Als Sterbebegleiter weiss ich, wie sehr den Menschen das Gewissen, der innere Saturn plagen kann, wenn das letzte Stündlein schlägt und noch so viele Leichen im Keller liegen oder vergraben worden sind. Wer das schönreden will, soll es tun. Doch die Stunde kommt für j e d e n .
Wer redet das denn schön?
Willst du abstreiten, dass es vermutlich weniger schlimm wird, das Sterben, wenn man halt zu Lebzeiten schon dafür sorgt, dass keine Leichen im Keller rumliegen?
Du sagtest doch das eigentliche "finale Gewissen" lernen wir erst beim Tode kennen.
Und ich habe gesagt, wenn dem so ist, dann wundert mich nichts mehr.
Zurück zum Thema:
Ich lese gerade das Buch von Koch/Rindgen zum 2. Mal.
Womit wir wieder bei den Kelipoth wären.
Zitat:
"Was die griechische Mythologie noch nicht kennt, ist die Dämonologie der Kabbalisten, ist der Begriff des "Bösen". Pan war noch nicht Satan geworden: Die "Schalen" waren noch erfüllt von arkadischem Vogelgesang und nicht von dämonischem Brüllen."
Rindgen geht davon aus, dass zu früheren Zeiten, zu vorchristlichen Zeiten, das was wir heute als Hölle bezeichnen, für die Menschen damals Arkadien war, ein Reich, in welchem Pan lebte, mit der Natur und den Naturgeistern aufs Engste verbunden. Sogar zu den Göttern hatte das arkadische Reich freundschaftliche Verbindungen.
Pans Reich wurde zu Satans Hölle degradiert und das nicht nur in der Geschichte, sondern auch in unserem Bewusstsein und Unterbewusstsein. Damit wurde alles was früher, natürlicher Teil des Lebens war zur verabscheuungswürdigen Boshaftigkeit und auf das Ausleben der natürlichen Bedürfnisse und Triebe würden früher oder später bitterste Höllenqualen folgen. Nur haben wir genau damit diese Qualen überhaupt erst erschaffen.
Dies wiederum führte dazu, dass die heutigen "Schalen" (Kelipoth) übervoll sind von den abgespaltenen dämonischen Fratzen menschlicher Wünsche und Begierden, die aber gar keine Fratzen oder Dämonen waren, bevor der Mensch sie dazu gemacht hat.
Rindgen erwähnt auch Daskalos und seine Erklärungen zu den Elementalen. Ich habe alle 3 Daskalos-Bücher gelesen. Nie zuvor habe ich eine so klare und glaubwürdige Beschreibung der jenseitigen Welten erhalten. Auch oder vor allem über jene, die Rindgen mit den Kelipoth zu beschreiben versucht.
Weiters geht er davon aus, dass alle nicht erfüllten Wünsche im Leben, nach dem irdischen Ableben, als Elementale auf der irdischen Ebene verbleiben und zwar so lange bis wir selbst wieder reinkarnieren oder bis sich jemand findet, der mit derselben Energie schwingt und somit diesen "Dämonen" ein Tor öffnet, damit sie sich physisch manifestieren können.
Zitat:
Dion Fortune: Das bedeutet nicht, dass die Unreinheiten einer Evolution im Läuterungsfeuer eines einzigen Todes weggebrannt werden können. Wenige Seelen sind schon so rein und stark, dass sie eine solche Behandlung aushalten könnten, ohne sich in ihre Einzelteile aufzulösen. Deshalb wird uns bei einem Durchgang durchs Läuterungsfeuer nur gezeigt, was wir ertragen und verarbeiten können." So manche ungelebten Triebe und Emotionen, unerfüllten Wünsche und Träume des niederen Ichs können unter Umständen nicht, noch
nicht geläutert, d.h. in den Reichtum des Herzens aufgenommen werden.
Rindgen hält Lilith und Priapus für die Tore zu den Kelipoth. Lilith als der schwarze Mond, die verdrängten Gefühle und Priapus als der schwarze Mars die verdrängten Triebe.
Die Aufgabe des Menschen wäre es, diese Schalen zu säubern. Der Mensch neigt zu 3 möglichen Arten mit derartigen Elementalen umzugehen:
- wahrnehmen, aber erstmal beiseite legen
- sofortige Annahme, Wandlung, Integration und Überführung in ein spirituelles Leben
- weitere Verdrängung
Und vor allem letzteres führt zu dem was Eli schreibt, das "finale Gewissen" erscheint spätestens beim Tode und dann wird man nicht mehr gefragt, ob man denn hinschauen will.
Wobei ich den Begriff immer noch irre führend finde, da das Gewissen ja nur dann als "final" zu werten ist, wenn ich zu Lebzeiten nicht darauf achte.
LG
Stern