommen und was behaupten.
 
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Wo siehst Du den Unterschied?

Hast Du n Beispiel (Zitate) aus denen hervorgeht, wann etwas für Dich *missionieren* ist - und wann *informieren* ?
Informieren: "Für Dein Problem (Thema) gibt es die Möglichkeiten A, B und C" oder wenn man nur eine Möglichkeit kennt: "Bei Deinem Problem (Thema) kannst du Methode X probieren/anwenden"
Missionieren: "Wenn Du nicht Methode X anwendest, wird etwas ganz schreckliches geschehen (z.B. Du kommst in die Hölle oder andere Grausamkeiten)" oder "Wenn Du weiterhin in Sünde lebst, dann wird .... "

Ja - Das Wie spielt eine wichtige Rolle. Das Ob steht für mich nicht zur Debatte.
Und dafür ist dann auch noch wichtig, dass man nicht selbst in Panik verfällt, sondern einen klaren Kopf behält (in Panik macht man häufig Dinge, die nicht wirklich zielführend sind).
 
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