Es geht in diesem Thema nicht um deine "Relativierungsverweichung" -> Und exakt, um Verharmlosung gehts explizit.
Es geht um das Begreifen, was damals abgegangen ist, über 12 Jahre.
Gezielte Aufstachelung des Staates der Bevölkerung gegen einen Teil der Bevölkerung, das dauerte 5 Jahre, bis man den Nachbarn totschlagen wollte, bzw. wegschaute.
Dann kam im November 1938 die bundesweite Ankündigung der Vernichtung der Juden.
Das ging noch dann so knapp 3 Jahre, bis der Holocaust los ging.
Da war die ganze Chose von der Bevölkerung aus gar nicht mehr zu stoppen. Wer es tat, war der erste der drauf ging.
Genau dieses Vorgehen, sich vorn Karren zu spannen zu lassen, vom Staate aus, wurde dann ganz bewusst vergessen, weil man sonst seine Schuld bemerkt hätte.
So wiederholbar, jederzeit und die Menschen würden dann auch nicht sehen wollen.
Wir haben es derzeit, mit den Flüchtlingen im Mittelmeer, ein Abweisen, bedeutet für die Tod. Es finden einige gut, dass die aufgehalten werden. Selbst die Politik stichelt.
Das andere, ist der Hahn zuzudrehen bei Sozialschwachen, siehe Griechenland und wir schauen zu und viele finden es richtig und dort verrecken Menschen.
Wenn das so weitergeht, wie wir hier den Kopf in den Sand stecken, schlimmer als damals in der Nazizeit, wird das zigfach mehr Menschenleben kosten, als damals.
Und ja, nur das Gedenken lenkt ab, denn dann gedenken wir demnächst noch mehr, für Flüchtlinge, für Sozialschwache und jeder tut dann auch wieder, ich nichts wusste.
Wir sollten die Geschichte begreifen, gedenken können wir immer. Wenn aber das Gedenken in Vordergrund steht, als Anklage, werden wir nicht verstehen und den Kopf noch weiter in den Sand stecken und demnächst wieder gedenken, bis der Kopf auf der anderen Seite der Erde rauskommt.