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ralrene
Guest
Wie schön.Mißtrauen hat mich von der rosaroten Brille geheilt, von falsch verstandener Liebe, von wolkenähnlichen Illusionen, die in meinem Kopf daheim waren. Als ich ging -wegen dem Suff- schien da kein Fünkchen Hoffnung mehr in mir zu wohnen....bis ich begriff, Hoffnung ist etwas für Paradiesgläubige und packte das Leben an. Ich lebte es "einfach" und es machte tagtäglich mehr Spass als ich mir die ganzen Jahre vorher erlaubte. Einen Mann wollte ich nicht, alles- nur ja nie wieder einen Mann, paaaah. Noch so einen, der wen enttäuscht, lügt, betrügt, fremdgeht- never!
Was soll ich sagen? Ich hatte das *Trauerjahr* noch nicht mal voll, da lief er mir über den Weg. Jaja, ich weiss, das war Zufall, Glückssache, Kismet(?), denn ich kann dafür echt absolut nichts.... und aber auch nicht dagegen. Wir haben uns genau 2 x verabschiedet, bevor wir zusammen gezogen sind, mit Kind und Kegel und den letzten Krümeln an intakten Möbeln, die mir damals noch blieben. Aber hier war eh alles vorhanden, ich ging ins Schlaraffenland. Nein, kein materielles Schlaraffenland ist gemeint, eher ein bodenständiges, in dem man auch kaputte Sachen repariert und nicht wegschmeisst. Ich wäre sonst wohl auch schon lange auf dem Müll gelandet, denn das war ich: kaputt.
Als ich mal fragte: "warum gerade ich?", da antwortete er: "Ich habe irgend etwas in deinem Herzen gesehen!"
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Ja, es ist einfach schön zu lesen, daß es da noch jemanden gibt, den das Leben in der Dunkelheit geküßt hat.

