U-Boot auf dem Weg zur »Titanic« offenbar verschollen

Verstehe nicht, warum bei einer solchen Hochrisikotechnik nicht eine Art TÜV gesetzlich vorgeschrieben ist. Damit solche Risiko-Junkies wie Stockton Rush keine Chance haben. :rolleyes:
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In einem Mailverkehr mit Rush aus dem März 2018 erklärte Rob McCallum, einem der führenden Spezialisten für Tiefseeforschung, dass der Oceangate-CEO die „Titanic“-Fahrer in Gefahr bringe. Er forderte ihn zudem auf, sein Tauchboot zertifizieren zu lassen. „Ich denke, Sie bringen sich und Ihre Kunden in eine gefährliche Dynamik. In Ihrem Wettlauf mit der Titanic spiegeln Sie den berühmten Ausruf wider: 'Sie ist unsinkbar.'“

Rush antwortete jedoch, er sei „müde von den Akteuren der Branche, die versuchen, Innovationen mit einem Sicherheitsargument zu verhindern. Wir haben das unbegründete Gejammer 'Sie werden jemanden umbringen' schon viel zu oft gehört. Ich fasse dies als ernsthafte persönliche Beleidigung auf.“ schrieb er weiter.

McCallum habe in der Folge dennoch wiederholt versucht, Rush zu einer Zertifizierung der „Titan“ zu bewegen - allerdings ohne Erfolg. Der Oceangate-CEO hatte stattdessen den „ingenieursorientierten, innovativen Ansatz“ betont, der „der Orthodoxie der Unterwasserfahrzeuge widerspricht, aber das ist die Natur der Innovation“.


Ich frage mich, was der "innovative Ansatz" bei der Titan sein soll. Dass der Tod ständig mitfährt? :rolleyes:
 
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Vielleicht war der Besitzer auch Astrologe und hat gedacht, bei dem guten Horoskop kann nichts passieren. 🤷‍♂️

Ein Vergleich der Horoskope vom Untergang der Titanic und von der Zerstörung der Titan wäre mal was.
Von der Titanic gibt es schon eins im Netz. Für die Implosion der Titan hab ich noch keins gefunden.

 
Ausgelegt war das Tauchboot also die Titan ja auf 4000 Meter Tiefe, die Titanic liegt so bei 3.800 Meter.

Ein U-Boot ist eine technisch hochkomplexe Konstruktion, muss es ja auch, wenn man bedenkt was von ihm abverlangt wird. Diese Sardinenbüchse sieht mir nicht hochkomplex aus.


Eshätte also stand halten müssen.

Es gibt nur leider kein müssen. Angeblich sollte auch die Titanic unsinkbar sein (Es hieß damals, nichtmal Gott könne dieses Schiff versenken). Es kann immer Materialversagen, technisches und menschliches Versagen geben und unvorhergesehene Umstände können eintreten. Deshalb muss man alles dafür tun, dass alles so sicher wie irgend möglich ist. Ganz fatal wird es dann, wenn mehrere Faktoren zusammenkommen, wie bei der Explosion der Challenger. Die Dichtungsringe waren nicht für kalte Temperaturen ausgelegt. Sie sind starr geblieben bei der Kälte und konnten sich nicht ausdehnen. Die NASA wurde davor gewarnt, aber der Start wurde trotzdem nicht verschoben. Mit dem bekannten tragischen Ergebnis.
Auch da haben sicherlich vorher einge Verantwortliche gesagt "wird schon gutgehen, die Sowjets sollen ja nicht wissen, dass wir bei schlechtem Wetter nicht starten können."


Knackpunkt könnte das Fenster gewesen sein, dass angeblich ja nur bis zur einer Tiefe von 1.300 ausgelegt gewesen sein soll.

Das dachte ich mir gestern Abend auch. Ich halte es sogar für sehr wahrscheinlich.
Aber daran siehst du doch auch die ganze Verantwortungslosigkeit und Selbstüberschätzung des Betreibers. Eigentlich sagt einem das schon der gesunde Menschenverstand, zusätzlich wurde er noch gewarnt. Hat alles in den Wind geschlagen. Wie soll man sich dann darauf verlassen, dass der Rest nach bestem Wissen und Gewissen gebaut wurde.
Vielleicht hat er auch an den Kosten gespart, das Teil warten zu lassen. Überhaupt soll er an vielem gespart haben.


Dann wurde ja noch ein Neuartiges Material für die Aussenwand mitverwendet worden sein, was auch ein Knackpunkt gewesen sein kann.

Für die genaue Ursache müssten man das Tauchboot bergen.

Höchstwahrscheinlich lag ein Konstruktionsfehler vor, dass erst so nach mehreren Tauchgängen zur Geltung kam- so meine Vermutung.

Ob die tatsächliche Ursache herausgefunden kann ist eventuell fraglich.
Wie gesagt, man müsste die Trümmerteile bergen, um näheres herauszufinden.

Ich nehme an, man wird das tun. Ob man das dann feststellen kann und auch die Öffentlichkeit davon erfährt, wird man sehen.
 
Kanadische Ermittler befragen Besatzung von Mutterschiff »Polar Prince«

Kanadas Verkehrssicherheitsbehörde hat begonnen, den Unfall der »Titan« zu untersuchen. Die Ermittler werten auch Tonaufzeichnungen aus. Zudem prüft die kanadische Polizei strafrechtliche Ermittlungen.
 
Der Unterschied:
#OceanGate und James Cameron


Bisschen ausführlicher - bezgl. des Drucks in dieser Tiefe und den dafür notwendigen Materialien/Verarbeitung, um nach dem Tauchen in die Eiskalte Schwärze wieder sicher wieder ans Tageslicht zu kommen.



Sieht nicht so vertrauenerweckend aus, das Innenleben auf dem Bild rechts. Ein Marineoffizier im Interview sagte auch, was ein Unding sei, dass man die Luken von innen nicht öffnen konnte, in so ein Gefährt würde er nie einsteigen!
 
Es gibt nur leider kein müssen. Angeblich sollte auch die Titanic unsinkbar sein (Es hieß damals, nichtmal Gott könne dieses Schiff versenken).
Das ist ganz, ganz entscheidend! Der Untergang der Titanic ist auch und gerade aus heutiger Sicht eine Parabel, ein Lehrstück über menschlichen Größenwahn. Ich habe mich vor etwa 25 Jahren durch einen Haufen Titanic-Literatur gewühlt und einen Aufsatz mit dem Titel:

Größenwahn und Untergang - Warum die Titanic sank

geschrieben. Nie veröffentlicht, aber vielleicht mache ich es hier ins Forum rein, passt und ist aktuell wie nie. 😲
 
Ein U-Boot ist eine technisch hochkomplexe Konstruktion, muss es ja auch, wenn man bedenkt was von ihm abverlangt wird
Nö, eigentlich nicht. Physikalisch betrachtet ist es im Grunde genau andersherum. Je komplexer, desto anfälliger. Man benötigt eine druckfeste Kammer, einen Ballasttank und einen Antrieb. Je kleiner und runder das U-Boot, umso so geringer die Angriffsfläche für die Wassersäule darüber und umso besser die Druckverteilung auf die Oberfläche. Dazu kommt, dass Kunststoffe nicht zwangsläufig weniger druckfest sind. 4000m sind ca. 400bar Druck. Das hört sich viel an (und ist viel), es gibt allerdings auch in der Industrie Anwendungen mit bis zu 4000 bar. Das ist also nichts Unmögliches oder Voodoo.
 
"Titan" heißt das Schiff im gleichnamigen Roman von Morgan Robertson, der 1898 erschien und den realen Untergang der Titanic auf unheimliche Weise vorwegnahm.


Das Tauch-U-Boot trägt seinen eigenen Untergang also schon im Namen. So wie die reale "Titanic" auch. Denn: "Titanen" heißt in der griechischen Mythologie ein abtrünniges Göttergeschlecht, das sich mit den olympischen Göttern einen Fight lieferte, oblag und zur Strafe in den tiefsten und finstersten Ort der Erde, den Tartaros, gestoßen wurde.
Siehe im selben Link:

Auszug:
Bereits 18 Jahre vor der Veröffentlichung des Romans gab es ein eisernes Dampfschiff namens Titania, das am 9. Juli 1880 nach Kollision mit einem Eisberg im Nordatlantik innerhalb von drei Stunden sank.[3]
 

Auszug:
Harris sagte auch, dass er niemals einen Fuß auf die „Titan“ gesetzt hätte. „Das ‚Mir‘-Tauchboot, mit dem ich unterwegs war, hatte mehrere hundert Tauchgänge protokolliert, bevor wir losfuhren“, erinnert sich Sebastian Harris an seine vergangene Tiefsee-Expedition.
Erst im Mai veröffentlichte der britische Sender BBC sensationelle, neue Bilder des Titanic-Fracks.
Harris wünscht sich, dass der Tiefseetourismus eines Tages durchstartet. Doch noch stecke die Branche in den Kinderschuhen. Auch brauche die Technologie noch Zeit, um sicherzustellen, dass es sich um ein möglichst sicheres Erlebnis handelt, so seine Kritik.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Als ob es irgend einen Unterschied machen würde, ob man die Luke von innen aufmachen kann oder nicht.:rolleyes:

Außer fürs eigene Gefühl.
 
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