Hi Gabi!
Tja, in dieser Dimension zu denken, empfinde ich als sehr schwierig, wenn ein erst 5-jähriges Mädchen von seinem kleinen Fahrrad gerissen und in das Auto ihres Mörders gezerrt wird. Oder auch der 9-jährige Junge aus Grefrath, der auf einem Feldweg dicht bei seinem Elternhaus ebenfalls dieses Schicksal teilen mußte. Wo ist die Schuld der Opfer? Vielleicht findet man sie - wenn man denn daran glaubt - im Karma. Vielleicht waren diese Kinder in einem Vorleben schuldig geworden und müssen dieses Karma jetzt "abarbeiten", indem sie wiederum die Opfer sind. Aber erzähle das mal den verzweifelten Eltern. "Der Täter ist zu Ihrem Kind gekommen, weil es eben das Karma ihre Kindes war?"
Ich weiß auch nicht, wie die Eltern einer vergewaltigten, ermordeten 16-jährigen es verkraften, wenn man ihnen sagt, daß es eben Schicksal war, an dieser Bushaltestelle abends in einem Buch vertieft zu sitzen und damit wohl bestimmte "Signale" an den Täter aussendete, um sie hinterrücks zu überfallen und zu meucheln. Aber vielleicht trifft man ja auf das eine oder andere Elternpaar, welches dadurch getröstet wird?
Aber vielleicht gibt ein einfach nur Gut und Böse in dieser Welt und man muß diese Tatsache einfach nur akzeptieren? Und wenn man diese beiden Teilen akzeptiert, dann gibt es eben auch Täter, die als solche benannt werden dürfen.
LG
Juppi
Gabi0405 schrieb:Bei einer Betrachtungsweise auf dieser Ebene kann nicht mehr in Schuld/Unschuld, Täter/Opfer, Gut/Böse, Himmel/Hölle gedacht werden. Es gibt immer beides, nichts davon kann isoliert auftreten.
Tja, in dieser Dimension zu denken, empfinde ich als sehr schwierig, wenn ein erst 5-jähriges Mädchen von seinem kleinen Fahrrad gerissen und in das Auto ihres Mörders gezerrt wird. Oder auch der 9-jährige Junge aus Grefrath, der auf einem Feldweg dicht bei seinem Elternhaus ebenfalls dieses Schicksal teilen mußte. Wo ist die Schuld der Opfer? Vielleicht findet man sie - wenn man denn daran glaubt - im Karma. Vielleicht waren diese Kinder in einem Vorleben schuldig geworden und müssen dieses Karma jetzt "abarbeiten", indem sie wiederum die Opfer sind. Aber erzähle das mal den verzweifelten Eltern. "Der Täter ist zu Ihrem Kind gekommen, weil es eben das Karma ihre Kindes war?"
Ich weiß auch nicht, wie die Eltern einer vergewaltigten, ermordeten 16-jährigen es verkraften, wenn man ihnen sagt, daß es eben Schicksal war, an dieser Bushaltestelle abends in einem Buch vertieft zu sitzen und damit wohl bestimmte "Signale" an den Täter aussendete, um sie hinterrücks zu überfallen und zu meucheln. Aber vielleicht trifft man ja auf das eine oder andere Elternpaar, welches dadurch getröstet wird?
Aber vielleicht gibt ein einfach nur Gut und Böse in dieser Welt und man muß diese Tatsache einfach nur akzeptieren? Und wenn man diese beiden Teilen akzeptiert, dann gibt es eben auch Täter, die als solche benannt werden dürfen.
LG
Juppi


