Wie weit oberhalb - sach mal ne Zahl.
Welche Auswirkungen hat die Differenz d. Schätzwerts zur Dunkelziffer - und welche Auswirkungen hat die Differenz D.E. auf die Menschheit, Erde...?
Wie stark fällt sie ins Gewicht?
Auch wenn - ich lese da Schätzwerte, die um einiges auseinanderklaffen.
Und vor allem lese ich im zweiten Link u.a. folgendes:
Das Problem ist nicht die Anzahl der Menschen, sondern die Verteilung des Reichtums.
Wenn weltweit eine Milliarde Menschen hungert und fast die Hälfte aller weltweit lebenden Menschen mit 1 US-Dollar am Tag (über-)leben muss, dann lassen sich die Millionen Toten bequem rechtfertigen, indem man das Problem auf die "Überbevölkerung" schiebt.
In den bevölkerungsreichen Trikont-Staaten werden an 16-Stunden-Tagen in hochgiftigen Fabrikhallen unsere Smartphones, Spielsachen und Klamotten hergestellt - wie die Katastrophe in Bangladesch zeigt, können die Sklavenarbeiter froh sein, wenn sie vergiftet, aber lebend aus diesen Gefängnishallen rauskommen.
Aufgrund dieser Verhältnisse ist es gleichgültig, ob nun 1 oder 10 Milliarden Menschen in diesen Ländern leben - sie werden so oder so vom Westen ausgebeutet und müssen hungern.
Angesichts der enormen Produktivität in den Industrienationen könnte man ohne weiteres 12 Milliarden Menschen ernähren, wie der ehemalige UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Jean Ziegler, betont. Wenn täglich über 57.000 Menschen an Hunger sterben, in den Industrienationen aber der unerträgliche Überfluss herrscht, dann sind nicht die Menschen, sondern unsere Unmenschlichkeit das Problem.
Schuld ist aber nie der sakrosankte Kapitalismus als Ursache der Zerstörung von Menschenleben und Natur - schuld seien die Menschen selbst aufgrund ihrer bloßen (zu zahlreichen) Existenz.
So jedenfalls wollen es uns viele Medien und Politiker weismachen. Das ist nicht nur bequem und realitätsfern, es ist aktiv menschenverachtend, wie auch die Publizistin und Sozialforscherin Jutta Ditfurth festhält:
Das Bild von der zu kleinen Erde, auf der sich die Armen hemmungslos fortpflanzen, während die Lebensmittelproduktion stagniere, ist ein prominentes Klischee der Inhumanität. […] Statt zu fragen: ‚Wie viele Menschen erträgt die Erde?‘, müsste es lauten: Wie viel Kapitalismus ertragen der Mensch und die Natur noch? […] Die üblichen Berichte über die Entwicklung der Weltbevölkerung sind meist mit Bildern eng gedrängter dunkelhäutiger Menschenmassen illustriert, selten mit Bildern Hellhäutiger im Feierabendverkehr, beim Schlussverkauf oder in Autobahnstaus zu Ferienbeginn. […] Deutschland ist dichter besiedelt (231 Einwohner pro Quadratkilometer) als Nigeria, das bevölkerungsreichste Land Afrikas (152 Einwohner pro km2). […] "Hat schon jemals irgendwer ernsthaft die Überbevölkerung Monacos (16.620 Einwohner pro km2) gegeißelt?
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http://www.heise.de/tp/artikel/39/39104/1.html