U-Boot auf dem Weg zur »Titanic« offenbar verschollen

Als ob es irgend einen Unterschied machen würde, ob man die Luke von innen aufmachen kann oder nicht.:rolleyes:

Außer fürs eigene Gefühl.
Schwachsinn. So spricht der Sicherheitsexperte. 🤣
Bis zum Schluss des Dramas war immerhin noch im Spiel. dass es die Titan aus eigenem Auftrieb an die Oberfläche geschafft haben könnte. Bei sich nicht von innen öffnenden Luken wäre die Besatzung dann erstickt.
 
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Als ob es irgend einen Unterschied machen würde, ob man die Luke von innen aufmachen kann oder nicht.:rolleyes:

Außer fürs eigene Gefühl.

Es macht dann einen Unterschied, wenn das kleine U-Boot - ohne ein Notsignal absetzen zu können - auf der Meeresoberfläche auftaucht und der Sauerstoff darin ausgeht.
 
Das ist ganz, ganz entscheidend! Der Untergang der Titanic ist auch und gerade aus heutiger Sicht eine Parabel, ein Lehrstück über menschlichen Größenwahn. Ich habe mich vor etwa 25 Jahren durch einen Haufen Titanic-Literatur gewühlt und einen Aufsatz mit dem Titel:

Größenwahn und Untergang - Warum die Titanic sank

geschrieben. Nie veröffentlicht, aber vielleicht mache ich es hier ins Forum rein, passt und ist aktuell wie nie. 😲

Sehr gerne. In mir hättest du einen äußerst interessierten Leser. Also, würde mich freuen, wenn du den Aufsatz einstellst. :)
 
Es macht dann einen Unterschied, wenn das kleine U-Boot - ohne ein Notsignal absetzen zu können - auf der Meeresoberfläche auftaucht und der Sauerstoff darin ausgeht.
Ja, das stimmt. Allerdings ist es so, dass bei den anderen vergleichbaren Kapseln, mit der zur Titanic getaucht wurde und wird , die Einstiegsluken zwar von Innen geöffnet werden können, aber an der Oberfläche liegend unter der Wasserlinie liegen. Also faktisch im Notfall auch nicht so einfach von Innen geöffnet werden können.
 
Nö, eigentlich nicht. Physikalisch betrachtet ist es im Grunde genau andersherum. Je komplexer, desto anfälliger. Man benötigt eine druckfeste Kammer, einen Ballasttank und einen Antrieb. Je kleiner und runder das U-Boot, umso so geringer die Angriffsfläche für die Wassersäule darüber und umso besser die Druckverteilung auf die Oberfläche. Dazu kommt, dass Kunststoffe nicht zwangsläufig weniger druckfest sind. 4000m sind ca. 400bar Druck. Das hört sich viel an (und ist viel), es gibt allerdings auch in der Industrie Anwendungen mit bis zu 4000 bar. Das ist also nichts Unmögliches oder Voodoo.

Sagt man so allgemein, ja. Je komplexer, desto störanfälliger ist sie auch, die Technik.
Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht. Gut, bei den kleinen Kapseln weiß ich es nicht. Wenn ich die beiden Fotos von den U-Booten vergleiche, und ich wäre gezwungen in eines einzusteigen, dann müsste ich jedenfalls nicht lange überlegen in welches.

Ich habe selber mal das aufgebockte U-Boot in Laboe aus dem 2.Weltkrieg besucht. Und da war jedenfalls sehr viel Technik, natürlich mechanischer Art, drin.
Noch interessanter für mich war allerdings das Atmosphärische, also die klaustrophobische Enge, oder auch die Frage, wie es sich wohl schläft bei all dem Krach und mit einem Torpedo direkt vor der Koje.

Hier mal ein Link zur Technik und zur Steuerung:


"Das Tauchverhalten des Bootes musste jeden Tag (manchmal sogar alle paar Stunden) in Tauchversuchen neu ermittelt werden. Die Lastigkeit musste neu bestimmt werden, die Füllung der Regelzellen, Dichte und Temperatur des Meerwassers... und...und...und...

Diese kleine Page kann nur einen relativ groben Überblick über die wichtigsten Einrichtungen eines U-Bootes geben. Wer heute das Museumsboot U-995 in Laboe besucht, und die unzähligen Ventile, Handräder, Leitungen, Anzeiginstrumente, Hebel, Schalter, die Notitztafeln für alle Tauch-, Regel-, Trimmzellen sieht, bekommt einen Eindruck davon, was die Männer damals leisten mussten, um ihr Boot schnell und sicher unter die Wasseroberfläche, und auch wieder ans Tageslicht zu bringen. Die Steuerung eines WK-II U-Bootes war komplizierter als die Steuerung eines Space-Shuttles. Es gab keine Bodenstation, kein "Houston, dem man ein Problem melden konnte". Die Besatzung war in ihrem U-Boot ganz auf sich allein gestellt. Unzählige Übungsstunden am Simulator und in den Ausbildungsflotillen waren nötig, um dieses Können und das nötige Gefühl für ein U-Boot zu erwerben. Jeder Handgriff musste sitzen, nur ein kleiner Fehler, eine Unachtsamkeit, und die Besatzung sackte mit ihrem Boot in ein nasses Grab."
 
Bis zum Schluss des Dramas war immerhin noch im Spiel. dass es die Titan aus eigenem Auftrieb an die Oberfläche geschafft haben könnte. Bei sich nicht von innen öffnenden Luken wäre die Besatzung dann erstickt.

Das war vor einigen Tagen auch mein Gedanke. Was, wenn sie es noch schaffen aufzutauchen und dann aber nicht rauskommen? Absolut schrecklich, der Gedanke.
Das würde nun auch schon in mehreren Berichten bemängelt. Wer sich das also ausgedacht hat, und warum, erschließt sich mir nicht.
 
Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht.
Im Grunde schon. Die Komplexität kommt durch die Aufgabe, die ein U-Boot erledigen so. Wenn so ein U-Boot um die halbe Welt schippern soll, um dann Marschflugkörper in den Kreml zu jagen, dann kann das schon kompliziert werden, ;)

Forschungs-UBoote sind im Allgemeinen nicht so komplex. Diese haben nur einen begrenzten Bewegungsradius, wenn man von hoch und runter absieht. Die werden mit Schiffen vor Ort gebracht.
 
Im Grunde schon. Die Komplexität kommt durch die Aufgabe, die ein U-Boot erledigen so. Wenn so ein U-Boot um die halbe Welt schippern soll, um dann Marschflugkörper in den Kreml zu jagen, dann kann das schon kompliziert werden, ;)

Genau. Ich hab mich auch eher an den "richtigen" U-Booten orientiert.

Forschungs-UBoote sind im Allgemeinen nicht so komplex. Diese haben nur einen begrenzten Bewegungsradius, wenn man von hoch und runter absieht. Die werden mit Schiffen vor Ort gebracht.

Das stimmt natürlich auch. Wie gesagt, für mich sind die im Grunde dem Foto nach auch nur eine bessere Tauchkapsel.
Trotzdem stellt sich mir die Frage: warum ist soviel Technik in dem U-Boot von James Cameron? Und irgendwie so fast gar keine in der Blechzigarre der Titan?
Irgendeine Funktion muss diese Technik doch haben.

Dazu hab ich jetzt noch gelesen, dass der Betreiber ausrangiertes Material von Flugzeugen für die Ummantelung genommen hat. Die hat er billig bekommen, weil das Verfallsdatum überschritten war.

Also, er scheint insgesamt den Billigheimer gemacht zu haben. Tolle Idee, wenn man beabsichtigt 4000m tief zu tauchen. :eek:
 
Wer sich das also ausgedacht hat, und warum, erschließt sich mir nicht.
Ja, ist schon seltsam. Ich kann nachvollziehen, dass ab einer bestimmten Tiefe es keinen Unterschied mehr macht, weil man ohne Druckausgleich die Luke nicht mehr öffnen kann. Und da reden wir schon von Tiefen ab 10-20 Meter. Ich nehme mal stark ans, dass man bei der Risikokalkulierung davon ausgegangen ist, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt. Es geht gut oder Vollkatastrophe. Wie zuvor erwähnt , bei anderen Kapseln liegt der Eingang so ungünstig unter Wasser, dass eine Luke keinen Unterschied mehr macht.
 
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Ja, das stimmt. Allerdings ist es so, dass bei den anderen vergleichbaren Kapseln, mit der zur Titanic getaucht wurde und wird , die Einstiegsluken zwar von Innen geöffnet werden können, aber an der Oberfläche liegend unter der Wasserlinie liegen. Also faktisch im Notfall auch nicht so einfach von Innen geöffnet werden können.
Wenn man aussteigen müsste, ist eine Ausstiegsluke nach unten, also unter der Wasserlinie, auch sinnvoller.
Anderenfalls läuft das U-Boot mit Wasser voll. :cool:

Aber wenn's ums Ersticken oder Nicht-Ersticken ginge, wär mir das ziemlich wurscht, ob sich das kleine U-Boot mit Wasser füllt oder nicht, Hauptsache, ich komme da möglichst schnell raus - selbst wenn ich dafür erst mal die Luft anhalten und 10 Meter (hoffentlich nicht mehr als 20 Meter) herumtauchen müsste.
 
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