These

Das was wir als Stuhl interpretieren ist die Interpretation die wir der Wahrnehmung anhängen, wir interpretieren einen Stuhl als Sitzgelegenheit. Aber das ist nicht die Wahrnehmung, die Wahrnehmung zeigt uns ein dreidimensionales Gebilde in bestimmten Maßen und Größenverhältnissen, dieses interpretieren wir mit einem Denk-/ Erinnerungsprozess als Stuhl und dieser Begriff ist klar in seinen Funktionen definiert, so wie wir das kennen. Schwieriger wird es wenn wir noch andere Funktionen in ihm erkennen könnten. Z.B. gibt es Stühle, die man in Treppen umfunktionieren kann. Hier kann man in seinen Interpretationen noch dazulernen.
Du würdest dich wundern, wie krass die Denkprozesse das, was du als Wahrnehmung bezeichnest beeinflussen.
Einige erleben es manchmal für sehr kurze Momente in der Aufwachphase, wo die Denkprozesse sich noch nicht richtig eingestellt haben.
Da ist nichts von Dreidimensionalität. Du weißt weder was du siehst, obwohl du vielleicht gerade auf deine Zimmerwand schaust, du kannst keine Entfernung zu ihr erkennen, keinen Abstand, keinen Raum, du weißt nicht welche Farbe sie hat, obwohl sie, wie immer weiß ist, du weißt nicht, wer auf die Zimmerwand schaut, du weißt nicht, wo du bist, du weißt nicht, dass dies eine Wahrnehmung ist, und dass du sie gerade hast, etc...
Erst mit dem vollständigen Greifen der Denkprozesse, setzt das Erkennen einer Zimmerwand ein, die einen Abstand zu einem Wahrnehmenden zu haben scheint, und zu diesem Abstand hast du ein Einschätzungsgefühl von vielleicht 2 Metern.

Deswegen behaupte ich, dass erst die Denkprozesse die Wahrnehmung entstehen lassen. Zuvor können wir nicht von Wahrnehmung sprechen, weil zuvor der Wahrnehmende als auch das Wahrgenommene nicht zwei Dinge und somit unbeschreibbar sind. Du benötigst Denkprozesse, um beschreiben zu können, was du wahrnimmst. Und mit den Denkprozessen entsteht erst Zeit, Raum, Trennung und Beschreibbarkeit.
 
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Du benötigst Denkprozesse, um beschreiben zu können, was du wahrnimmst. Und mit den Denkprozessen entsteht erst Zeit, Raum, Trennung und Beschreibbarkeit.
Mit der Wahrnehmung nimmst du alles wahr ohne es definieren zu können, erst mit den Denkprozessen kannst du es einordnen, aber das ist dann keine Wahrnehmung mehr, sondern das eigene Denk-Konstrukt.

LGInti
 
Mit der Wahrnehmung nimmst du alles wahr ohne es definieren zu können, erst mit den Denkprozessen kannst du es einordnen, aber das ist dann keine Wahrnehmung mehr, sondern das eigene Denk-Konstrukt.
Du sprichst von einer „Wahrnehmung“. Dieses sprechen von einer „Wahrnehmung“ ist bereits ein Denkprozess, ist bereits Definition.
Zuvor ist aber [...]
Was diese Klammer ausdrücken soll ist Undefinierbarkeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du sprichst von einer „Wahrnehmung“. Dieses sprechen von einer „Wahrnehmung“ ist bereits ein Denkprozess, ist bereits Definition.
Nicht "bereits" sondern "erst". Mkit dem Wort "bereits" willst du suggerieren, das Denken käme vor dem, was das Denken beschreiben will, dem ist nicht so.

Mit diesen Worten die ich nutze erkläre ich dir etwas - das ist kein Wahrnehmungsprozess - es ist die Beschreibung eines Wahrnehmungsprozesses, und diese Beschreibung erfolgt immer erst nach der Wahrnehmung.
Zuvor ist aber [...]
Was diese Klammer ausdrücken soll ist Undefinierbarbarkeit
Du definierst sie auch nur mit irgendwelchen Symbolen wie der Klammer mit Punkten und mit der Bezeichnung "Undefinierbarkeit" statt mit einem sinngebenden Wort wie Wahrnehmung, was genau beschreiben würde, was da passiert.
Und jeder kann das erleben, nur setzt das Denken so schnell nach dem Wahrnehmungsprozess ein, dass viele gar keinen Unterschied erkennen können.
Deine Definition kommt aus dem Denken, meine aus der Erkenntnis einer Erfahrung - dem Erleben. Es ist eine (natürlich mit dem Denken produzierte, denn anders geht es nicht) Beschreibung von etwas Erfahrenem. Beschreibungen kann man nur mit dem Denken erschaffen. Die Erfahrung ist aber keine Beschreibung, sondern das Erleben des HierundJetzt.

LGInti
 
Du definierst sie auch nur mit irgendwelchen Symbolen wie der Klammer mit Punkten und mit der Bezeichnung "Undefinierbarkeit" statt mit einem sinngebenden Wort wie Wahrnehmung, was genau beschreiben würde, was da passiert.
Es passiert da aber nichts.
Es als ein Geschehen zu definieren, ist ein Denkprozess.
Es ist auch keine Erfahrung.
Es als Erfahrung zu definieren, ist ein Denkprozess.

Du versuchst mit dem Denken etwas zu betreten, wozu das Denken überhaupt keinen Zugang hat und niemals haben wird.
 
Es passiert da aber nichts.
Kommt drauf an wie man "passieren" definiert
Wahrnehmung ist passiv - etwas wirkt auf mich und meine Fähigkeit der Wahrnehmung erkennt
Es als ein Geschehen zu definieren, ist ein Denkprozess.
Ja das "definieren" ist ein Denkprozess, aber dieser Denkprozess ist nicht die Wahrnehmung
Es ist auch keine Erfahrung.
Doch die Wahrnehmung ist Erfahrung
Es als Erfahrung zu definieren, ist ein Denkprozess.
Richtig, das "definieren" ist der Denkprozess, aber dieser ist nicht die Erfahrung

LGInti
 
Nein, darauf kommt es nicht an.

Aber gut. Ich sage: Ohne Denken keine Wahrnehmung.
Und du sagst: Wahrnehmung ist unabhängig vom Denken.

Kein Problem für mich.
Und ich sage auch Wahrnehmung beeinflusst das Denken und ich würde sogar so weit gehen zu sagen - ohne Wahrnehmung kein Denken

aber von mir aus können wir diesen Austausch auch beenden

LGInti
 
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Und ich sage auch Wahrnehmung beeinflusst das Denken und ich würde sogar so weit gehen zu sagen - ohne Wahrnehmung kein Denken
Ja, all das kannst du natürlich sagen.
Nur reden wir da aneinander vorbei.
Denn mir ging es darum aufzuzeigen, wofür sich das Denken alles verantwortlich zeigt, und dir ging es darum, aufzuzeigen, dass unabhängig vom Denken etwas existiert, was du als „Wahrnehmung“ bezeichnest.

Da man aber meines Erachtens nichts unabhängig vom Denken bezeichnen kann, ist eine solche Diskussion obsolet.
 
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