Überarbeitung von Kinderbüchern - notwendig oder Zensur?

Das Problem besteht im Vorhandensein des sog. magischen Denkens.
Diese psychopathologische Symptomatik ignoriert allgemeingültige Regeln von Ursache und Wirkung.

Dieser Spruch ist ja normalerweise meiner, soviel wie ich mich gegen die Esoterik ausspreche, aber in diesem Zusammenhang hier sehe ich kein magisches Denken.
Ich meine du machst nur diesen Vergleich damit du Menschen die die Überschreibung der Bücher befürworten, zu diskreditieren versuchst und sie als irrational hinstellen willst.Ausserdem wird dieses Argument von allen die gegen PC sind gebraucht. Versuch doch mal eigenständig zu denken anstatt anderen nachzuplappern.
 
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Genau das ist für mich der wesentliche Punkt. Wenn die Kids in der kleinen Hexe sich anders verkleiden oder Negerkönig zu Südseekönig wird, sehe ich darin kein Problem. Wäre ich Autor dieser Bücher würde ich einer Veränderung zustimmen. Aber letztlich stellt sich dann die Frage der Konsequenz... und die USA zeigen, wie irre das werden kann und dann werden auf einmal antirassistische Meisterwerke wirklich verhunzt.

Verhunzt und es kann durchaus sein, dass, wenn die Kinder erwachsen sind, sie jetzt den falschen Begriff lernen, weil er dann wieder out ist.
 
Bitte um Differenzierung!

Völlig klar. Das habe ich hier ja auch gelernt, dass "Schwarzer" der korrekte Begriff ist, ich dachte Farbiger und Schwarzer wäre wieder out.
Nur ist Schwarzer genau genommen der gleiche Begriff wie "Neger". Und ihr behauptet ja immer, wenn man "Neger" sagt, ist man ein Rassist und ich habe darauf geantwortet, das entscheidet nicht das WORT, ob man Rassist ist, sondern die Gesinnung.

Und im bayrischen Dialekt wird auch heute noch meist "Neger" gesagt, auch wenn Schwarzer gemeint ist.

Und das regt mich auf, dieses political correctness, das einfach ein Wort ändert und dann auch noch so naiv ist, zu glauben, dadurch würde sich die Gesinnung, falls sie rassitisch, antisemitisch oder sonst etwas ist, ändern.

Außerdem kommt es durch die Wechsel zu einem Begriffswirrwar.
Ich habe vergangene Woche einige gebildete Menschen darüber befragt, was denn gegenwärtig der korrekte Begriff für das ist, wozu man früher "Neger" sagte. Die meisten meinten, man sage heute Farbiger, und Schwarzer zu sagen, wäre rassitisch.

Eine sagte auch, es gäbe keinen political correctness Begriff mehr, man würde so gut wie immer das falsche sagen.

Jetzt bin ich mir ziemlich sicher, dass keiner dieser Menschen rassitisch ist, wenn man mal die idiotische Defintion von Lucias Link darüber weglässt, wonach dann so gut wie JEDER ein Rassist ist.

Also, der korrekte begriff lautet "Schwarzer" und ich hoffe, es bleibt dann dabei. Das werde ich auch weiter geben. Korrekt?

Nur Schwarzer können sich selbst definieren und entscheiden was sie genannt werden wollen, da hilft es doch nicht von einem weissen Deutschen zum anderen zu rennen und ein Umfrage zu machen. Ganz egal was diese sagen oder denken, es hat nichts damit zu tun was Schwarze denken und wollen.
 
Genau! :thumbup::lachen:

Schwarzer ist ja jetzt auch schon wieder ein schimpfwort und brauner vermutlich auch. :confused:

"Schwarzer" und erst recht "Farbiger" ist saublöd. Niemand hat im Grunde eine schwarze Gesichtsfarbe im eigentlichen Sinne, außer er malt sich schwarze Farbe ins Gesicht. Wenn man schon einen Begriff braucht, warum nicht "dunkelhäutig"? "Weiße" gibts streng genommen auch nicht, außer sie sind tot. Hier könnte man dann "hellhäutig" sagen, das triffts eher.

Aber vermutlich hast du recht und schon bald wird dann auch der Begriff "dunkelhäutig" obsolet, weil die Correctness-Polizei da auch wieder rassistische Resentiments hinter vermutet. :rolleyes:
 
Genau das ist für mich der wesentliche Punkt. Wenn die Kids in der kleinen Hexe sich anders verkleiden oder Negerkönig zu Südseekönig wird, sehe ich darin kein Problem. Wäre ich Autor dieser Bücher würde ich einer Veränderung zustimmen. Aber letztlich stellt sich dann die Frage der Konsequenz... und die USA zeigen, wie irre das werden kann und dann werden auf einmal antirassistische Meisterwerke wirklich verhunzt.

Versuch das Thema doch nur einmal aus der Sicht dunkelhäutiger Menschen zu sehen.Wenn du ein schwarzes Kind hättest dass in eine Kindergartenklasse mit nur Weissen gehen müsste und deshalb ausgerenzt wird, weil es anders aussieht,und zur gleichen Zeit werden auch noch Bücher vorgelesen die Kinder wie ihn als 'Neger' bezeichnen, würdest du dass gut finden? Die Footnote und das Gespräch das dann folgt kann doch zu nichts Gutem führen. Wieso muss das Wort denn überhaupt den Kindern vorgestellt werden? Nur weil es Geschichte ist? Ich seh darin einfach keinen Sinn.Darauf zu bestehen sehe ich eh als fehlendes EInfühlungsvermögen.
 
aber in diesem Zusammenhang hier sehe ich kein magisches Denken.

Hallo Bornfree. Das ist deine Meinung, kann ich so akzeptieren. Allerdings sollte man seine Meinung schon auch auf Fakten gründen, wenn man ernst genommen werden will. Daher meine Frage: Weshalb nicht?
 
Versuch das Thema doch nur einmal aus der Sicht dunkelhäutiger Menschen zu sehen.Wenn du ein schwarzes Kind hättest dass in eine Kindergartenklasse mit nur Weissen gehen müsste und deshalb ausgerenzt wird, weil es anders aussieht,und zur gleichen Zeit werden auch noch Bücher vorgelesen die Kinder wie ihn als 'Neger' bezeichnen, würdest du dass gut finden? Die Footnote und das Gespräch das dann folgt kann doch zu nichts Gutem führen. Wieso muss das Wort denn überhaupt den Kindern vorgestellt werden? Nur weil es Geschichte ist? Ich seh darin einfach keinen Sinn.Darauf zu bestehen sehe ich eh als fehlendes EInfühlungsvermögen.

Da haste völlig recht!
Jeder sollte sich mal in die lage eines "schwarzen" kindes versetzen, aber ehrlich gesagt, diejenigen die in unsere schule gehen, mobben eher die weißen mitschüler :rolleyes:
 
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Was ich jetzt grad beim Doku-schauen gefunden hab, und was ich zum Thema passend finde, auch wenns um ein Logo(Meinl-Mohr) geht.
Dazu der 2. Teil einer Doku über Rassismus in Österreich.
Die Doku ist klarerweise vom 1. Teil an interessant, aber der 2. Teil passt meiner Meinung nach in diese Diskussion perfekt rein.


Ich hab mir den Link bis zur 3!/2 Minute angesehen. Absolut übertrieben. Ist es denn falsch was es ausdrückt? Sind nicht ALLE Nationen mit irgend welchen Klischees behaftet?

Wie wird der Deutsche beispielsweise in England, Israel oder Frankreich gesehen?
Wird dagegen angegangen? Ist es schön für hiesige Jugendliche als Nazi im Ausland assoziiert zu werden? Oder wenn der Deutsche nur noch dafür gut ist, als Verbrecher in Hollywood herzuhalten?
Gibt es dagegen Kampagnen? Nicht dass ich wüsste.

Aber immerhin, die Inder werden bald als Fremdsprache Nr.1 deutsch lernen. Heute hieß es in Nachrichten (Br5), das absterbende alte Europa braucht die auftrebenden Inder.

Und die Amerikaner spinnen. Heute müssen, um political correct zu sein, Werbeprospekte beispielweise bei Reisen vier unterschiedliche Ethnien abgebildet sein. Ein wahres Irrenhaus!

Wenn man diese Energie darauf verwenden würde, wirklichen Rassismus an der "Wurzel" anzupacken, wäre man schon viel weiter!

Inder sind für mich hier willkommen, aber dennoch finde ich es schade, dass das Land der Dichter und Denker so abstirbt.

Jede Kulturepoche, hat ein aufstreben, Blüte und Absterben. In Mitteleuropa schätze ich allerdings, ist der Herbst durch das Naziregime deutlich beschleunigt worden.
 
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