Wie kommst du von meiner Aussage darauf, dass das was ich schrieb: doch wieder im Kontext gesehen "die Schuld des Christlichen" sei?. Steht doch was ganz anderes da.
Da steht, dass ich Handlungen weder aus dem christlichen noch dem katholischen Kontext beurteile und bewerte. Kannst du das akzeptieren?
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Ich kann deine Meinung akzeptieren, dass Du meinst es nicht zu tun. Alleine deine Aussagen sagen etwas anderes.
Gesellschaftlichen Regeln sind in allen Religionen und Traditionen niedergeschrieben odr überliefert worden und klar ist, dass jede Gesellschaft ihr eigenes Grundsetting hat, genauso wie sie Regeln haben kann, die weder mit Religion noch mit Tradition zu tun haben müssen und das nennt man dann "allgemeine" Gesetze. Und die wiederum können in vielen Punkten konträr zu Regeln irgendwelcher Religion oder Tradition sein, wie sie ebenso nicht immer richtig und gerecht sein müssen, oder vllt. sogar nicht genutzt werden, obwohl sie es sollten.
Grundsätzlich einverstanden.
Und es unterliegt auch nicht jeder Europäer einem christlich moralischen Grundsetting. Das kannst du ebensowenig pauschalisieren. Und ich glaube kaum, dass du das verifizieren kannst.
Nun, manche in Europa in Minderheiten vorkommende Konfessionen und Sichtweisen nicht. Wobei die Grundlagen trotzdem sehr ähnlich sind, weil sie sich eben auf allgemeine Regeln des gesellschatflichen Zusammenlebens beziehen.
Da bist du wieder auf dem falschen Dampfer. Die christliche Sichtweise ist genau das Gegenteil davon, was du hier behauptest. Lt. ursprünglichem Christentum ist Christus gekommen um alle Menschen von ihrer Schuld zu erlösen. Dafür starb er quasi am Kreuz. Die Grundaussage des Christentums ist/wäre Erlösung von der Schuld. Sozusagen auch "Entschuldung". Daher kommt auch die Aussage: Vergib allen deinen Feinden.
Katholizismus......usw.....blabla
Also eigentlich ist Jesus dahergekommen, um den Glauben der Juden wieder auf seine Wurzeln (im vedisch/brahmanischen) zurückzuführen. Dass die Phlosophie des NT besser angekommen ist als die des AT und der Thora liegt lediglich darin, dass der jüdische Glaube "arabisert" wurde, was mit dem Gedankengut in der nördlichen Hemisphäre eher weniger kompatibel war. Und letztlich ja auch die Kirche den genialen Schachzug entwickelt hat, den Glauben an die Sitten und Gebräuche der "Barbaren" anzupassen.
Aber ... Jesus ist nie gekommen, um irgendwen von irgendeiner "Schuld" zu erlösen, sondern nur um die damals noch sehr eng mit der Religion verwobenen politischen Verhältnisse zu verbessern. Weshalb er letztlich ja auch von den Juden ans Kreuz genagelt wurde.
Alles was mit Erbsünde, mit Schuld etc. zu tun hat, wurde erst später von der römischen Kirche dazuerfunden, um die Gläubigen zu kontrollieren. Und vor allem um Cash zu machen.
Merkst du überhaupt, wie du argumentierst?
Danke, ja.
Du sagst quasi, dass der Täter nicht schuld sei, wenn er keine Schranke hat, weil...... und das Opfer dieses Täters aber selbst schuld sei, weil es sich VIELLEICHT nicht genug selbst geschützt hat, oder nicht alles bedacht hat, was überhaupt so möglich wäre zu bedenken, aber auch in jeden Fall Mitschuld hat!
Das bedeutet, du sprichst dem/jeden Täter jede eigene Verantwortung für sein Handeln ab, und jeder Täter ist quasi nicht in der Lage selbst zu denken und ist nur durch seine Triebe, Erziehung oderund Nichtsozialisierung oderund ein Trauma gesteuert. Und jedes Opfer ist aber selbst verantwortlich?
Darin stecken 2 Grundaussagen. 1. - die Welt ist wie sie ist. Und 2. - Jeder Mensch wird erzogen. Und Defizite die er in seiner Erziehung erhält oder die er im Leben aufsammelt ... wessen Schuld sind sie?
Zu 2. könnte man natürlich sagen ... ja, selber schuld, der Täter könnte ja in eine Therapie gehen. Aber warum sollte er das tun, was alle Menschen nicht tun? Wo jeder meint, die Welt in der er geistig lebt (so kompatibel oder inkompatibel sie mit seiner Umwelt sein mag) ist "die Welt" - so ist sie halt. Ohne es genauer zu hinterfragen ....
Und das ist, sorry, ein totaler Blödsinn. Abgesehen davon ist deine Aussage reines pauschalisieren. Die Erfahrung zeigt eindeutig, dass dem nicht so ist. Es gibt genug Menschen, denen Gewalt angetan wurde und die trotzdem keinem Anderen Gewalt antun. Es gibt genug Menschen, die in nicht so guten sozialen Verhältnissen aufwuchsen und trotzdem Niemandem Gewalt antun. Es gibt genug Menschen, die traumatisiert sind und trotzdem Keinem Gewalt antun. Wenn Einem irwas, der eigenen Ansicht nach, Schlechtes wiederfahren ist, kann das keine Rechtfertigung und auch keine Entschuldung dafür sein, es irgendwem Anderen ebenso anzutun. Auch wenn man früher ein Opfer war, ist es keine Rechtfertigung und Entschuldung, Andere, daran Unschuldige und Unbeteiligte (vllt. noch nicht mal Geborene), zu Opfern zu machen. Man kann höchstens mildernde Umstände für den Täter geltend machen, wenn ein Täter selbst schlimmes wiederfahren ist und ersie aus diesen Gründen gewalttätig wurde. Was aber im Gegenzug NICHT bedeutet, ein Opfer hätte prinzipiell (wie du behauptest) irgendeine irgendwie gartete Mit.- od. Teilschuld. Ausnahmen gibt es auch hier, wenn ein "Opfer" selbst grob fahrlässig handelte (zb. trotz besseren Wissens, sich bewußt in eine Gefahr begibt oder eine offensichtliche Gefahr selbst banalisiert). Nur dann kann man eine Teilschuld zuschreiben.
Kein Mensch kann sich gegen sein psychisches Setzting wehren. Das gilt für das Opfer genauso wie für den Täter.
Aber letztendlich reduziert sich alles auf eine einzige Frage. Nämlich den Fakt, dass ich weiss, dass es auf der Welt böse Dinge gibt. Und es liegt in meiner eigenen Verantwortung mich dagegen zu schützen, entsprechend dem, wie ich die Risiken für mich bewerte. Denn ist eine Tat einmal passiert, dann kann ich nichts mehr daran ändern.