Hallo zusammen,
ich überlege grad, warum hier die verschiedenen Ansichten dermaßen kollidieren, obwohl doch mit Sicherheit jeder hier der Meinung ist, dass eine Vergewaltung eine der schlimmsten Untaten ist, die es auf dieser Welt gibt.
Es liegt wohl daran, dass das Thema von unterschiedlichen Ebenen aus betrachtet wird.
Da gibt es die "Eindimensionalen", die sich ausschließlich auf das "Opfer" und die Tat beziehen und dabei jeden Hintergrund ausblenden. Eine Sichtweise, die eigentlich jeder einnehmen kann, die nie falsch ist und die immer auf Verständnis stößt.
Dann gibt es die "Zweidimensionalen", die sehen, dass Opfer und Täter sich bedingen, dass es beide braucht, damit sich das Geschehen verwirklichen kann.
Und dann gibt es die "Mehrdimensionalen", die dazu noch anerkennen, dass sich das Opfer seine Rolle sicher nicht bewusst ausgesucht hat. Wer ist schon freiwillig Opfer?
Daraus folgert, dass sich auch der Täter seine Rolle nicht freiwillig ausgesucht hat.
Hier wirken andere Instanzen und hier kann anerkannt werden, dass es Lebenssituationen gibt, die sich unserer Kontrolle entziehen. Ich persönlich nenne es Schicksal. Aber auch bei schicksalhaften Erfahrungen, wo die Dinge von außen herantreten, liegt der Angelpunkt immer in einem selbst, was natürlich noch lange nicht heisst, dass der Betreffende in irgendeiner "Schuld" steht.
Bei einer Betrachtungsweise auf dieser Ebene kann nicht mehr in Schuld/Unschuld, Täter/Opfer, Gut/Böse, Himmel/Hölle gedacht werden. Es gibt immer beides, nichts davon kann isoliert auftreten.
Astrologisch im 4. Quadranten angesiedelt.
Bei der mehrdimensionalen Sichtweise muss auch nicht mehr die Tat an sich bewertet werden, denn die ist letztlich "nur" das Resultat des unerlösten Erlebens einer Anlage, die sowohl Täter als auch Opfer haben.
Im Tierkreis ist alles, was Menschen jemals erleben können, potentiell enthalten. Astrologisch denkende Menschen wissen das und üben sich daher in der Regel im "neutralen" anschauen, im Wissen darum, dass astrologisch immer beide Pole gleichwertig vorhanden sind.
Wer ausschließlich die eindimensionale Sichtweise bevorzugt und nicht bereit ist, ein breiteres Blickfeld zuzulassen, ist m.E. in einem Esoforum falsch.
(ausschließlich meine Meinung)
lg
Gabi
Gabi, bei allem Respekt der astrologischen Auslegung von Ereignissen gegenüber, aber auch hier ist für meine Begriffe verharmlosend verdreht:
ich überlege grad, warum hier die verschiedenen Ansichten dermaßen kollidieren, obwohl doch mit Sicherheit jeder hier der Meinung ist, dass eine Vergewaltung eine der schlimmsten Untaten ist, die es auf dieser Welt gibt.
Na dann kollidieren hier die verschiedenen Ansichten eben nicht, weil hier irgendwer der Meinung wäre, Vergewaltigung sei keine Untat. Schon mal so gesehen?
Ich meine, dass sind doch alles Selbstverständlichkeiten über die hier hoffentlich nicht gross diskutiert werden muss.
Desweiteren ist eine mehrdimensionale Sicht auf das Leben mit Sicherheit nichts was die Esoterik für sich gepachtet hat, was du hier zwar nicht explizit nahelegst, aber mit einem zb.: Daraus folgert, dass sich der Täter seine Rolle nicht (nur!!!) selbst ausgesucht hat... doch andeutest, dass andere aus anderem Metier zu solch mit Verlaub profaner, meinetwegen multidimensionaler Erkenntnis nicht in der Lage waren. Geh mal getrost davon aus, dass das irgendwo in Klarhausen gebongt ist. Nur, darum gehts hier wohl offenbar weniger.
Hier wirken andere Instanzen und hier kann anerkannt werden, dass es Lebenssituationen gibt, die sich unserer Kontrolle entziehen. Ich persönlich nenne es Schicksal. Aber auch bei schicksalhaften Erfahrungen, wo die Dinge von außen herantreten, liegt der Angelpunkt immer in einem selbst, was natürlich noch lange nicht heisst, dass der Betreffende in irgendeiner "Schuld" steht.
Simi legt nahe, dass die Untat Vergewaltigung durch angstfreie Hinnahme zur Leidvermeidung des Opfers führe.
Genauso ist es auch mit einer Vergewaltigung- wer angstfrei ist, muss sie nicht erleiden, er kann sie hinnehmen, ohne dass sein Glücklichsein dadurch geschmälert würde. Das Geschehen als solches wird durch Angstfreiheit aber nicht abgewendet. Das aber behauptest du- und das ist falsch, Randi.
Was bedeutet oder bedeuten könnte, womöglich sogar sollte, dass das Unglück des Opfers nicht aus der gerade an ihm vollzogenen Untat resultiert oder damit in Zusammenhang stünde, sondern aus seiner eigenen Angst. Ergo, wer sich angstfrei hingibt, kann sogar glücklich seine Vergewaltigung hinnehmen und über sich ergehen lassen. Die Vergewaltigung kann dadurch aber nicht abgewendet werden, das wollen wir ja auch gar nicht, wir wollen Kontrolllosigkeit. Hmhm. LOL!
Wie darf man sich das eigentlich vorstellen? Ein Vergewaltiger schlägt dir erst mal brutal ins Gesicht, nachdem du ihm hingebungsvoll gesagt hast: Komm, Süsser, nimm mich, ich will zwar nicht, aber mein GlücklichSein ist gerade wäry en vogue, weisstu. Dann läufst du glücklich neckend davon und rufst: Fang mich doch, fang mich doch... jetzt hat er dich wieder und während er dir ernsthaft und noch brutaler als zuvor um endlich dein Leid zu erzeugen noch einige Male eine donnert, befindest du dich glückselig in einer ähm netten Rangelei bevor du dich vor glücklichsein erschöpft aber immer noch merkwürdig glücklich zuficken lässt. Hachherrje, wat is dat Leben schön.
Randi geht noch weiter und leitet aus: "Die Materie sei die Manifestation des Geistes" ab, dass das Opfer der eigentliche schuldhafte Täter sei, weil es (sich) durch sein Innenleben den unschuldigen Täter erzeugt:
Die Gefährlichkeit des Gefährlichen resultiert aus der Schuld des Gefährdeten.
Eindimensionaler gehts wohl kaum. Auch wenn es so wäre, dass die Materie eine Manifestation des Geistes
wäre, da ist nichts umfassendes darüber gesagt, wer oder was die Kontrollinstanz für den Geist selbst bildet.
Alle Löwen sind Raubtiere ergo sind auch alle Raubtiere Löwen?
Und das mal eben Opfern und Tätern übergeworfen? Für *die* Macht schlechthin. Und das auch noch konstruiert an Fakten vorbei irgendwo in Hirniehausen?
Flimm meint, wäre z.b. Opfer A nicht aufgetaucht, wäre B kein Vergewaltiger geworden. Und wer sich in sich selbst im Gleichkang befände würde nicht vergewaltigt.
Sorry, aber genau so "harmlos" fängts an mit faschistischem Gedankengut.
Und du meinst jetzt:
Bei der mehrdimensionalen Sichtweise muss auch nicht mehr die Tat an sich bewertet werden, denn die ist letztlich "nur" das Resultat des unerlösten Erlebens einer Anlage, die sowohl Täter als auch Opfer haben. Und möchtest dich um eine neutrale Haltung bemühen, was dir (gottseidank) nicht immer gelingt.
Weisst du wie ich mir vorstelle, dass es in irgendeinem Ashram dazu kommen kann, dass der geliebte, angebetete Oberguru, wenn ers gerade nicht selbst tut, völlig neutral da sitzt und *nichts* tut, wenn er weiss, dass einer seiner Assistenten die Frauen und Kinder da missbraucht und vergewaltigt?
Diesen selbsternannten Göttern ist die völlige Neutralität und Bewertungsfreiheit wirklich gelungen. So sehr, das es letztlich keinen Handlungsbedarf mehr gibt, es sei denn, es gilt den eigenen Arsch zu retten, wenns mal raus kommt.
Auch schön zu sehen hier, wie so manch einer im eitlen Esowahn lieber dem eigenen Heil frönt in dem er sich nu ja nicht irgendeinem esologischen Kapitalverbrechen wie werten, urteilen oder gar verurteilen und schlimmer noch dem Unterscheiden in Gut und Böse hingibt.
Generell hätte ich da nicht mal was gegen, auch wenn ich weissgott besseres zu tun habe als diesem lächerlichem Dressat zu folgen, muss halt jeder für sich entscheiden. Aber was hier von Verschiedenen bzgl. Vergewaltigung und deren Opfer verlautbart wurde ist nur blanker Hohn den Opfern und allen die sich noch ein wenig Menschlichkeit und Unrechtsbewusstsein oder überhaupt Bezug zur Realität bewahrt haben gegenüber.
