Überarbeitung von Kinderbüchern - notwendig oder Zensur?

Hatten wir sie je gehabt in der Geschichte seit 1949? Warum funktioniert denn die Amerikanisierung in Deutschland so gut?
Warum müssen in Deutschland Wörter aus Kinderbüchern gestrichen werden, wenn es in Amerika Intoleranz gegenüber Menschen mit anderen Hautfarben gibt?

Nicht alles das aus den USA kommt muss schlecht sein.
Hier die originale Bedeutung des Begriffs ''Politische Korrektheit'' ( Wikipedia)

QUOTE Es entstand in den 1980er Jahren infolge der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, die versuchte, der Diskriminierung von Minderheiten mit Hilfe nicht wertender, neutraler Sprache entgegenzuwirken. Die Bezeichnung politically correct wurde dabei zunächst als ironische Eigenbezeichnung von den Vertretern dieser Bewegung verwendet.QUOTE

Der Versuch Diskriminierung von Minderheiten entgegenzuwirken, ist für mich etwas positives. Es bedeutet dass sich viele darüber Gedanken gemacht haben. Ausserdem war der Begriff ironisch gemeint.
Intoleranz MInderheiten gegenüber gibt es nicht nur den US, sondern auch in Europa. Die Idee der politischen KOrrektheit stammt aus den USA, kann jedoch auch hier angewendet werden.
 
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Ich würde bei einer solchen Frage immer erwarten, dass derjenige seinen Geburts- und Aufwachsort benennt. Ist doch völlig wumpe, wo die Eltern herkommen - es sei denn, derjenige möchte das gerne erzählen.
Wenn ich z.B. eine Bekannte (mit etwas dunklerer Haut) frage, wo sie herkommt, dann nennt sie einen deutschen Ort, sie spricht noch gestocheneres Hochdeutsch (als ich), liebt die deutsche Küche, deutsche Volksmusik usw. Was soll diese Frau denn anderes sein als deutsch? In meinen Augen ist sie sogar noch deutscher als ich.
Dass ihr Vater kein Deutscher war, spielt für doch (für mich im Umgang mit ihr) gar keine Rolle.
Darum gehts doch gar nicht. Ich habe das jetzt wirklich oft und sehr ausführlich erklärt. Schau Dir alleine die Berichterstattung an. Es wird ständig "Schwarze" geschrieben, obwohl der Begriff nicht mehr wirklich zutrifft. Aber selbst das ist für mich nicht mal der wesentlichste Punkt: An diesem seltsamen Umgang mit Hautfarbe, der sich schon sprachlich deutlich zeigt, kann man einfach eine Gesamtdynamik der Problematik erkennen. Unter anderem auch ein gewisses Maß an Arroganz derer, die sofort den Zeigefinger heben und einem mit unglaublicher Selbstsicherheit versichern das dieses Wort rassistisch sei und jenes auch und am besten sei es doch, es gebe gar keinen Begriff dafür und Hautfarbe spiele doch keine Rolle und Halle Berry wurde nur eingeredet sie sei schwarz und jetzt hält sie sich selbst für schwarz und das Wort "Rasse" ist rassistisch, aber das Wort "Rassenunruhe" scheint zumindes soweit okay zu sein als das es auch aktuell in hunderten Artikeln auftaucht und auch in Wikipedia so benutzt wird.

Und gerade die Betroffenen, zumindest in den USA sehen das ja offenbar anders.

Und noch mal: Es geht mir nicht darum, dass ich Begriffe wie Neger, Mischling, Rasse usw. benutzen will oder Begriffe dieser Art brauche. Ich komme locker klar indem ich anders formuliere und in meinem Alltag spielt das ganze Thema Hautfarbe und Rassismus sowieso nur selten eine Rolle.


Ich finde es - im Gegenteil - blöd, dass man das immer noch betonen muss. Warum ist es so wichtig, dass Herr Obama "schwarz" ist. Reicht es nicht, dass er "mensch" ist?
Ist es Deiner Ansicht nach denn keine Nachricht wert, dass nach all dem Rassismus in den USA, nach der Geschichte mit verschleppten Sklaven und der langen Geschichte von Benachteiligungen der Schwarzen, dass ein "Schwarzer" Präsident werden konnte?



Klar kann man auch von seinen Eltern sprechen - aber so langsam finde ich das Kategorisieren nur um des Kategorisierens willen langweilig.
Ich habs schon mal zu erklären versucht: Denken ist Kategorisieren. Kommunikation ist eine Übersetzung dessen. Wir können gar nicht anders. Auch Du kategorisierst. Das ist gar nicht das Problem. Bewertung ist das Problem... das Kategorien mit urteilenden Labels versehen werden. Und es gibt kategorisierende Begriffe die bei vielen Menschen sofort assoziative Bewertungen auslösen. Das ist besonders bei allen Themen der Fall, die mit viel Leid zu tun haben und bei allen Themen wo z.B. aus politischen Gründen eine extrem urteilende Abgrenzung vorgenommen wird. Das hat auch mit Indoktrination zu tun... Wer viel Bildzeitung liest wird den Namen Ahmnadinedschad nicht hören oder lesen können ohne im Kopf "Der Irre von Teheran" zu assoziieren. Oder "Islam"... und die Assoziationen lauten für viele "Terror", "Unterdrückung von Frauen", "Fanatismus" etc. In Deutschland ist das Wort "Juden" extrem mit Judenverfolgungen, Millionen von Opfern und Schuld verbunden. In ganz Deutschland ist das Wort "Bayern" für viele negativ belegt, im Sinne von bieder, arrogant, selbstgefällig.. aber zum Teil auch mit Neid usw. - um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Das ist zum einen natürlich. Aber es ist natürlich nicht unbedingt nur positiv. Und sprachlich gibt es dann bei einigen Themen eine Art Verunsicherung, so dass Gedanken kaum noch gradlinig in Sprache übersetzt werden können, weil das bei anderen zu vielen Assoziationen und falschen Schlussfolgerungen führen kann.

Wenn ein Mensch aus einem anderen Land kommt (und ich mich mit ihm unterhalte) kommt es wahrscheinlich schon vor, dass ich nach den Unterschieden zu hier frage. Aber auch das ist keine Frage der Hautfarbe, sondern der Herkunft (so kann ich einen Finnen genauso fragen wie einen Inder).
Es kann aber auch sein, dass Du mit jemandem z.B. über Rassismus sprichst. Wenn Du einen Freund hast mit z.B. sehr dunkler Haut (es gibt übrigens auch Deutsche mit deutschen Vorfahren die so dunkel sind das sie für Ausländer gehalten und auch mal rassistisch behandelt werden) und ihr über vieles redet, könnte auch das mal zum Thema werden. Oder wenn Du mit jemand anderem über diesen Freund sprichst usw. Als Kinder haben wir sehr oft über die Hautfarbe gesprochen... da waren die mit dunkler Haut immer im Vorteil weil sie stolz verkünden konnten, dass sie keinen Sonnenbrand kriegen. Das war einfach ein ganz zwangloser Umgang und weit natürlich als dieses "spielt doch keine Rolle" und "Hautfarbe ist doch unwichtig".... und das, während wir über Rassismus sprechen. Wir würden über dieses Thema gar nicht sprechen, wenn es nicht so viel Bedeutung hätte.


Es hängt ja auch ganz davon ab, in welchem Zusammenhang man die Hautfarbe unbedingt erwähnen möchte.
Wann ist es für Dich - in Deinem persönlichen Alltagsgesprächsbedarf - wichtig, die Hautfarbe anderer Menschen zu nennen?
Mir fällt - für mich - keine Situation ein.
Ich habe jetzt mehrfach betont, dass es mir nicht wirklich darum geht. Der Witz ist doch, dass hier anscheinend sehr viele meiner Argumentation entweder nicht folgen wollen oder vielleicht auch nicht können, weil sie sich den Kopf darüber zerbrechen, warum Condemn es denn nun so wichtig findet über Hautfarbe zu sprechen. Das ist genau das was ich meine. Ich habe hier mittlerweile nen halbes Buch zu diesem Thema geschrieben, erklärt worum es mir dabei geht, dass es vor allem um Prinzipien im Denken geht, um sprachliche Übersetzung, darum dass ich sprachliche Grenzen zuerst mal für Symptome halte, dass Rassismus nicht nur von Rassisten ausgeht, sondern sich auch subtil über die Sprache und Verhalten derer transportiert die eine Art Übervorsicht plus Zeigefinger an den Tag legen usw.

Das geht alles vollkommen unter, weil sofort ich selbst zum Thema werde.

Da hat die Zeitung noch einiges zu lernen. Reicht doch, wenn man Herr (oder Mr.) Obama oder Frau (oder Mrs.) Berry sagt. Denn diese beiden kennt man ja inzwischen mit Namen. Da muss man nicht ständig auf der Hautfarbe rumreiten.
Für Millionen von Schwarzen hat es eine große Bedeutung das Obama Präsident werden konnte, gewählt wurde, oder das Hally Berry als erste Schwarze den Oscar für eine Hauptrolle gewann. Für sie selbst war es von großer Bedeutung, was in ihrer Dankesrede sehr deutlich wurde, denn sie selbst thematisierte das. Aber Du bist mal eben ganz sicher, dass diese dummen Zeitungen noch einiges zu lernen haben... Diese seltsame Arroganz meine ich.


Was anderes ist es, wenn es irgendwo noch Völkerkonflikte gibt, die sich u.a. auch an der Hautfarbe festmachen. Aber selbst dann kann man die Bevölkerungsgruppen beim Namen nennen.
Kann man nicht immer. In den USA geht das nicht. Oder willst Du sagen, die "Afrikaner" demonstrieren gegen Rassismus? Das wäre ja faktisch schon falsch. Genau diese sprachliche Verklemmtheit ist echt interessant. Kannst Dich ja selbst mal fragen, warum es Deiner Ansicht nach tabu sein sollte Hautfarbe zu erwähnen.



Ja, z.B. bei Mr. Obama und Mrs. Berry - doch in der Zeitung (oder sonstigen Medien) wird immer wieder auf deren Hautfarbe rumgeritten.
Einerseits ist das nicht wahr. In den meisten Artikeln wird die Hautfarbe gar nicht erwähnt. Aber natürlich ist die Hautfarbe gerade dann ein Thema, wenn eben z.B. ein Schwarzer Präsident wird. Und dann wird darüber doch nicht negativ geschrieben. Vor allem ist es einfach natürlich das die Hautfarbe nach der Geschichte der Schwarzen in Amerika Bedeutung hat.

Diese Logik verstehe ich auch nicht. Denn für mich können Wörter gar nicht rassistisch sein, aber die Einstellung von Menschen - egal, welche Wörter sie benutzen.
Es wird aber von Begriffen, bzw. der ganzen Art der Kommunikation, auf Ansichten geschlossen. Und teilweise spielen da die eigenen Ansichten eine weit größere Rolle. Würde ich z.B. einfach ins Deutsche übernehmen was in den USA normal ist und das Wort "Rasse" benutzen... würde ich vermutlich jedes mal von anderen gesagt bekommen, dass das rassistisch sei. Nicht jeder würde gleich auf eine rassistische Haltung bei mir schließen, aber zumindest auf Blödheit oder fehlende Sensibilität oder den Wunsch zu provozieren oder was auch immer. Das ist ja auch normal... es macht aber Sinn mal zu hinterfragen wie die eigenen Assoziationen zu Begriffen aussehen und wie schnell das zu Vorurteilen führt.
 
Ja, es ist halt für so einige hart, dass sich Schwarze und PoC die Frechheit rausnehmen, ihre Bezeichnung selber zu wählen, und sie sich nicht mehr von den für alles zuständigen, sich allmächtig fühlenden Weißen aufoktroyieren lassen wollen.
Wo kommen wir denn da hin, wenn diese Menschen auf einmal ihr Selbstbestimmungsrecht einfordern.
Drum muß hier jetzt hier wie wild was diskutiert werden, was die Betroffenen schon längst entschieden haben.

:ironie:

oder um es mit Alfred Dorfer zu sagen...was früher der Geist von Freiheit war, ist heit frei von Geist!
:thumbup:
 
Ob eine Frau nun kurze oder lange Haare hat, interessiert mich tatsächlich nicht. Ist es nicht wichtiger, wie sie mit ihrem Partner umgeht - und er mit ihr - , wenn es sich um eine Beziehung handelt?
Was nützt mir der hübscheste Mann an meiner Seite, wenn er sich wie ein A****** verhält.
:rolleyes: Du kannst das doch alles handhaben wie Du möchtest. Ich sage doch nicht, dass lange Haare, kurze Haare oder was auch immer eine riesen Rolle spielen. Aber es kann doch niemand behaupten, dass äußere Merkmale aller Art keine Rolle spielen. Nimm nur das Thema Kleidung... das spielt eine riesen Rolle, was aber vor allem dann bemerkt wird wenn mal jemand die Konventionen durchbricht. Wir nehmen mit allen Sinnen die uns zur Verfügung stehen wahr und wir ziehen auch aus allem Schlussfolgerungen, oft auch sehr unbewusst. Wenn Dir irgendein Mann über den Weg läuft den Du besonders gutaussehend findest ist das ein Unterschied zu einer Begegnung mit einem den Du als besonders hässlich empfindest. Das ist doch normal... und es bedeutet doch nicht, dass Du daraus weitreichende Schlussfolgerungen ziehen musst. Oder wenn eine Frau sich besonders schick anzieht oder auch das Gegenteil oder was auch immer.

Für manche hat das mehr und für andere weniger Bedeutung. Aber alles was Optik betrifft gleich mal als "Ist doch alles unwichtig" zu erklären geht doch vollkommen an der Realität vorbei. Das kannst Du doch sogar schon im Forum sehen. Es ist immer nen riesen Ding wenn jemand ein Foto von sich postet... weil es eben viele interessiert, wie der Mensch hinter dem Nick aussieht. Das bedeutet doch nicht gleich, dass da gewertet wird.

Wenn mal wieder ein neuer Mann an meiner Seite ist, werde ich auch gefragt, wie er aussieht. Doch darauf antworte ich gar nicht, denn die einzige Antwort, die ich nennen könnte, wäre: er sieht aus wie ein Mensch.
Du bemerkst also z.B. gar nicht ob er blond oder dunkelhaarig ist, ob er eher groß oder klein ist usw.? Siehst Du alles nicht?

Und das ist ja nun wirklich selbstverständlich, dass er ein Mensch ist. Das muss nun wirklich nicht erwähnt werden.
Ja... sollte man meinen. Die Antwort würde leicht hohl auf die meisten klingen würde ich mal vermuten.

Mich interessieren Äusserlichkeiten einfach nicht. Viel wichtiger sind Charakter, Verhalten und was er ausstrahlt.
Soll ich nun sagen: "Er hat ne ganz tolle Ausstrahlung!" ? Versteht dann der Fragesteller, was ich meine? Ich würde sagen, dass ist nicht das, was er wissen will - und das, was er wissen will, kann ich nicht beantworten, weil ich nicht auf äussere Faktoren achte (und sie auch häufig nicht registriere).
Ich halte das für ne seltsame Einstellung. Natürlich ist wichtiger wie sich jemand verhält, wie sein Charakter ist. Aber eine Frage nach dem Aussehen nicht zu beantworten und vorzugeben, Du könntest die nicht mal beantworten weil Du gar nicht registrierst wie jemand aussieht... das ist schon ein bisschen seltsam. Auf mich wirkt das ehrlich gesagt leicht zwanghaft im Sinne von: "Nur nicht oberflächlich wirken... nur nicht so wirken, als würde man Optik überbewerten."
 
Es geht mir nicht darum, das ich den Begriff "Rassenunruhe" brauche. Und nach all den Wiederholungen und den insgesamt vielen Posts von mir finde ich, dass eigentlich langsam klar sein könnte, worum es mir geht.

Lange Rede kurzer sinn du wolltest eine alternative fürschwarze ich gab sie dir .

Ja... exakt. Zu einem respektvollen Umgang untereinander gehört dann aber auch das man sich klar darüber ist, dass andere Menschen mal mehr und mal weniger andere Assoziationen zu einem Begriff haben und man selbst nicht unbedingt die reine Deutungshoheit beanspruchen kann bzw. dass das keinen Sinn macht. Genau darum gehts mir doch... Ich z.B. kannte das Wort Neger in meiner Kindheit wirklich als neutralen Begriff, für mich war der sogar positiv assoziiert. Sobald ich einmal in einer TV-Show mitbekam das dieser Begriff für viele negativ assoziiert ist habe ich ihn nicht mehr benutzt.

Du bist jetzt aber kein Kind mehr und es macht hier auch niemand Kindern einen Vorwurf . Du bist erwachsen du kannst dir Wissen aneignen und herausfinden welche Wörter angebracht sind aus diversen Gründen und welche nicht .

Ich finde es aber nach wie vor eher positiv, wenn Menschen rein psychologisch (in sich) neutral mit einem Begriff umgehen können. Das heißt nicht das sie ihn benutzen müssen. Das bedeutet nur, dass sie nicht selbst gleich von Assoziationen überschwemmt werden wenn ein Begriff fällt.

Ein Beispiel: Eine (russische) Freundin erzählte mir mal über eine ihrer Freundinnen... das sie einen neuen Freund habe und kaum noch zu erreichen sei wegen dem neuen Typen, und u.a. auch das dieser neue Freund ein "Neger" sei. Sehr viele hätten sofort auf Rassismus geschlossen, im Sinne von "Warum erwähnt sie die Hautfarbe eigentlich?" und "warum sagt sie Neger?" ...."Hat sie etwa ein Problem damit das der Freund ihrer Freundin schwarz ist?" Aber mir war, weil ich sie erstens kenne und durch den gesamten Kontext klar das sie es absolut nicht rassistisch meinte, und das sie den Begriff so benutzte (vielleicht weil sie Russin ist) wie ich in meiner Kindheit, einfach ziemlich unbedarft aber durchaus eher positiv assoziiert. Und trotzdem würden noch viele ein Problem damit haben, warum sie überhaupt die Hautfarbe erwähnt... weil die ist ja absolut nicht wichtig, wir sind ja alle Menschen etc. blablabla. Aber fast immer wenn es um Mann-Frau-Beziehung geht, neu kennengelernt, verliebt usw. kommt auch das Aussehen zu Sprache. Das ist normal. Aussehen spielt nun mal eine riesen Rolle. Schau Dir z.B. das Forum hier an... manche User posten Fotos von sich, erzählen sich nach einem Treffen mit anderen Usern wie wer aussieht usw. Und dann mit dem Thema Hautfarbe auf ne seltsame Art verklemmt umzugehen im Sinne von: "Spielt ja keine Rolle" ist im Gesamtkontext ein bisschen seltsam. Denn es spielt ja auch ne Rolle wenn jemand lange Haare oder kurze Haare hat oder ne Glatze und was auch immer.

Ich würde niemals meine Freundin als Negerin bezeichnen von ihr als Negerin oder Schwarze sprechen . Genausowenig wie ich sie als Weiße bezichnen würde - Für mich hat sie einen Namen , sollte irgendwann aus irgendeinem Grund die Frage auftauchen woher sie kommt oder wie sie heßt so würde ich sagen ja sie ist hell oder dunkelhäutig . Aber niemals
würde ich einen Begriff verwendet der Jahrhunderte lang ausnahmslos in abartiger Weise erfunden und verwendet wurde . Das gebietet mir mein Anstand und meine Pietät . Selbstverständlich spielt Aussehen eine wesentliche Rolle aber Aussehen hat nichts mit einem Rassenbegriff zutun.




Das ist ja der Punkt... darin sehe ich einen Fortschritt und keinen Rückschritt, wobei das in den USA möglicherweise schon lange so ist.

Viele Menschen in den Usa sind rechter als du glaubst .


Das sehen die aber doch nicht unbedingt so. Manche vielleicht aber andere nicht. Die Herkunft ist für viele Menschen sehr wichtig. Meine adoptierten Cousins (bzw. 2 von ihnen) wollten irgendwann genau wissen wer ihre Eltern sind und wo sie herkommen und sind um die halbe Welt gereist um sie kennenzulernen. Und sie sind durchaus stolz darauf das sie so "vermischt" sind. Sie sehen sich vollkommen als Deutsche, aber trotzdem ist Herkunft ein Thema für sie oder zumindest war es mal eins. Und es hat auch nen Hauch von Arroganz wenn Du für Dich die Deutungshoheit beanspruchst im Sinne von "Alle Amis"... denn ihnen selbst ist das eben nicht immer so unwichtig. Und die Frage ist ja auch, warum Du das so sehen willst.

Für sie selbst ist die Herkunft wichtig , Und wenn ich von den Amis spreche dann deswegen weil ich kein weiß gelb grün oder schwarz in Bezug auf Menschen kenne . Wenn das für dich arrogant ist dann ist mir das nur recht wenn mich das unterscheidet gut so . Ich brauche keine Rassenbegirffe und Definitionen .




Ja... das Du Bedeutung verschleiern möchtest.

:lachen:



Für viele Menschen ist Herkunft ein Thema und wenn es Konflikte zwischen Schwarzen und der Polizei gibt und dabei die Hautfarbe eine sehr große Bedeutung hat, denn "Rassenunruhen" waren ja eine Reaktion auf Rassismus, dann kehrst Du all das durch Deine Formulierung unter den Teppich. Auf einen Schlag ist das Thema verschwunden. Du übernimmst mal eben die Deutungshoheit und übergehst damit ja dann selbst die Betroffenen.

Oder ich lasse auch nur die Kirche im Dorf und sehe mich nicht gezwungen überall *schwarz* zu sehen .



Du unterteilst doch schon musikalische Vorlieben in Hautfarben:

Nein das meine subjektive Meinung über eine Kunstform .

Offenbar ist Hautfarbe für Dich also schon bei so einem Thema wie Musik von Bedeutung. Du scheinst also sehr wohl Hautfarben zu sehen und danach sogar Klassifizierungen anzulegen.

Ja weißt du nicht ich bin ein ganz Phöser Rassist weil ich finde Eminem ist der Beste Rapper den es gibt besser als jeder dunkelhäutige Rapper .

:lachen:

Ja... klar. Und warum ist es dann für Dich so wichtig zu sagen, "(...) denn für mich sind das alles Amis scheiß egal ob jetzt Chinesen Russen Schwarze Weiße Indianer oder Mexicaner . Solange sie in Amerika leben ." ?

Weil sie in Amerika leben steht ja dort ;), wie sie sich selbst definieren und wo sie selbst ihre Wurzeln sehen ist ihre Scheiße . Diese Menschen leben seid jahrhunderten ohne Definition ohne Wurzeln ohen Heimat usw . Bissl reindenken wäre angebracht :)


Warum siehst Du da überhaupt Feindschaft? Und warum sollte die Identifikation denn beschissen sein?

Weil ich mich als einer der wenigen hier sehr gut in ethnische Minderheiten reinversetzen kann . Sich selbst als etwas zu bezeichnen
was man sich 2 Jahrhunderte anhören musste als beschimpfung sagt einem der normale Menschenverstand schon das da was nicht stimmen kann ....;)




Ich habe schon lange nicht mehr über Hautfarbe gesprochen.

Dafür tust du es jetzt exzessiv .


Oh mann... Deine Assoziationen sind echt aufschlussreich. Wir sprechen über Hautfarbe und dann kommst Du auf einmal mit körperlichen Krankheiten und Behinderungen. ;)

Gehört die Hautfarbe nicht zum Körper ?

Aber um Deine Frage zu beantworten: Für mich persönlich ist Hautfarbe tatsächlich kein großes Thema, außer eben ein Optisches. Aber es kam durchaus vor, dass ich jemanden mal fragte, inwiefern er Rassismus erfahren hat. Alleine deshalb ist Hautfarbe ja schon manchmal ein Thema... Ein Freund von mir sieht ausländisch aus obwohl er gar keiner ist. Bei dem war das dann auch ein Thema.

Und natürlich sind auch körperliche Krankheiten ein Thema... kenne das leider selbst. Warum sollte man über all das denn nicht sprechen? Darf es nur noch ausschließlich um das gehen was "innere Werte" genannt wird? Sollte man nicht mehr erwähnen dürfen das z.B. eine Frau kurze oder lange Haare hat?

Zurück zum Ursprung :

Wo fängt erwähnen an ? Und warum muss die Farbe erwähnt werden ?

Das Kernthema ist auch nicht ob jemand schon einmal Rasissmus erfahren hat . Denn da liegt die HAutfarbe ja auch auf der Hand :rolleyes:

Und was Körperliche Geschichten also Krnakheiten angeht :

Ich erzähle niemanden beim 1 Kennenlernen welche körperlichen Einschränkungen ich habe .

;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Es geht mir nicht darum, das ich den Begriff "Rassenunruhe" brauche. Und nach all den Wiederholungen und den insgesamt vielen Posts von mir finde ich, dass eigentlich langsam klar sein könnte, worum es mir geht.


Das sollte man einmal aus psychologischer Sicht einmal anschauen, warum immer daneben gegriffen wird, egal wie deutlich man sein eigenes Bild hier zu zeichnen versucht. Und warum gerade jene immer so falsch kategorisieren, wo sie doch genau gegen diese Kategorisierung bzgl. Ethnie sind.



Aber ich sags mal anders: Diese Diskussion läuft zum Teil sehr oberflächlich ab. Damit ist niemand persönlich gemeint, aber Rassismus zu verstehen funktioniert nur, wenn man eine Gesamtdynamik versteht die zu Rassismus führt. Und ein Teil dieser Dynamik liegt auch in den Assoziationen und Wertungen derer (mich nicht ausgenommen) die sich auf keinen Fall als rassistisch ansehen. Unter anderem gehört dazu auch, dass die Deutungshoheit über Begriffe auf nahezu ideologische Art und Weise in Anspruch genommen wird. Denn auch das ist Ideologie. Auch da wird zumindest psychologisch über den Kopf anderer Menschen hinweg entschieden. Und das ist ein Teil des Problems. Der wichtigste Part ist man dabei selbst... denn jeder mit rassistischen Konzepten - und damit meine ich eben nicht nur Rassisten, da wir alle rassistische Konzepte als Informationen/Wissen gespeichert haben - trägt diese Konzepte weiter wenn sie ihm nicht wirklich bewusst sind.

Im Grunde gehts mir im Weitesten Sinne um das was ich "Gedankenviren" nenne. Das ist eine Dynamik die ja nicht nur Rassismus betrifft. Die findet man überall.

Sehr gut!

Und was die Assoziationen angeht. Vielleicht können wir so frei darüber schreiben, weil bei uns keine negateiven Assoziationen verknüpft sind? Manch anderen können das offensichtlich aber nicht, sonst wären sie nicht so erpicht darauf, dass gewisse Begriffe nicht fallen.

.

..........Ich finde es aber nach wie vor eher positiv, wenn Menschen rein psychologisch (in sich) neutral mit einem Begriff umgehen können. Das heißt nicht das sie ihn benutzen müssen. Das bedeutet nur, dass sie nicht selbst gleich von Assoziationen überschwemmt werden wenn ein Begriff fällt.

DITO!

Ein Beispiel: Eine (russische) Freundin erzählte mir mal über eine ihrer Freundinnen... das sie einen neuen Freund habe und kaum noch zu erreichen sei wegen dem neuen Typen, und u.a. auch das dieser neue Freund ein "Neger" sei. Sehr viele hätten sofort auf Rassismus geschlossen, im Sinne von "Warum erwähnt sie die Hautfarbe eigentlich?" und "warum sagt sie Neger?" ...."Hat sie etwa ein Problem damit das der Freund ihrer Freundin schwarz ist?" Aber mir war, weil ich sie erstens kenne und durch den gesamten Kontext klar das sie es absolut nicht rassistisch meinte, und das sie den Begriff so benutzte (vielleicht weil sie Russin ist) wie ich in meiner Kindheit, einfach ziemlich unbedarft aber durchaus eher positiv assoziiert. Und trotzdem würden noch viele ein Problem damit haben, warum sie überhaupt die Hautfarbe erwähnt... weil die ist ja absolut nicht wichtig, wir sind ja alle Menschen etc. blablabla. Aber fast immer wenn es um Mann-Frau-Beziehung geht, neu kennengelernt, verliebt usw. kommt auch das Aussehen zu Sprache. Das ist normal. Aussehen spielt nun mal eine riesen Rolle. Schau Dir z.B. das Forum hier an... manche User posten Fotos von sich, erzählen sich nach einem Treffen mit anderen Usern wie wer aussieht usw. Und dann mit dem Thema Hautfarbe auf ne seltsame Art verklemmt umzugehen im Sinne von: "Spielt ja keine Rolle" ist im Gesamtkontext ein bisschen seltsam. Denn es spielt ja auch ne Rolle wenn jemand lange Haare oder kurze Haare hat oder ne Glatze und was auch immer.

Eben, warum soll man einen anderen nicht äußerlich beschreiben dürfen? Man nimmt es ja auch wahr. Was soll also diese Verlogenheit.
Wenn ich Bekannte und Verwandte beschreibe, dann kann es sein, dass ich etwas äußerliches erwähne um ein bessres Bild zu malen. So habe ich in der Verwandtzschaft auch sehr unterschiedlichen Ethnien beeinander. Und klar äußere ich zuweilen, meine Cousins sind halbe Inder. Wenn etwas negatioves damit verknüpft wäre, würde ich es nicht sagen.
Ich sag aber auch, meine Schwester ist so und so, (habe ich gestern erst gemacht). Andere zeigen Fotos.


Das sehen die aber doch nicht unbedingt so. Manche vielleicht aber andere nicht. Die Herkunft ist für viele Menschen sehr wichtig. Meine adoptierten Cousins (bzw. 2 von ihnen) wollten irgendwann genau wissen wer ihre Eltern sind und wo sie herkommen und sind um die halbe Welt gereist um sie kennenzulernen. Und sie sind durchaus stolz darauf das sie so "vermischt" sind. Sie sehen sich vollkommen als Deutsche, aber trotzdem ist Herkunft ein Thema für sie oder zumindest war es mal eins.

;)


Du unterteilst doch schon musikalische Vorlieben in Hautfarben:Offenbar ist Hautfarbe für Dich also schon bei so einem Thema wie Musik von Bedeutung. Du scheinst also sehr wohl Hautfarben zu sehen und danach sogar Klassifizierungen anzulegen.

Ja, das ist inkonsequent, wenn man so wie Tor argumentiert. Entweder oder?

Ich darf es mir erlauben, dies zu tun, denn ich sehe und benenne zuzweilen die Unterschiedlichkeit der Menschen oder Ethnien, denn keiner ist wie der andere.
 
Nicht alles das aus den USA kommt muss schlecht sein.
Jetzt ist es mir aufgefallen, dass Du Dich nicht so super ausdrücken kannst *smile* - es gibt in Deutschland die Aussage: "aber bei Hitler war nicht alles schlecht!" - meist von Menschen gesagt, die die damalige Zeit schönreden wollen.
Ich glaube allerdings nicht, dass Du das in diesem Sinne gemeint hast (das unterstell ich Dir jetzt einfach mal).

Hier die originale Bedeutung des Begriffs ''Politische Korrektheit'' ( Wikipedia)

QUOTE Es entstand in den 1980er Jahren infolge der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, die versuchte, der Diskriminierung von Minderheiten mit Hilfe nicht wertender, neutraler Sprache entgegenzuwirken. Die Bezeichnung politically correct wurde dabei zunächst als ironische Eigenbezeichnung von den Vertretern dieser Bewegung verwendet.QUOTE

Der Versuch Diskriminierung von Minderheiten entgegenzuwirken, ist für mich etwas positives. Es bedeutet dass sich viele darüber Gedanken gemacht haben. Ausserdem war der Begriff ironisch gemeint.
Gut gemeint ist nicht unbedingt gut gemacht. Das, was im Moment geschieht, ist eine Reduktion des Phänomens "Rassismus" auf die Sprache - dabei liegt die Ursache für Rassismus nicht in der Sprache, sondern in den Köpfen und Gefühlen der Menschen.
Dort müsste man ansetzen.
Ich finde die Frage, warum sich ein Mensch mehr- oder weniger wert fühlt als ein anderer viel wichtiger als die Frage nach dem Wort, mit dem er sein Mehr- oder Minderwertigkeitskomplex ausdrückt.
Die Ursache muss angeschaut werden - alles andere ist nur Symptombekämpfung und ein Kaschieren des Ist-Zustandes.
 
Ich hatte diese Aussage so verstanden, dass die Regierungsmitglieder direkt aus anderen Ländern hierhergewählt werden - also keine Deutschen (mit deutschem Pass, egal, was ihre Vorfahren waren) sind und noch nie vorher hier gelebt haben. Ein Zustand, den ich mir überhaupt nicht vorstellen kann.

Ich kann es gerne noch einmal wiederholen, auch wenn manche im Dreieck springen.

Da die Geburtenrate der Deutschen (Herkunft) so niedrig ist, etwa 1,4. Selbst 2 wäre noch problematisch, ist ein Rückgang deutlich. Nun besteht dieser Rückgang seit Jahrezhnten. Er schwankt zwar zuweilen, aber dennoch eindeutig ein Rückgang. Das könnte sich natürlich auch irgendwann wieder ändern, aber das sehe ich nicht. Im Gegenteil, auch dasjenige, was Kinder zu haben attraktiv machen würde, wird politisch, aber auch gesellschaftlich bekämpft.

Und ich rechne nur hoch. Und so sagte ich, man müsse sich auch mit dem Gedanken vertraut machen, dass in Zuklunft eine ausländische Regierung bestehen wird. (Vielleicht in 200 Jahren?)
Also eine Regierung von Zugewanderten, weil sie die Mehrzahl höchstwahrscheinlich einmal bilden wird.
Kann sich natürlich einiges ändern, aber momentan sieht es nicht danach aus.

Und ich bin übrigens kein Mensch, der sagt, "Ausländer raus" (um dem Schubladendenken zuvor zu kommen).

Was ich mir wünsche, ist allerdings, dass wir hautpsächlich solche Zuwander aufnehmen oder bevorzugen, die ein zivilisiertes Land achten und unterstützen. Und wir sollten es hin bekommen sie richtig zu integrieren, ansonsten gibt es vielleicht wirklich ein böses Erwachen. Das was man säht erntet man (= Karmagesetz)

Langsam ist es ja selbst bei den Konservativen angekommen, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist.

Und ich behandle dieses Thema ebenso emotionslos, wie das Thema Rassismus, weil ich keine negativen Assoziationen damit verbinde. Negatives allerdings mit dem, was wir mit unseren Kindern machen. Aber das ist wieder ein anderes Thema, siehe anderen Thread.
 
du ärmster bist sogar so verbohrt, den "Kommunisten" als Schimpfwort aufzufassen!

du bist für mich allerdings kein Feindbild, Feindbilder habe ich keine...ich finde deine Art zu denken armselig, ich halte deine Meinung für peinlich einfach gestrickt, und ich behaupte, dass du manche deiner Forderungen bewusst so formulierst, dass sich darin für deine Ideen Spielräume auftun, die von dir oder anderen in einer rassistischen, ausgrenzenden, erniedrigenden Weise genutzt werden können!

aber du bestätigst meine Meinung von sogenannten Freigeistern, sich die Freiheit herauszunehmen, auch ohne tiefere episteme, mehr über die Welt zu berichten, als alle andern...

oder um es mit Alfred Dorfer zu sagen...was früher der Geist von Freiheit war, ist heit frei von Geist!


Ich wäre auch froh, wenn man Dir mal etwas Geist einhauchen könnte, aber da seh ich schwarz. Verschanz Dich in Bücher und agiere weiter mit Einfalt.
 
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Ja, es ist halt für so einige hart, dass sich Schwarze und PoC die Frechheit rausnehmen, ihre Bezeichnung selber zu wählen, und sie sich nicht mehr von den für alles zuständigen, sich allmächtig fühlenden Weißen aufoktroyieren lassen wollen.
Wo kommen wir denn da hin, wenn diese Menschen auf einmal ihr Selbstbestimmungsrecht einfordern.
Drum muß hier jetzt hier wie wild was diskutiert werden, was die Betroffenen schon längst entschieden haben.
:ironie:
:thumbup:

Ja, und Du führts hier den Kampf der "Gerechten".
Hast Du nicht noch irgend welche Links, die Dein Denken repräsentieren, bzw. Du deren?:ironie:
 
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